Neuigkeiten


29. Juli 2017

Vorschau

Vorschau München, 30. Juli 2017
Es hat uns im Südwesten zwar nicht so stark erwischt wie zum Beispiel den Harz, durch die starken Regenfälle der letzten Tage konnten wir dennoch nicht alle Arbeiten planmässig durchführen. Trotzdem fahren wir optimistisch zum Jahreshighlight, dem Gruppe 1-Renntag nach München. Mit Winzapper (Concetto Santangelo) debütiert am Sonnatg in Riem einer meiner letzten noch nicht gelaufenen Dreijährigen. Wie die meisten Hengste aus seiner Familie benötigte er viel Anlaufzeit. In den letzten Wochen konnte er sich erfreulicherweise verbessern, er wurde wacher und reifer. Ein Platz im Mittelfeld und etwas Lernfortschritt sind die Hoffnungen für Morgen.
Lips Dancer (Jozef Bojko) tritt auf seiner Lieblingsbahn über seine bevorzugte Distanz an. Die letzte Frische fehlt ihm seit Hamburg, wo er weit unter seinen Möglichkeiten geblieben ist, ein Geldgewinn ist dennoch drinnen.
Alta Monte musste aufgrund eines Infekts pausieren. Auch er liebt München und kommt mit Jozef Bojko bestens klar. Bei einem vernünftigen Rennverlauf erwarten wir ein gutes Abschneiden, schließlich fand er auch nach langen Pausen immer schnell wieder Anschluss.
Im Ausgleich 3 über 1600m sind wir vermutlich nicht nur nach Anzahl der Starter am besten gerüstet. Sowohl Doris (Jozef Bojko) als auch Winsome Academy (Stephen Hellyn) erwarte ich weit vorne. Doris bestreitet ihren ersten Start im Ausgleich. Sie lief meiner Ansicht nach zuletzt besser, als es das Ergebnis ausdrückt. Ihre Marke ist fair. Etwas enttäuscht bin ich dieses Jahr von Winsome Academy. Beim vorletzten Start wurden sie zu offensiv vorgetragen, zuletzt in Hamburg hätte sie eigentlich gewinnen müssen. Sie kann sich jetzt rehabilitieren. Die zu tragenden 60 kilo sind für eine kleine Stute allerdings kein Vorteil.

Vorschau Köln, 31. Juli
Die beiden frischen Sieger Rock to the Moon und Jolly Boy werden Montag nach Köln entsandt. Für beide Pferde konnten die Siegjockeys wieder verpflichtet werden. Jolly Boy liebt die Bahn und ist auf seiner besten Distanz unterwegs. Mit dem durch den Sieg erhaltenen Aufgewicht wird es natürlich wieder etwas schwerer, Luft wird langsam dünner. Er zeigt sich in der Arbeit nach wie vor von seiner besten Seite, guter Boden und ein schnell gelaufenes Rennen sind für ihn Voraussetzung für ein gutes Abschneiden.
Rock to the Moon lief in Köln auf 1400m letzten Herbst vor den Augen seines Besitzers auch schon ein gutes Rennen. Er fühlt sich sehr wohl, das Rennen sieht aber alles andere als leicht aus. Lassen wir uns bei ihm einmal überraschen.


16. Juli 2017

Stallneugründung

Stall Goldbrücke

Nachdem wir mit zwei Siegen in Folge hoffentlich wieder zurück auf dem Erfolgsweg sind, gibt es diese Woche weitere positive Nachrichten zu übermitteln: die Neugründung des Stalles Goldbrücke, bestehend aus einigen Iffezheimern und Leuten der Region. Auch ein Pferd hat dieses Besitzergemeinschaft bereits, es handelt sich um eine England-Import Stute von Bated Breath aus der Soundwave, aus der direkten Familie vom vierfachen Gruppe 1-Sieger Churchill und aktuell der Gruppe 2-Siegerin in Newmarket Clemmie, einer Schwester von Churchill. Im Zuge der Stallgründung wurde nicht nur ein Stallname sondern auch ein Name für die Stute gesucht; einigen konnte sich auf den klingenden Namen Be a Wave, ebenso festgelegt wurden die neuen Stallfarben.


11. Juli 2017

Gleich der nächste Sieg

Photo von Murat Fischer

Und zwar in München durch Rock to the Moon mit Rene Piechulek im Sattel. Obwohl das auf German-Racing zu findende Video, nebst anderen Sonderbarkeiten, das Rennen erst Eingang der Zielgeraden beginnen lässt, fand sich dem Vernehmen vor Ort sich aufhaltender Besucher der fünfjährige Wallach des Stalles Zugvogel schon früh im Vordertreffen, übernahm kurz nach Einbiegen in die Gerade die Führung und gab diese bis zum Überqueren der Ziellinie zum sicheren Sieg, eine halbe Länge Vorsprung hatte er dabei, nicht mehr ab.

Sämtliche Photos von Murat Fischer

09. Juli 2017

Ende der Durststrecke

Jolly Boy und Köln, das passt (meistens) einfach zusammen; nachdem der Schützling von Frau Ulrike Bauer letztes Jahr schon zwei Siege auf der Bahn in Weidenpesch holen konnte, klappte es dort auch diesesmal. Während des Rennens von Jozef Bojko, stets an der zweiten, dritten Stelle liegend, an der Innenseite gehalten, kam der siebenjährige Silvano-Sohn schon in günstiger Position in die Zielgerade und konnte auf den letzten hundert Metern den bis dahin führenden Vanish Soldier noch einholen, um den Zielbogen mit einer dreiviertel Länge Vorsprung zum sicheren Erfolg zu passieren.


06. Juli 2017

Zwischenbericht

Mit dem gestrigen Tag ging das Derby Meeting 2017 zu Ende. Auch wenn letztlich kein Sieg dabei heraussprang, liefen unsere Pferde brav in die Platzierungen, wir können mit dem Ausflug also zufrieden sein. Hamburg lockt jedes Jahr mit wirklich guten Rennpreisen, mittlerweile den höchsten in Deutschland, und mit großzügiger Transportkostenentschädigung. Selbstverständlich hat mich auch der Sieg von Maxim Pecheur im Derby sehr gefreut, hat er doch seine Ausbildung bei mir absolviert. Natürlich bin ich da auch ein wenig stolz.

Kommendes Wochenende geht es nach Anzahl der Starter, es werden nur drei sein, bei uns etwas ruhiger zu. Nichtsdestotrotz sind wir auf drei unterschiedlichen Bahnen vertreten. Pic A Sou startet in Aix-les-Bains in einem Maidenrennen, Joy to the World in Vittel in einem Verkaufsrennen und Jolly Boy tritt in Köln in einem Ausgleich an.

Unsere Kantine wird sich zur 'Großen Woche' (26. August bis 3. September) mit neuem Gesicht präsentieren, die Arbeiten dafür laufen, wie die Bilder zeigen, bereits auf Hochtouren.


24. Juni 2017

Vorschau auf die nächsten Tage

Bei Sonnenaufgang

Eigentlich sollten am Sonntag zwei meiner Zweijährigen in die Boxen einrücken und ihr Lebensdebüt absolvieren, letztlich wird es nach aktuellem Stand der Dinge jedoch nur noch einer sein. Cord Meyer, der Besitzer von Darienne du Pre wollte meinem Azubi Alois Gräter trotz Mehrgewicht gerne die Chance, wieder ein Rennen zu reiten, geben, daraus wird nun leidervorerst nichts, die Stute wird Nichstarter sein.
Die Ehre, erste zweijährige Starterin der Saison aus meinem Stall zu sein, kommt Wonderful Görl (Rene Piechulek) somit alleine zu. Schon zeitig im Jahr nährte ihre Entwicklung solche Hoffnung; sie gefällt nicht nur optisch sehr gut sondern hat auch schon früh erkannt, wofür sie geboren ist. Auf die Stute wurde keinerlei Druck ausgeübt, jeder Schritt ging von ihr selbst aus. Ihre Arbeiten erwiesen sich dann auch als entsprechend gut, sodass dem Start in München, der schon geraume Zeit geplant war, nichts mehr entgegen steht. Sie gibt uns ein gutes Gefühl, wir gehen entsprechend von einem guten Laufen aus. Das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf dem Iffezheimer Auktionsrennen für Stuten über 1200m, welches Ende August im Rahmen der 'Großen Woche' am Programm steht, das Rennen morgen stellt den ersten Schritt in diese Richtung dar

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Wonderful Görl beim Transportüben

Laut Programm 15 Minuten später wird es für den dreijährigen Hengst Woking (Stephen Hellyn) in Dortmund zum zweiten Mal in seinem Leben ernst. Nur fünf Starter finden sich in diesem Rennen an der Startstelle bei 1400m ein. Die Form aus Wissembourg darf man nicht ernst nehmen, er hatte zwar einen guten Start, war dann aber von dem großen Feld so beeindruckt, dass er vor lauter Schreck einige Längen verlor und diese nicht mehr gutmachen konnte. Wir erhoffen uns diesesmal eine Steigerung.
Danach hätte eigentlich Liberica in München an den Ablauf kommen sollen, auch bei ihr hat jedoch der "Turfteufel" zugeschlagen und sie wird die Reise nach München nicht antreten.
Um 14:45 Uhr sind Lips Dancer (Rene Piechulek) und Winsome Academy (Wladimir Panov) unsere nächsten Starter. Beide mussten sich zuletzt unter Wert geschlagen geben. Bei Lips war das Rennen für ein Speed Pferd zu langsam, Winsome hatte unterwegs keinen guten Rennverlauf. Ihr Rennen sieht nicht ganz leicht aus, es sind einige Formpferde unterwegs, trotzdem gehe ich optimistisch in diese Prüfung.
Genau gleich ausgeschrieben ist das 6. Rennen in Dortmund, in dem wir Rock to the Moon (Michael Cadeddu) aufbieten. Der Vergleich ist ganz interessant, wobei ich ganz klar sagen muss, dass die Gegner in Dortmund nochmal ein Eck stärker sind als in München. Zuletzt in Iffezheim hat Rocky den Start vollkommen "verschustert" und war somit direkt aus dem Rennen. Seine Abschlussarbeit verlief, soweit man das bei ihm sagen kann, ok, er ist keiner, der sich in der Arbeit viel Mühe gibt.

