Neuigkeiten 2014

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18. November 2014

Zweiter Sieg in Folge für Leo

"Eines der populärsten deutschen Rennpferde" sei er zwar, "er gewinnt allerdings eher selten", schrieb Klaus Göntzsche von der Neuss-Grevenbroicher Zeitung am 15. November in seiner Vorschau auf den heutigen Renntag in Neuss (→ Zur Nachlese). Dort hat jedenfalls wieder einmal alles gepasst und Leoderprofi zur Bestätigung der Regel den insgesamt achten Sieg seiner Karriere eingeholt. Geritten von Esther Ruth Weißmeier, musste der siebenjährige Wallach dafür allerdings einiges tun; nach dem Start ein wenig den Anschluss verloren habend, lief Leo weite Teile des Rennens mit einigen Längen Rückstand hinter dem Feld her und konnte sich erst auf der Zielgeraden an der Außenseite vorbeistehlen, solcherart den Sieg mit einer Kopflänge Vorsprung erkämpfen. Durch den Extrapunkt für den ersten Seriensieg, liegt Leo in der Stallpoule nun sieben Punkte vor den beiden ex aequo zweitplazierten Sanjii Danon und Nice Danon, könnte hier also schon für eine Vorentscheidung gesorgt haben.


16. November 2014

(Noch) kein Saisonrückblick

Wie ich schon zu Beginn der heurigen Saison, genauer gesagt bei der kurzen Ansprache im Rahmen der Stallpoule, die darauf folgenden Monate antizipierend erwähnte, war klar, dass sich nach der hervorragenden Saison 2013, welche mit 27 Siegen und der höchsten, von mir erreichten Gewinnsumme als meine bisher beste Saison zu Buche steht, das Folgejahr nicht ganz so einfach gestalten würde. Ein wenig schwieriger und vielleicht sogar noch schlechter als erwartet, kam es dann auch.

Zu Beginn der Saison 2014 mussten wir gleich einmal großes Verletzungspech und damit zum Teil längerfristige Ausfälle beim Personal wegstecken. Viele gute Handicapper verließen aus Altersgründen im Winter den Stall oder waren schlichtweg "ausgehandicappt". Zum Teil machten uns in wichtigen Rennen unglückliche Bodenverhältnisse zu schaffen und von vielen nicht bloß unglücklich absolvierten Ritten möchte ich gar nicht erst anfangen zu reden. Am Ende kamen dann leider auch Verletzungen bei Leistungsträgern, die knapp vor einem zu erwartenden Sieg standen, hinzu, darüber hinaus wurden auch brave Handicapper aus Altersgründen verkauft, um Platz für jüngere Pferde und somit neue Zukunftshoffnungen zu schaffen.
Wir sind allerdings auch selbstbewusst zu wissen, dass wir weder schlechter trainiert oder gefüttert haben, noch die Pferde weniger gut versorgten als in den Jahren zuvor und personaltechnisch waren wir bestimmt auch nicht weniger gut aufgestellt.

Auf der positiven Seite dieser Saison stehen jedenfalls die drei Meetings in Baden, welche uns je einen Volltreffer (durch Danuvius, Tenderness und Leoderprofi) landen sahen. Auch die Renntage in München waren großteils von sehr gutem Erfolg begleitet, insgesamt kamen wir in Riem heuer auf sieben Treffer. Mit dem inzwischen achtjährigen Tres Rock Danon konnten wir in Deutschland auf Listenebene einen zweiten und dritten Platz belegen, Sanjii Danon gewann zwei Rennen und war auf höchster Ausgleichsebene zweimal nur knapp vom Sieger getrennt Zweiter.

Ausgesprochen positiv empfinde ich auch den Blick in die Zukunft: die beiden Jährlinge Königstraum (Bruder der diesjährigen "St. Leger"-Siegerin Kaldera) und Rosenhill (Bruder der Gruppe 1-Siegerin Rosenreihe) konnten die ersten Canter bereits absolvieren, weitere hoffnungsvolle Jährlinge, unter anderem auch der erste Jahrgang an Globus-Nachkommen, werden in den nächsten Tagen in den Stall einrücken. Bei den aktuell Zweijährigen vermochte sich vor allem Nantiago nach nur sechs Monaten im Rennstall, mit je einem dritten und einem vierten Platz auf der Rennbahn als gutes Pferd zu empfehlen. Auch einige andere Zweijährige ließen ihr Talent bereits aufblitzen, zudem stehen wieder mehr Handicapper zur Verfügung um die Sieganzahl wieder zu steigern, sodass wir für das nächste Jahr recht optimistisch sein dürfen.

Nach wie vor bin ich von den guten Bedingungen und der Lage des Stalles Europa überzeugt. Die kommenden Starts werden zum Einen dem Zwecke der Schadensbegrenzung dienen, zum Anderen ist die Stallpoule noch hochinteressant und geht nun in die entscheidende Phase. Drei Pferde liegen Kopf an Kopf an der Spitze: Leoderprofi startet diesen Dienstag in Neuss, Sanjii Danon wird kommenden Sonntag in einem Condizionata in Pisa an den Ablauf gehen und Nice Danon darf am 25. November in Dortmund ran.
Über weitere Starts ist aktuell noch nicht entschieden worden.


19. Oktober 2014

Heimsieg durch Leo

Photo von Stephanie Gruttmann

Gegen Ende der Saison schlägt der alte Haudegen Leoderprofi wieder einmal zu; nach heuer bisher fünf zweiten und vier dritten Plätzen, kam der mittlerweile siebenjährige Wallach heute auf seiner Heimatbahn in Iffezheim mit Stephen Hellyn im Sattel endlich wieder zu einem vollen Erfolg. Auf der für ihn ungewöhlich kurzen Distanzen von 1200m reihte sich Leo zunächst ans Ende des Feldes, hatte dann aber wenig Probleme, die Lücke zu finden und die Konkurrenz mit sicheren eineinviertel Längen als Sieger über die Ziellinie zu führen.
Spannend wird es dadurch auch in der heurigen Stallpoule, in welcher nunmehr drei Pferde - Sanjii Danon, Leoderprofi und Nice Danon - punktegleich an der Spitze liegen, Sanjii davon allerdings den Vorteil der größeren Anzahl an Siegen besitzt.

Zum → Rennvideo


12. August 2014

Vizesieg im 'Silbernen Band'

Über volle 4000m musste heute in Köln der von Adrie de Vries gerittene Tres Rock Danon auf Listenebene im "Silbernen Band" gehen. Zwar stellte diese Distanz kein Novum für den mittlerweile achtjährigen Hengst dar - schon 2011 ging es für ihn in Longchamp auf Gruppe I.-Niveau ebenfalls über volle vier Kilometer - nachdem er zuletzt aber stets auf Distanzen unter 3000m ins Rennen geschickt wurde, durfte man gespannt sein, wie sich Tres Rock in dieser Situation schlagen würde.
Die geplante Taktik sah eigentlich ein Gehen an der Spitze vor, im Rennen wurde daraus jedoch die zweite, dritte Position an der Außenseite. Auf der Zielgeraden kristallisierte sich dann schnell heraus, dass der Sieger aus dem Zweikampf zwischen Baroness Daniela und unserem Tres Rock hervorgehen würde. Das bessere Ende hatte schlußendlich mit zweieinhalb Längen Vorsprung dann leider der französischen Gast, wie wir nunmehr wissen, Tres Rock kam dahinter mit vier Längen Vorsprung auf den drittplazierten Walzertakt über die Ziellinie.
Sicherlich wäre es schön gewesen, mit Tres Rock zum Ende seiner Karriere hin nocheinmal ein Rennen dieser Güte zu gewinnen, in Baroness Daniela trafen wir heute jedoch auf einen Gegner, der sich als überlegen erwies. Unser Pferde kam jedenfalls, was die Hauptsache darstellt, gut aus dem Rennen.

