Saisonrückblick 2021

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2021 - Ein Jahresrückblick!

Bereits mit der Entscheidung, die Sandbahn in Iffezheim zu erneuern, war klar, dass die Vorbereitung auf die neue Saison holprig werden wird. Durch die Verzögerung des Baubeginns von Mitte Dezember 2020 auf den 18. Januar 2021 sowie, weitere Verzögerungen die durch Regen und Frost entstanden, konnte unsere Sandbahn erst Mitte April, also deutlich später als geplant, zu einem Zeitpunkt, an dem die Saison schon voll im Gange war, eröffnet werden. Zwischenzeitlich war der Großteil der Trainer ins Exil (Wissembourg, Hassloch, etc) ausgewichen, hatten ihre Laufbahn beendet (Lennart Hammer-Hansen) oder sind ins benachbarte Frankreich (Strasbourg) übersiedelt (Miroslav Rulec).

Frost begleitete uns auch in der letzten Vorbereitungsphase auf das Meeting in Cagnes-sur-Mer. Auch im Meeting 2021 gelangen uns einige schöne Platzierungen durch Aerion, After Rain Sun, Brunlukka und Hallo Wien. Zu einem Sieg reichte es dennoch leider nicht. Sicherlich waren wir durch die Siege vom Meeting 2020 etwas verwöhnt. Vorerst war dies unser letztes Meeting an der Riviera, heuer werden wir nicht zuletzt aufgrund der unsicheren Corona-Lage auf einen Ausflug verzichten.

Im ersten Quartal wurde erfreulicherweise Baden Galopp gegründet und neuer Pächter unserer Rennbahn. Damit war unmittelbar eine Aufbruchsstimmung zu bemerken. Den Konditionsvorteil, den wir uns am Mittelmeer holen konnten, nutzte Hallo Wien zu einem frühen Jahrestreffer im April in Strasbourg. Sie war die erste Siegerin der neuen Trainingsbahn in Iffezheim, die kurz zuvor eingeweiht wurde. Im Mai und Juni waren wir oft an einem Sieg nahe dran, es blieb aber bei Platzierungen. Im Juli konnte Rum Tum Tugger endlich einen kleinen Teil der in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen und sich in Bad Harzburg seiner Maidenschaft entledigen. Der Erfolg kam kurz bevor ich ihn entgültig auf die Transferliste setzen wollte. Während unsere große dreijährige Hoffnungsträgerin Leevke schweren Herzens den Stall Richtung Norden verlies, wuchs gleichzeitig auch ihre Stallgefährtin Artemia zu einer großen Hoffnungsträgerin heran und lies in den ersten Arbeiten viel Talent aufblitzen.

Im August konnte Naduah unseren einzigen Dreijährigen-Sieg fixieren. Damit wurde auch dieser Renntag in Hassloch wieder zu einem tollen Tag. Eva-Maria hatte ihre Rennstiefel endgültig an den Nagel gehängt und arbeitete ab sofort bei Baden Galopp. Trotzdem kommt sie auch weiterhin täglich zum Reiten.
Im September hatten wir unseren Stall mit sechs Siegen in Topform. Anfang September gewinnt Kenzydancer in Le Croise Laroche. Kurz darauf debutiert Artemia groß mit einem zweiten Platz in München, am gleichen Tag gewinnt auch noch Highland Dragon. Den Höhepunkt unserer Stallform erreichten wir Ende September als uns in vier aufeinanderfolgenden Tagen vier Siege gelangen: Malaaw in Chantilly, Macavity und Rum Tum Tugger in Mannheim und Artemia in München.
Damit qualifizierte sich Artemia für den Preis der Winterkönigin und sorgte für ein Highlight im Herbst. Nach einem untypischen Rennverlauf für eine Winterkönigin blieb sie dort allerdings weit unter Wert geschlagen und unplatziert.

Am gleichen Wochenende fand die Auktion im Zuge des Sales and Racing Festivals statt. Diese Auktion entwickelt sich so positiv für unseren Stall, dass ich lange Zeit an sie denken werde. Mit Daliapur, Night Counter, Sara und einem NN Hengst a.d. Teazel bekam ich genau die Jährlinge, die ich mir im Vorfeld gewunschen hatte.

Ende Oktober konnte Rum Tum Tugger im Stil eines guten Pferdes einen Ausgleich 3 hochüberlegen gewinnen und damit einen positiven Schlusspunkt setzen.