Joy to the World
Schon zuvor, im 5. Rennen, sind wir durch Heart Storm (Filip Minarik) vertreten. Er lief dieses Jahr bisher ausschließlich in Frankreich und schrammte dort mehrfach knapp an einem Geldgewinn vorbei. Gleichzeitig erhielten wir in Deutschland etwas Nachlass, sodass man sich schon Hoffnungen machen darf, vorne mitzuspielen.
In München kommt im 6. Rennen Jolly Boy (Rene Piechulek) im Ausgleich 4 über 2000m an die Reihe. Er lief zuletzt in Baden-Baden ein riesen Rennen und muss nun unter erschwerten Bedingungen antreten. Er konnte sich bisher jedoch immer nochmal steigern, ausgeschlossen ist solches auch diesmal nicht. Guter Boden und ein schnell gelaufenes Rennen sind Voraussetzung für ein gutes Abschneiden.
Last but not least gibt dann noch Soriano (Jozef Bojko) in Dortmund sein spätes Jahresdebüt. Er hatte lange Probleme mit dem Stoffwechsel und erhöhten Leberwerten. Er sieht nun gut aus und hat fein gearbeitet. Nach seiner letzten Leistung im September in München sollte er bei dieser Gegnerschaft eine gute Figur abgeben, auch wenn er eine gefühlte Ewigkeit ohne Rennpraxis auskommen musste. Der Hauptgegner kommt wohl aus unserem Nachbarland.

Am Montag treten wir in Aix-les-Bains mit der kleinen Berlin Calling in einem Ausgleich an. Vor den französischen Ausgleichern muss man wirklich den Hut ziehen. Ich habe mehrfach versucht auszurechnen, ob wir dem einen oder anderen Pferd gegenüber einen Vor- oder Nachteil besitzen, ob günstig oder ungünstig in das Rennen passen, man kommt aber nahezu immer zu dem selben Resultat: die Pferde sind komplett "ausgeglichen". Rennverlauf, Tagesverfassung, Boden etc. werden den Ausschlag über das Resultat geben. Vielleicht haben wir einen kleinen Vorteil durch ihr absolutes Wohlbefinden und Berlins immer vorhandene gute Laune - und trotz ihrer geringen Größe verfügt sie über ein riesiges Herz.

Manta Manta (vorne im Bild) und Sevillano

Inzwischen haben die Besitzer von Prime Project und ich sich darauf verständigt, ihm die lange Anfahrt (1300km pro Richtung) zum polnischen Derby zu ersparen und ihn aus dem Rennen zu nehmen. Im Sinne des Pferdes werden wir in Frankreich weiter machen. Er hat seinen Start in Wissembourg gut überstanden - wie übrigens auch meine anderen Starter vom vergangenen Wochenende; in Hassloch war der Bodenwert immerhin mit 1,8 angegeben, ein Wert, den ich in Deutschland bisher noch nie erlebt habe. Ich finde es aber vom Rennverein sehr fair, diesbezüglich eine ehrliche Angabe gemacht zu haben. So kann jeder Besitzer und Trainer selbst entscheiden, ob er sein Pferd unter diesen Bedingungen laufen lassen will oder nicht.

Mittlerweile stehen wir auch mit unseren Startern für Hamburg in den letzten Vorbereitungen. Am Bild zu sehen ist die Schimmelstute Joy to the World, die am 1. Juli unter Sybille Vogt im Amazonenreiten laufen wird. Am selben Tag soll auch der treue Leoderprofi an den Start kommen. Weiters werden wir am 2. juli auch mit dem einen oder anderen Starter in der französischen Provinz (Vittel) ins Rennen gehen. Auch die Arbeit mit meinen anderen zweijährigen Pferden nimmt immer mehr Gestalt Richtung Rennen an (siehe Manta Manta und Sevillano am Bild).

Allen Lesern ein intererssantes Rennwochenende!


15. Juni 2017

Zwischenbericht

Leichter lässt es sich natürlich über Erfolge und gute Ergebnisse als über enttäuschende Resultate berichten, bisweilen kommt man jedoch nicht umhin, auch solche anzusprechen. Da wir bemüht sind, auf dieser Seite einen (im Rahmen des Möglichen selbstverständlich) stets objektiven Blick auf unseren Stall zu geben, finden wir uns nun in eben einer solchen Situation, das zweifellos recht unerfreuliche Abschneiden unserer Pferde während der letzten rund zwei Wochen adressieren zu müssen. Öfter als es uns lieb sein konnte, blieben unsere Starter schlicht und einfach hinter den in sie gesetzten Erwartungen. Jeder der uns, d.h. mich und mein Team kennt, weiß, dass wir auf Hochtouren arbeiten, die Ursachen für diese Misere ausfindig zu machen. Einige Ansätze zeichnen sich bereits ab und wir sind überzeugt, im zweiten Drittel der Saison wieder an unsere Erfolge und berechtigen Erwartungen anknüpfen zu können.

Bereits heute Nachmittag sind wir mit drei Starter in Hassloch vertreten und auch wenn keiner davon unbedingt zum Sieg steht, sollten sie doch mit Möglichkeiten auf einen Geldgewinn ins Rennen gehen.
Voices of Kings lief in München auf für ihn zu weitem Weg enttäuschend, heute versuchen wir es deshalb wieder über reduzierte Distanz und erstmals mit Scheuklappen. Doris hingegen lieferte in Wissembourg ein feines Jahresdebüt ab. Die lange Pause zwischen den Rennen stört freilich etwas, in der Arbeit wurde ihr zuletzt förmlich langweilig. Das anstehende Rennen war also dringend nötig. Tricky Tiger lief in Wissembourg aus einer katastrophalen Startbox ein gutes Rennen. Er mag die Bahn in Hassloch, zudem wird er seinen Boden vorfinden. Das Rennen sieht recht ausgeglichen aus, eine Prognose fällt also schwer.

Am Wochenende geht es wiederum nach Wissembourg, bevor in der Woche darauf München, Dortmund und Aix-les-Bains am Programm stehen. Unter anderem werden in München meine ersten Zweijährigen an den Ablauf kommen.


03. Juni 2017

Intensives Pfingstwochenende

Das kommende Pfingstwochenende sieht uns auf vier Rennbahnen tätig, wir werden dabei rund 3500km an Transportwegen zurücklegen.

Zunächst möchte ich jedoch noch ein paar Sätze zu den letzten Tagen bzw. Wochen schreiben.
Es gibt Dinge im Leben und somit auch im Rennsport, die man beeinflussen und Dinge, auf die man keinen Einfluss nehmen kann. Wir hatten in den letzten Wochen schwere Rückschläge, zum Teil auch richtige Tragödien hinzunehmen, deren Eintreten und Ablauf sich unserer Einflussnahme entzog. Auch von schwachen Ritten sind wir nicht verschont geblieben. Dabei möchte ich an den Ritt in Lyon Parilly vom Weltklasse Jockey Gerald Mosse erinnern, an einen schwachen Ritt zuletzt auf Berlin Calling oder einen unglücklichen Ritt auch zuletzt auf Never Say Never; nicht zuletzt sei auch der Ritt in Nancy auf Heart Storm erwähnt, wobei das Rennen damals viel langsamer gelaufen wurde als zu erwarten war und man diese Form daher komplett streichen kann. Dreimal in kürzester Zeit in Frankreich Sechster zu werden macht natürlich wenig Laune. Aber im Laufe des Jahres wird sich das hoffentlich ausgleichen. Es bleibt uns also nichts übrig, als die Ruhe zu bewahren, ob wir wollen oder nicht. Mit Gewalt geht es schließlich auch nicht und somit verliere ich nicht die Hoffnung, dass wir in Kürze auch wieder gute Ritte von unseren Jockeys sehen werden - sowie das nötige Glück wie zuletzt bei Jolly Boy in Baden als wir im Zielfoto mit einer Nase vorne lagen, auf unserer Seite haben.

In dem Vorbericht zum Frühjahrs-Meeting schrieb ich im Zusammenhang mit der recht kleinen Anzahl an Startern in Iffezheim, über eine "Umsiedlung". Scheinbar habe ich mich da nicht klar ausgedrückt, ich meinte damit selbstverständlich keinen örtlichen Umzug nach Frankreich, sondern dass ich meine Pferde immer mehr im französischen Ausgleich unterbringen möchte und mir Starts in Iffezheim daher aktuell ungelegen kamen.

Schließlich möchte ich bei dieser Gelegenheit die Vorfällen um Marco Casamento aus meiner Sicht schildern.
Es haben mich in den letzten Wochen einige Dinge erstaunt, die Trennung kam insgesamt alles andere als überraschend. Dass ein junger Reiter, der sich in Deutschland etablieren möchte, den Wunsch äußert, während der Hauptsaison eine Woche Urlaub zu nehmen, war nur einer der bemerkenswerten Punkte (es sei nebenbei erwähnt, dass er nach einem kurzen Schlucken, den Urlaub von mir bewilligt bekam, ich ihn aber auch über meine Verwunderung in Kenntnis setzte). Am Tag nach den beiden Siegen in Hassloch wurde mir von Marco mitgeteilt, dass er nicht mehr wie bisher am Nachmittag arbeiten kommen wird, sondern nur noch Vormittags zu reiten gedenkt. Spätestens hier war klar, der Junge besitzt zwar viel Talent, der Erfolg beginnt ihm jedoch zum Kopf zu steigen.
Den Vogel schoss er jedoch am Tag nach den beiden Siegen in Iffezheim ab. Von einigen Seiten wurde mir berichtet, dass die Siegesfeier wohl bis ins Morgengrauen andauerte. Wenn man eine solche Aktivität verträgt, bitte sehr, den darauffolgenden Renntag jedoch im wahrsten Sinne des Wortes zu verschlafen und sich erst nach Ende des Renntages bei meinen Trainerkollegen und mir für die Abwesenheit lapidar mit einer SMS zu entschuldigen, geht gar nicht.
Aufgrund dieser unterschiedlichen Auffassungen was die Einstellung zu unserem Beruf betrifft, war es sinnvoll, dass wir uns umgehend trennten. Marco verfügt über viel Talent, hat aber noch einiges zu lernen. Sein Umgang mit Besitzern, Trainern und unseren Pferden ist zweifellos verbesserungswürdig. Pferde sind kein Sportgerät sondern Lebewesen. Sich bei jemandem zu bedanken, kostet außerdem nichts.
Dem ungeachtet wünsche ich ihm für seine Zukunft viel Erfolg.

