Neuigkeiten


25. Juni 2022

Startschuss zum Derby Meeting

113 Jahre alt wäre der vielgewitzte Wahlhamburger Heinz Erhardt ohne sein verfrühtes Ableben heuer geworden und während diese Zahl keinen aufdringlichen Anlass hierfür darstellt, ist sie immerhin auch kein Einwand gegen das Erzählen eines Heinz-Erhardt-Gedächtnis-Kalauers. Bei folgendem handelt es sich außerdem um eine wahre Begebenheit: Eine Dame möchte im Supermarkt Zitronen kaufen, der Scanner an der Kasse erkennt jedoch den Barcode am die Zitronen enthaltenden Netzbeutel nicht. "Die wollen nicht", bemerkt die Kassierin lapidar, worauf der nächste Kunde meint: "Die sind wahrscheinlich sauer".
Für ähnlich viel Heiterkeit und Frohsinn sorgen hoffentlich auch die nächsten Renntage, oder vielmehr, sie stiften irgendjemandem ganz bestimmt Heiterkeit und Frohsinn, zu hoffen bleibt dabei, dass die Ergebnisse der nächsten Tage geeignet sind, auch uns in einen solchen Gemütszustand zu versetzen. Die Chancen dafür sind durchaus vorhanden.
Am Sonntag sind wir in Hamburg mit zwei Startern dabei. Leevke (Maike Riehl), die zu meiner großen Freude wieder bei uns im Stall ist, soll unseren die letzten Renntage aufgebauten Lauf guter Ergebnisse fortsetzen. Sie hat lange gebraucht, um wieder in die richtige Spur zu finden. Jetzt gefällt sie mir gut und der Start kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Sie verfügt über viel Potential, man darf sie in der Arbeit jedoch nicht voll anfassen. Wir hoffen, diesen schmalen Grat getroffen zu haben. Ein ordentliches Comeback zu geben und dabei gesund heim zu kommen sind das Ziel. Furioso bewies spätestens in Saarbrücken Stehvermögen. Diesmal wird es sicherlich schwieriger, auch wenn er für den Sieg kein Aufgewicht erhalten hat. Hamburg und Iffezheim sind allerdings generell immer eine Klasse schwerer als andere Bahnen. Er fühlt sich wohl und ist nach wie vor gut aufgelegt. Zu weich soll es für ihn nicht werden. Er wird Rene Piechulek anvertraut.
Bereits heute startet Malaaw in Wissembourg. Er ist ein richtiger Professor geworden, zu schlau ist, um in der Arbeit etwas zu verraten. Der Ritt ist Cyrill Stefan anvertraut. Er kennt in Wissembourg jeden Grashalm, was dort immer ein großer Vorteil ist
. Am Montag wird Brigantine (Clement Lecouevre) in Lyon antreten. Sie hat dieses Jahr nur enttäuscht, benötigte viel Anlaufzeit. Sie sieht inzwischen blendend aus und sollte nun langsam zu alter Form zurückfinden. Ob es schon diesmal klappt oder erst beim nächsten Mal bleibt abzuwarten. Am Mittwoch geht es dann mit Lord Leoso in Hamburg im "Langen Hamburger" weiter.

Unsere Baustelle am Stall ist inzwischen fast fertig gestellt. Der neu gestaltete Trabring rund um den Mittelstall sieht inzwischen sehr schön und gepflegt aus. Jetzt wird noch ein Sandgemisch aufgetragen und dann ist der Ring wieder voll einsetzbar. Von unseren Turffreunden erhielten wir ein paar Fotos von deren Vereinspferd Night Counter, der sich weiterhin toll entwickelt, zur Verfügung gestellt bekommen.

Zur Homepage der → Turffreunde Baden e.V.

Hals und Bein und viel Spannung fürs Hamburger Derby Meeting 2022!


16. Juni 2022

Zwei Siege in Mannheim

Man darf hier wohl von einem Lauf sprechen: nach den Erfolgen in Saarbrücken und Düsseldorf konnten heute in Mannheim der dritte und der vierte Siege innerhalb von nicht einmal zwei Wochen verbucht werden. Den Auftakt machte gleich im ersten Rennen Amsterdam. Reiterin Maike Riehl beherzigte dabei die alte wie bewährte Rennsportweisheit, dass wenn man sich gleich nach dem Absprung an die Spitze setzt und dann die Führung bis zur Ziellinie nicht mehr abgibt, man das Rennen in der Regel gewonnen hat. Derlei Vorgehen macht eine zu absolvierenden Distanz von 2500m natürlich nicht leichter, sieben Längen Vorsprung im Ziel und der Umstand, dass Amsterdam dafür keiner Einladung bedurfte, sprechen jedoch eine klare Sprache über den an diesem Tag gültigen Klassenunterschied zur Konkurrenz.
Nach einem Intermezzo durch den zweiten Platz von Rum Tum Tugger (Anna van den Troost) im fünften Rennen, rundete Macavity im siebenten und letzten Rennen dann den Tag zu einem außergewöhnlich erfolgreichen ab. Amateurreiterin Jaqueline Laquai, die damit den ersten Sieg bei ihrem erst dritten Ritt feiern durfte, nahm sich dabei die schon zuvor bei Amsterdam bewährte Taktik zum Vorbild. Eineinhalb Längen Vorsprung standen hier am Ende zu Buche. Insgesamt stellen die beiden Siege eine annähernd stallinterne Affaire dar, denn neben Jaqueline Laquai sind auch die beiden Besitzerinnen der siegreichen Pferde Eva-Maria Geisler (Amsterdam) und Valeria Grummel (Macavity) bei uns tätig.

