Turftalk


09. August 2018

Ausblick auf den "Großen Preis von Berlin"

Nachdem die von uns angesagte Come on City die Hoffnungen im Preis der Diana nicht erfüllen konnte und Well Timed als überzeugende Siegerin hervorging, steht am kommenden Wochenende mit dem "Großen Preis von Berlin" bereits das nächste Gruppe-1-Rennen im hiesigen Rennkalender auf dem Programm. Zur Starterangabe kommen noch 7 Pferde für dieses Examen in Betracht. Für die internationale Note sorgt Best Solution, der mit starken Formen aus England anreist und auch in Deutschland als Zweiter im Dallmayr-Preis 2017 bereits für Aufsehen sorgen konnte. Er stellt durchaus eine Hürde für die deutschen Galopper dar, ist aber mit Sicherheit nicht unschlagbar. Vom Papier her favorisiert sein sollte Dschingis Secret, der seinen schwachen Saisoneinstand mit zwei starken Formen auf Anhieb korrigierte. Der Stalljockey sitzt im Sattel und eigentlich spricht nur der zu erwartende gute Boden etwas gegen ihn. Windstoß hat wieder seinen Derbysieg-Reiter im Sattel und könnte in Hamburg noch die England-Reise gespürt haben. Wir denken aber, dass Dschingis Secret die stärkere Klug-Waffe ist. Hochinteressant ist Royal Youmzain: der im Derby als Favorit gestartete damals Drittplatzierte hatte keinen glatten Rennverlauf und es wird viel diskutiert, ob er mit mehr Glück gewonnen hätte. Nachdem die anderen Dreijährigen vergangenen Sonntag bereits vor den Älteren landeten, trauen wir ihm mit den Gewichtsvorteilen und einem kleineren Feld als in Hamburg zu, gegen die älteren Pferde zu bestehen. Khan und vor allem Rapido kommen nach den zuletzt gezeigten Leistungen nicht für eine Platzierung in Betracht. Bleibt noch Sound Check, der von den längeren Distanzen kommt und auch ein Engagement für den Vortag besitzt. Sollte er im Steher-Rennen starten, geht er dort vermutlich spazieren. Im "Großen Preis von Berlin" geben wir ihm durchaus Chancen auf eine Platzierung. Unser Tipp: Dschingis Secret - Royal Youmzain - Best Solution.


03. August 2018

Vorschau Preis der Diana, 05.08.

Am morgigen Samstag werden zum letzten Mal in diesem Jahr Rennen im Harz abgehalten. Der Harzburger Rennverein ist recht kurzfristig für Bad Doberan eingesprungen und bietet acht Rennen an, wovon das Hürdenrennen sowie der Agl. 4 mit einer Dotierung von €10.200 am interessantesten erscheinen. Das Highlight des anstehenden Rennwochenendes ist aber ohne Zweifel der Preis der Diana (Gruppe 1), das deutsche Stutenderby über 2200m in Düsseldorf. Dieses findet in diesem Jahr ohne ausländische Beteiligung statt - es treffen aber 12 Stuten aus der absoluten Jahrgangsspitze in Deutschland aufeinander. Unser Mumm ist die erst kurzfristig vom Team Valor erworbene und für dieses Rennen nachgenannte Come on City. Die von Ertürk Kurdu trainierte Wiener Walzer-Tochter war zwar bei ihrem einzigen Blacktype-Versuch unplatziert, konnte aber ihre beiden anderen Starts erfolgreich gestalten zuletzt mit einem hochüberlegenen 9-Längen-Sieg. Nach Rechnung ist sie zwar längste Außenseiterin, jedoch denken wir, dass sie vorne mitmischt, wenn sie von ihrem Reiter Michael Cadeddu ein passendes Rennen von der Spitze serviert bekommt. Ebenfalls nachgenannt wurde Sand Zabeel aus dem Stall von Andreas Wöhler. Sie konnte das italienische Pendant gewinnen und steht von der GAG-Einstufung am höchsten, was ihr mit Sicherheit eine der Top-Positionen im Wettmarkt bescheren wird. Bei den Buchmacher hoch im Kurs steht Well Timed, die Siegerin des Diana-Trials aus Hoppegarten. Sie konnte dieses Jahr bei allen ihren Starts gewinnen und schlug dabei zahlreiche Konkurrentinnen. Das alleine macht sie zur logischen Favoritin. Nennen wollen wir zudem noch Dina und Viva Gloria. Letztgenannte wird von Stalljockey Lukas Delozier geritten und sollte bei erst zwei bisherigen Starts noch Luft nach oben haben.

Die neun Rennen umfassende Karte bietet unter anderem noch das ehemalige Fürstenbergrennen (Gruppe 3), in dem die dreijährigen Steher zum ersten Mal auf Blacktype-Ebene auf ältere Pferde treffen. Der Derbyzweite Destino sollte hier in der Favoritenrolle stehen. Auch die beiden anderen Vertreter des Derbyjahrgangs (Salve del Rio und Chimney Rock) sollten eine scharfe Klinge schlagen können, da die großen Gewichtsvorteile nicht wegzudiskutieren sind. Von den "älteren Semestern" ist vor allem Devastar zu nennen, der sich in diesem Jahr richtig gefunden hat und bereits drei Blacktype-Rennen gewinnen konnte. Wir denken aber, dass Destino die 5,5kg Gewichtsvorteil nutzen kann und sich gegen seinen Stallgefährten durchsetzen wird. Im weiteren Rahmenprogramm kommt erneut Isandro an den Start, dem wir in diesem Jahr eine erfolgreiche Handicap-Karriere prognostiziert haben (wir berichteten). Zwar war der letzte Sieg nicht so überzeugend wie gedacht und die Gegnerschaft ist nun deutlich stärker, jedoch gehen wir davon aus, dass er noch ein paar Kilo in der Hand hat und erneut gewinnen kann.


28. Juli 2018

Vorschau Bad Harzburg und München

Zurück aus dem Urlaub wollen wir heute eine Vorschau auf das kommende Rennwochenende geben und dabei den Fokus auf die Superhandicaps in Bad Harzburg sowie die Dallmayr-Preis in München geben. Während sonntags im Harz Basissport geboten wird, feuert man samstags kräftig aus allen Rohren, denn es finden neben dem BBAG-Auktionsrennen (€37.000,-) sage und schreibe drei Superhandicaps mit einer Dotierung von €20.000,- statt - und die Felder sind wie gewohnt rappelvoll! Den Auftakt macht ein Ausgleich IV, in dem wir etwas spekulativ El Torito unsere Stimme geben. Der Wallach kommt aus einer Pause seit April und trägt ein sehr hohes Gewicht. Allerdings denken wir, dass er nach Klasse schon etwas über seinen Gegnern steht. Als schärfste Herausforderer sehen wir Malo, Dantos und Burma King. Richtig Spannung verspricht das zweite Superhandicap, denn in diesem Ausgleich II sind einige Formpferde am Start. Diamantfee gewann zuletzt zwei Mal in Folge und könnte noch immer was im Tank haben. Gleiches gilt auch für Perfect Pitch und Linnova, die zudem Bahnsiegerin ist. Auch Onyxa und Kiss the Wind darf man als frische Sieger nicht auslassen. Unsere Wahl fällt aber auf Forever Adventure, die zuletzt zwei Mal knapp geschlagen wurde und ihre Marke bereits bestätigt hat. Das letzte Superhandicap sollte mit Sea Cloud wohl eine recht klare Favoritin haben. Sie konnte ihren Handicapsieg mit einem zweiten Platz in Iffezheim gleich bestätigen und ist daher auch das logische Stellpferd für die Viererwette. In die Kombizeile würden wir hier Lebowski, Lake Magadi, Secret Love und Dutch Master setzen und unser Glück auf den Jackpot versuchen.

