Neuigkeiten


30. Juni 2020

Vorschau auf Compiegne

Rum Tum Tugger

Mit drei Pferden reisen wir in diesen Stunden nach Compiegne. Den Anfang wird morgen Nachmittag Rum Tum Tugger in einem Rennen ausschließlich für debütierende Pferde machen. Er ist der erste Starter für seinen Vater, den Gruppe-1-Hengst Tres Rock Danon, der nach Klasse sicherlich das beste Pferd war, welches ich trainieren durfte. Rum Tum Tugger ist ein Ebenbild seines Vaters. Nicht nur optisch ist er ihm allerdings sehr ähnlich sondern auch in seinem gesamten Verhalten und seinen Bewegungen. Er hat sich zu einem richtigen Hingucker entwickelt und auch schon einige ordentliche Arbeiten absolviert. In unserem Stall, der nicht unbedingt von hoffnungsvollen dreijährigen Pferden übergeht, genießt er einen hohen Stellenwert. Man hört schon, ich schwärme sehr für ihn, dennoch wird er wie auch sein Vater Zeit benötigen, um sich gemäß seines vollen Potentials zu entwickeln. Tres Rock Danon debütierte erst am 26. Juli seines dreijährigen Alters. Nicht zuletzt muss auch erwähnt werden, dass im morgigen Rennen echte Blaublüter vertreten sind: Zaykava, um ein Beispiel zu nennen, hat die "Arc de Triomphe"-Siegerin Zarkava zur Mutter. Erwähnt sei auch eine Tochter der Adelma, die den Gruppesieger Arctic Fire als Nachkommen vorweisen kann. Es sind also einige sehr gut gezogene Pferde am Ablauf, wir freuen uns darauf zu sehen, wie unser Rum Tum sich in dieser Gesellschaft schlägt.

Always Dancing
Im Rennen danach wird Always Dancing ihren dritten Start absolvieren. Es ist ein kleines aber stark besetztes Feld in einem Verkaufsrennen über 2400. Geld zu verdienen wird nicht einfach. Wichtig ist für uns, gesund aus dem Rennen zu kommen und danach eine machbare Marke zu erhalten um eventuell im Handicap weiterzumachen. Die Stute war zuletzt unter Wert geschlagen. Weicher Boden käme ihr entgegen.
Last but not least folgt Laquyood. Er hatte einen sehr erfolgreichen Winteraufenthalt in Cagnes-sur-Mer, befand sich seither aber Corona-bedingt in Zwangspause. In der Arbeit macht er nur das nötigste, daher ist er schwierig einzuschätzen. Er fühlt sich sichtlich wohl, sieht prima aus. Ein Geldrang ist unser Anspruch. Eddie Hardouin kennt ihn bereits und konnte mit ihm auch schon gewinnen.

Laquyood

Am Freitag geht es für uns in Mannheim weiter.


21. Juni 2020

Eine Rückkehr und ein Trauerspiel

Zunächst zur erfreulicheren Nachricht: mehr oder weniger unter Ausschluss der Öffentlichkeit konnten wir heute in Argentan Porsenna aus einem Verkaufsrennen claimen. Bekanntlich sind auch in unserem Nachbarland nach wie vor keine ZuschauerInnen/BesitzerInnen zugelassen und der Zutritt somit nur erschwert oder gleich überhaupt nicht möglich. Auf den Wettportalen im Internet war Argentan nicht einmal erfasst, von einer Übertragung des Rennens ganz zu schweigen. Trotzdem konnten wir gestern jemanden Vorort gewinnen, für uns ein Gebot einzuwerfen. Es war definitiv kein vernünftiger, finanziell vielversprechender, sondern viel mehr ein rein emotionaler Kauf. Wir alle, allen voran Eva sind dem Pferd einfach sehr verbunden. Gelegentlich macht man im Leben auch unvernünftige Dinge .
Wir freuen uns jedenfalls riesig, dass es geklappt hat.

Deutlich weniger erfreulich verlief eine andere Angelegenheit in Frankreich: ein vor geraumer Zeit von France Galop gegen uns eröffnetes Verfahren führte letzte Woche zu einem Urteil.
Zur Sachlage: Am 20. Januar 2020 gewann Aerion den "Prix du Roussillon" (Classe 2) in Cagnes-sur-Mer. Im Anschluss an dieses Rennen wurde ihm eine Dopingkontrolle entnommen, deren Ergebnis negativ war. Am nächsten Tag fing der Fuchswallach an, lahm zu gehen, woraufhin ihm mein deutscher Tierarzt ihm Metacam, welches gegen schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates wirkt, verschrieb. Am 21. Januar lief Porsenna nach beinahe einem Jahr Pause und wurde Dritter. Auch bei ihm wurde direkt nach dem Rennen eine Dopingprobe entnommen, deren Ergebnis ebenfalls negativ war. Da der Hengst nach dem Rennen unter Muskelbeschwerden litt, wurde auch für ihn Metacam verordnet.
Am 23. Januar 2020 wurde in Cagnes-sur-Mer bei uns eine von France Galop angeordnete Trainingskontrolle durchgeführt. Bereits zu Beginn der Überprüfung deklarierte Eva-Maria, meine Vertretung während des Meetings, dass Aerion und Porsenna unter tierärztlich verordneter Medikation stünden. Auch meine anderen Pferde, die sich in Cagnes befanden, wurden getestet. Sämtliche Ergebnisse waren negativ - außer eben jene der beiden von uns den Kontrollorganen gegenüber ausdrücklich genannten Pferden. Trotz Deklaration und darüber im Vorfeld erteilter Auskunft wurde daraufhin ein Verfahren eingeleitet. Es werden uns Formfehler vorgeworfen, etwa jener, dass der Tierarzt (ein in der EU niedergelassener Tierarzt) in Frankreich nicht hätte praktizieren dürfen und das Rezept nicht den französischen Vorschriften entsprach, dieses bei der Kontrolle außerdem nicht vorlag.
Ein Detail am Rande: Von France Galop erhielten wir trotz mehrfacher Anfrage, wie denn ein formgerechtes Rezept auszusehen hätte, noch keine Antwort, auch einige in Frankreich ansässige Tierärzte konnten mir dazu keine Auskunft geben. Eva hatte während der Dopingkontrolle mehrfach angeboten, die in ihrem unweit gelegenen Appartement befindlichen Rezepte zu holen und vorzulegen. Sie waren zu besagtem Zeitpunkt nur deshalb nicht bei der Hand, da wir im Vorfeld des Meetings vereinbart hatten, keinerlei Dokumente wie etwa Pferdepässe etc. in der Futterkammer zu lassen. Das beauftragte Kontrollorgan beteuerte mehrfach, dass dies nicht nötig sei, da die Medikation ja bereits deklariert wurde.

Aus meiner Sicht ist die Bestrafung schwierig nachzuvollziehen. Es ist nun aber so und wir werden die Strafe wohl oder übel akzeptieren müssen, obwohl wir im Interesse der Tiere handelten, Tierschutzrechten Folge leisteten und zugleich keinem Mitkonkurrenten eine Nachteil oder Schaden zugefügt wurde.


19. Juni 2020

Ausgelernt

Unsere bis vorgestern Auszubildende Anja Allgöwer bestand gestern in Köln die Abschlussprüfung und darf sich nun vollausgebildete Pferdewirtin nennen.
Wir gratulieren recht herzlich!