Zum Artikel auf → GaloppOnline


15. Juni 2022

Vorschau auf den morgigen Renntag in Mannheim

Nach dem abgebrochenen Renntag im Mai gestaltete sich die Organisation dieses Renntages als ausgesprochen schwierig: (zu) kleine Felder und kaum Reiter. Dennoch war es sehr wichtig diesen Renntag auf Schiene zu bringen, um Mannheim nicht von der rennsportlichen Landkarte zu verlieren. Wichtig ist nun ein reibungsloser Ablauf ohne Zwischenfälle.
Nun zu unseren Startern: nach seinem zweiten Platz in Saarbrücken ist Amsterdam morgen Favorit. Das letzte Rennen hat ihn gefördert, er ist besser drauf als zuvor. Wir sind aufgrund seiner Arbeitsleistungen und seiner Abstammung (Maxios aus einer Singspiel-Mutter) der Meinung, er wird stehen. Das muss er uns morgen aber erst einmal beweisen. Der Boden dürfte ruhig weich sein, womit allerdings leider nicht zu rechnen ist. Einige der Konkurrenten haben wir ja in Saarbrücken schon getroffen und hinter uns gelassen, darunter auch Ready Set Go, den man nicht unterschätzen darf. Er ist wohl der Gegner. Maike Riehl wird Amsterdam reiten, sie kennt ihn bereits.
Rum Tum Tugger ging bei zwei Starts in Mannheim immer als Sieger vom Geläuf. Er hat toll gearbeitet. Seine Form aus Mülheim können wir getrost streichen. Auch für ihn könnte der Boden weicher sein. Anna van den Troost wird ihn erstmals reiten.
Auch Macavity ist in Mannheim ungeschlagen. Er lief sowohl in Düsseldorf als auch in Iffezheim sehr ordentlich und befindet sich nach wie vor in Topform. Er wird unserer Amateurreiterin Jaqueline Laquai anvertraut. Es ist erst ihr dritter Ritt, daher muss man erst abwarten und ihr jeden Fehler verzeihen.

Wir freuen uns auf Mannheim,
Hals und Bein


12. Juni 2022

Beeindruckende Vorstellung von Artemia

Alle Zweifler, die Artemia nach ihrem achten Platz zuletzt in Mailand für überschätzt hielten, belehrte die dreijährige Stute heute in Düsseldorf eines besseren, indem und in der Manier, wie sie sich souverän gegen die nominell starke Konkurrenz durchzusetzten vermochte. Während des Rennens hinter dem Feld versteckt, hatte der von Rene Piechulek gerittene Stall Herb-Schützling auf der Zielgeraden nämlich keinerlei Probleme, im entscheidenden Augenblick gerade soviel zuzulegen, dass zu kaum einem Zeitpunkt Fragen über den Ausgang des Rennens aufkommen konnten.

Photos von Marc Rühl | Zum Vergrößern anklicken


11. Juni 2022

Auf in die nächste Runde

Ein erfolgreiches und darum naturgemäß erfreuliches Wochenende liegt hinter uns. Furioso löste seine Aufgabe in Saarbrücken in beeindruckender Manier. Auch Accelerator und Amsterdam konnten die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen. Lord Leoso bewies in Köln, dass er zur deutschen Steherelite gezählt werden darf. Sein Kämpferherz hat uns schon beeindruckt. Erst auf den letzten Metern wurde er müde. Ob die Distanz die Obergrenze war oder ob die lange Pause den Ausschlag gab, werden wir bald beantwortet bekommen. Wir planen mit ihm Richtung Langer Hamburger.

Morgen sind wir mit Artemia (Rene Piechulek) in Düsseldorf und lassen dafür ein Engagement in Frankreich kurzfristig aus. Auch wenn sie diese Saison noch nicht voll überzeugen konnte, bin ich nach wie vor von ihr überzeugt. Sie ist ein Rennpferd mit tollem Phlegma, Charakter und allem was dazu gehört. Wir müssen nun den richtigen Dreh herausfinden. Arnis Master und Quarantini sind harte Prüfsteine. Wir werden morgen ein bisschen etwas ausprobieren und die Taktik verändern.
Spirit of Life (Rene Piechulek) war lange für einen Start in München vorgesehen. Wir haben uns schließlich doch für Düsseldorf entschieden. Sie hat uns in Iffezheim sehr gut gefallen. Der damalige Reiter Wladimir Panov meinte nach dem Rennen, mehr Distanz täte ihr gut und wäre kein Problem. Sie läuft erstmals auf einem Rechtskurs. Die Prüfung ist überschaubar besetzt.

Auch in München sind wir morgen mit zwei Pferden vertreten. Naduah und Walid treten im Ausgleich IV über 1600m an. Naduah (Jozef Bojko) bot in Iffezheim eine ansprechende Leistung, die leider unbelohnt blieb. Sie hinterlässt in der Arbeit noch immer einen sehr guten Eindruck. Dennoch fahren wir diesmal optimistisch nach München. Die gewohnt guten Arbeitsleistungen waren diesmal irgendwie noch besser als sonst.
Walid (Wladimir Panov) bekommt einen Comebackstart. Er brauchte nach dem Wechsel zu uns und der Kastration lange, um sich zu finden. Er zeigte sich in der Arbeit zuletzt gesteigert.