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02. Oktober 2014

Vorschau auf ein langes Wochenende

Nantiago

Ein langes, sehr spannendes Rennwochenende steht vor der Tür. Bereits morgen findet in Paris Saint-Cloud das dieser Tage für uns sportlich wertvollste Rennen statt: wie schon im vorangegangenen Jahr versuchen wir mit Tres Rock Danon auf Listenebene im "Prix Scaramouche" unser Glück. Er trifft dabei auf neun Pferde, allesamt von hoher Qualität, wobei wohl besonders Hidden Cove und die Gaststute aus England Quiz Mistress, welche dieses Rennen bereits 2012 gewinnen konnte, herauszuheben sind. Interessant wird bestimmt auch das Abschneiden der Dreijährigen, der deutsche Gast Swordshire darf hier vielleicht als das stärkste Pferd gelten. Weicher Boden wäre die von uns natürlich präferierte Option, der aktuelle Wetterbericht spricht allerdings nicht unbedingt für eine Erfüllung dieses Wunsches. Tres Rock hat den Baden-Start gut weggesteckt, diese Form wurde in der Zwischenzeit durch die damalige Siegerin Kaldera - die bekanntlich auch das "Deutsche St. Leger" gewinnen konnte - ganz offensichtlich nochmal aufgewertet.

In Köln geht es ebenfalls am Freitag für Nantiago endlich los. Körperlich hätte er schon längst an den Ablauf kommen können, bloß der Weg in die Startmaschine bereitete bisher gröbere Probleme. Wir mussten ihn also in "medizinische" Betreuung geben, Hero Merkel, unsere Pferdepsychologin, nahm ihn sich zur Brust und übte die letzten Wochen wirklich viel mit ihm (auf Basis Natural Horsemanship und Pat Parelli). Bleibt nun zu hoffen, dass er auch im Rennstress all diese Dinge nicht vergisst. Galoppieren kann der Bursche jedenfalls, wie er im Training unter Beweis stellte. Guavia wird natürlich als Favoritin ins Rennen gehen und könnte Andrasch Starke bei seinem Comeback-Ritt gleich zu einem Sieg verhelfen, ein Platzgeld sollte für unseren kleinen "Powerball" aber allemal drinnen sein.
Prima Danon hat sich beim Start in Baden gar nicht schlecht verkauft, die etwas längere Distanz sollte von Vorteil sein. Nice Danon ist sogar "Sport-Welt"-Favorit, bei einem normalen Rennverlauf sollte er nach dem 2. Platz in Baden jedenfalls weit vorne landen. Er fühlt sich momentan sichtlich wohl und sprüht vor Energie.

Am Samstag sind wir dann mit vier Pferden in Frankfurt zu Gast. Den Beginn macht hier Halina Hill in einem kleinen, aber doch recht stark besetzten Feld, eine kleine Prämie wäre also schon ein gutes Laufen. Marius wird von der "Sport-Welt" als Favorit gehandelt, geht mit diesem Vertrauensvorschuss jedoch in ein Rennen, in dem es von Formpferden nur so schwirrt; geschenkt werden wir also nichts bekommen. Der Wallach hat sich in der Arbeit nocheinmal gesteigert, im Rennen hat er ohnehin noch nie enttäuscht.
Die Wege von Danuvius und Leoderprofi kreuzten sich bereits in Baden, damals hatte Danuvius gegenüber Leo, der einen mehr als unglücklichen Rennverlauf gegen sich hatte, das bessere Ende für sich. Danuvius konnte sich als Dreijähriger (mit Ausnahme von Dresden, wo er in der Startmaschine eine Verletzung davontrug) von Rennen zu Rennen steigern. Beide Pferde müssen zeigen, ob ihnen die kurze Distanz von 1200m liegt. Auch hier hält die "Sport-Welt" große Stücke auf meine Schützlinge: Danuvius ist Favorit, Leo Cofavorit. Als Abergläubiger Mensch habe ich jedoch die Befürchtung, das die zugewiesene Favoritenrolle aber wenig dazu angetan ist, im Rennen Glück zu bringen.

Am Sonntag startet World Star in Straßburg, der Reiter ist aktuell noch unklar, weicher Boden wäre auch für ihn von Vorteil. Er macht mir derzeit sehr viel Spaß in der Arbeit, er geht richtig gut und scheint sich auch äußerst wohl zu fühlen. Sein letztes Laufen in Nancy war alles andere als schlecht, er sollte eigentlich bald an der Reihe sein.

In Düsseldorf sind war dann noch mit Kinski und Albarado vertreten. Kinski arbeitete bisher stets recht gut, konnte diese Leistungen im Rennen aber leider nicht abrufen. Wir werden diesmal deshalb die Taktik ändern - und auch für ihn auf weichen Boden hoffen. Albarado geht seit ewigen Zeiten zum ersten Mal wieder in ein Rennen. Viel wird dabei nicht verlangt, lassen wir uns also überaschen.

Nun also Hals & Bein und ein spannendes Wochenende
Gerald Geisler


14. September 2014

Kowalsky-Sieg in München

Photo von Murat Fischer

Seine gefälligen Saisonleistungen bisher, krönte der fünfjährige Hernsteiner Wallach Kowalsky heute mit einem eindrucksvollen Sieg in München. In den Schlussbogen noch an letzter Stelle liegend eingebogen, zündete der Imperioso-Sohn unter Adrie de Vries dann auf durch den Regen stark aufgeweichtem Boden, den Turbo um dem Feld auf dem Weg zum leichten Sieg noch um ganze vier Längen zu enteilen. Im Ausgleich I konnte sich einige Rennen davor Sanjii Danon, ebenfalls von Adrie de Vries geritten, einen zwei Platz sichern.


05. September 2014

Meetingsieg durch Tenderness

Die vierjährige Tenderness holte heute in Baden-Baden in einem mit €7.000,- dotierten Ausgleich IV über die Meile den ersten Meetingtreffer für unseren Stall. Die von Stephen Hellyn gerittene Hernsteiner Sholokov-Tochter, setzte sich gegen die aus zehn Pferde bestehende Konkurrenz letztlich leicht mit eineinhalb Längen Vorsprung durch. Große Freude und allgemeine Heiterkeit bei der Siegerehrung waren die Folge.

Zum → Rennvideo


02. September 2014

Neuzugang zweier Jährlinge

Zweimal war der Trainer auf der heute stattgefunden habenden BBAG Jährlingsauktion beim dritten Hammerschlag Halter des siegreichen Gebots: Königstraum, ein Etzeaner Sholokov-Sohn aus der Königstochter wechselte für €19.000,- in den Besitz des Stalles Junior Farm, Hans Hülsenbeck darf sich - nach der von 2010 bis 2013 gelaufenen Rosennähe - erneut über ein Produkt aus der Wittekindshofer Rosengeste freuen; für €4.000,- erhielt er den Zuschlag für den Tiger Hill-Sohn Rosenhill.


29. August 2014

Auftakt zur Goßen Woche

Die Rennbahn in Iffezheim von der Burg Alt-Eberstein aus gesehen
(bzw. wahrscheinlich halt eher nicht gesehen; Mitte links im Bild, hinter dem Baggersee, liegt sie jedenfalls)

Mit der neu ins Leben gerufenen Eröffnungsparty erfolgt heute der Startschuss zur "Großen Woche". Die Vorfreude darauf ist natürlich jedes Jahr riesig, aber - ehrlich gesagt - heuer ist, warum auch immer, bei den meisten direkt und indirekt Beteiligten noch einen Ticken größer. Einmal mehr werden wir - mein Team und ich - versuchen, uns in der Auslage des deutschen Rennsportes bestens zu präsentieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Iffezheimer Trainerkollegen, rücken wir vor unserer Haustüre mit einem wahren Megaaufgebot in die Startmaschine ein.

Persönlich ist es mir sehr wichtig, hier zu starten und Erfolg zu haben, auf der Heimatbahn macht es einfach unheimlich Spass zu laufen und das Iffzer Publikum schafft, wie auf keiner anderen Bahn in Deutschland, dazu eine einzigartige Atmosphäre. Wir stehen mittlerweile im Ruf, dass unsere Pferde gerade zu diesem Anlass gut am Posten sind. Nicht nur das Wetter hat sich in den vergangenen Stunden, pünktlich zum Meetingsbeginn, sommerlich präsentiert, auch meine Pferde präsentierten sich, als ob sies spürenwürden, in der Arbeit zuletzt sehr motiviert, sehen blendend aus und geben Anlass zur Hoffnung.