Der Dallmayr-Preis ist eines von zwei Gruppe-1-Examen in der bayerischen Hauptstadt und erhält wie gewohnt internationale Besetzung. Auf dem Papier sind Benbatl und Stormy Antarctic schon harte Brocken für unsere deutschen Galopper. Natürlich ist Iquitos als Vorjahressieger gefährlich, jedoch wird er wohl kaum auf seinen geliebten elastischen Boden treffen. Wir denken daher, dass der Sieg ins Ausland wandern wird und geben Benbatl unsere Stimme. Aus deutschen Kreisen wollen wir noch Va Bank, Walsingham sowie den zuletzt sehr überzeugenden Sieger Wai Key Star nennen.


14. Juli 2018

Vorschau Meilen Trophy, 14.07.2018

Das deutsche Galoppwochenende beginnt bereits heute mit der Dresdener Veranstaltung und wird morgen mit Zweibrücken und Köln fortführt. In Köln findet mit der Meilen-Trophy (Gruppe 2) das Highlight des Wochenendes statt. Der erst unter der Woche für 100.000 Guineas in den Besitz von Eckard Sauren gewechselte Degas ist dieses Jahr bereits zweifacher Gruppesieger und alleine deshalb einer der Favoriten. Wenn er die Fahrt nach England gut verkraftet hat, dann erwarten wir ihn erneut weit vorne. Wonnemond scheint hingegen etwas an Form verloren zu haben - auf der langen Kölner Zielgeraden würden wir ihn aber trotz Höchstgewicht nicht abschreiben. Diplomat läuft immer brav seine Form aus - ohne allerdings ernsthaft Siegchancen anzumelden. Gleiches erwarten wir auch dieses Mal. Millowitsch wechselt zwischen den Fliegerdistanzen und der Meile. Er ist ein sehr treues Pferd und unser Stellpferd für die Kombiwetten. Gleiches gilt eigentlich für Palace Prince, der in Dortmund schon wie der Sieger aussah. Distanz und Boden sollten für ihn passen. Bleibt noch Malakeh: die dreijährige Stute könnte von ihrem niedrigen Gewicht profitieren. Die nur 52,5kg machen sie rechnerisch sogar zur Favoritin. Wir denken jedoch, dass sie es gegen die "älteren Herren" zu schwer antrifft. Wir erwarten einen Dreikampf zwischen Millowitsch, Degas und Palace Prince. Letzterer ist unsere Wahl für den Sieg.
Im Rahmenprogramm tritt im zweiten Rennen der Karte Isandro an (wir berichteten). Zwar lief einer seiner Hamburger Bezwinger danach schwächer, doch glauben wir, dass der Wallach noch ein paar Kilo "in der Hand" hat und heute zum Sieg steht.

Im deutschen Rennsportkalender geht es bereits am Montag in Mühlheim weiter. Am kommenden Wochenende beginnt dann das Meeting in Bad Harzburg. Urlaubsbedingt machen wir nun eine Pause bis 28.07. Wir wünschen Ihnen bis dahin eine gute Zeit und allseits Hals & Bein!


10. Juli 2018

Rückblick aufs Deutsche Derby

Er hat es seinem großen Bruder nachgemacht: Weltstar heißt der Sieger des 149. Deutschen Derbys und folgt damit seinem Bruder Windstoß, dem dieses Kunststück im vergangenen Jahr gelang. Nach Lando und Laroche in den Jahren 1993 und 1994 sind die beiden Röttgener erst die zweiten Geschwister, die in aufeinanderfolgenden Jahren das Derby gewinnen. Für Adrie de Vries war es der erste Derby-Erfolg, während Markus Klug seinen dritten Erfolg als Trainer verbuchen konnte.
Zum Rennverlauf: nach dem Start übernahm sofort der Brümmerhofer Aldenham das Kommando, während sich alle Favoriten im Mittelfeld aufhielten. Der Frontrenner versuchte eingangs der Geraden einen Satz zu machen, was zunächst auch gelang. Von den gemeinten Pferden versuchte jeder die ideale Spur zu finden - dabei wurde es für den Favoriten Royal Youmzain dann etwas eng. Recht schnell war erkennbar, dass die beiden Pferde von Markus Klug, Destino und Weltstar den Sieg unter sich ausmachen werden. Am Ende ging Weltstar dann einen Tick besser und konnte mit einem Hals Vorsprung seinen Trainingskollegen in Schach halten. Royal Youmzain wurde 1,5 Längen dahinter Dritter. Er lief ohne Zweifel auch ein starkes Rennen, ist aber wohl an der Störung eingangs der Geraden und gegebenenfalls an seinem Stehvermögen gescheitert. Salve del Rio komplettierte als Vierter den Favoriten-Einlauf. Schon erstaunlich, dass die Viererwette über 2000:10 bezahlt, wenn man bedenkt, dass die vier gemeinten Pferde vorne landeten. Wir denken, dass man auf den ersten Plätzen schon gute Pferde gesehen hat. Es wird nun darum gehen, dass die Dreijährigen dies gegen die Älteren und auch gegen internationale Konkurrenz beweisen. Einen ersten Schlagabtausch erwarten wir dann schon im Großen Preis von Berlin im August, denn dort sind die vier Erstplatzierten aus dem Derby eingeschrieben.


05. Juli 2018

Vorschau aufs Deutsche Derby

Obwohl der Donnerstag-Renntag noch in vollem Gange ist, wollen wir an dieser Stelle schon einmal den Blick auf den Sonntag werfen, wo das Rennen des Jahres stattfinden wird. Am Wettmarkt sind Royal Youmzain und Weltstar favorisiert. Wir wollen nun unsere Einschätzung zu den Kandidaten mit Ihnen teilen:

Royal Youmzain: Beeindruckender Sieger im Iffezheimer Derbytrial und logischer Totofavorit. Zwar hört man Bedenken, ob er die 2400m stehen kann, diesen können wir uns aber nicht anschließen. Wer ihn schlägt, ist weit vorne. Weltstar: Sieger im Oppenheim-Union-Rennen. Wurde dort von seinem Reiter nicht einmal groß gefordert und überrollte von hinten kommend das ganze Feld. Er ist der große Herausforderer des Favoriten. Destino: Exzellenter Zweiter in der Union, nachdem das Saisondebüt zuvor eher schwach war. Ein bisschen weiches Geläuf wäre für ihn wohl noch von Vorteil. Dennoch sollte er nach der Union-Form vorne dabei sein. Salve Del Rio: Lieferte in Köln ebenfalls ein starkes Rennen. Die 200m mehr sollten ihm keine Probleme bereiten ? wir erwarten ihn unter den ersten 5. Jimmu: Bestätigte die starke Form aus München auch im Union-Rennen. Er sollte ein gutes Rennen liefern, jedoch denken wir, dass der letzte Tick Klasse fehlt. Emerald Master: Enttäuschte im Union-Rennen nach einem Rennen aus dem Vordertreffen. Wir haben nach wie vor Zweifel, dass die geforderten 2400m für ihn passen und sehen ihn daher in der Außenseiterrolle. Guiri: Ist trotz eines GAG von 91kg noch sieglos. Schwer vorstellbar, dass sich das im Derby ändert. Für eine Platzierung ist er aber denkbar. Ecco: Wirkte in allen seinen Rennen noch etwas grün. Sein Reiter hat schon häufig das Derby gewonnen. Für den Sieg ist er dennoch eigentlich nicht wirklich denkbar. Aldenham: Scheint ein wenig unkonstant und eigen zu sein. Er kommt über eine Außenseiterrolle nicht hinaus. Sweet Man: Hat im Hannoveraner Listenrennen Talent bewiesen - lief in der Union dann aber wieder etwas schwächer. Für uns ist er daher nur Außenseiter. Star Max: Enttäuschte zuletzt mehrfach ? seine beste Leistung dieses Jahr zeigte er noch in Hannover. Wir denken, dass er eigentlich mehr können sollte. Der 4. Platz aus Köln reicht hier aber bei weitem nicht aus. Capone: Erst drei mal geprüft und noch sieglos. Wir denken, dass er sich seit Hannover noch einmal weiterentwickelt hat. Ist für eine Platzierung für uns nicht aus der Welt. Zargun: Startet nun noch im Derby und nicht wie angedacht im Auktionsrennen. Unserer Meinung nach kommt er nicht über die 2400m. Chimney Rock: Unglücklich im Iffezheimer Derby-Trial, nachdem er zuvor zwei Mal überlegen gewann. Hat zwar das mit Abstand geringste Rating, aber wir halten ihn für ein talentiertes Pferd mit Chancen auf einen der vorderen Plätze.