05. Juni 2022

Eins, Zwei oder und Drei

Erfreulicherweise standen wir mit unserer gestrigen Prognose betreffend den heutigen Renntag in Saarbrücken goldrichtig: nach einem zweiten Platz durch Amsterdam (Maike Riehl) und einem dritten durch Accelerator (Anna van den Troost ), besorgte zuletzt Stall Logos Furioso an diesem gut besuchten Renntag noch unser Schlagobershauberl. Der Rennverlauf in aller Kürze und doch hinreichend ausführlich zusammengefasst: gleich nach dem Absprung setzte sich Anna van den Troost mit dem fünfjährigen Wallach an die Spitze, die beiden blieb dort während dreier Umrundungen der Bahn (es waren immerhin 3000m zurückzulegen) und am Ende standen neun Längen Vorsprung zu Buche.

Weniger Glück hatte leider Tommaso Scardino, der sich bei einem Sturz vom Pferd verletzte und dem wir auf diesem Wege Gute Besserung wünschen.


04. Juni 2022

Nach dem Meeting ist vor dem nächsten Renntag

Morgen geht es in Saarbrücken mit Volldampf weiter. Erfreulicherweise reisen wir mit guten Chancen ins Saarland. Amsterdam hätte eigentlich schon in Mannheim für uns laufen sollen, bekanntlich wurde dieser jedoch Renntag abgesagt. Er trifft morgen auf zwei Pferde, die noch nicht alle Karten ausgespielt haben - Winning Warrior und Ready Set Go. Tommy Scardino wird Amsterdam für uns reiten, Startbox Eins sollte ein Vorteil sein. Accelerator vermittelte mir bei seinen Starts immer mal wieder den Eindruck, etwas weitere Wege zu benötigen. Der Sprung von rund um 1400m auf 1900m ist gewagt, aber versuchen möchte ich es dennoch. Anna van den Troost, die ihn bereits kennt, wird ihn reiten. Unsere größte Hoffnung des Tages ist wohl Furioso. Er gefiel mir in Mülheim besser als es das Ergebnis aussagt. Er musste den anderen viel Gewicht geben. Ist der Boden morgen nicht zu weich und aufgelockert, geht er mit guten Chancen ins Rennen. Welan ist der Gegner, steht aber diesmal ungünstiger. Die lange Distanz von 3000m werden für Furioso kein Problem sein. Auch hier übernimmt Anna van den Troost den Ritt.

Am Montag führt uns die Reise nach Köln. Am Tag des Union Rennens, dem bedeutendsten Vorbereitungsrennen fürs Deutsche Derby, findet ein sehr interessantes Rahmenprogramm statt, dessen Höhepunkt der Weidenpescher Steher Cup ist. Mit Lord Leoso bringen wir in diesem Rennen einen vielversprechenden Kandidaten an den Start. Tommy Scardino, sein Reiter, absolvierte vergangenen Dienstag bereits eine rasche Arbeit mit ihm und lernte ihn so kennen. Die Arbeit sah leider alles andere als vielversprechend aus, aber bei einem älteren Pferd, das bereits Lesen und Schreiben kann, bedeutet soetwas oft gar nichts. An dieser Stelle möchte ich an Tres Rock Danon erinnern, der in der Arbeit kaum ein Ausgleich 4-Pferd in Griff bekam. Der sonst sehr sympathische siebenjährige Wallach ist bekanntlich an der Startmaschine kein einfacher Patron. Wir haben uns aber bestmöglich darauf vorbereitet. Der Favorit Dolcetto wird der Prüfung fernbleiben, sodass wir die ungeliebte Favoritenrolle zu übernehmen gezwungen sind.
Es wird spannend, die Vorfreude auf dieses Rennen ist schon jetzt ausgesprochen groß.

Lord Leoso

Wir wünschen allen Lesern Hals und Bein


25. Mai 2022

Auftakt zum Frühjahrsmeeting

Leider konnten wir vergangenes Wochenende nicht an die durchwegs positiven Ergebnisse von unter der Woche anknüpfen. Schlussendlich müssen wir einige Dinge analysieren und versuchen, Lehren aus den Misserfolgen zu ziehen, um zumindest doch noch ein paar positive Aspekte daraus mitzunehmen.
Nun geht es aber mit Blick nach vorne direkt ins Frühjahrsmeeting. Die Bahn ist aktuell in einem fantastischen Zustand, könnte besser nicht sein. Die Veranstalter werden ein tolles Programm präsentieren, auf das sich jeder Rennsportfan freuen darf. Alle unsere Pferde gehen zumindest mit Platzchancen ins Rennen. Einen Favoriten werde ich diesmal aber nicht satteln können. Den Beginn macht Kenzydancer, der erst vor vier Tagen in Croise-Laroche lief. Für seine beiden letzten Starts erhielt er unglaublich viel Nachlass (6kg). Er sah zuletzt bereits wie der Sieger aus, auf den letzten Metern kamen dann jedoch die Räuber. Diesmal geht es 100m weiter, zudem auf gerader Bahn. Ein Bogen käme uns mehr entgegen. Es wird spannend. Life is Life zeigte bei ihrem letzten Start einen ersten Ansatz. Bei einer weiteren Steigerung spielt sie diesmal mit. Spirit of Life gefällt mir in der Arbeit gut, auch das Jahresdebut war alles andere als verkehrt. Dennoch ist das anstehende Rennen schwer, interessant wird es für sie dann im Handicap.
Am Samstag bringen wir nur Smaragd an den Ablauf. Weicher Boden wäre für ihn von Vorteil. Er sieht prima aus und sollte eigentlich eine gute Form abliefern.
Davor, am Freitag, steht noch die BBAG Frühjahrsauktion, auf der wir vier Pferde präsentieren werden, auf den Programm.