18. Juni 2020

Nachbetrachtung und Vorschau

Palnyra

Bei strömendem Regen fand der zweite Münchner Renntag des Jahres 2020. Nicolaus von Miltitz, der seit vielen Jahren die Rennen in Riem kommentiert, konnte sich an keinen ähnlich verregneten Renntag erinnern. Der Boden war über 6,0 und somit mehr als speziell. Macavity vermochte auch unter diesen Extrembedingungen zu gefallen. Er war bereits geschlagen und fightete in sehenswerter Manier zurück. Mit dem hohen Gewicht im Rücken war das schon bemerkenswert. Läuft alles nach Plan, wird sein nächster Start in Frankreich (Strassbourg oder St Cloud) über die Bühne gehen. Soriano hingegen konnte mit den Bedingungen gar nichts anfangen.
Wolpertinger und Kingsbury liefen zwar außerhalb der Geldränge ein, dennoch waren die Leistungen nicht verkehrt. Die ersten drei Pferde sind Rennpferde und allzu weit waren wir von diesen nicht geschlagen. Positiv zu erwähnen ist auch ihr Verhalten. Anfang Juli geht es eventuell in Mannheim weiter. Blida kam mit dem schweren Boden überhaupt nicht zurecht und von der Startmaschine weg geschlagen. Sisikam hat, wenn auch auf niedrigem Niveau, zu einer Konstanz und Form gefunden, die mir gefällt. Bei ihrem nächsten Start kann man sie offensiver reiten, sie scheint verstanden zu haben, worum es geht.
Marius wurde Vierter, mehr war auch nicht drin. Wir gehen eventuell auf etwas kürzere Distanz.

Morgen startet Palnyra zum ersten mal seit neuneinhalb Monaten wieder. Sie gibt ihr kleines Comeback im großen, ehrwürdigen Chantilly. Die fünfjährige, riesig große Stute präsentiert sich deutlich besser in Form als vergangenes Jahr. Sie hat Körperspannung, trägt sich besser und ist insgesamt viel motivierter. Gegen 19 Starter wird sie es allerdings nicht einfach haben. Dennoch muss man jetzt endlich mal loslegen. Der Boden sollte für sie nicht weich sein, sie bevorzugt guten Boden.


14. Juni 2020

Nachbetrachtung und Vorschau

Entgegen den Erwartungen war der Boden in Mannheim am vergangenen Donnerstag gut, das Gras sehr kurz geschnitten und der Boden in den Bögen entsprechend rutschig. Don Vito zeigte sich nicht als das Pferd, das ich in den letzten Wochen kennenlernte. Er ließ nach dem Rennen Anzeichen von Kreislaufproblemen erkennen. Er hustete am nächsten Tag in der Bewegung, das Gesamtpaket deutet auf einen Infekt hin. Er wird beim nächsten Start wieder ein anderes Bild abgeben. Auennebel braucht Distanzen ab 3000m. Er ist für Distanzen darunter nicht mehr schnell genug. Karena war nie im Rennen. Sie bekommt im Ausgleich ihre Chance. Wir werden mit ihr dann dann auf etwas weiterer Distanz laufen.

Morgen geht es mit acht Pferden nach München. Der Boden soll richtig tief werden, da kommen die Bodenspezialisten zum Zug. Unseren Beginn macht Agamemdon. Er kommt aus einer 22-monatigen Pause, die man ihm nicht grundlos gab. Er trifft zwar auf ein kleines Feld, die paar Starter haben es jedoch in sich. Alleine drei Starter haben rund 90kg GAG. Dazu kommt Poldis Liebling, immerhin ehemaliger Gruppe Sieger. Nach der überlangen Pause werden wir den morgigen Start erstmal abwarten.
Macavity lief in Iffezheim auf gutem Boden ein anständiges Rennen. Die 1600m waren ihm dort fast ein klein wenig zu weit. Wir haben uns daher entschieden, wieder auf die 1300m zurück zu gehen, auch wenn er da beim ersten Start kaum mitgekommen ist. Er wird diesmal schneller auf den Beinen sein. Kommt er mit dem Boden klar, sollte er ein Wörtchen mitreden können.
Sorianos erster Jahresstart unter gleichen Bedingungen war erfreulich. Weichen Boden mag er eigentlich gar nicht, er ist aber gut in Schwung und kann das hoffentlich mit seiner guten Form kompensieren. Ein Platzgeld ist der Anspruch.
Kingsbury und Wolpertinger sind zwei Spezialfälle. Die beiden brachten mich mehrfach beinahe zur Verzweiflung. Haben sie heute etwas gekonnt und vermeintlich gelernt, war dies morgen wieder vergessen. Die Startmaschine haben wir bereits gemeistert, am nächsten tag gingen sie erst recht wieder nicht hinein. Das Verladen in den Transporter war ein ähnliches Spiel. Morgen kommt nochmal einiges Neues auf sie zu. Beide haben die letzten Wochen wirklich viel dazu gelernt. Die Freude, wenn man den Pferden etwas beibringen kann, nachdem man viel Zeit und Arbeit investierte und dann erlernen sie es doch, man sieht positive Ergebnisse ist dann umso größer. Sie bekommen morgen einen Start fürs Selbstbewusstsein und um Vertrauen zu gewinnen.
Blida startet das erste Mal unter meiner Regie. Wir probieren es auf der Meile. Bisher lief sie immer deutlich länger. Die Arbeitseindrücke waren sehr positiv. Ein Geldgewinn sollte machbar sein.
Sisikam lief zuletzt besser als es das Ergebnis vermuten lässt. Sie trifft ähnliche Gegner und steht noch günstiger im Rennen. Auch sie konnte in der Arbeit gut gefallen. Vielleicht kann sie überraschen.
Marius ist in München seine besten Rennen gelaufen. Der weiche Boden kommt ihm entgegen, dennoch muss bei ihm alles passen. Stellt er die Form von München ein, spielt er eine Rolle im Endkampf.

Am Dienstag starten wir Always Dancing in Dieppe. Wir nehmen die lange Fahrt in Kauf, um nach der langen Pause nun endlich wieder laufen zu können. Die Stute hat sich von zwei auf drei stark verbessert. Dennoch wird es eine schwere Aufgabe.


10. Juni 2020

Das Warten hat ein Ende

Seit Montag ist es offiziell, dass wir wieder in Frankreich starten dürfen. Diese Nachricht haben wir mit großer Freude zur Kenntnis genommen und werden gleich einige Pferde in unser Nachbarland entsenden. Geplant sind Starts am 16. Juni in Dieppe (Always Dancing), am 19. Juni in Chantilly (Palnyra), am 21. Juni fahren wir vermutlich nach Nancy und auch danach geht es mit Starts in France munter weiter.

Vorerst gilt unsere Aufmerksamkeit jedoch noch dem heimischen Turf. Morgen führt uns der Weg ins unweit gelegene Mannheim. Es ist dort mit weichem Boden zu rechnen. Karena absolviert unter Eva ihren dritten Lebensstart. Auch wenn die Stute manchmal einen hippeligen Eindruck hinterlässt, benimmt sie sich im Rennen doch schon recht abgebrüht, war zuletzt sogar dermaßen unaufgeregt, dass sie sich aus der Startmaschine versäumte. Ein kleines Platzgeld wäre diesmal schön, ernst wird es für sie dann im Ausgleich.
Don Vito konnte in München den guten Trainingseindruck bestätigen. Er steckte das Rennen gut weg und hat sichtlich profitiert. Der Sieger aus München wertete den dritten Platz noch auf, als er später in Iffezheim gewann. Ein reines Sieglosen-Rennen über morgige Distanz wäre mir zwar lieber gewesen als dieses Altersgewichtsrennen gegen zum Teil hocherfolgreiche Pferde (Shadow Sadness und Testify sind immerhin Gruppe-Sieger, letztgenannter allerdings über die Hindernisse), solches gaben die Ausschreibungen aber leider nicht her. Fabian Xaver Weißmeier wird Don Vito morgen reiten. Ich erwarte von ihm ein gutes Laufen. Unschlagbar ist keiner in diesem Rennen. Arromanches, unter Vorbehalt, Testify und Shadow Sadness sind wohl die stärksten Sieganwärter. Mit weichem Boden kommt unser Starter klar.
Bei Auennebel ist alles Kopfsache. Er sieht blendend aus, er fühlt sich sichtlich wohl. Guter Boden wäre mir für ihn jedoch lieber. Eva kennt ihn aus der Arbeit, er absolvierte unter ihr eine schöne Schlussarbeit.

Am Montag geht es dann mit voraussichtlich acht Pferden nach München.