Ohne Zweifel sind Royal Youmzain und Weltstar die zu schlagenden Pferde. Zutrauen tun wir das eigentlich nur Destino, Salve del Rio und Chimney Rock. Unser Bauchgefühl sagt uns, dass Royal Youmzain trotz der beeindruckenden Leistung aus Iffezheim nicht gewinnt. Unser Tipp: Weltstar - Royal Youmzain - Chimney Rock.


02. Juli 2018

Rückblick aufs erste Rennwochenende in Hamburg und Ausblick

Bei idealen äußeren Bedingungen und einem Geläuf in klasse Zustand konnte der Hamburger Rennverein die ersten drei Renntage seines Meetings abhalten. Sportlich ragte der Hansa-Preis heraus, den der Vorjahressieger Dschingis Secret für sich entscheiden konnte. Nach einem Rennen aus dem erweiterten Vordertreffen, war eingangs der Geraden schnell zu erkennen, dass der Klug-Schützling die meisten Reserven besitzt. Er konnte am Ende seinen Stallgefährten Colomano sowie Walsingham sicher auf die Plätz verweisen. Nach dem schwachen Jahresdebüt im Gerling-Preis hat der Galopper des Jahres nun bewiesen, dass er auch fünfjährig zu den besten Grand-Prix-Pferden hierzulande gehört. In Saint-Cloud kamen die beiden verbliebenen deutschen Starter (Iquitos und Oriental Eagle) nicht über die Plätze fünf und sechs hinaus.
Während unser Mumm Boy Charlton aufgrund der äußeren Startbox nicht die angestrebte Spitze erlangen konnte und schließlich nicht weit geschlagen Sechster wurde, konnten unsere Stellpferde Ricardo und Isandro im Viererwettenrennen als Zweiter und Dritter die Erwartungen erfüllen. Wer den Sieger in der Kombizeile stehen hatte, konnte sich über die stolze Quote von 29.499:10 freuen. Isandro hatte im Einlauf kein glattes Rennen und könnte ein Pferd sein, das dieses Jahr noch durch die Handicaps marschiert.

Weiter geht es nun mit zwei Renntagen unter der Woche. Hier freuen wir uns auf das Grupperennen mit Viererwette am Mittwoch sowie das traditionelle Seejagdrennen am Donnerstag. Hier bekommen Peace in motion sowie Aufsteiger, der extra aus Frankreich anreist, unsere Stimme. Währenddessen kommen für das Blaue Band nur noch 14 Starter in Frage, nachdem die beiden verbliebenen Ausländer gestrichen wurden. Den Favoriten wird dies nicht unrecht sein ? steigt doch bei einem kleineren Feld die Chance auf einen passenden Rennverlauf.


28. Juni 2018

Rückblick aufs erste Rennwochenende in Hamburg und Ausblick

Bei idealen äußeren Bedingungen und einem Geläuf in klasse Zustand konnte der Hamburger Rennverein die ersten drei Renntage seines Meetings abhalten. Sportlich ragte der Hansa-Preis heraus, den der Vorjahressieger Dschingis Secret für sich entscheiden konnte. Nach einem Rennen aus dem erweiterten Vordertreffen, war eingangs der Geraden schnell zu erkennen, dass der Klug-Schützling die meisten Reserven besitzt. Er konnte am Ende seinen Stallgefährten Colomano sowie Walsingham sicher auf die Plätz verweisen. Nach dem schwachen Jahresdebüt im Gerling-Preis hat der Galopper des Jahres nun bewiesen, dass er auch fünfjährig zu den besten Grand-Prix-Pferden hierzulande gehört. In Saint-Cloud kamen die beiden verbliebenen deutschen Starter (Iquitos und Oriental Eagle) nicht über die Plätze fünf und sechs hinaus.
Während unser Mumm Boy Charlton aufgrund der äußeren Startbox nicht die angestrebte Spitze erlangen konnte und schließlich nicht weit geschlagen Sechster wurde, konnten unsere Stellpferde Ricardo und Isandro im Viererwettenrennen als Zweiter und Dritter die Erwartungen erfüllen. Wer den Sieger in der Kombizeile stehen hatte, konnte sich über die stolze Quote von 29.499:10 freuen. Isandro hatte im Einlauf kein glattes Rennen und könnte ein Pferd sein, das dieses Jahr noch durch die Handicaps marschiert.

Weiter geht es nun mit zwei Renntagen unter der Woche. Hier freuen wir uns auf das Grupperennen mit Viererwette am Mittwoch sowie das traditionelle Seejagdrennen am Donnerstag. Hier bekommen Peace in motion sowie Aufsteiger, der extra aus Frankreich anreist, unsere Stimme. Währenddessen kommen für das Blaue Band nur noch 14 Starter in Frage, nachdem die beiden verbliebenen Ausländer gestrichen wurden. Den Favoriten wird dies nicht unrecht sein - steigt doch bei einem kleineren Feld die Chance auf einen passenden Rennverlauf.


25. Juni 2018

Rückblick Rennwochenende 23. und 24.06.

Das vergangene Rennwochenende verlief im Großen und Ganzen durchaus wie von uns erwartet. Sowohl Vielle Dame als auch Midnight Lady konnten ihre Aufgaben in Magdeburg lösen. Wir denken, dass beide noch Luft nach oben haben und es nicht der letzte Sieg der beiden Stuten war. In München enttäuschte der Derby-Kandidat Montepulciano auf ganzer Linie und wurde von seinem Betreuer prompt aus dem Derby gestrichen. Salve Stella hingegen konnte das Rennen für sich entscheiden - wir sind jedoch nicht sicher, ob diese Leistung reicht, um noch auf den Diana-Zug aufzuspringen. Eine weitere Steigerung ist ihr aber zuzutrauen.
Nachdem Wild Chief am Sonntag Vormittag aus dem Großen Preis der Wirtschaft gestrichen wurde, kamen dort noch 10 Pferde an den Ablauf. Unser Mumm Palace Prince sah nach einem Rennen von der Spitze lange wie der Sieger aus, musste sich aber dem starken Schlussakkord von Degas geschlagen geben. Adrie de Vries lieferte einen klasse Ritt ab, wartete lange mit dem Röttgener Wallach und setzte ihn punktgenau ein. Dass Degas in Höchstform ein sehr gutes Pferd ist war bekannt, allerdings hatten wir die erforderlichen 1750m als zu weit für ihn empfunden. Hinter Degas (der damit bereits seinen zweiten Gruppesieg in diesem Jahre feiern konnte) und Palace Prince belegten Cashman und Potemkin die weiteren Plätze.

Am Freitag beginnt das Derby-Meeting in Hamburg. Aktuell sind nach der Streichung von Montepulciano noch 17 Pferde für das Hauptrennen des Meetings startberechtigt.


22. Juni 2018

Vorschau Rennwochenende 23.+ 24.06.