Nun aber in die Zukunft geblickt: Zunächst geht es nach Bratislava zur Internationalen Turf Gala, zusammen mit dem slowakischen Derby der wichtigste Renntag des Jahres. Mit Lebowski treten wir über 1800m an. Leider wurde unser Vorbereitungsrennen in Montlucon aufgrund eines Unwetters kurzfristig abgesagt. Gerade bei ihm wäre eine solche Vorbereitung sehr wichtig gewesen. Trotzdem sieht er blendend aus und hat die letzten Wochen enorme Fortschritte gemacht. In diesem Rennen trefffen sich die Spitzenmeiler der Slowakei, Tschechiens und Ungarns, es wird also eine heiße Partie.
Genauso wie Leoderprofi wird er vom italienischen Spitzenjockey Antonio Fresu geritten. Dieser junge Reiter hat für mich bereits in München in den Stall Herb-Farben mit Sanjii Danon gewonnen und ist auch in Berlin im Oleander-Rennen Tres Rock Danon geritten. Aktuell arbeitet er in England für Ed Dunlop und konnte im Winter einige feine Rennen in Dubai gewinnen. Er spricht mittlerweile perfekt Englisch, was die Kommunikation erheblich vereinfacht. Auf eigenen Wunsch ließ er sich Videos der wichtigsten Rennen unserer Schützlinge schicken.
Leoderprofi wird über 1200m antreten und trifft dabei auf die mitteleuropäische Fliegerelite. Diese wurde zu meiner großen Überraschung in den letzten Wochen durch sämtliche Einkäufe in französischen Reclamers deutlich in ihrem Wert gesteigert. Wir treten also gegen einige Pferde, die in Frankreich knapp unter 40 Valeur stehen, an. Auch in diesem Rennen wird es also sehr spannend.

Am Montag sind wir auf drei Bahnen vertreten. In München kommt Voices of Kings als SportWelt-Favorit an den Ablauf. Dies liegt nicht zuletzt an seinem Reiter Kevin Woodburn, der in den letzten Tagen einge Male gewinnen konnte, unter anderem auch in Iffezheim. Die Distanz von 2100m bereitet mir etwas Kopfzerbrechen, mit Sicherheit ist es die Obergrenze.
Lips Dancer tritt in einem bärenstarken Ausgleich 2 an. Er bot zuletzt eine gute Vorstellung und er liebt München, mit einem Platzgeld wäre ich zufrieden.
Liberica konnte sich nach ihrem ersten Rennen deutlich verbessern. Sie stellte sich in Chatillon noch etwas dumm an, diesmal sollten wir allerdings mit guten Chancen antreten.

In Wissembourg sind wir mit dem Debütanten Woking (Sibylle Vogt) am Start. Vor sechs Wochen verriet er mir in der Arbeit noch nicht allzuviel, inzwischen hat er sich sichtlich verbessert. Leider sieht sein Rennen in Wissembourg gar nicht so leicht aus. Die meisten anderen Pferde treten mit Routine an, ausserdem bekamen wir eine sehr ungünstige Box zugelost.
Danuvius (Guillaume Trolley de Prevaux) und Tricky Tiger (Sibylle Vogt) treten über 1350m an. Beide brauchen zum Abrufen ihrer Bestleistung bekanntlich guten Boden. Auch diese beiden Pferde müssen leider ungünstige Startpositionen in Kauf nehmen. Mit Chancen sollten wir trotzdem an den Start gehen.

In Chatillon beginnt für Winsome Academy die Rennsaison. Sie hat lange gebraucht um in Schwung zu kommen, mittlerweile ist aber alles ok und ein Platzgeld erwarte ich mir allemal. Ludovic Proietti wird ihr Steuermann über 1600m sein. Joy the World (Ludovic Proietti) und Pressure (Bertrand Flandrin) treten ebenfalls über 1600m an. Das Rennen macht nicht unbedingt einen leichten Eindruck. Pressure bekommt nach diesem Rennen endlich sein Valeur, bei Joy to the World möchte ich die Taktik etwas verändern.

Allen Lesern, Freunden und Daumendrückern des Stalles wünsche ich interessante Renntage.

Impressionen aus Bratislava (Zum Vergrößern anklicken)

27. Mai 2017

Heimsieg

Die verhältnismäßig geringe Anzahl an Startern, die wir beim Frühjahrsmeeting heuer ins Rennen schicken, steht keineswegs in Widerspruch zu der Freude, welche uns diese bisher bereiteten. Nach dem dritten Platz von Leo am Mittwoch, konnten wir mit dem von Marco Casamento gerittenen Jolly Boy heute sogar den ersten (und bisher einzigen) Iffezheimer Heimsieger vom Geläuf holen. Der Richterspruch "Sicher", der sich im Rennbericht vermerkt findet, täuscht jedoch über die tatsächliche Natur, mit welcher dieser Erfolg errungen wurde, musste der Schützling von Ulrike Bauer schließlich bis zum letzten Galoppsprung kämpfen, um den Hals Vorsprung über die Linie zu bringen.

Zum Artikel auf → GaloppOnline


23. Mai 2017

Auftakt zum Frühjahrsmeeting 2017

Mit einem für unsere Verhältnisse kleinen Aufgebot werden wir das anstehende Frühjahrsmeeting bestreiten. Im Zuge der "Umsiedlung" sämtlicher unserer Pferde nach Frankreich, bevorzugen wir die Starts knapp nach dem Meeting in Strasbourg (30.5.) und Wissembourg (5.6.). Zudem musste leider mit Prime Project einer unserer spannendsten Kandidaten kurzfristig aus dem Starterfeld genommen werden. Er begann nach einer sehr guten Schlussarbeit vergangene Woche zu husten und wird jetzt ersteinmal behandelt, bevor es für ihn wieder weitergeht.

Mit Leoderprofi tritt am Mittwoch ein absoluter Bahnspezialist in Baden an. Nach seinem Sieg in Mannheim und dem damit verbundenen Aufgewicht gestaltet sich die Aufgabe nicht ganz einfach, zumal der Boden für ihn auch zu schnell werden dürfte. Die Bahn wird sich, sollte es nicht noch ein Gewitter geben, tendenziell eher fest präsentieren. Andererseits sah Baden bestimmt schon anspruchsvollere Ausgleich 2 ... schlussendlich ist es aber auch noch ein Start vor der internationalen Turf Gala in Bratislava am 4. Juni.
Der Donnerstag sieht uns ohne Starter in Baden, dafür aber geht im 40km entfernten Wissembourg World Star unter Lena Maria Mattes an den Start. Auch für ihn wäre eigentlich ein durchlässiger Boden wünschenswert.
Am Freitag ist der für uns sehr wichtige Auktionstag mit Breeze up, für den wir drei Kandidaten vorbereitet haben. Mit Katalognummer 16 eine hochtalentierte Bated Breath-Stute aus der Familie des aktuellen 2000 Guineas Sieger Churchill (er soll übrigens im irischen Pendant als nächstes antreten soll, nicht wie ursprünglich geplant im Epsom Derby). Die Stute macht aktuell den Einruck, bald zur Hand zu sein. Sie ist nicht die Größte, dafür aber schön kompakt und kräftig. Mit Nr. 22 kommt A Magic Girl in den Ring. Sie ist eine Schwester der zweijährig platzierten A Sunday Dream und deutlich mehr Pferd als diese, korrekt mit gutem Charakter. Vielleicht nicht ganz so frühreif, aber nicht weniger talentiert als ihre Schwester. Sie besitzt Nennungen für Auktionsrennen. Mit der Lot-Nummer 42 ist dann die Campanologist-Stute Paddington Belle an der Reihe. Mittlerweile breezed sie richtig gut. Eine Stute mit eigenem Charakter aber korrekt. Auch sie verfügt über Nennungen für Auktionsrennen.

Am Samstag kommt unser aktueller Poulesieger Jolly Boy an den Ablauf. Er hat keine Vorbehalte gegen den zu erwartend festen Boden, die Distanz ist hingegen die Obergrenze. Ich persönlich fand seinen ersten Jahresstart gar nicht verkehrt, er wurde dadurch auch gefördert. Leider ist der zuletzt für Mülheim geplante Start ausgefallen, dieser Renntag wurde ja bekanntlich abgesagt.
Am Sonntag starten wir mit unserer vielleicht größten Hoffnung Rock to the Moon. Er lief bei seinem ersten Jahresstart gleich richtig gut und sollte mit guten Chancen an den Ablauf kommen.

Schöne Tage allen Besuchern und Freunden des Stalles in Iffezheim!


21. Mai 2017

Saisonsieg Numero 4

Nicht einmal eine Woche nach dem dritten, folgte heute in Hassloch schon der vierte Saisonsieg. Die als Außenseiterin ins Rennen gestartete Not Now, von Marco Casamento geritten, musste sich dabei bis weit in die Zielgerade hinein gedulden, bis sich die Lücke, welche den energischen Durchmarsch zum mit eineinhalb Längen Vorsprung sicheren Erfolg ermöglichte, auftat.


15. Mai 2017

Sieg in Belgien

Als voller Erfolg erwies sich unsere Reise zum Renntag im Belgischen Mons. Schon im ersten Rennen zeigte Alta Monte (Jozef Bojko) bei seinem Saisondebüt als längster Außenseiter (450:10) mit einem zweiten Platz auf. Unter veränderten Vorzeichen, als Favorit nämlich, ging dann im dritten Rennen Bacchus Danon an den Start. Gut abgesprungen, reihte sich der Schützling von Hans Hülsenbeck zunächst im Mittelfeld ein und konnte ab der Gegenseite sukzessive seine Position verbessern. An zweiter Stelle in die Zielgerade eingebogen, ließ der von Marco Casamento gerittene Wallach schon bald auf einen Sieg hoffen, den er schließlich auch zu fixieren wusste.


14. Mai 2017

Berlin Calling


06. Mai 2017

Vor- und Nachschau

Nach unserem ersten Jahrestreffer durch Tricky Tiger in Strasbourg ließ vergangenen Sonntag auch der zweite Zehnjährige im Stall Leoderprofi einen Sieg folgen. Beide befinden sich schon seit dem Jährlingsalter in meiner Obhut und erfreuen sich nach wie vor bester Gesundheit; etwas, das im Rennsport nicht alle Tage vorkommt. Leo lief bereits fünf Tage zuvor in Nancy, wurde damals aber zu weit aus dem Rennen gehalten und blieb trotz einer guten Speedleistung außerhalb der Platzierung. In Mannheim wusste Marco Casamento diesen Fehler zu vermeiden und blieb während des Rennens in Schlagdistanz zu den Führenden. Auf der Geraden konnte er schnell die Weichen auf Sieg stellen und damit die Befürchtung seines Besitzers, Leo könnte langsam zum alten Eisen gehören, eindrucksvoll widerlegen. Er soll nun im Frühjahrs-Meeting in Baden wieder an den Start kommen, danach am 4. Juni in Bratislava an der Internationalen Turf Gala teilnehmen.