26. Mai 2020

Macavity als einziger Lichtblick

Als trostlos muss man das Ambiente des diesjährigen Frühjahrsmeetings in Iffezheim bezeichnen. So eklatant wie hier ist mir die Abwesenheit von Besitzern und Publikum bisher noch auf keiner anderen Bahn aufgefallen. Gerade was Iffezheim ausmacht, die Atmosphäre und die Stimmung, gingen gänzlich verloren. Beigefügte Bilder geben diesen Eindruck hoffentlich adäquat wieder.

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Unser sportlicher Lichtblick des Meetings war Macavity. Er steht zwar noch nicht dort, wo ich ihn haben möchte, befindet sich jedoch auf dem Weg dorthin. Der zweite Platz gelang, trotzdem der Reiter die Order in keinster Weise umzusetzen vermochte. Letztlich zählt das positive Ergebnis und in dieser Situation machte er alles richtig. Sein nächster Start könnte am 15. Juni in München sein, nach aktuellem Stand der Dinge, dürfen dann auch wieder die Besitzer auf die Bahn kommen.

Hallo Wien wollte zu früh abspringen, lief mit dem Kopf voraus gegen die geschlossene Startmaschinenboxtüre, fiel daraufhin zurück und just in diesem Moment öffneten sich die Boxen. Ein saftiger Startverlust war die Folge. Das Rennen wurde zwar ruhig gelaufen, aus dieser Lage ließ sich die Position allerdings kaum mehr verbessern, zumal uns der Weg nach vorne mehrmals versperrt wurde. Filip Minarik bestätigte mir, dass die Stute alles andere als schlecht lief, unter den Umständen aber einfach nichts zu machen war. Ein schnelles Rennen, am besten auf langsamen Boden, ist mehr ihre Sache. Sie wird bald eine Chance zur Korrektur dieser Leistung erhalten.
Marius hatte einen verzögerten Start, mit Box Nr. 1 war eine gute Position danach nicht mehr zu bekommen. Adrie de Vries übernahm die Spitze und drosselte das Tempo enorm. Die hinteren Reiter hatten größte Mühe, ihre Pferde zu halten und unter Kontrolle zu haben. Das Rennen entwickelte sich, wie so oft in Iffezheim, zu einer Schlacht. Zu allem Überdruss ging ein Pferd Anfang Iffezheimer Bogen beinahe zu Boden und Anfang Gegenseite passierte es dann tatsächlich, dass ein Pferd reiterlos wurde. Damit war die Hektik im Feld perfekt. Marius wurde vorne rechts und hinten angaloppiert, mehrere Pferde kamen mit Blessuren aus dem Rennen. Der Boden war für ihn mittlerweile unpassend geworden, auch die Distanz erwies sich als zu weit. Er wird ebenfalls am 15. Juni nach München reisen, dort wieder eine bessere Figur abgeben. Auennebel fand nie ins Rennen. Mannheim am 11. Juni wird seine nächste Station. Er braucht jedenfalls weitere Wege und mehr Selbstvertrauen. Er war vor dem Start ziemlich aufgekratzt, die lange Wartezeit vor der Startbox für ihn sehr aufreibend.

Photo von Patricia Rotering

23. Mai 2020

Vorschau

Den Beginn unseres kurzen Meetingseinsatzes wird morgen Macavity machen. Die 1300m in München vor neun Tagen waren ihm viel zu schnell, er konnte das hohe Anfangstempo kaum mitgehen. Ich gehe davon aus, dass er sich diesmal wesentlich leichter tut, dem Anfangstempo standzuhalten. Was allerdings nichts an unserer Taktik ändern wird, zumal heute am ersten Tag des Meetings trotz dem Niederschlag viele Pferde mit der Wartetaktik erfolgreich waren. Das Rennen hat ihn gefördert, er kam frisch und munter aus München zurück. Arionna ist unsere Elle. Wir waren zuletzt schon deutlich hinter ihr: ich hoffe, ihr diesmal gefährlich nahe kommen zu können.
Hallo Wien hat richtig gut überwintert und sich wunderbar entwickelt. Sie lief in Iffezheim zweimal sehr gut, konnte einmal auf tiefem Boden gewinnen und war einmal auf gutem Boden Zweite. Das Saisondebüt ist ein Nachteil.
Marius lief nach langer Pause auf seiner Lieblingsbahn in München ein tolles Rennen. Er war nach dem Rennen richtig gut drauf, fühlt sich sichtlich wohl. Weicher Boden kommt ihm entgegen, die Distanz ist allerdings die Obergrenze. Trotz allem Optimismus wundere ich mich darüber, dass er erster Tipp in der Sport-Welt/Wett Check ist. Auennebel ist keiner, der sich in der Arbeit verausgabt, wird dieses Rennen auch noch brauchen. Auf weicher Bahn hat er zudem noch nie überzeugt.


22. Mai 2020

Nachbetrachtung zu Hannover

Alles andere als erfreulich verlief unser gestriger Auftritt auf Listenebene in Hannover. Unsere Stute After Rain Sun wurde bereits im ersten Drittel des Rennens angaloppiert. Eine schwere Verletzung war die Folge. Alle Beteiligten hatten Glück im Unglück, auch ein Sturz und das Einschläfern der Stute hätten die Folge sein können. After Rain Sun war nach dem Rennen transportfähig und konnte zurück nach Iffezheim gebracht werden. Die Fuchsstute scheint eine wirklich harte Nuss zu sein und wir hoffen auf baldige Genesung.

Unser einziger Starter am ersten Tag des verkürzten Frühjahrsmeetings in Iffezheim Laquyood wird zum Nichstarter erklärt.


20. Mai 2020

Vorschau auf Hannover, 21. Mai

Erfreulich verlief unser verspäteter Saisonstart am Renntag in München. Sechs der acht Starter waren in den Geldrängen und liefen dabei großteils besser als die Wetter ihnen zutrauten. Unsere Starter gingen nahezu alle mit hohen Quoten an den Start. Namentlich erwähnen möchte ich Soriano, Don Vito und Marius. Alle drei lieferten gute Leistungen ab.

Morgen führt uns die Reise nach Hannover. After Rain Sun wird dort in einem Stuten-Listen-Rennen über 2000m laufen. Sie konnte zweijährig bereits gewinnen, somit fallen die Sieglosen-Rennen für sie weg und ihr eigentlich angedachtes Betätigungsfeld Frankreich schließt die ausländischen Starter aktuell aus. Die Auswahl an möglichen Rennen ist für sie aktuell also nicht besonders üppig. Da derzeit auch in Deutschland keine ausländisch trainierten Pferde laufen dürfen, ist es eigentlich als "nationales" Listenrennen anzusehen.
Nun aber zur Stute: bei After Rain Sun hat man stets das Gefühl, sie will jedem sympathisch sein, allen gefallen und alles richtig machen. Sie ist einfach 'ne Nette. Mit sieben Lebensstarts hat sie mit Abstand die meiste Erfahrung im Feld. Zweijährig lief sie fünfmal, im Winter zweimal. Die Corona Pause hat ihr etwas Zeit verschafft um durchzuschnaufen. Sie hat sich toll weiter entwickelt, ist nochmal gewachsen, kräftiger geworden. Bei den Sandarbeiten konnte sie gut gefallen. Wenn ein Pferd am Heimweg vor Freude buckelt, muss es gut drauf sein und sie macht sowas regelmäßig. Wäre die Schlussarbeit auf Gras nicht hinter den Erwartungen geblieben, würden wir heute bullish nach Hannover reisen. Besagte Arbeit hat mich leider doch etwas enttäuscht und so müssen wir mal abwarten, was morgen passiert. Aber wie oft kam es schon vor, dass Pferde in der Arbeit nicht alles verraten haben, im Rennen dann viel besser liefen. Wenn man ihre Statistik ansieht, fällt auf, dass sie ihre besten Leistungen auf Rechtskursen zeigte. Zweimal in Nancy und Strasbourg. Auf Linkskursen lief sie nicht so gut. Bis auf die Grasarbeit, können wir diese Tendenz aufgrund der Arbeiten jedoch nicht bestätigen. Mal sehen, wie das morgen wird.

After Rain Sun

Am Samstag und Sonntag geht es dann mit dem verkürzten Frühjahrs-Meeting in Iffezheim weiter.