Während das königliche Meeting von Ascot noch in vollem Gange ist, wollen wir an dieser Stelle den Blick auf die Rennveranstaltungen auf den hiesigen Rennbahnen werfen. Am morgigen Samstag finden Galopprennen in München und Magdeburg statt - tags darauf ist Dortmund Alleinveranstalter.
Im ersten Rennen der Magdeburger Karte kommt mit Vielle Dame eine interessante Stute aus der Hachtseer Zucht an den Ablauf. Beim Debüt konnte sie bereits einen zweiten Platz in Frankreich erreichen. Wir denken, dass sie sich morgen gegen überschaubare Konkurrenz aus der Maidenklasse verabschieden wird. Diesen Sprung hat Midnight Lady bereits bei ihrem Debüt geschafft. Ihre damalige Marke von nur 53kg konnte sie bisher nicht für einen weiteren Sieg nutzen. Ein weiterer Nachlass von 1,5kg sollten ihr jedoch erste Chance einräumen, zu ihrem zweiten Erfolg zu kommen.

Während an vielen Stellen schon über die Reiterverteilung für das deutsche Derby in zwei Wochen diskutiert wird, geht es für den Ammerländer Montepulciano in München erst einmal darum, sich durch eine ansprechende Leistung für selbiges zu qualifizieren. Im sechsten Rennen der Karte stellt sich ihm aber vor allem Salve Stella in den Weg, die ihrerseits durch einen Sieg noch den Sprung zum Preis der Diana schaffen könnte.

Nachdem die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Samstag Abend dann hoffentlich in die WM gefunden hat, finden in Dortmund tags darauf neun Galopprennen statt, wobei der Große Preis der Wirtschaft (Gruppe 3) im Mittelpunkt steht. Mit Wild Chief und Potemkin sind die Sieger der beiden Vorjahre am Start. Zweitgenannter löste zuletzt eine harmlose Aufgabe in Hannover, während Wild Chief in diesem Jahr schon mehrfach auf Top-Level an den Start kam. Neben diesen beiden trauen wir der nachgenannten Navaro Girl und Palace Prince am ehesten den Sieg zu. Überraschen kann vielleicht Be my Sheriff, wenn er mit der Distanz zurecht kommt. Unser Tipp: Palace Prince.


18. Juni 2018

Rückblick Oppenheim-Union-Rennen

Das war schon eine sehr feine Vorstellung, die der Röttgener Weltstar am gestrigen Sonntag auf das Kölner Geläuf zauberte. Der Soldier-Hollow-Sohn sammelte in der langen Zielgeraden von hinten kommend Gegner für Gegner ein, um letztlich sehr leicht das Union-Rennen für sich zu entscheiden. Damit gilt der Klug-Schützling nun als schärfster Herausforderer des aktuellen Derby-Favoriten Royal Youmzain. Hinter Weltstar wusste sein Trainingsgefährte Destino als Zweiter zu gefallen und steigerte seine letzten Leistungen deutlich. Ebenso ein starkes Rennen lieferte unser Mumm Salve del Rio auf Platz 3 ab. Jimmu, Valajani und Ecco belegten die weiteren Plätze und enttäuschten ebenfalls nicht. 28 Pferde befinden sich noch im Aufgebot für das Derby, von denen 11 im gestrigen Rennen an den Ablauf kamen. Man darf gespannt sein, welcher Galopper den Weg nach Hamburg finden wird. Eines scheint aber klar: die Ausgangslage vor dem Derby ist nun spannender als gedacht.


16. Juni 2018

Vorschau Oppenheim-Union-Rennen

Am Sonntag steht mit dem 183.Oppenheim-Union-Rennen die traditionell wichtigste deutsche Derby-Vorprüfung auf dem Programm. 13 Pferde werden sich an der 2200m-Startstelle versammeln, von denen mit Klüngel nur einer keine Nennung für das Derby besitzt. Die Favoritengruppe ist recht breit und es lohnt sich hierbei auf das Bavarian Classic von Anfang Mai zu schauen: Jimmu konnte sich damals den zweiten Platz erkämpfen und kam dabei vor Emerald Master, Salve del Rio und Valajani ins Ziel. Diese Form allein macht ihn schon zu einem der Favoriten. Wir denken allerdings, dass Salve del Rio mit der etwas weiteren Distanz noch besser zurecht kommt und erwarten eine Formumkehr. Interessant ist auch Gestüt Röttgens Weltstar, der nun erstmals über einen längeren Weg als 1700m an den Ablauf kommt. Dieser sollte ihm als Windstoß-Halbbruder entgegen kommen und wir erwarten ihn weit vorne. Dass Adrie de Vries sich für ihn entschieden hat ist ein weiterer Fingerzeig. Nennen wollen wir noch Ecco, der überlegen seine Maidenschaft ablegte (wir berichteten) sowie Ballydoyle, der in München ebenso überzeugend gewinnen konnte und seither den Besitzer gewechselt hat.

Die diesjährige Union ist mit Sicherheit quantitativ und qualitativ sehr hochwertig besetzt. Lediglich der aktuell klare Derby-Favorit Royal Youmzain ist nicht am Start. Man kann davon ausgehen, dass der Union-Sieger bei den Buchmachern am Sonntag Abend dann als heißester Herausforderer des Wöhler-Schützlings gelten wird.


11. Juni 2018

Rückblick Hoppegarten & Disqualifikationsregel

Well Timed - so heißt die Siegerin des Hoppegartener Diana-Trials, dem Höhepunkt der beiden Renntage in der Hauptstadt. Unsere Favoritin L'Ainee enttäuschte hingegen und kam bei Dauerregen nicht über den achten Platz hinaus. Wir denken aber, dass dies noch nicht das letzte Wort dieser Stute war. Die Siegerin wird nun aller Voraussicht nach als Favoritin in die Boxen zum Preis der Diana einrücken.
Im Rahmenprogramm des zwei Renntage umfassenden Meetings kam Boy Charlton wieder einmal auf dem zweiten Platz ins Ziel. Wie schon zuletzt zwei Mal im Folge blieb er dabei weit vor dem Rest - er scheint aber einfach kein Siegertyp zu sein.

Auch auf anderen Rennbahnen wurde veranstaltet: so kam der letztjährige Derby-Fünfte Promise of Peace bei seinem Comeback gleich zu einem Sieg im gut besetzten Altersgewichtsrennen in Krefeld. Allerdings profitierte er dabei von der Disqualifikation von Waikita, die als Erste die Ziellinie überquert hatte, jedoch in der Geraden nach außen wich, dabei das halbe Feld Maß nahm und daher auf den zweiten Platz gesetzt wurde. In diesem Fall kann man diskutieren, ob diese Zurückstufung unter den Aspekten der neuen Disqualifikationsregel, die seit diesem Jahr angewendet wird, korrekt war. Nach dieser ist das behindernde Pferd nur dann hinter das behinderte Pferd zurückzusetzen, wenn das behinderte Pferd ohne die Behinderung vor dem behindernden Pferd eingekommen wäre. SportWelt TV hat die neue Regel in einem interessanten Video erklärt: → Zum Video


08. Juni 2018

Vorschau Hoppegarten, 09. und 10.06.

Nachdem unter der Woche diverse After-Work-Renntage mit teilweise sehr hohem Zuschauerandrang stattfanden, steht das Wochenende ganz im Zeichen des kleinen Hoppegartener Meetings. In der Hauptstadt wird nämlich an beiden Wochenendtagen veranstaltet, wobei der Fokus auf dem Diana-Trial (Gruppe 2) am Sonntag liegt. Dort kommt mit L?Ainee eine beeidruckende Maidensiegerin aus Köln an den Ablauf (wir berichteten). Sie soll sich dort den nötigen Schliff für die Diana holen und beweisen, dass sie in dieser Klasse zurechtkommt. Wir trauen ihr das durchaus zu, obwohl die Gegnerschaft ebenfalls mit starken Formen anreist, denn alle Kandidatinnen haben bereits ein Rennen gewinnen können. In der Favoritenrolle sollte aller Voraussicht nach Well Timed aus dem Stall von Jean-Pierre Carvalho stehen. Wir schätzen neben ihr Felora und Angelita ebenfalls als Endkampfkandidatinnen ein.