Der eine oder andere Sieg wäre natürlich schon fein, zumindest sollten aber viele schöne Platzierungen drinnen sein. Das sportliche Highlight für meinen Stall stellt natürlich der Start von Tres Rock Danon im Listenrennen über 2800m am zweiten Samstag dar. Nicht zu vergessen darüber hinaus der wichtige Blick in die Zukunft mit der BBAG Jährlingsauktion am Dienstag. Sehr erfreulich ist es für mich, dass ich auch dieses Jahr auf den einen oder anderen Einkauf hoffen darf, immer wieder sind schließlich hier eigentlich preiswert ersteigerte Pferde zu Gruppesiegern und mehr als nützlichen Pferden aufgestiegen. Als wir vor zwei Jahren diesbezüglich recht aktiv waren, konten wir unter anderem Danuvius, Halina Hill und Paper Moon, alle drei recht hoffnungsvolle Pferde, ersteigern.

Den Auftakt am Geläuf macht morgen Leoderprofi, der als Sport-Welt-Favorit ins Rennen geht, auch Touch of Pri, die Cofavoritin, ist Trägerin einiger Erwartungen.
Erwartungen, die hoffentlich auch erfüllt werden, so oder so steht uns jedoch ein tolles Event bevor, zu dem ich allen Lesern viel Spaß wünsche!


10. August 2014

Erfolg durch Marius in München

Photo von Murat Fischer

Beim dritten Lebensstart legt Marius, nach zwei zweiten Plätzen nicht ganz unerwartet die Maidenschaft ab. Nach längeren Verzögerungen an der Startmaschine, verbrachte der dreijährige Wallach, von Martin Seidl geritten, den Gutteil des Rennens um die sechster Position, um ab der 200m-Marke dann die Führung zu übernehmen und diese dann mit eineinviertel Längen sicher ins Ziel zu bringen.
Drei Rennen zuvor wurde Olympiade (Maxim Pecheur) bei ihrem Anstart Dritte.


03. August 2014

Erläuterung

Weniger erfreulich als erhofft, vielleicht auch erwartet, gestaltete sich heute Danuvius Antreten im Auktionsrennen in Dresden. Der Rennbericht erzählt jedoch nur die halbe Geschichte; die Ursache für das schlechte Abschneiden ward schon in der Startmaschine gelegt, als Danuvius Momente vor dem Absprung zu steigen begann und sich im Zuge dessen verletzt haben dürfte. Der dreijährige Hengst kam jedenfalls lahm aus dem Rennen und wird sich fürs Erste einer medizinischen Behandlung zu unterziehen haben.


31. August 2014

Ein Big Point muss her!

Danuvius
Photo von Murat Fischer

Ein Beobachter des Stalles merkte kürzlich kritisch an, dass unsere Pferde zwar alles in allem eh ganz ordentlich laufen, das heißt viele Platzierungen einholen würden und auch schon der eine oder andere Sieg zu Buche stünde, es eines dringend benötigten 'Big Points' aber nach wie vor ermangelte. "Nein!", war meine erste Antwort darauf, "Doch" erwiderte er ... *

Ganz zu Unrecht steht dieser Einwand, zumal die potentielle Qualität mancher Pferde in Betracht gezogen, natürlich nicht im Raum. Sanjii Danonwar mit seinem zweiten Platz zuletzt im Ausgleich I in Bad Harzburg immerhin aber schon knapp dran und erhält am kommenden Wochenende in derselben Kategorie noch einmal die Möglichkeit zu punkten (manchmal gibt es sie eben doch, die zweite Chance). Ebenfalls für ein Highlight könnte am Tag davor im Auktionsrennen in Dresden Danuvius sorgen.

Der dreijährige Goodricke-Sohn gefiel mir schon letzte Saison ausgesprochen gut, zweijährig wollte es jedoch noch nicht so recht klappen. Einmal waren es die Schienbeine, ein anderes Mal ein unglücklicher Ritt, der verhinderte, dass alles zusammenpasste. Ganz anders verlief dagegen der diesjährige Anstart in Iffezheim, bei dem er auf Anhieb voll zuschlagen und gewinnen konnte (→ Video vom Rennen), dabei zum Beispiel Molly Macho, der uns übermorgen ganze neun Kilo vorgeben muss, hinter sich lassen. Unser Plan, im Dresdener Auktionsrennen anzugreifen wurde durch diesen Sieg selbstverständlich bestärkt, nicht ganz grundlos haben wir Danuvius bereits zweijährig in der Elbmetropole laufen lassen und ihm die Bahn gezeigt. Die Form im Ausgleich III über 1400m zuletzt in München war alles andere als eine schlechte Vorstellung, immerhin ließ er dabei Rakete, desren Wege wir auch diesmal - sogar günstiger - kreuzen werden, hinter sich. Danuvius ist fit and well, toll am Posten. Die Vorbereitung lief wie am Schnürchen, der kleine, kräftige Hengst präsentiert sich rotzfrech und genauso, wie ich mir das wünsche. Wir haben natürlich erst noch eine äußerst lange Anfahrt gut zu überstehen; im Rennen zählen dann ein guter Start und eine günstige Position im Bogen. Ohne auf die anderen Starter im Detail eingehen zu wollen, scheint das Feld insgesamt recht ausgeglichen, kein Pferd steht bemerkenswert heraus. Die große Frage lautet, wer überhaupt die 1200m kann, die meisten Pferde kommen schließlich von der Meile.

Am Sonntag tritt dann, wie gesagt, Sanjii erneut in einem Ausgleich I an. Die Distanz ist ihm eigentlich einen Tick zu weit, das Rennen dient darum auch vor allem als Überbrückung und Vorbereitung auf unser Hauptaugenmerk, dem Ausgleich I in Iffezheim während der Großen Woche. Sollte dennoch schon diesmal mehr dabei herausschauen, würde uns das aber auch nicht die Laune verderben. Mit Adrie de Vries haben wir einen formstarken Steuermann an Bord, der überdies mit diesen Farben noch "was gutzumachen hat". Bei Sanjii wird sehr viel vom Rennverlauf abhängen.

Ebenfalls am Sonntag kommt in Vitteaux Bolanos an den Ablauf. Jean-Pierre Lopez wird den Ritt übernehmen, Bolanos das erste Mal mit Scheuklappen ins Rennen gehen. Klassemäßig sticht er aus dem Feld heraus, auf kleinen Bahnen zählt das leider oft nicht so viel wie der Rennverlauf. Es kommen dort bedauerlicherweise bisweilen ganz krumme Ergebnisse heraus.
Eventuell wird noch Halina Hill in Vittel über die Meile starten, aktuell ist jedoch die Reiterfrage noch ungelöst, ein Antreten daher unsicher.

Hals&Bein und ein spannendes Rennwochenende allen Lesern unserer Homepage

*Louis de Funès würde heute seinen 100ten Geburtstag gefeiert haben.


15. Juli 2014

Tres Rock (eilt in Divonne allen) Daνon

Das Rennen war zugegebenermaßen ein paar Klassen unter der für Tres Rock Danon gewohnten Liga angesiedelt, die Absicht hinter diesem Start war es jedoch, dem Pferd mithilfe eines leichten Rennens das Gefühl fürs Siegen wieder zu verschaffen. So weit lief alles nach Plan.
In dem vom Start weg weit aufgefächerten Feld, ging Tres Rock (mit Jean-Pierre Lopez im Sattel) die zurückzulegenden 3100m zunächst ein, zwei Längen hinter dem Führenden an. Das Duo nahm zu Beginn der zweiten Runde zunehmend Fahrt auf und begann, sich von den restlichen drei Konkurrenten abzusetzen. Tres Rock, der mittlerweile auf Kopflänge herangekommen war, übernahm dann auf der Gegenseite entgültig das Kommando und konnte im Handgalopp schließlich noch achtzehn Längen zwischen sich und seine Verfolger bringen. Fürs Selbstvertrauen sicher kein schlechtes Resultat.

Zum Rennvideo auf → Les Courses Hippiques


13. Juli 2014

Zweifachsieg für Stall Hernstein

Photo von Murat Fischer

München war einmal mehr die Anreise wert: neben den zwei schon in der Überschrift erwähnten Siegen des Stalles Hernstein durch Touch of Pri und Tenderness, durfte ebenjener Besitzer sich im Rennen von Touch of Pri außerdem über einen zusätzlichen zweiten Platz durch Alta Monte freuen. Abgerundet wurde dieses Ergebnis durch einen weiteren zweiten Platz von Marius, einen dritten durch Danuvius und einen vierten durch Halina Hill.