14. Mai 2020

Vorschau (diesmal aber wirklich!)

Macavity

Nach den Absagen von München vergangener Woche und der Absage von Mannheim diese Woche geht es nun endlich auch für uns los. München veranstaltet morgen einen sehr kurzfristig anberaumten Geisterrenntag mit neun Leistungsprüfungen. Es regnete in den letzten Stunden stark, sodass mit weichem Geläuf zu rechnen ist. Pferde, die weichen Boden bevorzugen, werden daher einen Vorteil haben. An dieser Stelle sei auch noch gesagt, dass die aktuellen Gewichte immer noch plus 3,5 gerechnet werden müssen, da die Jockeys unabhängig von ihren 1,5kg noch zusätzlich 2kg bekommen - durch das Virus waren keine Saunabesuche möglich und das Abnehmen fiel daher schwerer als sonst (diese Regelung wurde auch beschlossen, um gewichtsverlustbedingten Schwächungen des Immunsystems vorzubeugen). Das bedeutet, dass ein Pferd, welches laut Programm 60kg trägt, in Wirklichkeit 63,5kg auf dem Buckel mitführt. Das könnte gerade auf diesem Boden noch eine zusätzliche Rolle spielen.

Den Anfang machen gleich drei meiner anvertrauten Pferde im Ausgleich 4 über 1300m. Ich erwarte ein sehr schnell gelaufenes Rennen. Macavity hielt ich als Zweijährigen bereits für ein talentiertes Pferd. Letztes Jahr lief nicht alles wie erhofft, mehr als ein paar Ansätze sind nicht herausgesprungen. Er wurde über den Winter gelegt. Wir beginnen nun in einer Klasse, wo ich ihn eigentlich nicht sehen möchte. Allerdings ist die Distanz vielleicht einen Tick zu kurz. Einen Ansatz erwarte ich mir dennoch. Filip Minarik wird den Fuchsen reiten.

Sisikam
Winsome Academy mag München und diese Distanz sehr gerne. Sie ist gut am Posten. Der Frühling und der Frühsommer war bisher stets ihre beste Jahreszeit. Eva kommt bestens mit ihr klar, sie kennt die Stute und die Bahn in und auswendig. Mit Mundschutzmaske zu reiten ist allerdings auch für sie eine neue Erfahrung. Es wird der morgige voraussichtlich Winsomes letzter Start ihrer Karriere. Es geht für sie danach in die Zucht, zunächst zu Tres Rock Danon.
Soriano hat gut gearbeitet, ist von weichen Boden aber eher nicht begeistert. Er soll jetzt aber mal beginnen, zumal viele Bahnen im Südwesten ihre Renntage dieses Jahr abgesagt haben. Der Champion im Sattel, Bauyrzhan Murzabayev ist natürlich ein Vorteil, zumal er ihn auch schon gut kennt.

Im Ausgleich 4 über 1600m sind wir mit zwei Stuten vertreten. La Vie est Belle konnte ihre ordentlichen Formen bei ihrem Start in Iffezheim nicht untermauern. Der Rennverlauf war aber zugegebenermassen auch verrückt. Danach konnten wir sie nicht mehr herausbringen. Ihre Marke empfinde ich nach den gezeigten Leistungen als zu hoch. Sie wirkt dieses Jahr in der Arbeit abgeklärter, abwartender, nicht mehr so eifrig. Das stimmt mich positiv. Tommaso Scardino kennt sie bereits vom vergangenen Jahr.
Sisikam hat mit der Briefmarke auf dem Geläuf einen kleinen Vorteil. Auch sie ist deutlich ruhiger geworden. Hat sie ihr Nervenkostüm auch auf der Rennbahn so gut im Griff, wird sie besser laufen als letztes Jahr. Eva reitet sie.

Karena

Don Vito war letztes Jahr fast eine Zumutung; nur am Herumhampeln, den Clown machen, frech sein - alles bloß nicht schnell laufen. Er wurde im Herbst gelegt, ging danach direkt in die Pause. Er kam als völlig verändertes, viel reiferes Pferd wieder zurück. Er gefällt er mir in seiner Art wesentlich besser. In den Galopps ist er konzentrierter und gibt sich richtig Mühe, die Spielereien sind vergessen. Er scheint jetzt über das, was ein Rennpferd braucht, zu verfügen: Siegeswillen. Auch wenn er morgen vielleicht noch nicht gewinnt, werden wir einen anderen Don Vito als letztes Jahr zu sehen bekommen. Die 2000m sind ihm wohl zu kurz, der weiche Boden kommt ihm aber entgegen. Baurzhan Murzabayev ist ein idealer Reiter für ihn.
Karena ist unser zweiter Starter in diesem Rennen. Optisch hat sie sich toll weiterentwickelt. Sie ist auf der Suche nach einer Handicapmarke. Eva kennt sie aus der Arbeit.

Marius kommt im Ausgleich 4 über 2000m an den Start. Leider musste er die letzte Saison frühzeitig beenden. In München lieferte er seine besten Ergebnisse ab. Der weiche Boden kommt ihm entgegen. Er sieht richtig gut aus, hat Moral. Gibt er sich Mühe, sollte er Chancen haben. Mit seinen inzwischen neun Jahren ist er allerdings schon recht schlau geworden. Auch bei ihm sitzt Eva im Sattel.

Jeder der mich kennt oder die Geschicke unseres Stalles verfolgt weiß, dass der Jahresstart meiner Pferde nicht der beste fürs Jahr bleiben soll, sondern die Höchstform erst danach kommt. Daran hat auch Corona nichts geändert.


11. Mai 2020

Abgesagt

An dieser Stelle hätte eigentlich die Vorschau auf den morgigen Leistungsprüfungstag in Mannheim stehen sollen, mit dessen Absage (→ GaloppOnline) erübrigt sich jedoch auch eine solche Besprechung. Nicht vorenthalten wollen wir ihnen allerdings die desbehufs aufgenommenen Bilder aus dem Training, welche da (von links oben im Uhrzeigersinn) Don Vito, Auennebel, Winsome Academy und Marius zeigen.

Zum Vergrößern anklicken


10. Mai 2020

Wir sind startklar ...

... und freuen uns wie kleine Kinder vor der weihnachtlichen Bescherung, nun endlich wieder Leistungsprüfungen (früher Rennen genannt) bestreiten zu dürfen. Während die ersten Versuche, Leistungsprüfungstage zu veranstalten Anfang Mai noch scheiterten, finden seit Donnerstag, 7. Mai wieder Rennen in Deutschland statt. Damit sind wir nicht nur allen anderen großen Rennsportnationen gegenüber Vorreiter, sondern auch fast allen Sportarten in Deutschland. Nicht zuletzt deswegen wurde der Galopprennnsport von vielen Seiten mit Argusaugen beobachtet. Ich glaube, man kann mit viel Stolz behaupten, dass das Hygiene- und Abstandskonzept ausgesprochen gut überdacht war und auch bravourös umgesetzt wurde. Kompliment an dieser Stelle an die Verantwortlichen und Aktiven! Aber nicht nur das, die verbesserten Übertragungen hinterlassen einen tollen Eindruck, es macht mir richtig Spaß, sie zu verfolgen. Die Bildqualität ist deutlich besser, die Moderation ebenso. Das hat aus meiner Sicht internationales Format.

Dazu ein von Peter Mühlfeit für die FAZ verfasster → Artikel zu dem Thema.

So die verantwortlichen Entscheidungsträger nichts dagegen haben, geht es für uns am 12. Mai in Mannheim endlich los. Eigentlich hatten wir bereits den gestrigen Samstag (9. Mai) im Visier, der Renntag in München konnte jedoch nicht ausgetragen werden, soll nun aber am Freitag, den 15. Mai stattfinden. Da die Saison für uns so vielversprechend begonnen hat, war die lange Unterbrechung dann doppelt bitter.