Der morgige Samstag hat jede Menge Basissport sowie ein BBAG-Auktionsrennen zu bieten. In letzterem startet der Dr.Busch-Sieger Kronprinz. Nach Klasse steht er eigentlich weit über dem Feld - hat allerdings aufgrund seiner bisherigen Erfolge auch jede Menge Gewicht zu schleppen. Sieben Kilogramm Unterschied im Vergleich zu Madita könnten deshalb dieses Rennen spannend machen. Wir trauen der Bolte-Stute am ehesten zu, den Favoriten zu ärgern. Gespannt sein darf man auch auf das vierte Rennen, wo mit Boy Charlton der schon wie der Sieger aussehende Runner-up aus Iffezheim an den Start kommt. Er sollte noch Luft nach oben haben und wieder um den Sieg mitkämpfen können.

Außer in Hoppegarten werden auch in Krefeld und Rastede Galopprennen veranstaltet. In Krefeld kommt u.a. der letztjährige Derby-Fünfte Promise of Peace an den Ablauf.


04. Juni 2018

Rückblick aufs Frühjahrs-Meeting

Er hat es wieder getan: Iquitos hat den Großen Preis der Badischen Wirtschaft gewonnen - es war bereits sein vierter Sieg auf der Galopprennbahn in Iffezheim. In beeindruckender Manier kam der kleine Kämpfer im Einlauf groß auf und verwies einen starken Walsingham, Guignol und Colomano auf die Plätze. Iquitos fand einen für ihn perfekten Rennverlauf mit viel Tempo vor. Für den Sieger soll es nun in Frankreich weiter gehen, u.a. um seinen Bekanntheitsgrad und Wert als Deckhengst zu steigern, wie Trainer Hans-Jürgen Gröschel nach dem Rennen verriet. Aus deutscher Sicht bleibt zu hoffen, dass es auch bei Iquitos nächster Station genügend Tempo gibt, damit der nun mit 99,5kg eingeschätzte Gröschel-Schützling auch dort seinen tollen Speed einsetzen kann.

Äußerst sehenswert war auch der Sieg von Royal Youmzain im zweiten Tageshighlight, dem Ittlingen Derby Trial. Nur mit den Händen geritten zog Eddy Pedroza in der Geraden an allen Gegnern vorbei. Er notiert nun bei Kursen um die 25:10 für das blaue Band - nach dieser Vorstellung durchaus gerechtfertigt. Unter Wert geschlagen waren Chimney Rock und Refuseeveryoffer, die in der Geraden mehrfach aneinander gerieten und völlig den Rhythmus verloren.

Bereits am Tag zuvor konnte Millowitsch seiner Favoritenrolle in der Silbernen Peitsche gerecht werden. Aus dem Vordertreffen servierte Andreas Helfenbein ihm einen perfekten Rennverlauf und hatte am Ende einen sicheren Vorteil vor einem auf diesem Boden überraschend stark laufenden Schäng. Pech hatte Scapina, die am Start einige Längen einbüßte und als am Ende schnellstes Pferd auf Rang drei landete.

Unter der Woche stehen nun After-Work-Renntage in München, Köln, Mannheim und Hannover an, bevor es dann am Wochenende in Hoppegarten, Krefeld und Rastede weitergeht. Es ist also einiges geboten in der deutschen Turf-Szene.


01. Juni 2018

Boxen auf zum Frühjahrs-Meeting

Nicht einen, sondern gleich zwei Iffezheimer Heimsiege gab es am ersten Meetingstag zu feiern. Zunächst konnte I am what I am ihre Maidenschaft ablegen, bevor Eastsite One im letzten Rennen der Karte den Doppelschlag von Trainer Lennart Hammer-Hansen perfekt machte und damit auch die weiße Weste von Panoramica zunichte machte. Diese enttäuschte jedoch keineswegs und lief auf Platz drei ein mehr als anständiges Rennen.

Am gestrigen Donnerstag kamen 13.500 Zuschauer auf die Rennbahn und konnten den Sieg von Alicante im ersten Highlight des Tages bewundern. Unser Meetings-Mumm Wild Comet kam eingangs der Geraden in besten Haltung angerauscht, konnte diesen Moment aber nicht durchstehen und war reell geschlagen am Ende Siebte. Das zweite Tageshighlight (Badner Meile) sicherte sich wie erwartet der englische Gast Stormy Antarctic.

Nach der heutigen BBAG Auktion geht es am Samstag und Sonntag dann mit Spitzensport der Extraklasse weiter. Im Kronimus-Diana-Trial streiten sich zehn Ladys um Blacktype. Das Rennen ist ziemlich offen und die Favoritengruppe daher recht breit (Realeza, Emerita, Area, Mascha). Area hat uns bei ihrem Lebensdebüt, als sie nur ganz knapp von Realeza geschlagen wurde, sehr gut gefallen. Wir denken, dass sie mit der Rennerfahrung den Spieß umdrehen kann. Vielleicht gibt es ja dann den Hirschberger-Treffer im Listenrennen. In der Silbernen Peitsche über 1200m sollten Millowitsch und Daring Match in der Favoritenrolle stehen. Shining Emerald hingegen ist auf weichen Boden angewiesen. Ob er diesen antrifft ist nicht sicher.

Das Highlight des Frühjahrs-Meetings findet dann am Sonntag mit dem Großen Preis der Badischen Unternehmen statt. In dieser Gruppe-2-Prüfung starten sieben deutsche Galopper - die ausländischen Gäste wurden allesamt aus dem Rennen genommen. Guignol und Iquitos haben beide schon in Iffezheim gewonnen, haben aber den Nachteil des Saisondebüts. Oriental Eagle konnte überraschend den Gerling-Preis gewinnen und ist auch hier wieder gefährlich. Wir denken, dass Colomano das Rennen gewinnt, u.a. da sich die Gewichte zu seinen Gunsten verändert haben. Früher am Tag treffen bereits die Dreijährigen im Ittlingen-Derby-Trial aufeinander, um sich für das Hamburger Derby zu qualifizieren. Favorit sollte Royal Youmzain werden, der bereits in München das Bavarian Classic gewinnen konnte (wir berichteten). Der schärfste Gegner kommt aus unserer Sicht aus dem eigenen Stall, denn der noch ungeschlagene Chimney Rock hat beide seiner Rennen sehr leicht gewonnen. Der letzte Sieg aus Dresden wurde zudem stark aufgewertet, da drei seiner damaligen Gegner anschließend gewinnen konnten. Wir trauen ihm durchaus zu, dass er Royal Youmzain schlägt.


30. Mai 2018

Boxen auf zum Frühjahrs-Meeting

Es ist angerichtet: Gräser und Blumenbeete erscheinen in neuem Glanz, die Rennbahnkantine hat seit Montag ihre Pforten geöffnet und auch das Wetter spielt aktuell mit - die Renngemeinde ist bereit für das Frühjahrs-Meeting. Am heutigen Mittwoch geht es zunächst mit einem After-Work-Renntag mit Basissport los, bevor am morgigen Donnerstag gleich zwei Blacktype-Rennen mit internationaler Top-Besetzung auf dem Programm stehen.

Heute wollen wir unser Augenmerk unter anderem auf das letzte Rennen der Karte legen, wo mit Panoramica eine noch ungeschlagene Stute (wir berichteten) erstmals im Ausgleich 3 an den Ablauf kommen wird. Sie steht trotz Aufgewicht noch sehr gut im Rennen und trifft es auf dem Papier auch nicht allzu schwer an. Daher glauben wir, dass sie noch ein weiteres Mal gewinnen kann. Eastsite One ist einer ihrer Gegner und einer von heute insgesamt acht Iffezheimer Startern. Wir denken, dass die Chancen auf einen Heimsieg am ersten Meetingstag ganz gut stehen. Vor allem I am what I am hat schon gezeigt, dass sie Talent besitzt und sollte in jedem Fall ein reelles Platzpferd sein.