20. Mai 2022

Listenstart in Mailand

Bereits in Mailand angekommen ist unsere Vorzeigestute Artemia. Mit Mailand verbinden uns durchwegs sehr gute Erinnerungen, feierten der Stall Herb und ich dort mit Sanjii Danon immerhin schon wunderschöne Erfolge: unter anderem der Sieg im Listenrennen, dem "Premio Bereguardo". Artemia bestreitet dort morgen eines der wenigen kontinentaleuropäischen Listenrennen für dreijährige Stuten über 1400m.
Der letzte Start in München hat sie enorm weiter gebracht, da dieses Rennen stark besetzt war. Der damalige Sieger läuft am Sonntag im "Mehl-Mühlens-Rennen", den German 2000 Guineas auf Gruppe II-Parkett. Die Zweitplatzierte lieferte zuletzt in Düsseldorf auf Listenebene ein starkes Rennen ab. Die Drittplatzierte trug 2kg weniger und soll kommende Woche in einem Listenrennen in Iffezheim an den Ablauf kommen.
Das morgige Rennen ist international besetzt. Eine Stute aus Frankreich, eine aus Ungarn und eben wir aus Deutschland kommen dazu angereist. Rene Piechulek, der die Stute bestens kennt, wird sie wieder reiten. Ein Platz unter den ersten Drei ist das erklärte Ziel.

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Mit drei Startern sind wir morgen in Mülheim vertreten. Furioso bekommt ein Start fürs Selbstvertrauen in Deutschland. Accelerator ließ zuletzt ein wenig aufhorchen. Mit Antonia von der Recke sitzt eine erfolgreiche Amazone im Sattel. Rum Tum Tugger wusste in der Arbeit gut zu gefallen. Sein Saisondebut kommt leider erst sehr spät, was unter anderem dem Renntagsausfall in Mannheim geschuldet ist. Sein Hauptziel bleibt das "Bad Harzburger Super Handicap". Mit Hinblick darauf könnte sich der späte Start in die Saison vielleicht als gar nicht so verkehrt erweisen.

Am Sonntag startet dann noch Kenzydancer in Le Croise-Laroche. Unsere Frankreichstarter liefen die letzte Woche allesamt sehr ordentlich. Aerion wurde trotz Eisenverlustes nur am Zielfoto geschlagener Fünfter, Malaaw erreichte in der Zentrale in Paris einen vierten Platz. Auch bei ihm lag der dritter Platz in Reichweite. Ebenso gefiel mir Daimyo in Strasbourg sehr gut. Mit einer besseren Startbox kämpft er um den Sieg. Zurück zu Kenzydancer: er sollte in diesem Rennen über eine gute Chance verfügen; ich erwarte ihn weit vorne.

Und nächste Woche beginnt schon das Frühjahrs-Meeting. Auch da werden wir mit einigen Startern vertreten sein. Dazu bei Gelegenheit dann mehr.

Ereignisreicher Wochenbeginn

Beginnend mit Montag übten wir mit den zweijährigen Stuten das Abspringen aus der Startmaschine auf der Bahn. Im Zuge eines solchen Ablaufes wurde Eva von einer ausschlagenden Stute so unglücklich am Schienbein getroffen, dass das Aussehen der Wunde und Evas Verfassung einen Notarzteinsatz für geboten erscheinen ließen. Da kein Notarzt im Krankenwagen verfügbar war, kam recht spektakulär eine solcher mit dem Helikopter eingeflogen und landete genau bei der 400m-Marke. Schlussendlich hatten wir Glück im Unglück, Eva überstand den Vorfall ohne Brüche. Ihre Wunde wurde genäht und sie konnte das Krankenhaus in Rastatt nach einigen Stunden wieder verlassen. Es geht ihr gut.

Renovierungs- und Umbauarbeiten

Ein Teil des Daches über unserem Mittelstall musste abgetragen werden, was diese und noch die nächsten Wochen eine teilweise baustellenartigen Situation bei uns am Hof zur Folge hat. Der abgetragene Dachüberhang wird nicht mehr erneuert. Im Zuge dieser Arbeiten soll außerdem der Boden rund um den Stall ausgewechselt werden.


13. Mai 2022

Zeitungslesestoff

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Das Badische Tagblatt, diese Zierde des Regionalzeitungswesens, veröffentlichte in ihrer Ausgabe vom 7. Mai eine Iffezheimer Stallparade, Bestandteil welcher auch ein unserem Quartier gewidmeter Artikel war. Allen Interessierten, welchen das Privileg, das Badische Tagblatt in auf Papier gedruckter Form lesen zu können, nicht zuteil wurde, dürfen wir dankenswerterweise diesen Artikel hiermit wenigstens in elektronischer Form nachreichen.


07. Mai 2022

Gute Platzchancen ...