Die von Lena Maria Mattes im Amateurrennen über 1600m gerittene Touch of Pri musste ausgangs des Schlussbogens zwar noch weit auf die Bahnaußenseite ziehen, konnte diese Spur dann aber für einen letzlich leichten Sieg gegen ihren Stallgefährten Alta Monte und damit den Verlust ihrer Maidenschaft nutzen. <i>Tenderness (Stephen Hellyn) hatte bei ihrem Anstartsieg über die 1400m hingegen etwas mehr zu kämpfen; aus den hinteren Regionen des Feldes kommend, konnte sich die Stute erst ab etwa der 200m-Marke vom Feld lösen, um die Ziellinie dann mit zirka zwei Längen Vorsprung (die Direktoriumshomepage ist diesbezüglich noch etwas vage) zu überqueren.


09. Juli 2014

Neuzugang aus Newmarket

Bei den Tattersalls July Sales in Newmarket wurde heute wieder einmal Besitzer Ronny Heimburger aktiv. Mit Lot Nummer 145 ersteigerte er für 2000 Guineas Supa U, eine dreijährige Authorized-Stute aus der Supa Sal, die bei bisher insgesamt neun Starts - sämtliche zweijährig absolviert, 7x auf Turf, 2x auf All Weather - immerhin schon sechs Platzierungen für sich verbuchen darf.


25. Juni 2014

Ausnahmsweise eine fast überschwängliche Überschrift:
Große Freude! Sanjii setzt sich sensationell durch!*

Photo von Murat Fischer

Seinen zweiten Sieg in Folge feierte heute - erneut in München - der achtjährige Sanjii Danon. Von Filip Minarik geritten, bildete der Stall Herb-Schützling zusammen mit und knapp hinter dem favorisierten Quixote schon früh das Führungsduo, verblieb in dieser Konstellation über den Großteil des Rennens und weite Strecken der Zielgeraden, nur um sich auf den letzten Metern nach hartem Kampf dann doch noch mit einem knappen Kopf Vorsprung durchzusetzen.
Nicht minder erfreulich gestaltete sich das Debüt von Marius (Martin Seidl), der mit seinem zweiten Platz die in ihn gesetzten Erwartungen bei weitem übertraf.

* Der Iran bei der Fußballweltmeisterschaft heute hingegen leider nicht, unsere Prognose für eine mögliche Finalpaarung ist also zumindest halbfalsch.


24. Juni 2014

Vorschau

Generell laufen unsere Pferde momentan durchwegs brav und dadurch regelmäßig auch ins Geld, die Sieganzahl lässt halt noch immer zu wünschen übrig. Die Anhäufung von zweiten und dritten Plätzen lässt natürlich darauf hoffen, dass diese Pferde nicht nur zum Sieg stehen, sondern baldigst auch einmal gewinnen. Erinnert sei daran, dass ich zu Beginn des Jahres von etwa 15 bis 20 Siegen gesprochen habe und ins Kalkül gezogen, dass wir in der zweiten Saisonhälfte stets ein wenig besser sind und dann tendenziell also auch mehr Rennen als im Frühjahr gewinnen, scheint mir diese Vorgabe durchaus noch machbar.

Von uns einmal abgesehen, ist zur Zeit im deutschen Rennsport eine deutliche Besserung zu bemerken; viele Rennen und sogar ganze Renntage, die früher mangels Starter ohne zu zögern gestrichen worden wären, finden heute dennoch statt. Nicht zuletzt dadurch sind für jeden Pferdebesitzer, Trainer und Jockey die Gewinnmöglichkeiten gestiegen. Unglücklicherweise führt das Mehr an Rennen bei geburtenschwachen Jahrgängen, stagnierender Anzahl der Pferde im Training und der ungebrochenen Attraktivität Frankreichs als Ausweichdestination für Starter, eben auch zu kleinen Feldern. Es bleibt zu hoffen, dass die Rennvereine und die verantwortlichen Personen einen langen Atem haben und diese Phase durchtauchen.
Jetzt ist jedenfalls ein guter Zeitpunkt, in Startpferde zu investieren und schnell zu Gewinnen und zu Siegen zu kommen.

Nun aber zu unserem morgigen Renntag in München, der uns wie so oft mit einem ganzen Lot Pferde anreisen sieht.
Kowalsky sollte einmal mehr eine gute Form abliefern können, sollte es Regen geben, würde ihm dies entgegenkommen. Am Posten war er zuletzt ja nach wie vor. Eine dreijähriger Debütant ist Marius. Er hat lange wenig verraten und mich im Training immer wieder enttäuscht, die letzten Arbeiten erwiesen sich jedoch als ganz ordentlich und ich muss ehrlich gestehen, im Stall haben wir schon ein wenig Mumm auf den Burschen. Die Distanz könnte etwas zu kurz sein, der Adlerflug-Sohn wird sich jedoch ordentlich verkaufen.
Nice Danon war zuletzt zweimal in Belgien unterwegs, gewann davon einmal und kam kürzlich als Dritter ins Ziel, wobei er mit äußerster Startbox viel machen musste, um im Vordertreffen mitgehen zu können. Seine letzte Grasbahn Form in Deutschland - in München - wurde durch El Tren, der zuletzt gewonnen hat, aufgewertet. Über Kondition verfügt der Schimmel natürlich ausreichend.
Auf Winkali bin ich wieder einmal mehr als neugierig; sie lieferte auch diesmal wieder eine vorzügliche Arbeit ab und sollte sie diese Leistung morgen auch nur annähernd abrufen können, dürfte sie schwer bis kaum zu schlagen sein. Leider war das aber noch bei jedem ihrer Starts diese Saison ähnlich. Winoso, der bisher positiv überrascht hat, wird auf weicher Bahn besser laufen als auf gutem Boden. Bei ihm verhält es sich umgekehrt als bei Winkali: er arbeitet alles andere als aufregend, gibt sich im Rennen aber immer brav Mühe.
Sanjii Danon trifft es diesmal natürlich deutlich schwerer an als zuletzt; die Meile wäre mir für ihn lieber gewesen und zuviel Regen wünsche ich mir für ihn auch nicht. Er ist durch den letzten Start auf jeden Fall gefördert worden und momentan ohnehin gut am Posten, fühlt sich super wohl. Wir starten in diesem Rennen mangels passender Startmöglichkeit in Frankreich und wollen ihn derart im Schwung halten.
Bei Bacchus Danon stehen wir vor einem Rätsel; wir versuchen es morgen einmal mit einer komplett anderen Distanz um herauszufinden, ob er diese stehen kann.

Allen Lesern viel Spaß, Spannung und Hals und Bein.


09. Juni 2014

Favoritensieg durch Sanjii

Photo von Murat Fischer

Als 23:10-Favorit ins Rennen gegangen, gab sich Sanjii Danon heute trotz flirrender Hitze in München keine Blöße. Mit Antonio Fresu im Sattel machte der achtjährige Big Shuffle-Hengst frühzeitig alles klar und kam mit drei Längen Vorsprung als leichter Sieger nach Hause. Erwähnung verdienen weiters der hervorragende vierte Platz von Halina Hill bei ihrem Debüt und der Hernsteiner Kowalsky, der als Dritter das Ziel erreichte und sich somit als Muster an Konstanz auch im vierten Rennen heuer in den Geldrängen zu platzieren wusste. Weniger glücklich verlief hingegen das Antreten von Paper Moon, der im Rennen zweier Eisen verlustig ging und solcherart gehandicappt hinter den Erwartungen zurückblieb.


8. Juni 2014

Vorschau auf den Münchner Pfingstrenntag

Von links nach rechts: Sanjii Danon, der Trainer und Paper Moon

Das Frühjahrsmeeting ist schon wieder Geschichte und mit unseren Ergebnissen können wir einigermaßen zufrieden sein; ein Sieg, noch dazu bei den Dreijährigen, zählt in Baden - nicht nur finanziell - immer besonders viel. Einige gute Platzierungen haben die Form des Stalles (wie im Übrigen auch die SportWelt in ihrer Ausgabe für den morgigen Renntag erwähnt) unterstrichen. Leo lief als Zweiter und Dritter wieder einmal super zuverlässig und auch Floralys hat mir wieder gut gefallen. Auch die Starter in Hassloch wussten sich ordentlich aus der Affäre zu ziehen, wir fahren somit morgen also mit einiger Hoffnung nach München.