Am Donnerstag geht es dann mit einem Listenrennen und einer Gruppe-2-Prüfung weiter. Im Preis der Hotellerie streiten sich zehn Stuten über 2200m um das Preisgeld von 25.000€. Streng nach Form sind Diana Storm, Son Macia und die französische Gaststute Palombe vorne zu erwarten. Unser Mumm hingegen ist Wild Comet. Die Hirschberger-Stute kommt mit bombastischer Stallform, einem Reiter in Topform, einem Bahnschnitt von 1,0 und dem ordentlichen Saisondebüt im Rücken an den Ablauf und sollte eine scharfe Klinge schlagen können. Für Freunde einer Außenseiterwette zu höheren Odds könnte das schon so etwas wie das ?Ding des Meetings? sein.

Im zweiten Blacktype-Rennen des Tages, der Badner Meile (Gruppe 2), kommen mit Folie de Louise, Be my Sheriff und Grants Pass drei Iffezheimer an den Ablauf. Streng nach Form haben sie es allerdings schwer, um den Sieg mitzukämpfen. Neben den deutschen Meilen-Krachern (u.a. Wonnemond, Palace Prince, Va Bank) kommt mit Stormy Antarctic ein englischer Gast an den Ablauf, der für die hiesigen Galopper einen echter Brocken darstellen könnte. Palace Prince und Va Bank haben den Nachteil des Saisondebüts, sodass wir Wonnemond am ehesten zutrauen, den Gast von der Insel zu ärgern.


27. Mai 2018

Nachbetrachtung 1.000 Guineas

Manchmal kommt es dann doch wie erwartet: mit über vier Längen Vorteil konnte am heutigen Sonntag die englische Gaststute Nyaleti die German 1.000 Guineas auf die Insel entführen. Bereits mit sehr guten Vorleistungen angereist, konnte Joe Fanning der Stute ein optimales Rennen servieren - ganz zur Freude des mitgereisten Trainers Mark Johnston. Hinter ihr belegten Malakeh und Go Rose die weiteren Plätze. Die Enttäuschung des Rennens war sicherlich Peter Schiergens Binti al Nar, die aus bester Lage heraus in der Gerade nicht den entscheidenden höheren Gang fand und nur auf dem sechsten Platz einkam.


26. Mai 2018

Vorschau 1.000 Guineas

Bevor kommende Woche im hiesigen Iffezheim die Rennsaison eröffnet wird, schauen wir diese Woche nach Düsseldorf, wo mit den 1.000 Guineas das zweite klassische Rennen der Saison stattfindet. Während im Pendant für die Hengste in der letzten Woche Ancient Spirit für einen deutschen Erfolg sorgen konnte (wir berichteten), stellt sich den deutschen Stuten mit Nyaleti ein echter Brocken in den Weg. Die Arch-Tochter aus dem Stall von Mark Johnston kam bis auf ihren Maidensieg bisher ausschließlich in Blacktype-Rennen an den Ablauf, konnte letztes Jahr bereits ein Gruppe-3-Rennen gewinnen und auch in diesem Jahr mit einem Listensieg an diese Form anknüpfen. Binti al Nar lieferte im letzten Jahr in den Auktionsrennen stets starke Rennen ab und rundete die Saison mit dem Ehrenplatz in einem Mailänder Gruppe-3-Examen ab. Auch in diesem Jahr konnte sie mit dem zweiten Platz in Longchamp schon Blacktype erlangen. Das zweite Schiergen-Pferd Angelita hat bisher noch nicht enttäuscht und kommt daher auch für eine vordere Platzierung in Frage, sollte aber auf längerer Distanz noch besser aufgehoben sein. Vier der heutigen Starter (Malakeh, Go Rose, Queens Harbour und Cabarita) trafen sich zuletzt im Düsseldorfer Stutenpreis. Wir denken, dass aus diesen Reihen vielleicht Go Rose auf Dauer das stärkste Pferd ist. Die Ullmann-Stute Indah und Markus Klugs Suada verdienen ebenfalls Beachtung, wenn es um eine mögliche Platzierung geht. Love Connection reist aus Tschechien an und sollte es gegen diese Gegnerschaft sehr schwer haben. Bleibt noch die schweizerische Gaststute Auenperle, die das Schweizer Pendant bereits gewinnen konnte und im letzten Jahr als Zweite im Zukunftsrennen für Aufsehen sorgte. Sie ist für uns das Pferd für die Überraschung.

Wer Nyaleti schlägt, sollte weit vorne landen. Aus deutscher Sicht trauen wir das am ehesten Binti al Nar, Angelita und Go Rose zu. Vergessen wollen wir nicht Auenperle, der wir eine Überraschung zutrauen.


22. Mai 2018

Nachbetrachtung 2.000 Guineas

Das war schon eine bemerkenswerte Leistung, die Stall Ullmanns Ancient Spirit gestern auf das Kölner Geläuf zauberte. Dass wir ihn für ein gutes Pferd halten, hatten wir im Vorbericht angedeutet - dass er aber in dieser Manier die Konkurrenz beherrscht, damit haben wohl die Wenigsten gerechnet. Ende der Gegenseite an die Spitze gelangt, machte der Carvalho-Schützling eingangs der Geraden einen Satz und war dem Feld gleich auf mehrere Längen enteilt. Die beiden englischen Gäste Fajjaj und Fighting Irish versuchten diesen Abstand noch zu verkleinern, hatten aber streng genommen nie eine Siegchancen und landeten auf den Plätzen zwei und drei. Während die meisten deutschen Kandidaten doch enttäuschten, wusste der Lauf von Weltstar zu gefallen, der noch als letztes in die Gerade einbog und sich Stück für Stück noch auf den vierten Platz verbesserte. Bei etwas längeren Wegen darf man vom Windstoß-Halbbruder vielleicht noch mehr erwarten. Der Sieger Ancient Spirit scheint auf der Meilenstrecke hingegen bestens aufgehoben und besitzt auch keine Nennung für das Deutsche Derby in Hamburg.


20. Mai 2018

Vorschau 2.000 Guineas

Am Pfingstmontag findet in Köln das 33. Mehl-Mühlens-Rennen - gleichbedeutend mit den German 2.000 Guineas statt. 10 Pferde werden sich an der 1600m-Startstelle einfinden und um klassische Gruppe-2-Lorbeeren kämpfen. Dabei bekommt das Rennen durch drei englische Gäste eine internationale Note. Nach Form erscheint Zaman am gefährlichsten. Er hat zuletzt in Dubai gewonnen und war im letzten Jahr auf Gruppeparkett schon platziert. Uns stört allerdings die Rennpause seit März ein wenig. Fighting Irish ist bereits Gruppe-2-Sieger. Das war allerdings im letzten Jahr und über 1200m - seine beiden diesjährigen Formen überzeugen uns nicht zu 100%. Bei Fajjaj schwingt sich kein Geringerer als Frankie Dettori in den Sattel. Streng nach Form sollte er aber kaum Siegchancen besitzen. Von den deutschen Kandidaten ist natürlich der nachgenannte Dr.Busch-Sieger Kronprinz zu nennen, der im Krefelder Rennen bereits vier heutige Konkurrenten hinter sich lassen konnte. Stellt er diese Form ein, dann ist er weit vorne zu erwarten. Von den damals platzierten Weltstar und All for Arthur erwarten wir ebenfalls ein gutes Abschneiden, wobei wir All for Arthur gerne auf einer weiteren Distanz sehen würden. Ninario ist noch sieglos. Er scheint ein talentiertes Pferd zu sein, allerdings dürfte er es schwer haben, ausgerechnet auf Gruppe-2-Ebene seine Maidenschaft abzulegen. Die Enttäuschung schlechthin im Dr.Busch-Memorial war Wild Max. Wir denken, dass er ein sehr gutes Pferd ist und dass er das Krefelder Laufen schon morgen vergessen macht. Bleiben noch zwei Kandidaten: Julio war im letzten Jahr doppelter Auktionsrennen-Sieger sowie zweifach gruppeplatziert und somit sicher einer der besten deutschen Zweijährigen. Er hat aber den Nachteil des Saisondebüts und stellt sich erstmals über 1600m vor. Ancient Spirit konnte erst beim vierten Start seine Maidenschaft ablegen. Wir halten ihn auf Dauer für ein gutes Pferd, sind aber unsicher, ob das Rennen nicht zu früh für ihn kommt.