... aber keine ganz große Siegchance findet sich unter unseren morgigen Startern in Mannheim. Im ersten Rennen der Karte wird Naduah unsere Flagge hoch halten. In München lief sie ein solides Rennen, der tiefe Boden kam ihr, wie auch für all meinen anderen Starter, jedoch ungelegen. Trotz des erstmaligen Antretens auf der Bahn in Mannheim, halte ich sie für eine sehr hoffnungsvolle Platzkandidatin. Kommt sie gut um die Bögen, ist alles drin. Die kurze Startfolge kommt ihr entgegen, ebenso das zu erwarten schnelle Tempo.
Unsere beste Chance des Tages läuft im dritten Rennen. Smaragd war in Saarbrücken gefühlt schon hochgezogen, als Tommy Scardino seine ganze Form und Klasse ausgespielte und uns auf den letzten Metern die Butter vom Brot nahm. Tommy ist auch diesmal wieder der Hauptgegner. Er reitet Zambala, mit der er zuletzt etwas spät ins Rollen kam. Auch Inchiquin bleibt ein Thema. Amsterdam läuft erstmals unter meiner Regie. Seinen Vorbesitzern gab er Rätsel auf. Zweifellos verfügt er über Talent, um sein Nervenkostüm dürfte es jedoch nicht zum Besten bestellt sein. Wir probieren diesmal eine andere Distanz und gehen deutlich weiter. Wir werden auch von der bisherigen Taktik etwas abweichen. Norge scheint ohnenhin "der Unschlagbare" im Feld zu sein. Ein Platzgeld ist unser Ziel. Life is Life steht sich, wenns drauf ankommt, noch selbst im Weg. Ihre Arbeitsleistungen sprechen demgegenüber nämlich eine ganz andere Sprache. Sie fand in Zweibrücken nie ins Rennen. Durch die längere Distanz sollte sich das bessern. Wir hoffen, sie findet morgen ins Rennen und kommt auch ins Geld.
Unsere letzten beiden Starter sind richtige Mannheim Spezis. Beide konnten ihre jeweils letzten beiden Rennen hier ganz leicht gewinnen; zum Teil - O-Ton Sport-Welt - "im Spaziergang". Macavity steht aufgrund des Aufgewichts vor einer schweren Herausforderung. Startbox eins ist zwar ein Vorteil, leicht wird es aber dennoch nicht. Saguaro geht immerhin mit 10kg weniger ins Rennen, Gainsborough Hat hat sogar 14kg weniger zu tragen. Vor zwei Jahren liefen sie in Iffezheim schon einmal gegeneinander; damals trug Macavity gerade mal 2,5kg mehr und war trotzdem um 2,25 Längen geschlagen. Ein weiterer Hauptgegner ist Laura's Legacy. Rum Tum Tugger war Ende letzten Jahres an Ort und Stelle zweimal turmhoch überlegener Sieger. Dieses Jahr brauchte er lange um ins Rollen zu kommen. Er befindet sich noch nicht ganz auf dem Level wie vergangenes Jahr aber eindeutig im Aufwärtstrend. Seine Schlussarbeit war solide. Das Rennen wird ihm mindestens weiterhelfen.


30. April 2022

Artemias Jahresdebut

Unsere morgen antretenden drei Stuten machen sich bereits heute auf den Weg nach München. Eine so frühe Anreise nach Riem ist eigentlich ungewöhnlich, diesmal aber dem zeitlichen Beginn der Rennen geschuldet. Für uns steht morgen Artemias Jahresdebut im Mittelpunkt. Das Abschneiden in der Winterkönigin ist längst abgehakt. Die Stute hat sehr gut überwintert, die Vorbereitung auf die Saison lief planmässigund die Schlussarbeiten hätten mich kaum zufriedener stellen können. Es kann also endlich los gehen. Das Rennen ist ein wirklicher Härtetest, da einige Pferde mit Ambitionen auf Black Type laufen. Wieder wird Rene Piechulek im Sattel der wunderschönen Stute sitzen. Ihre Abgeklärtheit, ihre Ruhe und die Fähigkeit, im entscheidenden Moment trotzdem "da zu sein" sind toll. Sie ist ein richtig gutes Rennpferd.
Naduah wurde von der Sport-Welt in ihrem Rennen zur Favoritin erklärt. Ob sie dieser Stellung gerecht wird, hängt großteils von ihrer Einstellung ab. Ihre Arbeitsleistungen sind immer gut genug, um so ein Rennen gewinnen zu können. Im Rennen hat man dann jedoch des öfteren das Gefühl, dass sie nicht alles gibt. Erstmals reitet sie Rene Piechulek. Spirit of Life ist eine sehr leichte Stute. Sie hat wenig Substanz, aber auch ihre Arbeiten waren immer ordentlich. Es ist jetzt vielleicht noch etwas zu früh für sie, um gleich als Endkampfkandidatin mitzumischen, aber auf Dauer kann sie diese Klasse. Auch sie wird dem Arc Siegjockey Rene Piechulek anvertraut.


25. April 2022

Sieg in Zweibrücken

Der im Vorfeld geäußerte Mumm auf Aerion fand gestern seine Bestätigung. Von Tommaso Scardino während weiter Abschnitte der zurückzulegenden 2400m hinter dem geschlossenen Feld gehalten, hatte der Schützling von Stephan Schreiber im entscheidenden Moment dann keine Probleme, sich gegen seine allerdings nur drei Konkurrenten durchzusetzen.

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23. April 2022

Erfreulicher Neuerwerb des Stall Herb

Der Stall Herb konnte sich mit dem PastoriusSohn Lord Leoso verstärken. Der Siebenjährige konnte am vergangenen Sonntag in Berlin ein Listenrennen über 2800m erstaunlich leicht gewinnen. Schon davor konnte er heuer zwei Rennen gewinnen. Die Kastration über den Winter scheint dem schönen Braunen gut getan zu haben. Nach dem überraschenden Sieg im Listenrennen steigerte sich sein GAG auf 88,5kg. Auf seiner Agenda haben nun zunächst die deutschen Steherrennen oberste Priorität. Auch eine Nachnennung für das prestigeträchtigen Oleander-Rennen in Berlin Hoppegarten ist ein Thema. Der Weg nach Frankreich wird wohl erst im Herbst wieder angetreten, vielleicht bekommen wir die Problematik mit dem Einrücken in die Startmaschine bis dahin in Griff.