Never Say Never feierte mit einem fünften Platz in Lyon-Parilly einen guten Einstand, wusste dabei auch durchaus zu gefallen. Es war bestimmt kein restlos geglückter Ritt denn eigentlich wäre mehr drinnen gewesen. Für die Stute stehen nun mehrere Optionen zur Erwägung.
Kaminski hingegen verabschiedete sich mit einem guten vierten Platz in München aus unserem Stall. Wir wünschen den neuen Besitzern viel Erfolg und schöne Stunden mit ihm.
Ebenso verkauft wurde Malvia, der in Mannheim noch einen dritten Platz eingaloppierte. Er wird sich fortan auf den kleineren Bahnen wohl fühlen.
Erfreulich war das Abschneiden meiner dreijährigen Pferde: sowohl die beiden Debütanten Prime Project und Pic A Sou, als auch die Jahresdebütantin Doris konnten sich in den Geldrängen platzieren. Letztere präsentierte sich über die Wintermonate verbessert und bestätigte die Eindrücke aus dem Training. Auch Pic A Sou gefiel mir als Debütant, auf seiner Vorstellung lässt sich jedenfalls aufbauen. Prime Project traf auf starke Gegner und hielt sich in dieser Garnitur sehr wacker. Seine Vorstellung war äußerst erfreulich, er ging deutlich reifer und besser als im Training. Er könnte Ende des Monats nocheinmal nach Lyon fahren oder in Baden laufen.
Heart Storm gefiel über die kürzere Distanz wieder deutlich besser und verfügt nun über eine Marke. Er hat ein Handicap in Nancy in Aussicht.
Bei unserem Ausflug nach Lyon wurde für Stall Herb überdies Berlin Calling, eine sehr treue, ehrliche Stute, gekauft. Sie soll bevorzugt in Frankreich, eventuell bereits am 30. Mai in Strasbourg an den Ablauf kommen. Ein Photo folgt nächste Woche.

Nun aber endlich zu den bevorstehenden Aufgaben. In Chatillon kommt Belcampo wieder an den Ablauf. In allererster Linie muss er nach seinem Zwischenfall in Moulins, er rutsche damals Anfang des Bogens weg, Vertrauen zurückgewinnen. Bei ihm scheint die Frage nach der passenden Distanz noch nicht endgültig beantwortet zu sein. Gearbeitet hat er auch nach dem Unglück überzeugend.
Mit Liberica kommt eine Fährhofer Debütantin an den Ablauf. Sie konnte sich in den vergangen Wochen fein steigern und könnte im Kampf um die vorderen Plätze ein Wörtchen mitzureden haben.
Tricky Tiger geht diesmal über 1600m an den Ablauf, der treue Kämpfer sollte Möglichkeiten auf einen vorderen Platz haben, auch wenn er in Chatillon bisher noch nicht viel Glück hatte.

In Montlucon kommt mit Lebowski ein Hoffnungsträger des Stalles an den Ablauf. Er benötigte wie auch in der vergangenen Saison etwas Zeit um in Schwung zu kommen, seine letzten Arbeiten waren aber schon standesgemäß. Als Zweiter des polnischen Derbys würde man meinen, die Distanz von 1700m sei ihm zu kurz, wir sind hingegen der festen Überzeugung, dass Wege um die Meile für ihn ideal sind, der zweite Platz im Derby nur aufgrund seiner Klasse gelang. Er musste sich damals bekanntlich nur dem sehr guten, auch in Deutschland bestens bekannten Caccini geschlagen geben. Leicht wird es morgen aber bestimmt nicht. Sehr günstig in der Partie steht Viva La Vita; auch wenn die letzte Form noch nicht ausreichen wird um zu gewinnen, hat sie mit dem enormen Gewichtsvorteil gute Chancen. Ebenso sind der eine oder andere Franzose, unter anderem die Nummer 1 Full Talent, der vergangenes Jahr noch in Sha Tin und Happy Valley seine Meriten verdiente, zu beachten. Ebenso wie Leo besitzt auch Lebowski nach diesem Rennen eine Nennung für die Turf Gala in Bratislava.
Joy to the World tritt in einem Reclamer über 1700m an.

Liberica und Belcampo

30. April 2017

Erster Saisonsieg auf heimischen Turf

Für unseren ersten Erfolg dieses Jahres auf heimischer Bahn sorgte heute in Mannheim der alte Haudegen Leoderprofi. Nach dem Absprung in vierter Position, arbeitete sich der zehnjährige Wallach bei zügigem Tempo kontinuierlich an die Spitze vor und lieferte sich auf der Zielgeraden schließlich einen Zweikampf mit Sensational Secret, den er mit einer dreiviertel Länge Vorsprung sicher für sich zu entscheiden wusste. Reiter Marco Casamento bringt damit seinen ersten Sieger für unser Quartier ins Ziel, Leo beschert seinem Besitzer Sasa Mladenovic den insgesamt 100ten Sieg und sichert sich selbst schon sehr früh seine siebente mit zumindest einem Sieg gekrönte Saison in Folge.


23. April 2017

Erster Saisontreffer

Noch rechtzeitig vor Ende April sorgt der aus Hernsteiner Zucht stammende Tricky Tiger für unseren ersten Jahrestreffer. Während des Rennens hielt sich der Schützling von Kerstin Heitz die damit schon ihren zweiten Erfolg mit Tricky feiern darf, an dritter, vierter Stelle, das Ziel erreichte er mit hauchdünnem und nur vermittels Zielphoto festzustellendem Vorsprung. Insgesamt war dieser Sieg der zehnte in Trickys Karriere, der je erste für Reiterin Olga Laznovska in Frankreich und für unser Quartier in Strasbourg.


18. April 2017

Harte Kost am Osterwochenende

Mit Belcampo und viel Mumm im Gepäck ging es am Samstag nach Moulins. Bis in den Bogen lief auch alles nach Plan: er agierte im Vorfeld erwartet professionell, blieb beim Transport, beim Satteln und im Führring unbeirrbar ruhig. Er fand ohne größeren Aufwand den Weg in die Startmaschine, verharrte dort zwar ziemlich lange, sprang aber trotzdem gut genug ab, um direkt eine Position im Vordertreffen einzunehmen. Knapp nach dem Erreichen des Bogens rutsche er mit beiden Vorderbeinen aus. Eine absolute Schrecksekunde für uns alle und erst nach einigen Augenblicken durften wir durchatmen, wobei der Reiter ihn direkt zurücknahm und aus dem Rennen fallen ließ. Gott sei Dank, und das ist alles, was nach so einem Vorfall zählt, konnte er das Rennen unbeschadet beenden. Er wird baldigst wieder an den Ablauf kommen.

Bei La Ravelle hat sich gezeigt, dass es im französischen Rennsystem für vierjährige Debütanten schwierig ist, direkt Fuss zu fassen. In Deutschland gibt es vierjährig-sieglosen Rennen, die immer mehr an Bedeutung zunehmen. Dies liegt zum einen an den geduldigen deutschen Besitzern, die den Pferden viel Zeit zur Entwicklung geben, zum anderen liegt es auch daran, dass es in Deutschland einfach wesentlich weniger dreijährigen-sieglosen Rennen als früher gibt und somit einige ordentliche Pferde in ihrer Saison als Dreijährige sozusagen "übrig", soll heißen, dreijährig sieglos bleiben. Aktuelles Beispiel ist der Ammerländer Samurai der den Weg vom vierjährigen-sieglosen Rennen direkt ins Listenrennen nahm.
In Frankreich gibt es die klassischen vierjährig-sieglosen Rennen leider überhaupt nicht. Dafür werden vermeintlich leichte Rennen ausgeschrieben, in denen man zum Teil auf bessere Pferde trifft, die aber einfach bloß einen Ticken zu schwach sind, um in den besseren Handicaps eine Rolle zu spielen; so zum Beispiel der Sieger in La Ravelles Rennen, der mit 36 Valeur eingestuft wurde und zuletzt in Tierce-Rennen nur unweit geschlagen war. Außerdem trifft man in diesen Rennen auf Pferde, mit denen sie sich bei normaler Entwicklung nach ein, zwei Starts nicht mehr unterhalten sollte, die vom Leistungsvermögen nämlich deutlich unter ihr einzustufen sind, mit ihrer Erfahrung aber diesesmal einfach noch zu stark für uns sind, um sie auf dieser wendigen Bahn zu schlagen. Letztenendes ist auch eine Viva La Vita eine 70kg-Stute in Deutschland, die immerhin zweite im Hannoverschen Auktionsrennen war. Als Debütantin nicht allzu weit hinter ihr ins Ziel zu kommen, ist, denke ich kein Beinbruch, auch wenn ich natürlich mit einem Platz unter den ersten Drei deutlich zufriedener gewesen wäre.

Jolly Boy hat das Rennen noch gebraucht, wurde noch dazu angaloppiert. Es war sein erster Start in einem Agl.3, dort muss er auch erstmmal ankommen.
Bacchus Danon hat uns auch bei seinem zweiten Start in Mons nicht enttäuscht und war der Lichtblick des Wochenendes. Er lief ein gutes Rennen, wurde von Marco Casamento gut geritten und sollte sich so ein Rennen schnappen können.

Am kommenden Wochenende geht es am Samstag nach Mülheim, am Sonntag nach Strasbourg und am Dienstag, so wir nicht wiedereinmal aus dem Starterfeld eliminiert werden, nach Nancy.


14. April 2017

Vorschau auf ein intensives Rennwochenende

Unserem Stall steht ein aktives Osterwochenende bevor: vier Starter auf jeweils unterschiedlichen Bahnen - zwei Lebensdebütanten, ein Jahresdebütant.

Belcampo vor der Abreise nach Moulins
Den Beginn wird unser toller dreijähriger Campanologist-Sohn Belcampo am Samstag in Moulins machen. Er bot sich Ende zweijährig schon an, stand auch knapp vor einem Start, fing sich dann aber einen Virus ein und wir mussten unsere Pläne stoppen. Er hat es uns aber gedankt: Belcampo konnte sich über die Wintermonate körperlich und mental enorm weiterentwickelen. In der Box kann er schon mal recht frech sein, unter dem Reiter ist er hingegen immer voll auf den Job konzentriert. Seine Grasarbeiten geben Anlass zur Hoffnung. Auch in der Startmaschine ist er brav und springt sehr ordentlich ab. Eine Position im Vordertreffen bzw. im Mittelfeld wäre optimal, alles weitere kommt bei einem Debütanten dann ohnehin von selbst. Über die Gegner zu sprechen macht wenig Sinn, da aktuell in den Dreijährigen-Rennen immer ein paar Kracher dabei sind. Wichtig wäre es zu sehen, dass er Potenzial besitzt und seine Arbeitsleistungen mit ins Rennen nimmt.