Der Sieger des Rennens sollte unserer Meinung nach aus den Reihen von Zaman, Kronprinz und Wild Max kommen. Wir tippen etwas spekulativ auf Wild Max.


14. Mai 2018

Rückblick Krefeld, 13.05.

Über Eccos Chancen im Krefelder Dreijährigenrennen über 2200m hatten wir berichtet. Dass er es aufgrund von vier Nichtstartern allerdings nur mit drei Gegnern zu tun bekommt - davon war nicht auszugehen. Gleich an die Spitze des Feldes gesetzt, konnte sich der Schiergen-Schützling bereits im Schlussbogen auf einige Längen vom Feld lösen und gewann schließlich ohne Mühe mit neun Längen Vorsprung vor Landkönig und Epona. Während dem zweiten Derbykandidat Like Me nur der vierte und letzte Platz blieb, hat Ecco (Bruder des Vorjahreszweiten Enjoy Vijay) mit diesem Sieg seine wohl letzte Chance genutzt, noch auf den Derbyzug aufzuspringen und sollte nun für bessere Aufgaben in Frage kommen. Was der überlegene Sieg letztendlich wert ist, lässt sich aufgrund des stark dezimierten Starterfeldes allerdings nicht wirklich einschätzen.

Im letzten Rennen der Karte kam die 4jährige Hofer-Stute Panoramica bei ihrem zweiten Start zum zweiten Sieg und konnte damit ihre weiße Weste behalten. Gleiches gilt für die in der Schweiz gezogene 3jährige Stute Teppal, die in Paris-Longchamp unter Olivier Peslier die Poule d'Essai des Pouliches (1.000 Guineas) gewinnen konnte und damit auch bei ihrem dritten Start noch keinen Gegner vor sich dulden musste. Der Renntag war geprägt von einer Diskussion über das Geläuf, weshalb sich der Start des Rennens um ca. 30 Minuten verzögerte.


11. Mai 2018

Vorschau Krefeld, 13.05.2018

Blacktype-Rennen sucht man im deutschen Rennkalender an diesem Wochenende vergeblich, sodass sich unser Blick auf die einzige Veranstaltung - nämlich nach Krefeld - richtet. Bei den insgesamt sechs stattfindenden Rennen sollen 47 Pferde an den Ablauf kommen. Ein Nennungsergebnis, das durchaus als mager zu bezeichnen ist. Besonders interessant erscheint allerdings das 5. Rennen über 2200m, welches dem Derbyjahrgang vorbehalten ist und in dem acht Pferde mit teilweise interessanten Nennungen starten sollen. Schabau ist noch für das Union-Rennen eingeschrieben und hat bei seinen beiden bisherigen Starts durchaus Talent angedeutet. Mit Ecco kommt ein Pferd an den Ablauf, das in seinem Stall zu Jahresbeginn als Hoffnungsträger galt. Seine beiden bisherigen Starts konnten das noch nicht untermalen. Während er beim ersten Start durch den schlechten Rennverlauf mit einem reiterlosen Pferd und Problemen beim Einrücken in die Boxen entschuldigt ist, hatte man beim zweiten Start doch mehr erwartet als den 6. Platz. Er muss nun Farbe bekennen, wenn er noch auf den Derbyzug aufspringen will. I?m A Dreamer debütiert in diesem Rennen. Wir finden ihn interessant und erwarten ein gutes Abschneiden, zumal die Stallform aktuell sehr gut ist. Landkönig hat bei seinen beiden Starts noch nicht viel verraten, weshalb er in der Außenseiterrolle stehen wird. Sein Trainingsgefährte Like Me ist neben Ecco der zweite Teilnehmer, der noch über eine Derbynennung verfügt. Er ist als ungeprüftes Pferd nur schwer einzuschätzen, weshalb wir ihn uns erst einmal ansehen wollen. Jean-Pierre Carvalhos Epona sollte nach Abstammung und Reiterverteilung unter ihrer Trainingsgefährtin Guardian Witch stehen. Zweitgenannte debütiert zwar, gilt aber als Kandidatin für den Preis der Diana. Die Debütanten von Andreas Suborics kommen in diesem Jahr in der Regel gut vorbereitet an den Ablauf. Ähnliches erwarten wir auch von Sohra.

Auf dem Papier sollte Schabau das Rennen gewinnen können. Als Gegner sehen wir Ecco, der nun endlich zeigen sollte was in ihm steckt, sowie die gut gezogene Debütantin Guardian Witch. Ovambo Princess, Waikita, Footloose, Albertville und Panoramica sind für uns die Siegkandidaten im weiteren Programm dieses Renntags.


07. Mai 2018

Rückblick Gerling-Preis

Der 83. Gerling-Preis ist Geschichte - und man kann bei dessen Ergebnis schon von einer faustdicken Überraschung sprechen. Nicht nur, dass der Favorit Dschingis Secret nicht über den siebten und damit letzten Platz hinaus kam, sondern vor allem die Tatsache, dass mit dem Auenqueller Oriental Eagle der längste Außenseiter im Ziel die Nase vorn hatte, überraschte wohl alle Zuschauer - und das in neuer Bahnrekordzeit. Von seinem Partner Lukas Delozier direkt an die Spitze beordert, konterte der letztjährige St.Leger-Sieger in der Geraden alle Angriffe der Gegnerschaft, obwohl er auf den letzten Metern bis an die Rails nach außen weg lief. Hinter dem Campanologist-Sohn belegten Colomano und Windstoß die weiteren Plätze und feierten somit einen gelungenen Saisoneinstand. Auch der Lauf von Walsingham wusste zu gefallen: er kam mit gutem Schlussakkord nur einen Hals hinter Windstoß auf Platz 4 ins Ziel. Von Venetos Laufen waren wir ein wenig enttäuscht, da er trotz Konditionsvorteil recht früh nicht für mehr in Frage kam. Womöglich ist er auf etwas weichem Geläuf aber auch noch einen Tick stärker. Das Gleiche gilt mit Sicherheit auch für Dschingis Secret, dessen Laufen einige Rätsel aufwirft. Ob ebenfalls der Boden, das schnelle Tempo oder jedoch andere Gründe dafür verantwortlich sind, kann aus heutiger Sicht nicht beurteilt werden. Bleibt für die deutsche Turfszene zu hoffen, dass sich der Galopper des Jahres beim nächsten Start schon wieder von anderer Seite präsentiert. Für den Sieger geht es nun wohl auf den Cup-Distanzen weiter. Laut Trainer Hirschberger sollen dann die Steher-Highlights im Spätjahr angepeilt werden. Das Laufen vom Sonntag hat jedenfalls Lust auf mehr gemacht.

Im Rahmenprogramm begeisterte die 3jährige Maxios-Tocher L'ainee, als sie überlegen mit sechs Längen der Konkurrenz enteilte. Auf den weiteren Karriereweg dieser Stute darf man sehr gespannt sein. Geplant ist nun ein Start im Hoppegartener Diana-Trial. Wenn alles glatt läuft soll dies der einzige Zwischenstopp sein, ehe man in Düsseldorf nach klassischen Lorbeeren greifen will.