Der Neue im Stall

Drei Starter in Zweibrücken

Aerion konnte bei seinen letzten Auftritten nicht überzeugen. Es darf jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass der letzte Ritt (jener in Lyon) absolut indiskutabel war, diese Form muss gestrichen werden. Beim vorletzten Start war man nur knapp um einen Geldrang geschlagen. Wer mich kennt und die Seite öfters liest weiß, dass ich stets bemüht bin, realitische Einschätzungen zu geben. Bei allem Respekt vor Kingdom of Heaven und Ginistrelli, kommt unser Aerion gut um die Bögen und mit der Bahn zurecht, haben wir eine gute Chance. Das Wichtigste ist jedoch, gesund nach Hause zu kommen. Der angesagt Regen auf trockenen Boden bereitet mir diesbezüglich Sorgen. Accelerator kann nicht viel, zuletzt wurde er jedoch von Lodewijk direkt nach dem Start so stark behindert, dass das Rennen eigentlich schon im ersten Bogen gelaufen war. Er bekommt eine weitere Chance. Ich schließe ein Platzgeld nicht aus. Life is Life arbeitet deutlich besser als ihre Marke aussagt. Es sieht so aus, als hätte sie sich über die Wintermonate gesteigert. Auch bei ihr kommt viel darauf an, wie sie um die Bögen schnurrt. Es ist unser erster Starter für den Stall Logo und für diesen in seinen neuen Rennfarben. Bisher immer in blau-weiss, wird man Pferde dieses Besitzer künftig unter dunkelblau-rot laufen sehen.


16. April 2022

Frohe Ostern

Wir vom Rennstall Geisler wünschen allen ein gesund und friedlich zugebrachtes Osterfest!


15. April 2022

Drei Starter und eine Debütantin

Am morgigen Ostersonntag reisen wir mit drei Pferden nach Saarbrücken. Unsere beste Chance ist vermutlich gleich der erster Starter des Renntages Smaragd. Er fand beim Jahresstart in Mannheim trotz schlechten Absprungs und einem Rennen von letzter Stelle noch gut ins Rennen und wurde schließlich sicherer Zweiter. Uripolski ist hier das zu schlagende Pferd. Inchiquin blieb zuletzt bereits hinter uns, sollte mit Tommy Scardino im Sattel aber dennoch nicht unterschätzt werden. Ihr Debut im Rennsattel gibt unsere so fleißige wie ambitionierte Amateurreiterin Jaqueline Laquai. Die Besitzer von Wundertuete Familie Mayer geben ihr die Chance auf diesen ersten Ritt. Da heißt es erstmal gesund und munter nach Hause kommen. Wundertuete blieb nach einem guten Laufen in Pornichet zuletzt hinter den Erwartungen. So einfach wie diesmal traf es der schöne Fuchs allerdings noch nie an. Accelerator bekam alle Zeit der Welt. In der Arbeit ging er zuletzt verbessert. Er ist zwar noch nicht ganz durchgehaart, bei seiner aktuellen Marke darf das jedoch keine große Rolle spielen. Über die kurze Distanz von 1350m braucht man in Saarbrücken aber schon auch etwas Glück und einen guten Rennverlauf. Außerdem muss man diese Bahn können. Wieweit das der Fall ist, werden wir morgen sehen.


08. April 2022

Nachbericht zur 11. Poulefeier

Nach zweijähriger Pause konnten wir dieses Jahr endlich wieder eine Stallpoule feiern. Bereits am späten Vormittag des Freitags kamen die ersten Besitzer in Iffezheim an. Das samstägliche Wetter fiel leider bescheiden aus, das Beobachten des Trainings geriet daher zu einer (schnee-)regnerische Angelegenheit. Das schlechte Wetter konnte der insgesamt guten Laune jedoch nichts anhaben.
Die diesjährige Ausgabe fand in den Räumlichkeiten von Baden Galopp, im Members Club der Benazettribüne statt. Bereits knapp vor 18:30 Uhr durften wir die ersten Gäste bei einem Sektempfang begrüßen Die Räumlichkeiten füllten sich zügig, die Feier konnte um 19 Uhr eröffnet werden. Das Buffet wurde von Familie Schnepf gewohnt gut präsentiert. Eine große Überraschung und Freude zugleich war ein Film, mit dem unsere Besitzer und Funktionäre dem Team und dem Trainer zum Einen für die gute Zusammenarbeit dankten, uns zum Anderen für die kommende Saison alles Gute wünschten. Die unterschiedlichen Blickwinkel waren anregend zu hören und haben mich sehr bewegt. Herzlichen Dank auch im Namen des Teams dafür.
Die anschließende Auktion brachte einige spannende Bieterduelle und ein in Summe unerwartet hohes Ergebnis. Nach dem Ende dieses Hauptteiles gab es noch Cocktails, die von Karsten Banzhaf hochprofessionel zubereitet wurden. Zum Abschied gaben wir unseren Gästen "Rennstall Geisler"-T-Shirts mit auf den Weg.
Dass wir nicht nur gut zu feiern verstehen, sondern im Anschluss daran auch Rennen gewinnen können, bewiesen wir dann am Sonntag Vormittag in Mannheim. Der Sieg von Macavity und der zweite Platz von Smaragd setzte dem tollen Wochenende das Sahnehäubchen auf.

Herzlichen Dank für die rege Beteiligung, die Mithilfe und die zur Verfügungstellung der Räumlichkeiten. Wir freuen uns auf eine spannende Saison 2022.