Am Sonntag geht es etwa 100km weiter nach Montlucon, wo die Hachtseerin La Ravelle ihren Einstand geben wird. Die Stute debütiert nicht ganz grundlos erst vierjährig; wir meinen, es war wert, ihr die Zeit zu geben. Auch hier waren die Arbeitsleistungen gut. Wir hoffen, dass das Tempo zu Beginn nicht zu hoch ist, sie gut ins Rennen findet und eine ordentliche Lage bekommt. Gelingt das, mache ich mir bei ihr keine großen Sorgen darüber, dass sie auch eine gute Vorstellung abliefern wird.

In Köln startet am Montag Jolly Boy in die Saison 2017. Er musste die letzte Saison zu meinem großen Bedauern frühzeitig beenden. Ich glaube, auf Sand hätte er uns noch viel Freude bereitet. Auf Gras greift er jetzt natürlich unter erschwerten Bedingungen an. Er muss bei den nächsten Starts zeigen, ob er mit diesen Umständen klar kommt. In der Arbeit zeigt er sich von guter Seite, für ihn ist es an der Zeit zu starten. Er geht auf seiner Lieblingsbahn auf seiner Distanz ins Rennen; der Boden sollte nicht zu weich werden, er braucht guten Boden.

Bacchus Danon startet das zweite Mal in Mons. Er lief zuletzt auf der gleichen Distanz unter Filip Minarik ein erfreuliches Rennen und sollte, diesesmal unter Marco Casamento, auch bei einem höheren Grundtempo wieder mit guten Chancen an den Start gehen. Die beiden Pferde, die zuletzt vor ihm waren, sind auch diesmal wieder dabei - allerdings unter veränderten Gewichtsbedingungen: wir stehen diesmal günstiger im Rennen. Ohnedies fühlt sich Bacchus momentan selbst auf der Sandbahn wie der Champion!

Donnerstag war die Präsentation unserer neuen Stute Never Say Never. Die Turffreunde haben sie, glaube ich, schon ins Herz gesschlossen.

Never Say Never und eine Abordnung der Turffreund Baden

12. April 2017

Dieses Pferd wird niemals ein F1-Rennen gewinnen ...

... und ob ihres Alters auch niemals das Deutsche Derby. Hiermit ist es also ausgesprochen und wir können namensbezogene Wortspiele getrost übergehen.
Die vierjährige Schimmelstute Never Say Never ist ab sofort eine Turffreundin. Vergangene Woche stuften wir nach eingehendem Videostudium und Beratungsgesprächen die Stute als interessantes Pferd, die Nachfolge von Cosmic City anzutreten, ein. Ein Teil des Vorstandes und ich trafen uns also vergangenen Freitag in der BBAG, um das Laufen der Stute anzusehen. Sie wurde Vierte und wir entschlossen uns, ein Angebot einzuwerfen. Nach 25 spannenden Minuten erhielten wir die erfreuliche Nachricht über den erfolgreichen Kauf. Kurz darauf war auch schon der Transport organisiert. Sonntag Abend traf die Stute in Iffezheim ein und hat sich inzwischen sogar schon etwas eingelebt. Die Stute macht mir einen guten Eindruck und wird den Turffreunden hoffentlich viel Spaß bereiten.
Never Say Never kann als sehr zuverlässig beschrieben werden, bei 27 Starts war sie 18mal in den Geldrängen und verdiente dabei knapp 150.000,- Euro. Morgen Donnerstag um 17 Uhr wird die Stute offiziell den Turffreunden vorgestellt. Wann sie erstmals in den gelb roten Farben an den Ablauf kommt, werden wir morgen Abend besprechen.

Kein F1- aber immerhin fünffacher Galopprennsieger

26. März 2017

Nachbetrachtung zu Lyon und Strasbourg

Mit etwas Verzögerung erscheint die Nachschau zu den Renntagen in Lyon und Strasbourg. Dies liegt zum einen an zwei richtig anstrengenden Tagen, wir kamen Freitags erst um etwa 3 Uhr von Lyon zurück nach Iffezheim und zum anderen am Verkauf von Cosmic City, den wir ersteinmal analysieren mussten. Wir haben mehrfach über einen eventuellen Verkauf in einem Reclaimer gesprochen und waren uns der Gefahr voll bewusst, wir hielten auch dagegen und versuchten, ihn zu verteidigen, schlussendlich wurden wir aber überboten. Mit der Siegprämie und dem Erlös aus dem Verkauf bleibt den Turffreunden unterm Strich jetzt deutlich mehr als wir vor sechs Wochen noch im Topf hatten. Man kann also bei nächster Gelegenheit wieder aktiv werden.
Gelaufen ist der Schimmel jedenfalls sehr gut. Ein paar Meter später wäre er als Sieger durchs Ziel gekommen. Ein sehr sympathisches, treues Pferd mit allerdings, das muss an dieser Stelle auch gesagt werden, gesundheitlichen Mängeln.
Heart Storm lief seine Form aus, er wird sich durch diesen Start nocheinmal steigern. Der Untergrund und das Scheinwerferlicht lenkten ihn ein wenig ab.

Tricky Tigers Auftritt war hingegen so schlecht, dass man ihn nicht für voll nehmen darf. Er kam schon geschlagen aus der Startmaschine heraus, war nicht wie gewohnt am Zügel; zum einen lag das wohl am hohen Grundtempo, zum anderen an der inneren Startbox, die er zugelost bekam. Er machte aufgrund des kaputten Bodens viele Fehler und kam nie ins Rennen. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Generell ist das französische Rennsystem sehr gut ausgeklügelt. Es kann manchmal aber auch ganz schön ärgerlich sein. Mit Pressure versuche ich verzweifelt laufen zu können, er wurde nun jedoch schon das zweite Mal innerhalb einer Woche aus dem Starterfeld elimniert (Chantilly und Chatillon).


22. März 2017

Vorschau zu Lyon und Strasbourg, Nachschau zu Mons und Chantilly

Wie geplant treten wir mit zwei Pferden in Lyon Lla Soie an. Unsere Neuerwerbung Cosmic City konnte sich bereits mehrmals auf Fiberglasbelag gut verkaufen. Er ist eine treue Seele, der immer nach vorne läuft und auch diesmal mit guten Chancen, Geld zu verdienen, an den Start geht. Seine Arbeiten waren zufriedenstellend, er fühlt sich sichtlich wohl. Eine gemähte Wiese ist das Rennen aber nicht nur wegen dem Untergrund keineswegs, befinden sich doch einige Formpferde (Mejaen, Pachadargent, Abaya und Jadala) im Rennen. Tagesverfassung und Rennverlauf werden wohl den Ausschlag geben. Die Distanz ist jedenfalls ideal für ihn, den Ritt wird Theo Bachelot absolvieren.
Heart Storm, mit Marco Casamento im Sattel, feiert hingegen sein Debüt auf diesem Untergrund. Er sieht mittlerweile blendend aus und ist vom Kopf her gereift, wir erwarten dieses Jahr also nochmal eine Steigerung von ihm. Er soll auf kurz oder lang eine französische Marke ergattern. Blamieren wird er sich bestimmt nicht.
Tricky Tiger tritt am Freitag in Strasbourg in einem Ausgleich über 1400m an. Trotz der zu erwartend tiefen Bahn, eine Bedingung, die ihm eigentlich nicht so liegt, sollte er Geld mitbringen können. Viele Formpferde sind in diesem Rennen nicht anzutreffen. Die Startbox Nr.3 ist in Strasbourg auf weicher Bahn ein Nachteil, da die Reiter dann stets den Weg zu den Außenrails suchen; es wird also eventuell problematisch für Marco Casamento, sich, von innen her kommend, außen einzusortieren.

Mit Bacchus Danons Auftreten und dem Ritt von Filip Minarik konnten wir am Montag in Mons durchaus zufrieden sein. Er ist nun dreimal in Folge in die Geldränge gelaufen, ein voller Erfolg dabei aber leider nicht gelungen; dafür war das Grundtempo in Mons einfach zu langsam, ansonsten wäre vielleicht mehr drinnen gewesen. Man hat jedenfalls gesehen, dass er mit der Bahn im Mons klar kommt und dort seinen Hafer verdienen kann.
Das Abschneiden von Danuvius darf man getrost streichen. Es kam wie befürchtet, mit der äußeren Startbox ist man auf 1300m in Chantilly chancenlos. Die ersten fünf Pferde hatten allesamt Startboxen bis Nr.7; das sagt dann schon einiges aus.


21. März 2017

Fortsetzung der Interviewreihe

Nach dem allseits sehr wohlwollend aufgenommenen Interview mit Eva-Maria Geisler, ist diesesmal unser Auszubildender Alois Gräter mit dem Befragtwerden an der Reihe.

Zum → Interview mit Alois Gräter


19. März 2017

Vorschau auf Chantilly sowie unsere Langzeitnennungen

Am kommenden Dienstag gibt Danuvius in Chantilly sein Jahresdebüt. Ursprünglich war geplant, auch Pressure mit ins Gepäck zu nehmen, er wurde jedoch aufgrund zu vieler Nennungen von France Galop 'eliminiert'. Alle 17 Startplätze sind also vergeben, ausgerechnet wir bekamen die äußerste Startbox zugelost, was über eine Distanz von nur 1300m kein geringer Nachteil ist. Einzig der Besitzer von Danuvius ist "total happy" mit der Auslosung und meinte, dass "er da wenigstens nicht eingesperrt sein kann". Die zusätzlichen Meter, die wir durch die Box auf uns nehmen, sind ihm lieber, mir nicht.
Das Pferd ist bereits gut am Posten, den Boden - PSF (Piste Sable Fibre) mag er gerne, die Distanz ist perfekt und mit Mickael Barzalona sitzt ein Top-Reiter, der mit Danuvius bereits in Deauville bestens zurecht kam, im Sattel. Generell hat Danuvius seine besten Leistungen immer in den Sommermonaten abgeliefert, trotz seiner schon jetzt guten Form fahren wir also nicht allzu optimistisch nach Chantilly. Danuvius braucht guten Boden und viele Startoptionen bieten sich derzeit leider nicht an, daher probieren wir es trotz aller negativen Vorzeichen eben in Chantilly.