Bereits im ersten Rennen darf sich Sanjii Danon seit Langem wieder einmal auf deutschem Geläuf versuchen. Der Achtjährige steht eigentlich über dem Feld und sollte daher mit allerersten Chancen ins Rennen gehen. Natürlich sind gerade solche Rennen besonders unangenehm, weil jeder mit einem Sieg rechnet, das Rennen dennoch aber erst einmal gelaufen werden muss. Wer uns schlägt, soviel ist klar, muss jedenfalls gut auf dem Posten sein. Einzig die extremen Temperaturen sprechen gegen unseren Sanjii, von der Konkurrenz stellt wohl die dreijährige Rakete die größte Gefahr dar, wobei sie wohl schon eine Listenform abrufen muss, um uns morgen zu biegen. Sanjiis Pause zuletzt rührte von einer mittlerweile auskurierten Verschleimung her.
Im Ausgleich III. über 1600m verfügen wir mit Floralys und Kowalsky über zwei heiße Eisen im Feuer. Beide wussten sich zuletzt gut ins Szene zu setzen; Floralys konnte in Baden als Dritte am Ende noch richtig Speed zulegen, Kowalsky wurde in Hassloch leider deutlich zu früh in Front gebracht, würde dort sonst wahrscheinlich schon seinen ersten Jahressieg eingeholt haben.
Halina Hill gibt morgen ihr Lebensdebüt; die Tiger Hill-Stute vermochte sich während der letzten Wochen noch deutlich zu steigern, verbessern, ihre letzten Arbeiten gegen unter anderen den frischgebackenen Baden-Sieger Danuvius lassen durchaus Hoffnung aufkommen, dennoch gilt auch hier der Standardsatz vor jedem Debüt, dass die Stute das Rennen wohl noch brauchen wird. Generell meine ich, dass Halina Hill nächstes Jahr dann das bessere Rennpferd als heuer sein wird. Auf Dauer scheint weicher Boden ihre ihre Präferenz zu werden.
Paper Moon muss morgen Farbe bekennen. Er hat kein leichtes Rennen, unser Aspirant für das österreichische Derby steht vor einem harten Test, aber das ist auch gut so. Um morgen vorne mitzumischen wird Pappes schon so um die 75 bis 80kg GAG abrufen müssen, diese Leistung stellt zugleich aber die reelle Berechtigung für einen Start im "Austrian Derby" dar. Seine Abschlussarbeit hat mir einmal mehr sehr gut gefallen - aber meine Eindrücke von seinen Trainingsleistungen waren sowieso immer nur die besten. Die Startmaschine wird diesmal hoffentlich keine Probleme bereiten und die Frage nach dem nötigen Stehvermögen wird sich morgen beantworten lassen. Das Pferd verfügt jedenfalls über richtig Potenzial, er muss dieses nur noch auf dem grünen Rasen abzurufen verstehen.
Den Abschluss machen morgen Bacchus Danon und Lucertola. Beide müssen sich im Vergleich zu ihren letzten Formen steigern, um morgen mit Siegchancen ins Rennen zu gehen. Beide Pferde benötigen guten Boden, den sie morgen mit Sicherheit auch vorfinden werden. Bacchus wird vom Jahresdebüt in Baden profitiert haben, Lucertola wird morgen erstmals mit Scheuklappen aufgeboten. Insgeheim habe ich auf die Beiden mehr Mumm, als ihn die Papierform impliziert.


29. Mai 2014

Außenseitersieg durch Danuvius

Photo von Katja Gerhardt

Unbedingt zu erwarten stand dieser Sieg sicher nicht und auch am Toto wurde dem Hoheneichener mit einer Quote von 226:10 nicht gerade übergroßes Vertrauen entgegengebracht. Beirren ließ sich der dreijährige Danuvius bei seinem dritten Lebensstart davon allerdings nicht (wie auch?). Am Start noch recht rüde angerempelt und in der Folge für weite Teile des Rennens an die vorletzten Position verbannt, machte der von Marvin Suerland gerittene Ex-Hengst auf der Zielgeraden Meter um Meter gut, hatte ungefähr ab der 100m-Marke die Nase vorne und erreichte das Ziel schließlich mit einer dreiviertel Länge als sicherer Sieger vor den favorisierten Zidar und Molly Macho.

Zum Rennvideo auf → Youtube


26. Mai 2014

Sieg in Mons

Seinen zweiten Saisonsieg durfte heute Besitzer Hans Hülsenbeck feiern: Nach Palm Danons Erfolg in München, war diesmal der sechsjährige Schimmel Nice Danon in einem mit €8.000,- dotierten Rennen über 1500m im belgischen Mons an der Reihe: nach dem Absprung noch an dritter Stelle gelegen, machte der von Filip Minarik gerittene Hengst schon im ersten Bogen kontinuierlich Boden gut, übernahm auf der Gegenseite die Führung und erarbeitete sich bis Ausgangs des Schlußbogens einen Vorsprung von rund zwei Längen, die er bis ins Ziel zu verteidigen wusste.


21. Mai 2014

Rundumschau

Mit einer Serie von Platzierungen scheint sich die Stallform langsam (- allerdings hoffentlich nicht auch weiterhin nur mit Platzierungen -) einzupendeln. Erwähnen möchte ich vor allem das Wochenende rund um das "Oleander-Rennen" in Berlin, welches Tres Rock Danon überall als Dritten sahn, nur im Ziel dann als meiner Ansicht nach sehr unglücklichen Vierten. Der selbe Tag brachte in Frankfurt einen zweiten Platz durch Touch of Pri und einen vierten durch Kinski beim Lebensdebüt, Pandoro wurde unterdessen in Karlsrahe guter Dritter. Anschließend lief Tricky Tiger ein riesen Rennen in Chantilly im Tierce Handicap und konnte immerhin noch €5.000,- zurück nach Iffezheim bringen. Das vergangene Wochenende sah dann in München wieder drei unserer Pferde unter den ersten Drei: Floralys wurde als Jahresdebütantin Zweite, Winoso beim Anstart guter Dritter und gab damit Hoffnung auf eine gute Laufbahn, Nice Danon lief brav und damit auf vermutlich zu tiefer Bahn auch immerhin noch ins dritte Geld.

Bereits morgen geht es im etwa 190km von Iffezheim entfernt gelegenen Nancy weiter. World Star wird dort in einem Ausgleich auf fünfzehn Gegner, von denen die meisten leider mal wieder eine bessere Startbox zugelost(?) bekamen, treffen.Tres Rock Danon gkommt anschließend in einem Altersgewichtsrennen über 2950m an den Ablauf. Beide Pferde werden von Adrie de Vries geritten; der Mann ist Profi genug, um die Turbulenzen der Woche gut wegzustecken und einen guten ob zu machen. Sehr ungewöhnlich ist für mich bei beiden Pferden diesmal deren kurze Startfolge; World Star lief zuletzt am 13. Mai, Tres Rock am 11. Während bei Ersterem eine Verkürzung der Intervalle von Haus aus geplant war, sollte Tres Rock nach seinen letzten beiden Rennen eigentlich eine kleine Pause einlegen. Zum Einen kam er aber in Berlin wieder sehr gut aus dem Rennen, präsentiert sich frisch wie ein junger Hüpfer, zum Anderen scheint das morgige Rennen wie für uns ausgeschrieben und daher äußerst verlockend. Wie wir jedoch alle wissen, kann man in jedes Rennen als noch so hoher Favorit gehen, gelaufen muss es dennoch erst werden. Die Vorzeichen sehen zumindest gut aus.

Am kommenden Wochenende pausieren wir dann und bringen erst am Montag in Belgien Nice Danon wieder an den Start. Danach darf sich Tricky Tiger eventuell in Straßburg im Tierce Handicap auf ungewöhnlich kurzen 1400m versuchen. Der Junge ist jedoch ebenfalls gut aus dem Rennen in Chantilly gekommen und steht für die nächste Aufgabe bereit

P.S.: . (Punkt)


11. Mai 2014

Obwohl heute alle unsere Starter im Geld waren ...