Zu den → Photos


03. April 2022

Erster Saisonsieg

Schon am ersten Tag nach Beginn der Wertung zur diesjährigen Stallpoule konnten die ersten beiden Kandidaten anschreiben. Zunächst schloss Macavity dort an, wo er letzte Saison aufhörte: mit einem Sieg in Mannheim unter Tommaso Scardino. Schon von Start weg liess der sechsjährige Wallach wenig Zweifel an seinem unbedingten Willen zu einem möglichst unkomplizierten Sieg aufkommen. Vermochte auch Saguaro zunächst noch für eine Weile mitzuhalten, gestaltete sich das Rennen mit zunehmender Nähe zum Ziel immer einseitiger. Zwei hochüberlegene Längen Vorsprung auf den Zweiten, dreiz Längen auf den Rest des Feldes standen am Ende für den Schützling von Valeria Grummel zu Buche. Für das zweite freudige Ereignis sorgte drei Rennen später dann Smaragd, der sich mit Stefanie Koyuncu im Sattel nur dem klaren Favoriten Golden April geschlagen geben musste.
Zusammen mit der wunderbaren Poulefeier gestern vervollständigt dieser Renntag also ein insgesamt sehr erfreuliches und wohl noch lange in Erinnerung bleibendes Wochendene.

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31. März 2022

Der Nachtragskatalog ist da

Insgesamt fünf zusätzliche Positionen haben den Weg in den nunmehr kompletten Katalog gefunden. Der Stallpoulefeier, auf die wir uns schon sehr freuen, steht jetzt also nichts mehr entgegen.

Zum → Download des Nachtragskataloges


30. März 2022

Die ersten Anmerkungen zum Poulekatalog sind da

"Es irrt der Mensch, solange er danach strebt, fehlerfreie Poulekataloge zu erstellen." Die Richtigkeit dieser dem vom Verein zur Pflege und Wahrung des Kulturgutes Stallpoule herausgegebenen Internationalen Handbuch für die Regelung zur sachgerechten Durchführung einer Stallpoule als Motto vorangestellte Weisheit hat sich auch in unserem Fall wieder einmal bewährt. Fehler sind geschehen; darunter wirklich empörende wie die inkorrekte Abstammung von Life is Life und weniger bedeutsame wie der durchgehend falsche Hinweis auf eine bei den Zweijährigen geltende doppelte Punktezählung, wo richtigerweise eine zweieinhalbfache zu stehen gehabt hätte. Derlei Nachlässigkeiten sind unentschuldbar. Gerade in Zeiten, in denen der Einzelne dem großen Weltgeschehen ohnmächtig gegenübersteht, gebäute es die Pflicht, wenigstens bei den scheinbar nicht so weltbewegenden Details besondere Sorgfalt walten zu lassen (und den richtigen Konjunktiv besser zu recherchieren). Dem Verantwortlichen für die passierten Missgeschicke ward jedenfalls der gerechte Tadel zuteil. Er ist dem Vernehmen nach darob auch sehr zerknirscht.
Aber Ernst beiseite: Ostern steht vor der Türe und obwohl die bisher erkannten (und mittlerweile ausgebesserten) Fehler in keiner Absicht ihren Ursprung besitzen, haben wir uns aufgrund des an der Zahl diesbezüglich eingehender Hinweise gemessen großen Erfolges ihrer und passend zur Jahreszeit entschlossen, im morgen erscheinenden Nachtragskatalog abermals einige Fehler in Form falscher Details zu verstecken. Wer diese findet und den Trainer während seiner verdienten Mittagsruhe oder auch sehr spät abends telephonisch darauf hinweist, erhält einen eher reserviert freundlichen Dank für seine Bemühungen, wer dies zu angemessenerer Zeit tut, eine lobende Erwähnung im Rahmen der Stallpoulefeier.

Und noch ein letztes: die Regeln der Stallpoule sind → hier zu finden.


29. März 2022

Der Poulekatalog 2022 ist da

Alle, die mit den tieferen Geheimnissen einer Poulekatalogerstellung vertraut sind oder sich an diesbezügliche Gepflogenheiten auch nach zwei Jahren Pause noch erinnern können, wissen allerdings, dass der hiermit erscheinende → Katalog zur 11. Ausgabe der "Rennstall Geisler Stallpoule" Anspruch nur erst auf vorläufige Vollständigkeit erheben kann. Alles weitere dann am Donnerstag.

Zum → Download des Kataloges


14. März 2022

Stall- und Starterparade

Wie versprochen, können wir heute die uns von den freundlichen Menschen der Sport-Welt dankenswerterweise zur Verfügung gestellte Stallparade unseres Quartiers anbieten. Nachzulesen → hier.

Die Stallparade erscheint gerade rechtzeitig zum morgigen Antreten unserer nächsten Startern. Nachdem der Renntag in Pornichet vor nicht ganz zwei Wochen unseren Saisonauftakt bildete (und auch gleich die ersten Gelder einbrachte), nimmt die Saison morgen mit drei Startern auf der PSF-Bahn in Lyon La Soie langsam Fahrt auf.
Wundertuete lief zuletzt erfreulich und verdiente ein Platzgeld. Über das Wie des Zustandekommens waren wir etwas erstaunt. Wir vermuteten im Vorhinein, er würde sich aus der Startmaschine heraus spritziger, "heißer" zeigen, eventuell sogar pullen. Dies war jedoch gerade nicht der Fall. Er blieb von Beginn weg phlegmatisch, kam erst mit der Distanz auf seinen Rang. Das Rennen morgen sieht etwas schwerer aus. Er hat nun aber ein Rennen im Bauch und wir wollen nichts vom zweiten Start nach Pause wissen.
Aerion blieb bei seinem letzten Antreten ausnahmsweise außerhalb der Geldränge, war für diese Leistung jedoch aufgrund einer Verschleimung entschuldigt. Er zeigt aktuell eine gute Moral, körperlich gefiel er mir allerdings schon mal besser. Das morgige Rennen soll ihn wieder zurück auf die richtige Spur führen.
Porsenna trägt nach knapp zwei Jahren Pause erstmals wieder Seide. Er sieht prima aus. Oftmals konnte er Pausen gut überbrücken und direkt Anschluss an seine alten Formen finden. Inzwischen ist er allerdings schon zwölf Jahre alt und auch derart lange pausierte er zuvor noch nie. Wir werden ihn erstmal beobachten.              @>