Wie bereits auf → Galopp Online berichtet, haben wir Prime Project von Stall Blauer Diamant für das Slowakische Derby am 16. Juli 2017 eingeschrieben. Der Bursche hat sich in den letzten Wochen toll weiter entwickelt, ob das Ziel nicht zu hoch gegriffen ist, werden die nächsten Wochen, wenn er seine ersten Starts absolviert hat, zeigen. Heart Storm besitzt eine Nennung für das Österreichische St. Leger am 16. September in der Wiener Freudenau.

Vorschau auf Mons

Am Montag startet Bacchus Danon das erstmals im Belgischen Mons und läutet damit ein dichtes Wochenprogramm ein: Dienstag geht es mit Danuvius nach Chantilly, Donnerstag mit Cosmic City und Heart Storm nach Lyon la Soie und Freitag nach Strasbourg. Die letzten beiden Leistungen Bacchus Danons konnten uns gut gefallen, vorallem die Vorstellung in Neuss unterstrich seine aktuell gute Form. Wir hatten für ihn zwei Optionen: Mons oder Mannheim. Mons ist bekanntlich eine Sandbahn und er ist in den letzten zwei Saisonen auf Sand deutlich besser gelaufen als auf Gras, was also für Mons gesprochen hat. Er lief in Neuss besser als in Dortmund; deswegen kam die Überlegung auf, es könnte vielleicht mehr an der Bahnführung als am Sandboden liegen? Die Bahn in Mannheim ist der Neusser ähnlicher als jene in Mons, was also für Mannheim gesprochen hätte. Wir haben uns nun für das Handicap in Mons entschieden und bleiben vorerst auf Sand, nicht zuletzt auch deswegen, weil die Dotationen in Belgien deutlich lukrativer als in Mannheim sind. Sollte er mit Mons gut klar kommen, finden wir dort in den nächsten Wochen noch einige schöne Rennen für ihn. Die Sandbahn Saison in Deutschland ist ja seit 14. März beendet, wir müssen für diesen Untergrund also ins Ausland ausweichen. Filip Minarik wird Bacchus reiten; er kennt in Mons jedes Sandkorn. Wie Bacchus Einschätzung im belgischen Ausgleich ausfällt kann ich nicht beurteilen, die Ellen, die uns zur Verfügung stehen, könnten unterschiedlicher nicht sein.


16. März 2017

Sport-Welt Stallparade

Als Teil der traditionellen Stallparade findet sich in der heute erschienenen Ausgabe der Sport-Welt unser Quartier sehr ausführlich vorgestellt.


12. März 2017

Auftakt zu einer Interviewreihe

Um allen an unserem Stall Interessierten einen zusätzlichen Eindruck sowohl in den Alltag einer Rennreiterin bzw. eines Rennreiters zu vermitteln, sowie die unseren Stall maßgeblich prägenden Personen näher vorzustellen, startet heute mit Eva-Maria Geisler. Gespräche mit unseren beiden Nachwuchsreiter Alois Gräter und Marco Casamento folgen in Bälde.

Zum → Interview mit Eva-Maria Geisler


11. März 2017

Nachbetrachtung zum Neusser Renntag

Sehr erfreulich war der zweite Platz von Bacchus Danon. Wie erwartet wurde das Rennen flott gelaufen, es hätte für uns vielleicht sogar noch einen Ticken schneller sein können. Bacchus vermochte seine ordentliche Form aus Dortmund zu bestätigt und kam auf den letzten Metern nochmal richtig angeflogen. Carina Giesgen ritt nach Order, hätte sie das Pferd gekannt, wäre vielleicht sogar ein Sieg im Bereich des Möglichen gelegen. Als nächstes steht für Bacchus Mons oder Mannheim auf der Agenda.

Sehr nervös war unser Lehrling Alois Gräter im Vorfeld seines ersten Rittes. Bis zum Abspringen verlief alles soweit ok. Eigentlich hätte Alois eine danach gute Position inne gehabt, aus Unerfahrenheit gab er diese gute Lage jedoch vollends auf und kam danach nie mehr ins Rennen. Ich möchte dieses Debüt nicht überbewerten, er wird selbstverständlich noch eine Chance bekommen. Ihn in die Rennleitung zu holen, fand ich aus meiner Sicht stark übertrieben. Leoderprofi wird vermutlich in kleine französische Verkaufsrennen gehen.


08. März 2017

Vorschau auf den Neusser Renntag

Am kommenden Freitag starten wir mit Bacchus Danon und Leoderprofi in Neuss. Bacchus trifft auf seiner Lieblingsbahn in einem Amatuerrennen unter Carina Giesgen auf dreizehn Gegner. Ohne auf die Konkurrenz näher eingehen zu wollen, konnte er sich zuletzt in Dortmund gut genug verkaufen, um hier mit Chancen anzutreten. Er hat seine letztes Rennen gut weggesteckt. Die Distanz von 1900m ist auch nicht ungünstig. Klar, Amateurrennen haben ihre eigenen Gesetze, werden üblicherweise zu schnell gelaufen, genau ein solcher Rennverlauf würde unserem Bacchus aber entgegenkommen.

Leoderprofi gibt am Freitag sein Jahresdebüt, unser Lehrling Alois Gräter hingegen wird den ersten Ritt seiner noch jungen Laufbahn absolvieren. Leo verschaffte bereits Joy Fleischmann einen sehr vielversprechenden ersten Ritt, er ist als sehr braves, routiniertes Pferd natürlich bestens für solche Anlässe geeignet. Er ist mittlerweile schon wieder ordentlich am Posten und fühlt sich sichtbar wohl. Wenig überzeugend viel allerdings sein letztjähriger Saisoneinstand aus. Die restlichen Pferde im Feld liefen teilweise den ganzen Winter durch und können dadurch noch einen Konditionsvorteil vorweisen. Wir wollen Alois zu Beginn einen schönen Ritt geben und ihn ohne Druck reiten lassen, alles andere kommt dann ohnehin von selbst. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Das Wichtigste bei diesem Start wird also sein, dass Reiter und Pferd gesund nach Hause kommen.


05. März 2017

Rückblick auf die gestrige Stallpoule

Die mittlerweile traditionell Ende Februar, Anfang März stattfindende Stallpoule hat sich für meine Besitzer, Mitarbeiter und Geschäftspartner über die Jahre zu einem Fixpunkt im Jahreskalender entwickelt. Einige Besucher finden schon am Vortag ihren Weg nach Iffezheim. Dieses Jahr wurde das Poulewochenende bereits am Donnerstag durch das Eintreffen von Familie Meyer eingeläutet. Tanja und Cord brachten Bremer Bier (selbstgebrautes Bier, "Häsefelder" genannte) und Würstchen. Unsere Mitarbeiter, Familie Meyer und wir verbrachten einen sehr netten Abend in unserem Sozialraum. Einige Besucher kamen im Laufe des Freitags nach und wir nutzten den Abend um ins benachbarten Elsass "Zum Lamm" zu fahren um dort die feine französische Küche zu genießen. Die ersten poulebetreffenden Fachgespräche und Strategien wurden hier bereits geführt bzw. ausgetauscht. Am Samstag morgen stand dann bei frühlingshaftem Wetter die Besichtigung der Pferde, des Trainings und des Stalles am Programm ... alles klappte zu meiner vollsten Zufriedenheit.

Um 19:15 uhr eröffneten wir dann den Pouleabend. Konnten wir uns bereits vergangenes Jahr über enormen Zuspruch freuen, durften wir in diesem Jahr nocheinmal deutlich mehr Besucher begrüßen. Wie üblich wurde der Abend mit einigen Worten durch meine Wenigkeit eingeläutet, danach das Video mit den Siegen des vergangenen Jahres abgespielt und schließlich die Sieger der vorjährigen Poule ausgezeichnet. Erster wurden Dominique Mayer und Klaus Eulenberger mit Jolly Boy, gefolgt von Franz Vogel und Thomas Seiter mit Rock to the Moon, allesamt standen erstemals am Treppchen. Dritter wurde Familie Herb mit ihrem Pressure. Erstmals wurde auch der vierte Platz, welcher diesmal an Sasa Mladenovic mit Vinea Valentine ging, prämiert.

Das im Anschluss eröffnete, erstmals unter der Leitung von Kerstin Heitz von "der Kantine" stehende Büffet, wurde allgemein sehr wohlwollend aufgenommen. Um 20:45 begann dann der eigentliche Pouleteil des Abends. Nach etwa zehn Pferden waren wir alle noch der Meinung, unter dem Rekordergebnis des vergangenen Jahres zu bleiben. Diese Einschätzung sollte sich als Irrtum erweisen, auch heuer wurde das Gesamtergebnis nämlich wieder gesteigert. Als teuerstes Pferd erwies sich Wonderful Görl. Das Bieterduell konnte nach erbittertem Kampf von Werner Herb für sich entschieden werden.
Klaus Eulenberger machte in schon gewohnter Manier als Auktionator gute Figur, wurde dabei erstemals von Daniel Palau unterstützt.

Generell spiegelte sich die positive Entwicklung des Stalles in einem tollen Abend, einer überragenden Besucherzahl und einem Rekordumsatz wider. Erst um etwa 2:30 Uhr wurden die Tore der Veranstaltung vorerst geschlossen. Besonders hervorheben und mit Dank verbinden möchte ich die positive Stimmung und Kontinuität unter meinen Besitzern, ein Privileg, das keineswegs selbstverständlich ist.
Traditionell fanden sich heute morgen einige Besitzer nochmals im Stall ein, um ihre Pferde zum Abschied zu begutachten und gemeinsam bei einem Kaffee den vergangenen Abend Revue passieren zu lassen. Auch im BBAG-Gebäude traf man sich während dem Putzen der Räumlichkeiten wieder. Erst jetzt, während ich diese Zeilen schreibe, reisen die letzten Gäste ab, ist die Stallpoule 2017 Geschichte.