Auf dem Foto ist unsere Neuerwerbung, eine Übungsstartmaschine zu sehen. Futtermeister Patrik Wichetek hatte die Idee, ich setzte den Erwerb um und unser Hufschmied Norbert Huber machte die Maschine schließlich gangbar. Den Gedanken, eine Übungsstartmaschine zu erwerben, hatte ich bereits vor vielen Jahren, toll das es nun endlich geklappt hat. Für unsere Pferde wird das Üben des Einrückens in die Startmaschine in Hinkunft jedenfalls stressfreier denn je, da es in ihrer gewohnten Umgebung stattfindet. Außerdem galoppieren während des Übens keine Pferde mehr vorbei, wie das bisher der Fall war.

Eine Vorschau auf den Renntag in Mannheim folgt am Montag.


06. Mai 2020

Ein Turftalk zum Saisonauftakt

Rechtzeitig zur morgen in Hannover endlich beginnenden Grasbahnsaison, meldet sich auch Besitzer und Züchter Andreas Merkel mit einer neuen Ausgabe seines Turftalks zurück.

Nachzulesen → hier


19. April 2020

Einige Betrachtungen zur aktuellen Lage

Die Corona Krise nahm trotz anfänglicher Bedenken bisher wenig Einfluß auf unser Training. Die Grundversorgung der Pferde hatten wir bereits frühzeitig gesichert - wir haben uns mit Futtermittel eingedeckt, Hygienemaßnahmen getroffen, etc. Neben allen bekannten negativen Folgen der Krise gibt es aber auch folgende Beobachtungen: die Pferde vermitteln mir den Eindruck, dass sie den ruhigen, gestreckten Trainingsaufbau, die rennfreie Zeit und die damit verbundene Ruhe im Stall bemerken und förmlich genießen. Die Pferde sehen richtig gut aus, sie verkraften die langsameren Steigerungen der Trainingsintensität sehr gut. Normalerweise finden um diese Jahreszeit mehrmals pro Woche Transporte statt, die damit verbundenen Verlade- und Abladezeiten liegen oft tief in der Nacht und bringen eine gewisse Unruhe in den Tagesrhythmus. Das Personal ist gelassen und entspannt, die Laune unter den Leuten auffallend gut. Auch bei ihnen ist der Druck reduziert. Sie können zwar weniger Geld ausgeben, haben daher Ende des Monats aber auch noch etwas auf dem Konto. Da die Gasthäuser geschlossen halten, sind sie immer gut ausgeschlafen.

Nach aktuellem Stand der Dinge soll es ab Anfang Mai - ohne Publikum - wieder Rennen geben. Dabei wird interessant zu beobachten sein, wie die Pferde darauf reagieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass nervöse Pferde, die im Rennen ihre Trainingsleistungen nicht abrufen können, ähnlich wie Kinder, die vor Prüfungsangst ihre Leistungen in der Schule nicht so erbringen wie zuhause, ohne Publikum jetzt besser laufen. Die ruhigeren Kandidaten, die sich den letzten Kick durch die Rennatmosphäre holen, werden hingegen eventuell hinter ihrer erwarteten Form zurückbleiben. Oder spielt der Faktor Publikum am Ende doch überhaupt keine Rolle?
Sollte jedenfalls der Plan aufgehen und die Saison Anfang Mai tatsächlich beginnen, wäre das ein ausgesprochen positives Signal. Für unseren Sport und die Bevölkerung. Wir wären eine der ersten Sportarten in Deutschland, die wieder loslegt, vielleicht könnte man dadurch sogar das mediale Interesse steigern und unsere Sportart einer breiteren Masse näherbringen. Europaweit wären wir die erste große Rennsportnation, die wieder Galopprennen durchführt. Vielleicht sind dadurch sogar größere Umsätze zu lukrieren.

Eines ist jedoch auch klar: dürfen wir bis 31. August nur Geisterrennen durchführen und werden bis dahin nur die halben Rennpreise ausbezahlt, wird dies massive Folgen für Besitzer, Trainer, Jockeys und alle anderen am Sport Beteiligten haben. Wir arbeiten während der Saison praktisch durchgehend sieben Tage die Woche, kommen dabei auf weit mehr als 40 Stunden; wenn man auf unsere Bankkonten schaut, wird man aber sehen, dass dennoch die wenigsten durch den Sport reich werden. Idealismus und Passion sind unsere Triebfeder. Natürlich ist es besser, Rennen mit reduziertem Geldpreis durchzuführen als überhaupt keine, aber allzu lange dürfte ein solcher Zustand nicht anhalten.
An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass die wenigen Großverdiener des Rennsports, unsere Leitwölfe, in gegenwärtiger Situation die Möglichkeit besäßen, ihre schönen Worte durch das Beispiel guter Tat aufzuwerten. Würden sie nicht nur vom Zusammenrücken und Zusammenhalten sprechen sondern, wie alle anderen auch, auf einen Teil ihrer Gehälter verzichten, gäbe dies ein positives Signal in Richtung tatsächlicher, nicht bloß behaupteter Solidarität innerhalb der Rennsportfamilie.
Ich möchte natürlich niemandem auf die Füße steigen, bin aber der Meinung, dass Regeln solidarisch für alle Aktiven gelten sollten, die Lösung, den Trainern nur noch das halbe Geld zukommen zu lassen, wenig durchdacht ist. Wir Trainer haben Betriebe mit Kosten für das Personal, die Pferde, die Pacht etc. zu führen und zu bezahlen, sind also nicht nur uns selbst, sondern für das Wohlergehen einer Reihe anderer verantwortlich. Im Worst Case, wenn die Besitzer am Ende des Monats aufgrund der Corona-Krise ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können, bleiben wir Trainer auf allen Kosten sitzen. Ich hoffe allerdings, dass wir uns darüber nicht weiter den Kopf zerbrechen müssen, da in sechs Wochen wieder um die vollen Rennpreise gelaufen wird.

Hoffentlich ist das kein falscher Optimismus!


11. April 2020

Frohe Ostern

Wir vom Rennstall Geisler wünschen allen ein gesund zugebrachtes gesegnetes Osterfest und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen auf der Rennbahn!


08. April 2020

Frühlingserwachen


01. April 2020

Einblicke in den Arbeitsalltag

Ohne zuvor zurechtgelegtes Drehbuch ließ der Trainer einen Arbeitstag lang die Kamera mitlaufen, um allen Interessierten einen Eindruck darüber zu verschaffen, was sich in unserem Trainingsquartier hinter verschlossenen Toren derzeit so tut.


26. März 2020

In den Nachrichten

In der gestrigen Ausgabe des Badischen Tagblattes findet sich ein von Frank Ketterer verfasster Artikel zur aktuellen Situation der Quartiere in der Iffezheimer Trainingszentrale. Uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt, ist er → hier nachzulesen.

Zum Artikel


21. März 2020

In die Zucht

Früher als geplant wechselt die sechsjährige Doris vom Renn- in den Zuchtbetrieb. Die quirlige Stute verließ bereits heute Mittag den Stall. Ihr erster Partner wird Tres Rock Danon sein. Ihre letztes Rennen bleibt somit der Sieg am 24. Juni des Vorjahres in München-Riem, die Stute verabschiedet sich somit siegreich in die Zucht. Doris konnte während ihrer Laufbahn zweimal gewinnen, bei 16 von insgesamt 23 Starts Geld verdienen. Nicht nur die sympathische Stute, sondern vor allem auch das Besitzerehepaar hinter ihr, Doris und Marco und ihre liebevollen Besuche im Stall sind uns allen mächtig ans Herz gewachsen und werden uns in Zukunft abgehen. Wir haben jedoch die Hoffnung, Doris erstes Fohlen im Jahr 2022 im Stall begrüßen zu dürfen und dann auch wieder in den Genuss der Besuche ihrer Besitzer zu kommen.


19. März 2020

Krisenbedingte Maßnahmen

Nun haben die nötigen Massnahmen, der Corona-Krise Herr zu werden, auch unseren Rennstall in Iffezheim erreicht. Gemäß den gestern vom Direktorium erlassenen → Handlungsempfehlungen, dürfen nur noch Personen, die für die Versorgung und Bewegung der Pferde notwendig sind, in den Stall.

No pasar!