Im deutschen Rennkalender geht es bedingt durch den Feiertag bereits am Donnerstag wieder weiter, wo in Haßloch, Magdeburg und Dortmund veranstaltet wird. Am Sonntag ist dann Krefeld als Alleinveranstalter an der Reihe. Dort werden wir dann einen Blick auf das Dreijährigenrennen über 2200m werfen.


04. Mai 2018

Start in den Turftalk

Am heutigen Tag wollen wir mit dem Turftalk starten, in dem wir wöchentlich an dieser Stelle auf vergangene Rennen zurückblicken und einen Ausblick auf anstehende Rennen geben. Bei Bedarf werden wir zudem auf aktuelle Themen rund um das deutsche und internationale Turfgeschehen eingehen. Beginnen wollen wir mit einem Rückblick auf das Bavarian Classic, welches am 01. Mai in München stattfand sowie mit einem Ausblick auf den Gerling-Preis, den Auftakt zur German Racing Champions League 2018.

Rückblick Bavarian Classic

Das Bavarian Classic in München gilt als das erste große Trial für das Derby. Im Gegensatz zum Dr.-Busch-Memorial (1700m), welches neun Tage vorher mit Kronprinz einen Sieger ohne Derbynennung fand, erfordert die Distanz von 2000m bei den Protagonisten schon einiges an Stehvermögen. 8 der 10 Pferde, die an den Ablauf kamen, verfügen auch über eine Nennung für das Deutsche Derby am 08. Juli in Hamburg, was dieses Rennen zu einer echten Derby-Vorprüfung machte. Als Favorit rückte Andreas Wöhlers Royal Youmzain in die Boxen ein, der bereits 2jährig nach einer Listenplatzierung in Düsseldorf ein Grupperennen in Mailand gewinnen konnte. Der Ratibor-Zweite Guiri sowie Markus Klugs Ittlinger Star Max fanden ebenfalls Beachtung am Toto.

Emerald Master, der letztes Jahr eindrucksvoll ein Altersgewichtsrennen in Saint-Cloud gewinnen konnte, setzte sich direkt nach dem Start an die Spitze des Feldes und bestimmte in nicht allzu schneller Fahrt das Tempo. Hinter ihm postierten sich Guiri und der Ammerländer Holding Court, während der Favorit Royal Youmzain im Mittelfeld ging. Holding Court trat eingangs der Geraden recht schnell den Rückzug an, während Emerald Master vorne immer wieder zulegen konnte. Aus dem Mitteltreffen fanden Royal Youmzain und der Grewe-Schützling Jimmu immer besser ins Rennen. Diese hatten den Führenden dann auch 50m vor dem Ziel erreicht und der Favorit konnte sich mit einer halben Länge gegen einen überraschend stark laufenden Jimmu durchsetzen. Eine weitere halbe Länge dahinter folgte Emerald Master, der seinerseits wiederum einen Hals vor Salve del Rio blieb, der aus dem Hintertreffen am Ende guten Speed entwickelte. Auf den Plätzen dahinter folgten Refuseeveryoffer, Theo und Guiri, während Star Max und Valajani eigentlich nie so recht ins Rennen fanden. Zwischen diesen reihte sich Holding Court ein, der anfangs etwas eifrig war. Wir glauben in diesem Rennen zwei heiße Kandidaten für das Deutsche Derby ausgemacht zu haben: der Sieger Royal Youmzain ist nun aktuell - auch bei den Buchmachern - der logische Favorit für das Derby. Emerald Master halten wir für ein talentiertes Pferd, haben jedoch Zweifel an seinem Stehvermögen, wenn es über 2400m geht. Unser Pferd für den Merkzettel ist der Viertplatzierte Salve del Rio, der bei seinem Saisondebüt am Ende schnellstes Pferd war. Er ist für fast alle Derby-Vorprüfungen hierzulande eingeschrieben und sollte so den Weg nach Hamburg finden.

Ausblick Gerling-Preis

Der als Gruppe-2-Examen ausgetragene, mit 70.000€ dotierte Gerling-Preis bildet auch in diesem Jahr den Start zur German Racing Champions-League. Erfreulicherweise wird der Sender n-tv auch in diesem Jahr von den Rennen der Champions-League berichten. Und man kann bei deren erster Prüfung durchaus von einer Top-Besetzung sprechen - bestreiten doch zwei der besten deutschen Grand-Prix-Pferde ihren Saisonauftakt. Einzig die internationale Note fehlt, da mit Eddystone Rock Mitte der Woche der letzte mögliche England-Starter aus dem Rennen genommen wurde.

Mit Dschingis Secret rückt der Vorjahressieger in die Boxen ein. Er konnte bisher seine Jahresdebüts immer erfolgreich gestalten, zudem hat sich Stalljockey Adrie de Vries für ihn und gegen seine beiden Stallgefährten entschieden. Windstoß ist der zweite Gruppe-1-Sieger im Feld: er war im vergangenen Jahr nicht nur Derbysieger, sondern am Ende der Saison auch beeindruckender Sieger im Preis von Europa. Erstmals seit dem Derbysieg sind er und sein Siegreiter Maxim Pecheur wieder vereint. Colomano ging im letzten Jahr als Favorit ins Derby, lief danach einige Male anständig, ohne Siegchancen anzumelden. Er hatte allerdings auch nicht immer den Rennverlauf für sich. Instigator lief nach seinem Maidensieg immer auf Blacktype-Level und war dort mehrfach platziert. Wir schätzen die heutige Gegnerschaft aber noch stärker ein. Oriental Eagle startete nach seinem klassischen St.Leger-Sieg in einem Gruppe-1-Examen in Frankreich, wo er es zu schwer antraf. Er könnte für das Tempo im Rennen sorgen, allerdings würden wir ihn gerne auf noch weiteren Wegen sehen. Mit Veneto startet so etwas wie der Aufsteiger des letzten halben Jahres. Er gewann letzten November den Niederrhein-Pokal auf Gruppe-3-Parkett und konnte auch seinen Jahreseinstand im Grand-Prix-Aufgalopp siegreich gestalten. Mit der Kondition im Bauch, der guten Stallform im Rücken und einem Jockey im Sattel, mit dem er super harmoniert ist er hier gefährlich, obwohl er noch nie auf solch starke Gegner getroffen ist. Walsingham kam von Waldemar Hickst in sein jetziges Quartier und war im vergangenen Jahr häufiger in Frankreich am Ablauf. Zudem gewann er in Bremen ein Derby-Trial gegen Instigator. Er kommt für uns aber wie selbiger nur in zweiter Reihe in Betracht.

Wir erwarten in diesem Rennen einen Sieg von Dschingis Secret, der in diesem Jahr noch größere Aufgaben lösen könnte. Dahinter denken wir, dass Veneto mit dem Konditionsvorteil gegen Windstoß und Colomano beim Kampf um die Plätze die Nase vorne haben könnte.

Starter


Do., 16. Aug. - Deauville
1.R.
Sunset Sail
Mi., 15. Aug. - Vittel
5.R.
Prime Project
Mi., 15. Aug. - Vichy
6.R.
Cometic Star
Mi., 15. Aug. - Saarbrücken
3.R.
Doris
So., 12. Aug. - Vittel
3.R.
Berlin Calling
1.
3.R.
Rock to the Moon
4.
So., 12. Aug. - Krefeld
2.R.
Liberica
5.
3.R.
Winzapper
6.
5.R.
Winsome Academy
7.
Kontakt: An der Rennbahn 8-9, 76473 Iffezheim | Tel: +49/(0)176/ 205 70 115 | Email: gerald.geisler@gmx.de