11. März 2022

Die Sport-Welt Stallparade

Ein frühes Highlight der deutschen Turfsaison ist jedes Jahr die Stallparade der Sport-Welt. Eines der Highlights der Sport-Welt Stallparade ist dabei jeweils der Bericht über das Quartier von Trainer Gerald Geisler. In der heute erscheinenden Ausgabe dieser hervorragenden Publikation war es wieder einmal soweit. Wer sich aus welchen Gründen auch immer nicht zum Leserkreis der prinzipiell stets zu bevorzugenden gedruckten Version zählen darf, findet die versäumte Stallparade dann wenigstens nächste Woche in elektronischer Form hier auf unserer Seite.


03. März 2022

Erste Starter

Heute werden zwei unsrer Pferde in Pornichet an den Start gehen. Beide sind gestern gut angereist. Wundertuete hat in ihrer bisherigen Laufbahn noch nichts gezeigt. Er wurde deshalb letzten Sommer gelegt, bekam danach Koppelpause. Wir fangen jetzt also mit einem Neustart an. Während der Pause hat sich sein Wesen verändert, er wirkt dieses Jahr deutlich konzentzrierter. Lassen wir uns überraschen. Wie der Name schon sagt, eine Wundertuete.
Malaaw benötigt in der Regel immer erst einen Start, um die volle Höhe seines Leistungsvermögens zu erreichen. Gerade in diesem heutigen Rennen sieht man wieder, dass es selbst auf kleinen Bahnen keine leichten Rennen mehr gibt. Einige Formpferde sind im Feld vertreten.


21. Februar 2022

Weitere Eindrücke aus dem Stall

Neben dem täglichen Reiten unserer Rennpferde, gibt es zahlreiche weitere Tätigkeitsbereiche, die für das erfolgreiche Arbeiten eines Rennstalles unabdingbar sind. Dazu zählt die "Bodenarbeit", also beispielsweise die Pflege der Boxen und die Fütterung der Tiere. Einige Eindrücke von dieser Arbeit soll folgendes Video vermitteln.


15. Februar 2022

Kurzer Zwischenbericht

So unerwartet- wie erfreulicherweise durften wir in den vergangenen Wochen Zuwachs im Stall verbuchen: einige Zweijährige bereichern nunmehr unser Kontingent. Auch einige ältere Pferde, mit denen nicht mehr zu rechnen war, kamen dazu. In den nächsten Wochen erwarten wir außerdem weitere Zweijährige, auf die wir uns ebenfalls schon jetzt sehr freuen. Mit dann insgesamt rund 20 zweijährigen Pferden sind wir im Nachwuchsbereich bestens aufgestellt, zumal ich auch die durchgängig gute Qualität der Pferde betonen möchte.
Morgen geht die Reise zur Arqana nach Deauville (Vente Mixte de Fevrier). Dort findet heute und Mittwoch eine Auktion statt. Wir werden die Augen offen halten. Ab Ende Februar bringen wir dann wieder Starter auf die Bahn. Voraussichtlich wird Aerion am 25. Februar in Chantilly an den Ablauf kommen.


14. Februar 2022

Aktuelle Trainingseindrücke

Obenstehend findet sich ein kurzer Clip mit aktuellen Eindrücken erstens unserer Trainingsarbeit und zweitens der diese begleitend vorfrühlingshaften Bedingungen. Das Video wurde im zwischenzeitlich kaum mehr gebräuchlichen sogenannten "Kathedralformat" gefilmt. Dieser Ausdruck besitzt seinen Ursprung in dem Umstand, dass die allerersten Lichtspielvorführungen (wir sprechen hier von der Zeit ums Ende des 19. Jahrhunderts) naturgemäß noch nicht in speziell dafür errichteten Lichtspielhäusern stattfinden konnten, sondern desbehufs auf eigentlich andersgewidmete Räumlichkeiten, also beispielsweise eben auf sakrale Gebäude, zurückzugreifen war. Entsprechend den jeweiligen örtlichen Voraussetzungen fielen dann auch die Bildverhältnisse der dargebotenen Filmkunstwerke aus.
Mit der sich der kaufmännischen Einsicht, dass ein im Querformat auf die Leinwand projizierter Film die Übereinanderstapelung mehrerer Vorführungsräume innerhalb eines Gebäudes und also den Zutritt einer größeren Menge zahlender Besucher erlaubt, verdankenden Erfindung moderner Kinos geriet das Kathedralformat zwar recht bald wieder in Vergessenheit, es erlebt jedoch durch das Aufkommen der neuesten Generation moderner Telekommunikationsapparatur heute wieder eine kleine Renaissance. Wieder was gelernt.


12. Jänner 2022

Der Saisonrückblick ist da

Der obligatorische Saisonrückblick ist fertig und → hier nachzulesen.

Zum → Rückblick 2021

Starter


Mi., 27. Juni - Lyon
7.R.
Brigantine
So., 26. Juni - Hamburg
2.R.
Leevke
5.
9.R.
Furioso
8.
Sa., 25. Juni - Wissembourg
4.R.
Malaaw
5.
Kontakt: An der Rennbahn 8-9, 76473 Iffezheim | Tel: +49/(0)176/ 205 70 115 | Email: gerald.geisler@gmx.de