16. März 2020

SARS-CoV-2 und seine Folgen haben uns eingeholt

Seit heute Nachmittag ist klar, dass in Frankreich frühestens ab 15. April wieder Rennen stattfinden, in Deutschland werden zumindest bis 18. April keine Rennen mehr gelaufen. Eine bittere Pille für alle Aktiven, angesichts der Gegebenheiten aber zweifellos die richtige Entscheidung. Wir Trainer und unsere Besitzer haben jetzt zumindest bis Mitte April gewisse Klarheit und die Hoffnung, dass danach wieder halbwegs die Normalität in unser Leben zurückkehrt.


15. März 2020

Der Tag der Rennställe

Der Tag der Rennställe fand heuer aufgrund der aktuell schwierigen Lage nur in abgespeckter Version statt, in einigen Städten wurde er überhaupt gleich abgesagt. Nicht so in Iffezheim. Bei wunderbarem Wetter fanden trotz der angespannten Situation knapp zwei Dutzend Interessierte den Weg zu uns, um sich Einblick in das tägliche Leben eines Rennstalles zu verschaffen. In angenehmer Atmosphäre konnten unsere Gäste nicht nur unser Quartier besichtigen, sondern auch das Training vom Anfang bis (fast) zum Schluss beobachten.


02. März 2020

Bilder von der Stallpoulefeier

Nach der textlichen Nachbetrachtung ist nun auch die visuelle da.

Zu den Photos


01. März 2020

Nachbericht zur Stallpoulefeier

Nun gehört auch die Jubiläumspoule der Vergangenheit an. Trotz Unwegsamkeiten bzw. Hindernissen wie Faschingsferien, Grippe- und Coronavirus fanden über 50 Gäste den Weg zur "10. Rennstall Geisler Stallpoule", damit war der Raum gut gefüllt, nicht aber so, dass es unangenehm wurde. Am Samstagvormittag fanden sich diesmal weniger Besitzer am Stall als in den Jahren zuvor, was der Tatsache geschuldet war, dass wir inzwischen viele regionale Besitzer am Stall haben und diese öfters die Gelegenheit nutzen um zwischendurch am Stall vorbeizukommen. Da es um 18:30 Uhr strömenden Regen gab und sich dadurch ein paar Gäste verspäteten, eröffneten wir die Feier um etwa 19 Uhr. Meine diesjährige Ansprache drehte sich um den traurigen Verlust unseres langjährigen Freund und Besitzers Hans Hülsenbeck sowie aktuelle Themen wie unsere Sandbahn, näherhin eine eventuelle Sanierung dieser, Perspektiven unseres Stalles, außerdem die Begrüßung neuer Besitzer. Technische Probleme mit dem Ton, die Gott sei Dank schnell gelöst waren, erzeugten eine familäre Stimmung. Das Poulevideo wurde dieses Jahr mit viel Konzentration angesehen. Anschließend daran fand die Siegerehrung der letztjährigen Poule statt und das von Sigi Schnepf und seiner Ehefrau liebevoll zubereitete Buffet wurde eröffnet. Das Essen ebenso wie das Service unseres Kantinen-Teams wurden von allen Seiten gelobt. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken.
Nachdem der erste große Hunger gestillt war, begann die erste Runde der Versteigerung. Unser Auktionator Klaus Eulenberger befand sich in Überform und empfahl sich für höhere Aufgaben. Es bereitete allen Beteiligten sichtlich Spaß mitzuspielen und zu bieten. Eine wirklich lustige Runde mit ausgelassener und entspannter Stimmung ergab sich. Nach dem Ende der Poule saßen einige der Besucher noch bis weit nach Mitternacht beisammen, um sich über Rennsport und andere angenehme Themen zu unterhalten. Gegenwärtige Sorgen wurden für ein paar Stunden vergessen. Die Entscheidung, wieder in den Räumlichkeiten des BBAG Bistros zu feiern, entpuppte sich als goldrichtig.

Inzwischen traten alle Gäste wieder die Heimreise an und sind gut zuhause angekommen. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr.


27. Februar 2020

Der Nachtragskatalog 2020 ist da

Mit der Anzahl an Nachträgen angemessenem Aufwand kommentiert.

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24. Februar 2020

Der Poulekatalog 2020 ist da

Und weil es schon spät ist, seien dazu auch gar nicht viele Worte verloren.

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21. Februar 2020

Highlight zum Meeting-Abschluss

Laquyood

Ein in Topform sich befindendes Pferd im Tierce Handicap (der höchsten und lukrativsten Handicapstufe) laufen zu haben, macht natürlich Spaß. Eventuell wäre zwar die zweite Abteilung sogar zu gewinnen gewesen, darüber nachzudenken ist jedoch hinfällig, da wir förmlich in letzter Sekunde als letztes Pferd in die erste, leider auch bedeutend stärker besetzte Abteilung rutschten. Laquyood steht somit vor seiner bisher schwierigsten und wichtigsten Aufgabe. Sämtliche unserer acht bisherigen Starts der Saison sahen uns in den Geldrängen einkommen, diese Serie zu halten dürfte angesichts der Qualität des Feldes nicht einfach werden. Zwar verteilt sich die Gesamtdotation von €52.000,- auf sieben Gelder, 15 Mitbewerber werden sich jedoch um diese streiten. Das Feld ist gespickt mit Formpferden, jeder möchte natürlich am Finaltag des Meetings in Cagnes-sur-Mer vorne sein. Eines der Gelder auf die für den nächsten Tag geplante Heimreise nach Iffezheim mitzunehmen, ist das erklärte Ziel. Alex Chesneau, der dabei im Sattel sitzen wird, kennt das Pferd, muß für die 52kg richtig ackern. Die uns zugeloste Startbox 11 liegt leider ziemlich weit außen. Allerdings liegen Laquyood Distanz (2000m) und Untergrund (PSF), auch dass ein richtig schnelles Rennen zu erwarten steht, kommt uns entgegen.

Daimyo

Daimyo, ein fünfjähriger Holy Roman Emperor-Hengst aus der Hayaku, nach einem Reclamer freihändig für den Rennstall Geisler gekauft.


20. Februar 2020

Die freundlichen Menschen von der Sport-Welt stellten uns dankenswerterweise die vorgestern erschienene Stallparade zur Verfügung, um sie auch jenen, denen die Lektüre der gedruckten Fassung aufgrund mangelnder Verfügbarkeit versagt bleiben muss, zugänglich zu machen.

Zum Download der → Sport-Welt-Stallparade


18. Februar 2020

Stallparade

Im Rahmen der in der Sport-Welt traditionell zu Jahresbeginn erscheinenden Reihe der Stallparaden findet sich diejenige unseres Quartiers in der heute erschienenen Ausgabe.


14. Februar 2020

Rück- und Vorschau

Die aktuelle Stallform ist wirklich erstaunlich gut und macht schon zu Beginn der Saison richtig gute Laune. Wir genießen diese Zeit in vollen Zügen und dem Bewusstsein, dass auch wieder weniger erfreuliche Resultate kommen werden. Während des Cagnes-Meetings bei sieben Starts drei Siege, drei Plätze und eine Platzierung im Geld herauszuholen, übertrifft alle Erwartungen (und die waren beileibe nicht niedrig gesteckt). Laquyoods zweiter Sieg in Folge lässt auch seinen ersten Sieg im toten Rennen aus einem anderen, deutlich schöneren Blickwinkel erscheinen. Ein idealer Rennverlauf und ein sehr gut gelungener Ritt von Eddy Hardouin führten zu einem mehr als leichtem Sieg. Gewonnen und verteidigt. Top.

Es ist Valentinstag.
Die aufwendige Vorbereitung im November und Dezember machte sich also vollends bezahlt. Zur Erinnerung: wir fuhren damals mit Aerion und Laquyood zweimal nach Marseille. Ein dritter, ein vierter und ein fünfter Platz waren die Ausbeute. Für außenstehende Beobachter vielleicht Geld, das in den Sand gesetzt wurde, doch diese fast akribische Vorbereitung bildete die Basis des nunmehrigen Erfolges. Die beiden Pferde galoppierten gemeinsam knapp €30.000,- ein. Alles richtig gemacht, Rechnung aufgegangen, wie man im Nachhinein feststellen darf.