Zu den Photos


04. März 2017

Dramatische Entwicklung und später Nachtrag

So einfach, wie wir uns es vorgestellt hatten war es leider doch nicht: nachdem wir uns, was das Erstellen eines anständigen Poulekataloges betrifft, mit dem Nachtrag von Vorjahressieger Jolly Boy schon auf der sicheren Seite wähnten, erreichte uns gestern ein vom Obmann des Vereins zur Pflege und Wahrung des Kulturgutes Stallpoule (es handelt sich bei dieser Organisation zugleich um den Herausgeber des schon bekannten Internationalen Handbuches für die Regelung zur sachgerechten Durchführung einer Stallpoule) verfasstes und mit dem Vermerk "Dringlich" versehenes Schreiben, in welchem er uns mitteilte, dass der kurzfristig einberufene Prüfungsausschuss des Vereins zu der Entscheidung kam, dass die Nachreichung in unserem Fall zwar annähernd, aber eben doch nicht vollkommen ausreichend sei um dem Katalog das Prädikat "Anständig" zu verdienen. Diesem Missstand abzuhelfen, schlug er vor, den unter §7b des Handbuches vorgesehenen Notfallplan ("Für das Eintreten unvorhergesehener und unter Punkt 15 angeführter Umstände hält der umsichtige Stallpouleveranstalter stets einen Zweijährigen Auktionsposten in Vorrat."), welcher uns ja wohl bekannt und also auch von uns befolgt sein dürfte, schlagend zu machen. Ein zweiter Nachtrag, so der Obmann, würde den diesjährigen Poulekatalog zweifelsfrei und entgültig zu einem anständigen machen.
§7b ist uns, so wie sämtliche 321 anderen Paragraphen des Handbuches übrigens auch, selbstverständlich geläufig. Deshalb langer Rede kurzer Sinn: mit Lot-Nummer 14b komplettiert ein noch namenloser Zweijähriger von Globus aus der Rosennähe den heurigen, jetzt in seiner Anständigkeit über jeden Zweifel erhabenen Poulekatalog (welcher → hier als Download zur Verfügung steht).


02. März 2017

Ein Poulekatalog, der etwas auf sich hält, ...

... bedarf eines Nachtragskataloges, so viel haben wir in den letzten Jahren gelernt. In Verlegenheit setzte uns heuer bloß die quantitative Dürftigkeit, in welcher der heurige Nachtrag ausfällt: bloß ein einzelner Posten gesellt sich diesesmal hinzu. Gerettet hat uns ein Blick ins Internationalen Handbuch für die Regelung zur sachgerechten Durchführung einer Stallpoule (kurz IHfdRzsDeS): "Sollte die zur Gestaltung eines anständigen Poulekataloges erforderliche Anzahl an Nachträgen nicht erreicht werden", steht unter Zusatzklausel 3/Abs.4 geschrieben, "kann dieses Defizit über die außergewöhnliche Qualität des oder der Nachträge kompensiert werden. Von besonderer Güte darf für diesen Fall die Hinzufügung des aktuellen Poulesiegers gelten." Wie der Zufall es so will, ist genau das der Fall: mit Lot-Nummer 14a reiht sich - was für ein Glück - Vorjahressieger Jolly Boy unter die Auktionsposten und komplettiert damit den heurigen zur Gänze eines anständigen Poulekataloges.
Der aktualisierte, endgültige und jetzt auch anständige Katalog steht nunmehr → hier als Download zur Verfügung!

Grund zur Zufriedenheit bot der gestrige Auftritt von Bacchus Danon in Dortmund; immerhin als 336:10-Außenseiter ins Rennen gestartet und von Marco Casamento fehlerfrei und nach Order geritten, kam der Schützling von Hans Hülsenbeck bei seinem Jahresdebüt als fünfter von vierzehn Startern und damit innerhalb der Geldränge ins Ziel.


26. Februar 2017

Trainingsimpression

Unser Zweijährigen-Lot beim ersten kleineren Breeze-up.

Photo von Annette Moser

20. Februar 2017

Der diesjährige Poulekatalog ist fertig ...

... und steht ab sofort allen Interessierten als → Download zur Verfügung!


19. Februar 2017

So sehen die Turffreunde beim Besichtigen ihres neuen Schützlings aus


18. Februar 2017

Was wurde aus ...?

Nicht nur anlässlich der Neuigkeit zu Nice Danons Postrennsportkarriere als Beschäler tauchten in der Vergangenheit immer wieder Fragen nach dem Verbleibt beziehungsweise der Tätigkeit von jenen Vollblütern, welche sich von ihrer Tätigkeit am Geläuf und damit aus unserem Stall verabschiedet haben, auf. Die Berichte von einigen dieser Rennsportrentner haben wir nun samt Bildmaterial zusammengetragen, nachzulesen → hier

Oder auch → hier


16. Februar 2017

So sieht der neue Turffreunde-Schützling aus

Cosmic City v Elusive City (USA) - Cosmic Fire (FR), *2012 (FR)

14. Februar 2017

Ein neuer Turffreund in Baden und ein kleiner Trainingsbericht

Anlass- und wetterbedingt
eine, nunja, Schnee-Rose

Gestern Abend konnten die Turffreunde Baden e.V. ein neues Pferd aus einem Reclamer in Pornichet für sich erwerben. Es handelt sich hierbei um Cosmic City einen fünfjährigen Wallach und prämienberechtigten französischen Inländer. Der große Schimmel ist ein treuer Kämpfer mit soliden Formen und wird den Turffreunden hoffentlich viel Freude bereiten. Er soll vorallem in den umliegenden Bahnen wie Straßburg, Wissembourg, Nancy etc. eingesetzt werden. Im gestrigen Rennen wurde er übrigens nach einem eher unglücklichen Rennverlauf Vierter. Der Steher wird am Donnerstag via Deauville in unserem Stall in Iffezheim ankommen. Sonntag Nachmittag werden die Turffreunde ihren neuen dann Schützling das erstemal besuchen kommen.

Die Trainingsbedingungen in den letzten Tagen waren sehr unterschiedlich; Samstag und heute machte uns der Frost wieder einen Strich durch die Rechnung, wir konnten die Pferde nur traben. Ab morgen, spätestens übermorgen wird sich die Situation dann aber hoffentlich endgültig zu unseren Gunsten wandeln.
Sollte von da an ein ungestörtes Training möglich sein, wollen wir mit Bacchus Danon und Leoderprofi am 10. März in Neuss unsere Saison beginnen. Tricky Tiger könnte in Folge Mitte März das erste Mal an den Ablauf kommen.
Die Dreijährigen werden natürlich eine etwas längere Vorbereitung brauchen als die routinierten älteren Pferde, mit ihnen wollen wir die ersten Grasbahnarbeiten abwarten.

In den letzten Tagen wurde ich mehrfach sehnsüchtig nach dem Erscheinen des heurigen Poulekataloges gefragt. Er wird Anfang nächster Woche veröffentlicht.


13. Februar 2017

Marco Casamento am Stall

Mit dem jungen Marco Casamento aus Italien (Palermo) haben wir ab sofort neben Alois Gräter einen weiteren talentierten Erlaubnisreiter an unserem Stall. Während Alois ja als Nachwuchsreiter noch 5 Kilo Erlaubnis in Anspruch nehmen darf und etwa 58 Kilo wird reiten können, hat der 19jährige Marco noch 3 Kilo Erlaubnis und zählt zu den Leichtgewichten: er kann 48 Kilo reiten. In Deutschland konnte er sich bisher dreimal in die Siegerlisten eintragen. Sein bisher größter Erfolg war wohl während des Derby Meetings 2016 in Hamburg. Somit sind wir nach Evas Entscheidung, ihre Rennkarriere zu beenden, mit zwei jungen Reitern für die kommende Saison hoffentlich gut gerüstet.


07. Februar 2017

Nice Danons neue Aufgabe und ein kurzer Trainingsbericht

Wie vergangene Woche erhofft, präsentiert sich unsere Sandbahn aktuell in erfreulich gutem Zustand, wir konnten das Training inzwischen also vollumfänglich aufnehmen. Wie üblich beginnen wir mit langsamen Cantern und erweitern in den nächsten Tagen die Distanz um eine Grundausdauer zu schaffen.

Wie vielen sicherlich aufgefallen ist, hat Nice Danon unseren Rennstall vergangenes Jahr verlassen. Mittlerweile hat er jedoch im Deckgeschäft für Warmblutzüchter ein neues Betätigungsfeld gefunden. Man wird sowohl über seine tollen Gänge, als auch sein Sprungvermögen überrascht sein. Es zeigt sich einmal mehr, dass unsere Vollblüter über bedeutend mehr Talente als bloß den schnellen Galopp verfügen.

Zur Website des Reitstalles Verworner


30. Jänner 2017

Kurzer Lagebericht zu den gegenwärtigen Trainingsverhältnissen

In den vergangenen Wochen raubte uns ein für Iffezheimer Verhältnisse ungewöhnlich zäher Dauerfrost die Möglichkeit eines normalen Trainingsbetriebes. Wir waren gezwungen, uns mehr oder weniger auf die Einreitarbeit zu beschränken, das heißt die Pferde zu traben, an eine Arbeit im Galopp war nicht zu denken.
Heute morgen konnten erstmals wieder Plusgrade registriert werden, der Regen auf dem noch kalten Boden führte jedoch zur Bildung von Eis. Eine ähnliche Situation steht auch für morgen noch zu erwarten. Nach aktueller Prognose können wir dann ab Mittwoch wieder voll loslegen. Wir scharren schon ungeduldig in den Startlöchern und freuen uns auf die Vorbereitung für die kommende Saison. Bekanntlich ist die Winterarbeit ja das Um und Auf für eine erfolgreiche Rennsaison.


30. Dezember 2016

Saisonrückblick und Aufruf zur Wahl

Knapp vor Ausklingen des Jahres hat sich der Trainer wieder die Mühe gemacht, einen → Saisonrückblick zu verfassen. Den verdient großen Raum nimmt darin die Erfolgsgeschichte von Eva-Maria Geisler ein, eine Geschichte, deren letztes Kapitel allerdings noch nicht geschrieben sein muss, steht sie aktuell doch immerhin noch zur Wahl für den Titel der Sportlerin des Jahres 2016 in Baden-Württemberg. Dass dabei natürlich auch ihre Konkurrentinnen würdige Siegerinnen dieser Wahl wären, daran kann es keinen Zweifel geben, daran, dass wir an dieser Stelle unsere Leser allerdings dazu aufrufen, möglichst zahlreich Evas Namen ins entsprechende Feld einzutragen, ebensowenig.

Zum → Saisonrückblick
Zum Wahl der "Sportlerin des Jahres" beim → Badischen Tatblatt
Zum Bericht auf → Galopp Online


27. Dezember 2016

Saisonabschluss in Dortmund

Auch wenn es heute am letzten Renntag der Saison zu einem dieselbige mit einem würdigen Abschluss krönenden Sieg nicht ganz gereicht hat, endet das Jahr dennoch mit einem sehr erfreulichen Ergebnis: Eva-Maria Geisler (die mit Ende der Saison ihre Karriere beendet) ist mit 35 Siegritten ab heute offiziell Inhaberin des Championats der NachwuchsreiterInnen 2016! Für unseren Stall bedeutet dies, dass wir nach Maxim Pecheurs Erfolg 2012 nun schon das zweite Mal innert fünf Jahren den Sieger in dieser Kategorie stellen!