... sollte es zu einem vollen Erfolg am heutigen Tag leider nicht ganz reichen. Tres Rock Danon spielte im Kampf um den Sieg im "43. Oleander-Rennen" in Berlin-Hoppegarten keine Rolle, verpasste den dritten Platz jedoch nur um eine Nasenlänge. Kinski konnte bei seinem Debüt in Frankfurt zu diesem Zeitpunkt schon einen vierten Platz für sich verbuchen, kam Pandoro beim Araberrennen in Karlsruhe als Dritter ins Ziel. Den Abschluss machte dann noch Touch of Pri mit einem zweiten Platz.


10. Mai 2014

Vorschau

Recht kurzfristig haben wir uns dafür entschieden, Tres Rock Danon im "Oleander-Rennen", einem Guppe III über 3200m, in Berlin-Hoppegarten laufen zu lassen. Es war bereits kurz nach dem Rennen vergangene Woche in Paris/Saint-Cloud klar, dass er die Aufgabe gut wegzustecken vermochte, auch die Tage danach verliefen ausgesprochen erfreulich. Von Tres Rocks Form abgesehen ist natürlich das überschaubare Feld, ohne internationale Beteiligung ein zusätzlicher Anreiz, es morgen in Berlin zu probieren.
Lediglich die Reiterfrage schien einem Antreten Probleme in den Weg zu stellen; drei Renntage in Deutschland - neben Berlin noch Krefeld und Frankfurt mit ebenfalls einem Grupperenntag - sowie einigen verletzten Spitzenjockeys, international sind zudem in Frankreich klassische Rennen angesagt und in Rom wird ein Gruppe I gelaufen - alles Faktoren, welche die Suche nach einem adäquaten Reiter nicht gerade einfach gestalteten. Mein guter Bekannter Gianluca die Castelnuovo konnte mir mit Antonio Fresu dann letzlich doch noch einen qualitätsvollen Reiter anbieten. Der Italiener ist aktuell in Newmarket bei Marco Botti tätig und konnte vergangene Saison bei einer Gewinnsumme von €900.000,- 145 Siege einholen. Er ist laut Gianlucas Aussage die "Emergency solution if you can't get anybody like the Frankies ...". Antonio genießt also unser volles Vertrauen. Zudem spricht er sehr gut Englisch, was die sprachliche Verständigung einfach gestaltet und die Videos von Tres Rocks wichtigsten Rennen konnte er auch bereits studieren.
Unser Hauptkonkurrent und Totofavorit Altano gibt uns vier Kilo, im direkten Duell konnten wir ihn vergangene Saison zweimal schlagen. Tres Rock konnte, ebenso wie Altano, das "Oleander-Rennen" zweimal für sich verbuchen, dreimal ist das bisher noch keinem gelungen. Brandgefährlich weil schwierig einzustufen sind außerdem die Vierjährigen. Unser Pferd ist jedenfalls richtig gut am Posten und durch den Start vorige Woche sicher noch zusätzlich gefördert worden.

Starter haben wir zudem noch in Frankfurt vorzuweisen: Kinski wird im ersten Rennen sein Lebensdebüt geben; sein Rennen sieht sehr harmlos aus und Galoppieren kann er schon, also lass' ma uns überraschen. Touch of Pri hat sich in der Arbeit angekündigt, ich werte diesen Start ihren Aufgalopp fürs Frühjahrsmeeting in Iffze. Für beide Pferde rechne ich mir Platzchancen aus.
Als Draufgabe zu diesen drei Startern, kommt unser Araber Pandoro in Karlsruhe an den Ablauf. Es geht über weite 2600m, auch er sollte mit Geld nachhause kommen.


21. April 2014

Dort, wo Palm Danon letzte Saison aufhörte ...

Photo von Murat Fischer

... vermochte der fünfjährige Wallach heute, sehr zur Freude seines Besitzers Hans Hülsenbeck fortzusetzen, nämlich einerseits in München und andererseits mit einem Sieg. War es im November vergangenen Jahres der "Herbst-Preis", den er für sich entscheiden konnte, setzte sich Palm Danon diesmal, von Andrea Schneider geritten, zeitgemäß im "Frühjahrs-Ausgleich" durch. Nur knapp eine Halslänge hinter dem zweitplatzierten Totofavoriten Sepideh und etwas mehr als eine halbe Länge hinter dem Sieger, dafür drei Längen vor dem Rest des Feldes, lenkte Carolin Stummer bei ihrem Deutschlanddebüt dann noch Kowalsky als Dritten über die Ziellinie.


20. April 2014

Vorschau, Nachschau und andere weltbewegende Angelegenheiten

Symbolphoto

Wer unverdorben von den Unbillen des Erwachsenenlebens im Herzen ein dreizehnjähriger Schuljunge zu bleiben vermochte, versucht derzeit sein Panini-Sammelalbum zur kommenden Fußballweltmeisterschaft voll zu bekommen und sich durch den Umstand, dass sich in gefühlt jedem zweiten Packerl ein Mannschaftsphoto entweder des iranischen [Nr. 451] oder des französischen [Nr. 375] Nationalteams (und leider keines z.B. der Schweizer Nationalelf [Nr.337]) befindet, nicht entmutigen zu lassen. Woran diese Häufung liegen mag - unglücklicher Zufall, verkaufsstrategisch bedingt schlechte Durchmischung/Verknappung oder mantische Bedeutsamkeit* - ganz egal, viel schlimmer wiegt eigentlich der Umstand, dass die ansonsten nicht genug zu würdigende Firma Panini sich diesmal damit begnügt hat, die Einklebestellen für die einzelnen Pickerl nur mit den Nummern, nicht wie bisher auch mit den Namen der einzuklebenden Spielerporträts zu versehen. Naja, ein Grund mehr, keine dieser nummerierten Stellen unbeklebt zu lassen.

Über diesen Sorgen tritt der Rennsport natürlich keineswegs in den Hintergrund; nicht zufrieden sein konnten wir beispielsweise mit dem Ergebnis vom letzten Donnerstag in Paris- Longchamp. Sanjii Danon lief zwar ein gutes Rennen, schlug sich im achtzehner Feld auch recht wacker, der Rennverlauf, den Maxim Guyon ihm allerdings servierte, machte eine bessere Platzierung unmöglich. Das Pferd sprang normal ab und wurde dann aus unerklärlichen Gründen im wahrsten Sinne des Wortes an die letzte Stelle "beordert", konnte von dort, obwohl mit gutem Speed auf der Zielgeraden, leider nicht mehr entscheidend in den Rennverlauf eingreifen. Sanjii hat das Rennen jedenfalls gut verkraftet, ist gesund herausgekommen und wir in Kürze wieder Gelegenheit erhalten, ein gleichwertiges Rennen zu gewinnen.

Aber jetzt ist der Blick nach vorne gerichtet, morgen greifen wir in München an. Palm Danon wird mit der aktuell besten Münchner Amateurreiterin, Andrea Schneider an den Start gehen. Die 1400m sind ein Versuch. Er ist noch nicht auf 100%, wird aber eine ordentliche Leistung abliefern. Palmy tritt als frischer Sieger das erste Mal im Ausgleich an. Kowalsky wird von der jungen Österreicherin Carolin Stummer geritten. Entgegen den Aussagen der Sport-Welt, die ihr morgen ein Debüt zuschreibt, konnte sie bereits sieben Rennen gewinnen und gilt in ihrer Heimat als großes Talent. Kowalsky ist normalerweise einer, der wenig Anlauf benötigt. Im Rufe eines Arbeitsweltmeisters stehend, sollte er, wenn er die Leistung aus dem Training ins Rennen zu übernehmen versteht, morgen eigentlich überlegen gewinnen. Er liebt weichen Boden und kühles Wetter, beides könnte er in München antreffen.
Hals & Bein

* Sollten Frankreich und der Iran am 13. Juli in Rio de Janeiro das WM-Finale bestreiten, denken Sie dran, hier haben Sies zuerst gehört.
09. April 2014