Morgen Samstag tritt unsere Neuerwerbung After Rain Sun erstmals für uns an. Sie erledigt ihr Arbeiten recht ordentlich und hinterlässt dabei einen sehr guten Eindruck. Dieses Classe 2 Rennen über 2150m erfordert aber schon realistische 80kg GAG, um es zu gewinnen. Für uns ist dies eine richtungsweisende Aufgabe, danach wissen wir in etwa wo wir stehen. Es werden höchstens sieben Pferde laufen; da es ebensoviele Preisgelder zu verteilen gibt, gehen wir auf keinen Fall leer aus. Ihr Reiter Antoine Hamelin konnte mit ihr bereits gewinnen und reitet derzeit in sehr guter Form. Etwas Regen hätte unserer Stute gut getan, der Boden ist leider etwas abgetrocknet.


13. Februar 2020

Dritter Saisonsieg

Für seinen zweiten Sieg in Folge und damit die Fortsetzung der aktuell sehr erfreulichen Stallform sorgte heute Laquyood in Marseille. Mit Eddy Hardouin im Sattel, setzte sich der leicht favorisiert ins Rennen gegangene Wallach gleich zu Beginn hinter Pro Am an die zweite Stelle. Diese Konstellation hielt bis zum Erreichen der Zielgeraden. Dort legte Laquyood dann einen höheren Gang ein und brachte bis zur Linie noch zweieinhalb Längen zwischen sich und Pro Am.

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12. Februar 2020

Morgen Marseille

Letzte Woche ging Porsenna in Marseille als einer der Favoriten ins Reclamer. Trotzdem er das Rennen nur als Fünfter beendete, wurde der mittlerweile auch schon zehnjährige Hengst danach für Sage und Schreibe €13.000,- geclaimt. Es hat sich wiedermal bewiesen, dass es in den französischen Reclamers nichts gibt, was es nicht gibt. Nach wie vor besitzt unser Nachbarland einen beneidenswerten Markt. Läuft diesmal alles nach Plan wird, Porsenna noch ein paar Rennen bestreiten, um dann im Raum Lyon den zweiten Versuch einer Deckhengstkarriere zu starten. Wir wünschen sämtlichen Beteiligten alles Gute.

Nun aber zu Laquyood. Eva berichtet nach wie vor von guten Arbeitsleistungen und davon, dass er sich in der Sonne der Cote d´Azur sichtlich wohl fühlt. Auch er startet in einem Reclamer und wir müssen mit allem rechnen. Die Favoritenrolle wird er diesmal nicht einnehmen müssen, diese sollte Il Pittore zukommen. Auch wenn wir ihn zuletzt hinter uns ließen, muss man unter den gegebenen Gewichtsverhältnissen (Laquyood trägt diesmal satte vier Kilogramm mehr als Il Pittore) zugeben, dass er sehr gut im Rennen steht. Ein interessanter Außenseiter dürfte Mesha One sein. Er war zuletzt nur im Mittelfeld zu finden, ließ dabei aber dennoch zwei spätere Sieger deutlich hinter sich.

Noch einige Worte zur aktuellen Trainingslage in Iffezheim: bis Anfang letzter Woche fanden wir ausgezeichnete Trainingsbedingungen vor. Anschließend kamen jedoch enorme Mengen Niederschlags, die beinahe zu Überschwemmungen führten. Ende letzter Woche setzte dann der Frost ein und diese Woche traf uns ein Orkan. Glücklicherweise entstanden keine größeren Schäden. Gut und gefahrenfrei durfte man sich aber erst heute wieder auf die Bahn wagen.


02. Februar 2020

Die Bahn von Marseille - das Zünglein an der Waage

Bei guten Formen kann man den nächsten Start kaum erwarten. Dementsprechend groß ist die Vorfreude auf den morgigen Auftritt in Marseille. Bei seinem Comeback-Start am 21. Jänner, den er als nur knapp geschlagener Dritter beendete, hätte Porsenna nicht besser laufen können. Nun folgt der berühmt-berüchtigte zweite Start nach der Pause. Dennoch dürfen wir, nicht zuletzt wegen der guten Stallform, optimistisch ins Rennen gehen. Den letzten Start steckte der 10jährige Hengst gut weg, konditionell wurde dabei außerdem profitiert. Morgen um 19:15 Uhr trifft er auf sieben Gegner, einen Teil (Ascot Spirit, Rockdale) wovon wir bereits beim letzten Start hinter uns ließen. Dennoch erscheinen mir auch diese beiden nicht ganz ungefährlich. Startbox 2 ist natürlich kein Nachteil für uns. Die Bahnführung von Marseille wird für den Ausgang des Rennens wohl das auschlaggebende Zünglein an der Waage sein: die Bahn ist sehr eng und klein, die 1500m führen um beide Bögen. Guten Formen erhöhen zwar die Erwartungshaltung aller Beteiligten, diese möchte ich angesichts solcher Voraussetzungen aber etwas dämpfen. Bei einem guten Rennverlauf sollte Porsenna allerdings im Endkampf zu finden sein. Das Speedpferd Finch Hatton dürfte der stärkste Gegner werden.


27. Jänner 2020

Nächster Sieg in Cagnes-sur-Mer

Photo de André Viguier

Der von Christophe Soumillon gesteuerte Laquyood wurde heute im ersten Rennen des Tages in Cagnes, einem Reclamer über 2000m, seiner Favoritenrolle durchaus gerecht. Vom Start weg und dann über weite Teile des Rennens Zweiter hinter Royal Gift, lieferte sich der Schützling von Jörg Breuer und Uwe Fettig mit ebenjener ab Erreichen der Zielgeraden einen packenden Zweikampf, der für beide schließlich in einem toten Rennen um den Sieg resultierte. An vierter Stelle kam Irish Emperor ein, der im Anschluss an das Rennen für €13.000,- verkauft wurde und also nur ein kurzes Gastspiel an unserem Stall geben durfte.

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26. Jänner 2020

Hier die Vorschau für Montag

Laquyood sowie der Neuling im Stall Irish Emperor treten morgen in Cagnes in einem Reclamer über 2000m an. Beide Pferde haben das letzte Rennen gut weggesteckt und fühlen sich ausgesprochen wohl, hinterlassen auch in den letzten Tagen einen hervorragenden Eindruck. Zwischen den beiden haben sich im Vergleich zum letzten Start am 15. Januar die Gewichte stark verschoben: Irish steht diesmal um 2,5kg ungünstiger als Laquyood im Rennen.
Auf den ersten Blick möchte man vielleicht von einer einfachen Aufgabe sprechen, bei genauerer Analyse erkennt man jedoch, dass es sich keineswegs um eine "g'mahde Wiesn" für unsere beiden Kandidaten handelt. Il Pittore ist bereits mehrfach gegen Irish gelaufen und hatte dabei fast immer das bessere Ende für sich. Auch gegen Laquyood konnte er sich im November in Marseille klar behaupten. Er befindet sich vielleicht nicht mehr ganz in der Form wie letztes Jahr, dennoch bedarf es eines sehr guten Rennverlaufes und einer optimalen Tagesverfassung um ihn in Schach zu halten. Lily's Cupcake und Barkorba haben beachtliche Gewichtsvorteile, die beiden gute Chancen einräumen. Gerade Erstgenannte läuft konstant nach vorne und war in Marseille nur unweit hinter Laquyood zu finden.
Mit unserer guten Stallform im Rücken darf man dennoch mit einem guten Resultat liebäugeln.


25. Jänner 2020

Interview

Anlässlich Aerions Sieg in Cagnes-sur-Mer führte Frauke Delius für den RaceBets-Podcast, Folge 11 ein Interview mit dem Trainer. Zu hören von Minute 2:10 bis 7:15.