Mitte November ging unser langjähriger Futtermeister auf Urlaub nach Ungarn. Erzählungen nach wohl der erste Urlaub außer Landes seit vielen Jahren. Es gefiel ihm dort so gut, dass er Ende des Jahres die Bitte äusserte, dauerhaft dort hingehen zu können. Die Erfüllung dieses Wunsches konnten und wollten wir ihm natürlich nicht verwehren.
Ende November reise ich auf Fortbildungslehrgang zu Goffs nach Irland. Auf der Fohlenauktion blieb ich zwar im Hinblick auf Einkäufe erfolglos, an Erfahrung Informationen etc. konnte ich hingegen viel mitbringen. Ende November, am ersten Advent, verbrachten Eva und ich einen wunderbaren Tag zu Hause vorm Computer und ersteigerten online auf der Christmas Online Auktion der BBAG drei Pferde. So einen spannenden Nachmittag hat man nicht oft. Das hat richtig Spaß gemacht.

Einige sehr verdiente Pferde wie etwa Mojo Boy und Sisikam haben die Laufbahn beendet oder aber auch den Stall als Reitpferd/ Rennpferd verlassen. An dieser Stelle darf auch Hallo Wien nicht unerwähnt bleiben. Mit Artemia konnten wir einmal mehr den Nachweis erbringen zweijährige Pferde siegfertig herausbringen und auch auf Topniveau mithalten zu können. In den vergangenen Jahren gelangen uns im zweijährigen Segment mit Aerion, Be A Wave, Leevke und Wonderful Görl bei wenig finanziellem Aufwand beim Kauf der Pferde und vor allem auch kleinen Jahrgängen gute, überdurchschnittliche Erfolge. Wenn aus dem Stall Geisler ein Zweijähriger herauskommt, ist er zu beachten. Das ist mir sehr wichtig und haben wir jetzt auch mehrfach bewiesen.

Im kommenden Jahr sind wir mit aktuell zehn Zweijährigen gut gerüstet. Nach Qualität der Abstammungen vielleicht der beste Jahrgang den ich je hatte (nach Anzahl hatte ich sogar schon mehr junge Pferde). Insgesamt ist der Stall somit massiv verjüngt. Ein Drittel der Pferde sind Zweijährige. Nach Anzahl deutlich schwächer sind wir bei den dreijährigen Pferden aufgestellt. Hier sind wir mit drei Stück eindeutig zu schwach besetzt. Trotzdem findet sich mit Artemia sowie den beiden hoffnungsvollen Hengsten Lips Leo und Santino Corleone auch hier qualitativ ordentliches Material. Von den älteren Pferden erwarte ich mir dieses Jahr einiges.

Nicht nur aufgrund dieser Stallstruktur darf man optimistisch in die Zukunft blicken. Der Rennbetrieb in Iffezheim scheint gesichert. Die Sandbahn ist vermutlich die beste des gesamten Landes. Unser Stall wird laut Aussage unseres Verpächters peu a peu renoviert. Die Rennpreise in Frankreich werden erhöht. Der Rennbetrieb in Deutschland wird, läuft alles nach Plan, wieder stabil. Ein mir wichtiger Punkt ist es, mich an dieser Stelle bei den Besitzern zu bedanken. 2020 war ein Corona-Jahr mit eingeschränkten Renntagen, gekürzten Rennpreisen etc. 2021 konnten wir in Iffezheim erst Mitte April in ein geregeltes Training einsteigen. Auch 2021 war man von Corona noch nicht befreit. Die Renntage waren immer noch reduziert, ebenso die Rennpreise. Trotzdem sind die uns so wichtigen und eng verbundenen Besitzer, die Säulen des Rennstalles Geisler treu geblieben. Besitzer aus früheren Zeiten fanden wieder den Weg zu uns zurück. Neue Besitzer kamen. Das alles ist natürlich keineswegs selbstverständlich sondern sehr erfeulich und dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken.

Auch unserem langjährigen Personal möchte ich Danke sagen, vielen Dank auch Patrick für die langjährige gute Zusammenarbeit!
Wir werden versuchen auch dieses Jahr wieder eine Stallpoule zu veranstalten. Aufgrund der aktuellen Lage ist es aber vermutlich sinnvoll, damit bis zum Frühling zu warten.

Hals und Bein für 2022!

Starter


Sa., 20. Juli - Mülheim
7.R.
Macavity
8.R.
Shada
Mo., 15. Aug. - Saarbrücken
2.R.
Rum Tum Tugger
2.
4.R.
Furioso
1.
7.R.
Macawi
4.
Mo., 15. Aug. - München
1.R.
Silvretta
3.
3.R.
Lips Leo
2.
4.R.
Leevke
5.
Kontakt: An der Rennbahn 8-9, 76473 Iffezheim | Tel: +49/(0)176/ 205 70 115 | Email: gerald.geisler@gmx.de