Paper Moons Anstart in Moulins

Morgen geht es mit dem ersten dreijährigen Starter der Saison los. Wir erfreuen uns derzeit bester Trainingsbedingungen und nach wie vor habe ich von einigen meiner Dreijährigen eine hohe Meinung. Mein vermutlich Bester aus diesem Jahrgang ist nach aktuellem Stand Paper Moon, seit jeher liebevoll "Pappes" genannt.
Bereits zweijährig hat er in der Arbeit mehrfach sein Können aufblitzen lasssen, Wachstum und Entwicklung ließen mich von einem Anstart aber Abstand nehmen. Auch heuer ging er bereits zweimal auf Gras, wobei mich seine Trainingsleistung da noch nicht ganz vom Hocker geschmissen hat. Deutlich besser verlief da schon die Generalprobe vergangene Woche auf der Sandbahn; man konnte da schon sehen, dass der Junge über Power verfügt und einiges Potential besitzt, wir ihn nicht umsonst mit einer Derbynennung für Österreich versehen haben.
Gang glücklich verlief das Management bei ihm bisher nicht: zuerst wollten wir ihn in Frankfurt laufen lassen, dort wurde die Distanz geändert, dann in München der Renntag gleich überhaupt abgesagt. Nun wird es also ernst in Moulins und der Weg dahin war ein weiter (vom Ersteigern auf der BBAG Jährlings Auktion, übers Einreiten, Trainieren, etc.) und wird mit 550km Transport ein weiter sein. Natürlich ist es morgen erst sein Debüt, er muss im Zuge dessen Dinge lernen, die ihm im Rahmen der Trainingssituation nicht schon zu vermitteln sind. Wir werden ihm kein hartes Rennen geben, auf einen Stockeinsatz verzichten, trotzdem sind wir natürlich gespannt und hoffen auf ein gutes Abschneiden.

Zum Teil kommt es mir so vor, als ob man sich mit diesen Aussagen oft ein bisschen beruhigen, sich den sicherlich zum Teil selbst auferlegten Druck nehmen möchte, denn - ehrlich gesagt - alles andere als eine gute Vorstellung würde mich schon enttäuschen. Ich spreche dabei gar nicht vom Gewinnen oder einer guten Platzierung, sondern von der Art und Weise, wie er sich morgen verkaufen wird. Es umfasst so ein erstes Antreten ja einiges an Neuigkeiten und Ungewohntem für ein Pferd; ein weiter Transport, eine neue Box, eine neue Umgebung, Lautsprecher, etc. ... all diese potentiellen Stressfaktoren muss ein junges Pferd erst einmal wegstecken.
Wir werden also gespannt der Dinge harren und hoffen auf ein gutes Resultat. Es werden jedenfalls einige Augen auf "meinen" Pappes gerichtet sein.


04. April 2014

Die Frage nach dem Wann, Wo und Wie

Christrose (Helleborus niger)
aus der Familie der Ranunculaceae

Wir verlieren keineswegs die Geduld,
denn obwohl Nice Danon letzte Woche bei seinem Jahresdebüt mit einem dritten Platz bei nur eineindreiviertel Längen Rückstand schon ganz gut dabei war, lässt der erste Saisonsieg leider noch auf sich warten. Was wir einstweilen jedenfalls schon erreicht haben, ist das vorläufige Ende der diesjährigen Stallparade und der Umstand, dass es uns zuletzt leider auch massiv an der nötigen Zeit zum Verfassen der jeweiligen Texte und dem Aufnehmen der Photos gebrach, hat damit naturgemäß überhaupt nichts zu tun, denn selbstverständlich liefern wir mit der selben Zuverlässigkeit wie auch letztes Jahr, etwaige Neuzugänge nach.


25. März 2014

Kein Grund, die Zuversicht zu verabschieden!?

Selbstverständlich haben wir uns von der letzten Woche mehr erwartet, es gibt für das Abschneiden unserer Kandidaten aber plausible Ausreden Erklärungen: Leo traf das erste Mal in seiner Sandbahn-Laufbahn auf komplett abgetrockneten Untergrund, was ihm sichtlich gar nicht gefallen hat, World Star kam mit der engen Kursführung und dem hohen Anfangstempo in Lyon La Soie nicht klar und für Bolanos hat sich die ausgegebene Taktik in diesem Rennen als nicht zielführend erwiesen. Unabhängig davon, sind die Pferde im Frühjahr natürlich auch noch im Haarwechsel und der kostet bekanntlich viel Energie; den Haarwechsel machen zwar alle Pferde ohne Ausnahme durch, manche kommen damit aber besser zurecht, manche weniger. Die Saison ist ohnehin gerade erst angelaufen, es besteht also noch kein Grund, schon unruhig zu werden.

Diese Woche gehts gleich weiter: morgen ist Winkali in Amiens dran. Sie trifft dabei zwar auf ein mit nur acht Startern ungewöhnlich schmales Feld, es ist jedoch eine kleine Wundertüte, die da auf uns wartet. Stuten brauchen im Frühjahr - und das jetzt bitte nicht als equinen Sexismus verstehen - meist ein bisschen länger und viel Sonne am Rücken, Winkali hat bisher aber schon gut gearbeitet und das Rennen stellt eine gute Gelgenheit, das Jahr zu beginnen dar. Zu tiefer Boden, wie er für das vorletzte Rennen zu befürchten steht, wären natürlich eine eher suboptimale Ausgangslage.
Am Sonntag beginnt aller Voraussicht nach der Schimmel Nice Danon die Saison. Wir lassen uns überraschen, wie viel er zu leisten bereit ist, wieviel Spaß er am schnellen Laufen hat, über die nötige Kondition und Klasse verfügt das Pferd jedenfalls. Sonntag am Düsseldorfer Grafenberg bekommen wir die Antwort.


18. März 2014

Startschuss

Mit dem PMU-Renntag in Neuss, an dem - als Sport-Welt-Favorit und aktuelles Titelbild-Model - auch unser Leoderprofi teilnimmt, geht die Sandbahnsaison zu Ende und ohne goße Unterbrechung geht unsere Saison dann gleich voll weiter. World Star, für den wir Cristian Demuro verpflichten konnten, kommt am Donnerstag in Lyon La Soie an den Ablauf und am darauffolgenden Freitag tut es ihm dann Bolanos in Lyon Parilly gleich.
Bei uns im Quartier sind derweil die ersten Grasbahnarbeiten gut über die Bühne gegangen; Erkenntnisse wurden gewonnen, Hoffnungen im Gegenzug nicht zerstört: die dreijährigen Lakonia, Marius und Paper Moon waren allesamt gut am Posten.


15. März 2014

Fahrplan für die nächsten Wochen

Salvia iodantha aus der Familie der Lamiaceae

Clemens absolvierte heute seinen letzten Arbeitstag am Stall und verlässt uns nunmehr Richtung Mühlheim. Mittlerweile schon zum Teil der Stammmanschaft geworden, wollen wir uns auf diesem Wege noch einmal für die gute Zusammenarbeit bedanken und ihm für die Zukunft alles Gute wünschen. Im Gegenzug wird uns ab April Maria Binz, vormalige Maschek, die schon einmal bei uns tätig war, als gewissermaßen neue alte Kraft unterstützen. Das blendende Wetter ermöglicht uns derzeit ein unbeeinträchtigtes Training, die heutigen Schlussarbeiten von Bolanos und World Star verliefen ganz nach Plan.
World Star wird am Donnerstag in Lyon La Soie in einem Handicap auf Sand über 2150m laufen. Bei Bolanos hingegen ist die finale Entscheidung, ob er ebenfalls am Donnerstag in Lyon La Soie im Ausgleich über 1800m oder am Freitag in Lyon Parilly auf Gras in einem Ausgleich über die Meile sein Jahresdebüt geben wird, noch nicht gefallen. Bereits am Mittwoch wird Leoderprofi am PMU-Renntag in Neuss auf 1500m im Ausgleich III, diesmal mit Formreiterin Alexandra Vilmar, an den Start gehen. Weiter geht es dann am 26. März mit Winkali in Amiens, wenn das Rennen am Papier nicht zu schwer aussieht. Alternativ dazu steht ein Start am 6. April in München über 1400m in einem 4jährigen-Sieglosen-Rennen als Option zu Verfügung. Derzeit legt die Stute jedenfalls Arbeiten, die zum Schwärmen verleiten, hin. Ebenfalls in Schwung kommt nun schön langsam Sanjii Danon, der eventuell schon am 27. März in Compiegne an den Ablauf kommen könnte. Am 30. wird Nice Danon die Saison, entweder in Mannheim oder Düsseldorf, aufnehmen.
Überzeugen konnte diese Woche wieder Paper Moon; er ist mit seinem Haarwechsel fast durch und sieht blendend aus. Das Abspringen aus der Startmaschine hat er bestens absolviert, kommt nichts dazwischen, steht am Dienstag die erste Grasarbeit am Programm. Geplant ist nach wie vor, ihn am 8. April über 1600m in Frankfurt laufen zu lassen.