Zum → RaceBets-Podcast, Folge 11


20. Jänner 2020

Sieg in Cagnes-sur-Mer

Photo de André Viguier

Das Vertrauen, das Aerion bei seinen Besitzern Stall Herb genießt, hat sich schließlich bezahlt gemacht: von Alexandre Chesneau in bewährter Manier geritten, kommt der vierjährige Wallach nach etlichen Platzierungen nun zu seinem ersten vollen Erfolg. Als 398:10-Außenseiter setzt er sich Start-Ziel souverän gegen die fünfzehnköpfige Konkurrenz durch.

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Vorschau auf den Dienstag

Porsenna war bereits als Deckhengst aufgestellt, der Plan ging aber leider nicht auf. Allzuoft passiert so etwas zwar nicht, dennoch lassen sich Beispiele für eine solche Entwicklung beibringen: der Hengst Germany, der beim ersten Versuch nicht erfolgreich verlief und erst bei einem zweiten Anlauf dann doch klappte. Der Godolphin-Hengst Barney Roy ist ein weiteres Beispiel; er läuft inzwischen als Wallach wieder Rennen. Beide waren Gruppe 1-Sieger.
Um Porsenna noch nach Cagnes mitnehmen zu können, mussten wir das Aufbautraining im Eilzugstempo durch ziehen. Als sehr routiniertes Pferd klappte alles nach Plan und es ging alles sehr flott. Er wird das kommende Rennen zwar noch brauchen, ist aber auch jetzt schon erstaunlich weit. Eva war mit seiner Schlussarbeit recht zufrieden.
Die Gegnerschaft schwächelt etwas und so besteht trotz der langen Pause und der kurzen Vorbereitungszeit die Hoffnung, ein kleines Geld mitzunehmen.


19. Jänner 2020

Vorschau auf Aerions morgiges Antreten

Zweiter Starter in diesem Meeting wird wie angekündigt Aerion sein. Durch die Kastration im Sommer hat er sich komplett verändert: mental wurde er wesentlich stärker, selbst dem Hochbetrieb in Cagnes mit Trabern und entgegenkommenden Pferden etc. erweist er sich als gewachsen und macht sich dabei nicht in die Hose. Physisch wurde er leichter, seinen maskulinen Hals verliert er allmählich; auch dadurch sieht man, dass sein Körper sich umstellt. Insgesamt hat er sich sehr zum Positiven verändert.

Er tritt am Montag in einem wahren Wettrennen an: sechzehn Pferde werden um 17:10 Uhr in die Startmaschine einrücken. Ein Glück, dass wir mit der Startbox 7 schön in der goldenen Mitte stehen. Wie immer in diesen vollen Handicaps sind die Starter sehr ausgeglichen, eine gute Prognose abzugeben fällt nicht leicht. Hazienda und Tempete Dargent möchte ich aber als augenscheinlich stärkste Gegner herausheben. Aerion macht jedenfalls einen guten Eindruck, bei einem vernünftigen Rennverlauf spielen wir eine Rolle. Er wird Alex Chesneau anvertraut.


18. Jänner 2020

Er wollte sie, jetzt hat er sie

Bereits letzten Herbst hatte der Haupteigner des Rennstall Syndikat Nr.1 eine Auge auf sie geworfen, mit dem Erwerb der Stute klappte es damals allerdings noch nicht. Mit etwas Verspätung hat er gestern jedoch (im O-Ton) "seinen Sturkopf durchgesetzt" und die Stute nun doch bekommen. Wir claimten sie aus einem Verkaufsrennen in Cagnes-sur-Mer.
Es handelt sich bei besagter Stute um die dreijährige After Rain Sun. Die Prince Gibraltar-Stute war bei bisher sechs Starts einmal siegreich und landete sonst mit einer Ausnahme immer in den Geldrängen.

After Rain Sun (FR) v. Prince Gibraltar (FR) - Belle Chasse (GB), *2017

16. Jänner 2020

Gelungener Auftakt

Laquyood bot beim gestrigen Saisonauftakt ein gutes Laufen. Mit etwas mehr freiem Platz beim Einbiegen in die Zielgerade und im ersten Drittel der Geraden wäre sogar ein noch besseres Ergebnis drinnen gewesen. Im Nachgang wurde er in diesem Verkaufsrennen erfolgreich verteidigt. Er kam jedenfalls gut aus dem Rennen und wird wohl am 27. Januar in einer ähnlichen Aufgabe wieder herauskommen.
Eine weitere erfreuliche Nachricht war, das wir im selben Rennen den Zweiteingekommenen Irish Emperor im Auftrag des Rennstall Syndikat Nr.1 claimen konnten.

Am 20. Januar geht es mit Aerion weiter.

Irish Emperor (IRE) v. Holy Roman Emperor (IRE) - Irish Queen, *2015

14. Jänner 2020

Vorschau auf den Saisonstart in Cagnes-sur-Mer

Um 15:40 Uhr geht morgen die Saison für uns los. Den ersten diesjährigen Starter haben wir wie geplant in Cagnes-sur-Mer. Laquyood trifft in einem Reclamer über 2000m auf zwölf Pferde. Ich habe den Wallach als völlig unkompliziert und nervenstark kennengelernt. Er ist gut gereist und hat sich am Mittelmeer bestens eingelebt. Man darf sich daher ohne weiteres Chancen auf ein gutes Abschneiden erhoffen. Insgesamt sehe ich vier Pferde, die für den Sieg in Frage kommen: Pro Am, Legacy, Irish Emperor und natürlich uns.
Einer seiner Besitzer kam mit Frau und Fanclub bereits heute eingeflogen, an lautstarker Unterstützung sollte es ihm morgen also nicht mangeln. Alex Chesneau wird reiten, er nimmt noch 1,5kg Erlaubnis in Anspruch.
Die Operation Cagnes kann nun beginnen.


12. Jänner 2020

Auf nach Cagnes!

Gerade erst angekommen

Wie bereits im vergangenen Jahr sind wir auch das Meeting 2020 in Cagnes-sur-Mer vertreten. Im Vergleich zum letzten Meeting stehen die Vorzeichen dieses Jahr auch deutlich erfreulicher. Mussten wir letztes Jahr nach dem schweren Sturz von Frederic Chedotal, der als Arbeitsreiter geplant war, noch komplett umdisponieren und sozusagen einen Handstand machen um alles geregelt zu bekommen, verlief die Vorbereitung diesmal reibungslos. Somit fahren wir in diesen Stunden optimistisch ans Mittelmeer. Eigentlich waren zwischenzeitlich sogar vier Pferde für die Reise eingeplant, letztlich wurden es aber drei, die nun unterwegs sind. Laquyood wird am 15. Januar unser erster diesjähriger Starter sein. Er ist vor allem für die Reclamers geplant, eventuell kommt zum Ende des Meetings auch ein Ausgleich in Betracht. Er soll dreimal starten. Aerion ist für die Handicapschiene für Vierjährige vorgesehen. Er hat sich zuletzt zweimal sehr ordentlich verkauft und wird voraussichtlich ebenfalls dreimal an den Ablauf kommen. Er beginnt am 20. Januar über 2000m. Porsenna hat sich auf der Koppel bis zum Schluss nicht wohl gefühlt, das Deckgeschäft war wohl nicht seine Sache. Der Heimkehrer wird als Letzter der drei herauskommen. Auch wenn wir wissen, dass die Rennen in Cagnes stark besetzt sind, ist unser Ziel hoch gesteckt: wir wollen zwei Rennen gewinnen und platziert sein.


11. Jänner 2020

Jahresrückblick und mehr

Wie in den meisten Jahren hat sich der Trainer auch heuer die Zeit genommen, einen Rückblick - diesmal sogar auf mehr als die abgelaufene Saison, auf ein ganzes Jahrzehnt nämlich - zu verfassen. Nachzulesen → hier.

Zum → Rückblick 2019


03. Jänner 2020

Die Frühjahrskollektion 2020 ist eingetroffen

Starter


Do., 16. Juli - Compiegne
4.R.
Aerion
Do., 09. Juli - Aix-les-Bains
7.R.
Mojo Boy
7.
Kontakt: An der Rennbahn 8-9, 76473 Iffezheim | Tel: +49/(0)176/ 205 70 115 | Email: gerald.geisler@gmx.de