Soweit die vorläufig aktuellen Pläne unserer Pferde, es geht also in Kürze gleich mit vollem Elan los.


09. März 2014

Öffentliches Training

Gestern fand ein öffentlicher Galopp mit Bolanos statt. Diese Trainingseinheit stellte zugleich die erste schärfere Arbeit in Hinblick auf ein geplantes Antreten in Lyon dar. Ungestört lief das ganze leider nicht ab, fand schließlich auf dem Trainingsgelände zeitgleich die Modellhelicoptermesse → "Rotor Live" statt, die dadurch zusätzlichen Besucher machten jedoch ein Publikum aus, wie man es sonst nur von den öffentlichen Arbeiten eines Frankel kennt.
Bolanos hat das Training jedenfalls gut überstanden und war danach auch gut an der Krippe, wir halten also unverändert Kurs Richtung Start in Lyon, entweder am 20. oder 21. März.


Der Rechte von den beiden isses.
Foto von Matthias Rauch

Eine Abordnung der Turffreunde
Foto von Matthias Rauch

27. Februar 2014

Panische Angst und überbordende Nervosität ...

(... ließ der dreijährige, noch nicht gelaufene Paper Moon vor seiner kürzlich absolvierten ersten schnelleren Arbeit nicht erkennen; von seinem Talent sind wir jetzt jedenfalls überzeugt.)
Unsere größte Sorge gilt in der nächsten Zeit natürlich möglichen Verletzungen und anderen Komplikationen. Sollten ihm solche aber erspart bleiben, zählt der Areion-Sohn, der über eine Nennung für das österreichische Derby verfügt, als Träger großer Hoffnungen für die kommende Saison. Mehr dazu in unserer wieder einmal fortgesetzten → Stallparade.


24. Februar 2014

Poulerückblick

Wäre F.W.J. Schelling, Autor unter anderem des als "Freiheitsschrift" in die Philosophiegeschichte eingegangenen Traktates, am 5. Dezember geboren, würden wir vor geraumer Zeit seinen 239. Geburtstag gefeiert haben. (So aber müssen wir bis zum 27. Jänner des nächsten Jahres warten, um seines 240. Geburtstages, bis zum 20. August diesen Jahres um seines 160. Todestages zu gedenken. Alles aber keine Gründe, nicht schon heute die "Freiheitsschrift" vom Nachtkästchen zu nehmen und sich darin ein paar erbauliche Stellen zu Gemüte zu führen.)
[ Bildungsauftrag ]

Mit unserem eigentlichen Thema, der diesjährigen Stallpoule, die vorgestern stattfand, hat dies allerdings überhaupt nichts zu tun. Diese war, wenn man den Beteiligten glauben darf, ein voller Erfolg. Gute Stimmung, kühle Getränke, ein hervorragendendes, vom → Traditionsgasthaus Anker zubereitetes Büffett und ein die Erwartungen bei Weitem übertroffen habendes Auktionsergebnis - alles da. Photos wurden natürlich auch gemacht, selbige sind → hier einzusehen.


22. Februar 2014

Late Entries

Ein Poulekatalog, der was ernst genommen werden will, schmückt sich als Prädikat besonderer Seriosität mit einem Nachtrag, unserer macht da keine Ausnahme. Ob die besondere Späte, mit welcher dieser Nachtrag geschieht, dabei als Auszeichnung im positiven Sinne verstanden werden darf, muss offen bleiben; genug, dass überhaupt was dazukommt. Erweitert wurde der Katalog jedenfalls um die Nummer 3a Val 'd Intelvi, sowie die Nummer 21a Aylana. Der aktualisierte Katalog steht nunmehr als → Download zur Verfügung.


19. Februar 2014

Der diesjährige Poulekatalog ...

... ist fertig und steht fürderhin als → Download bereit.


14. Februar 2014

Ein verlorener Sohn kehrt heim

Eine Blume, wies der Anlass so will

Derweil unsere diesjährige → Stallparade langsam Fahrt aufnimmt, heute zum Beispiel mit der Vorstellung des Geburtstagskindes Lady Be Good, hat sich ein alter Bekannter wieder angekündigt: der vor fast einem Jahr aus unserem Stall gewechselte World Star, wurde gestern im Rahmen eines Verkaufsrennens in Marseille ersteigert und wird schon in Kürze wieder in Iffezheim Quartier beziehen. Mehr dazu vielleicht in einigen Tagen.


01. Februar 2014

Auftakt zur Stallparade

Unter einer labilen und also Wolkenbildung durch Konvektion begünstigenden atmosphärischen Schichtung versteht man eine solche, deren Temperaturgradient überadiabatisch verläuft. Bei Basalt handelt es sich um vulkanisches Gestein, welches sich im Gegensatz zu beispielsweise Granit, einem plutonischen Gestein, durch eine größere Dichte, einen geringeren Silikatanteil und eine dünklere Farbe auszeichnet; wegen seines Gehalts an magnesium- und eisenhältigen Mineralen wird es auch als mafisch bezeichnet. Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) ist der letzte ursprünglich heimische Vertreter aus der Familie der Hunde (Canidae) und nicht nur deswegen ein verdammt lässiges Viech. Das sekundäre Xylem - auch bekannt unter der Bezeichnung "Holz" - wird vom Kambium (einem Lateralmeristem) durch Zellteilung in Richtung Stammmitte abgegeben. Im Gegensatz zum Phloem (Bast), welches dem Transport der Assimilate aus den photosynthesetreibenden Teilen der Pflanze dient und vom Kambium nach außen abgesondert wird, übernimmt das Xylem die Funktion des Transportes von Wasser und Nährstoffen innerhalb der Pflanze. Alles klar?

Nun aber zu etwas ganz anderem: unsere diesjährige Stallparade nimmt heute mit Nice Danon ihren Anfang. Nice ist ein Unpaarhufer (Perissodactyla) aus der monotypischen (einzige Gattung: Pferd [Equus]) Familie der Pferde (Equidae) und außerdem ein lupenreiner Schimmel. Nachzulesen ist die Stallparade, die fortan jeweils unangekündigt in Serie unsere für die kommende Saison absehbaren Starter vorstellen soll, → hier und ein ganzes Jahr lang vermittels Klick auf den entsprechenden Menüpunkt oben.


10. Jänner 2014

Präludium

Das für diese Jahreszeit ungewöhnlich milde Wetter ermöglicht uns derzeit schon/noch einen recht ausführlichen Trainingsbetrieb. Nachdem Dragoslav und Fushun in Dortmund unter der Woche schon unser Jahresdebüt gaben, folgt diesen Sonntag Leoderprofi recht aussichtsreich in Neuss.
Was außerdem in Kürze folgen soll, ist unsere diesjährige Stallparade; ab Mitte des Monats werden in Serie jeweils Kurzporträts der kommende Saison voraussichtlich für unseren Stall ins Rennen gehenden Pferde erscheinen.

Starter


So., 23. Sept. - Köln
5.R.
Doris
8.
So., 23. Sept. - Divonne
6.R.
A Sunday Dream
4.
Sa., 22. Sept. - Köln
3.R.
Rock to the Moon
11.
6.R.
Lebowski
3.
Do., 20. Sept. - Strasbourg
3.R.
Kick and rush
5.
Di., 18. Sept. - Compiegne
1.R.
Aerion
3.
Kontakt: An der Rennbahn 8-9, 76473 Iffezheim | Tel: +49/(0)176/ 205 70 115 | Email: gerald.geisler@gmx.de