21. Dezember 2016

Feiertagswünsche

Es sind nur noch wenige Tage bis zum Weihnachtsfest und bestimmt seid Ihr bereits in den letzten Vorbereitungen für Eure Feier. Wir möchten diesen Moment nutzen, um uns bei Euch für ein wunderbares Jahr 2016 zu bedanken. Großartige Momente und herzliche Erinnerungen lassen uns gerne an das vergangene Jahr zurück denken.
Mit diesen Worten wünschen wir Euch ein frohes Fest im Kreise Eurer Liebsten und einen guten Start in das neue Jahr.


14. Dezember 2016

Winterimpression


02. Dezember 2016

Die bessere Überschrift findet sich auf → German-Racing.com

In seiner insgesamt achten Saison steht derzeit Leoderprofi; dass er die davon nunmehr schon sechste mit zumindest einem Sieg auf der Habenseite in Folge beendet, dafür sorgte der Haudegen heute auf seiner heimlichen Lieblingsbahn in Neuss. Von Eva-Maria Geisler, die damit ihren 36 Saisonsieg feiern konnte, in souveräner Manier gelenkt, lies sich der als 19:10 Favorit gestartete Stall Junior Farm-Schützling bis in die Zielgerade Zeit, um das zwischenzeitlich auf etliche Länge enteilte Feld über die Außenseite, wiewohl theoretisch bis zum Ende von Nightdance Prince bedrängt, in unangestrengtem Canter zu überrollen um die Ziellinie schließlich mit einer Halslänge Vorsprung überlegen zu queren.

Zum Bericht auf → German-Racing.com


11. November 2016

Auf der Zielgeraden der diesjährigen Stallpoule

Stichtag der heurigen Stallpoule ist der 15. November und da keiner der derzeitigen drei Spitzenreitern - Jolly Boy, Rock to the Moon und Vinea Valentine - in den nächsten Tagen zum Einsatz kommt, steht mit Jolly Boy der Sieger also fest. Herzliche Gratulationen ergehen hiermit an die erfolgreiche Besitzerin Frau Ulrike Bauer sowie das erfolgreiche Bieterduo Klaus Eulenberger und Dominique Mayer! Noch nicht entschieden ist hingegen die Belegung der Plätze; Pressure, der heute um 19 Uhr in Neuss an den Ablauf kommt, könnte sich beispielsweise mit einem Sieg (im heutigen Rennen) noch auf den zweiten Platz, einem zweiten oder dritten Platz (im Rennen) auf den dritten der Stallpoule vorschieben; ein sehr kleines Wörtchen hat auch noch der im selben Rennen wie sein Stallgefährte an den Ablauf kommende Leoderprofi mitzureden: sollte Pressure heute leer ausgehen, Leo das Rennen jedoch gewinnen, würde er sich auf den vierten Platz schieben.
Spannung ist im Endspurt der Poule also garantiert.

Endstand der Stallpoule 2016:
1. Platz: Jolly Boy
2. Platz: Rock to the Moon
3. Platz: Pressure
4. Platz: Vinea Valentine


01. November 2016

Eine Überschrift zum letzten Renntag der Münchner Saison

Photo von Murat Fischer

Für unseren Stall ging die Münchner Rennsaison heute einem größeren lachenden und einem kleineren weinenden Auge zu Ende. Nachdem der letzte Riemer Renntag tendenziell eher wenig Anlass zur Freude bot, konnte der Saisonabschluss wieder etwas versöhnen. Neben zwei zweiten Plätzen durch A Sunday Dream im ersten und Alta Monte im letzten Rennen, sorgte Lips Dancer im Mittelteil für unseren Höhepunkt des Tages: ohne größere Probleme sicherte er sich mit eindreiviertel Längen Vorsprung den Sieg in seinem Rennen und seiner Reiterin Eva-Maria Geisler damit das diesjährige Münchner Rennreiter-Championat. Mit dem Stichwort Championat ist dann auch das ein wenig weinende Auge angesprochen: die zum Greifen nahe Titelverteidigung im Trainer-Championat ging sich leider nicht ganz aus. Mit zwei Siegen am heutigen Tag gelang John Hillis die Revanche für letztes Jahr, das Championat verbleibt somit heuer am Trainingsstandort. Herzlichen Glückwunsch an John Hillis und sein Team von dieser Seite.
Dennoch haben sich die Reisen an die Isarmetropole für uns heuer wieder einmal gelohnt: mit insgesamt neun Siegen, neun zweiten, sieben dritten und acht vierten Plätzen blicken wir auf ein insgesamt sehr gutes Münchner Jahr zurück und folglich mit großer Erwartung der nächsten Saison entgegen.

Mit besonderem Dank sei an dieser Stelle auch Murat Fischer, dessen Photos von den Münchner Renntagen seit vielen Saisonen zweifellos die Zierde unserer Webseite darstellen, bedacht!

Sämtliche Photos von Murat Fischer
Championatsehrung für Eva-Maria Geisler und Vizechampionatsehrung für Gerald Geisler
Sämtliche Photos von Murat Fischer

30. Oktober 2016

Vorschau auf Magdeburg und München

Morgen Montag, bei unserem überhaupt ersten Besuch auf der Magdeburger Rennbahn, wird Leoderprofi im Agl.2 über seine, wie ich meine, Idealdistanz von 1300m ins Rennen gehen. Der Herbst ist traditionell seine Jahreszeit, nicht zuletzt deshalb, weil er jetzt zumeist seinen Boden vorfindet. Vor seinem letzten Start in Iffezheim musste Leo eine Pause einlegen, hinzu kam ein bedingt durch die ungünstige äußere Startbox alles andere als passender Rennverlauf. Für morgen erwarten wir uns aufgrund des starken Feldes ein hohes Grundtempo; am Start sind einige Frontrunner, darunter Evas alter Bekannter Emirati Spirit, außerdem Belcanto und Butch Cassedy [sic!], wovon wir eigentlich profitieren sollten.
Winaldo war die Distanz in München eventuell zu kurz. Diesmal geht es wieder über die ihm deutlich besser liegenden 2400m. Mein früherer Schützling Mount Juliet und Kepheus werden für flotte Fahrt sorgen.
Beide jeweils von Eva gerittenen Pferde gehen, wie ich meine, mit reellen Chancen an den Start.

In München kommen wir zum Saisonschluss erneut mit einer richtigen Armada von neun Pferden angereist. Es geht auf unserer "Erfolgsbahn" nocheinmal um den einen oder anderen Punkt, folgend eventuell um die Verteidigung des Trainer-Championats. John Hillis liegt uns allerdings dicht auf den Fersen und verfügt durchaus über reelle Chancen, das Championat dieses Jahr zu seinen Gunsten zu entscheiden. Es geht für uns aber nicht nur um das Trainerchampionat, auch Eva verfügt noch über die Möglichkeit, das Münchner Championat der Reiter zu gewinnen. Jetzt aber zu den einzelnen Pferden:
Wir beginnen gleich im ersten Rennen bei den Zweijährigen. A Sunday Dream lief bei ihrem Lebensdebüt und angesichts der damaligen Konkurrenz ausgesprochen vielversprechend; die damalige Siegerin lief anschließend in der Winterkönigin ein gutes Rennen, Megera, die damals Zweitplatzierte, startet heute in Hannover im Listenrennen und die damalige Vierte Lady Magic wird in München im Auktionsrennen aufgeboten. Bei einer Steigerung, zumal das Feld diesmal vielleicht einen Ticken überschaubarer als zuletzt aussieht, sollte ein Geldgewinn für uns durchaus im Bereich des Möglichen liegen.
Bei den Dreijährigen treten wir ein Rennen später mit Königstraum und Ornellaia an. Königstraum hat uns beim Jahresdebüt in Iffezheim gut gefallen, konnte die Form in Wissembourg untermauern, danach kam leider nicht mehr viel. Er ist inzwischen gereift, braucht aber noch Zeit, um sein Potenzial voll auszuschöpfen. Eine gute Vorstellung zum Abschluss seiner Saison würde mich freuen. Ornellaias letztes Laufen war schon deutlich besser als bei ihrem Lebensdebüt; auf zu kurzem Wege hielt sie lange dagegen. Sie sollte uns nächstes Jahr viel Spaß bereiten können.
Unsere vermeintlich besten Chancen kommen im Agl.3 über 1400m an den Start. Lips Dancer gefiel mir in Iffezheim in einem starken Agl.2 sehr gut. Er lief zwei Kilo gegen sein Handicap, erhielt danach zusätzlich ein Kilo Nachlass. Zusätzlich der Erlaubnis von Eva steht er nun sechs Kilo günstiger als zuletzt. Unter dieser Voraussetzung müsste er um den Sieg eigentlich ein Wörtchen mitzureden haben, wir wissen aber, wie der Rennsport spielen kann und die älteren Herren haben schon ihren eigenen Kopf. Dies konnte man übrigens gestern auch in Köln bei Dragoslav wiedereinmal sehen. Er stand nach seiner guten Leistung in Iffze meiner Ansicht nach zum Sieg, ging letztlich aber richtig unter. Unsere zweite Waffe in dem Rennen ist die zuletzt siegreiche Winsome Academy. Ihre Arbeiten ließen eine weiter Steigerung erkennen, Eva meint sogar, sie könne um den Sieg mitspielen.
Im siebten Rennen tritt Rock to the Moon an. Seine Formen sind mittlerweile sehr konstant. Boden und Distanz stellen bestimmt kein Problem. dar Bei ihm mache ich mir nur Gedanken, ob die Form eventuell langsam kippt. Ansonsten müsste auch er vorne ein Wörtchen mitreden können. Heart Storms letztes Laufen in Köln auf kürzerem Weg hat mir gut gefallen. Ob nun die weitere Distanzverkürzung nicht ein bisserl zu viel des Guten ist, wird uns das Rennen zeigen. Auf Linkskursen fühlte er sich bisher nicht so wohl wie auf Rechtskursen. In der Morgenarbeit gibt er uns jedenfalls ein gutes Gefühl.
Im letzten Rennen der Münchner Rennsaison, dem Halali, treten wir ebenfalls mit zwei Pferden an: Alta Monte hat zuletzt mehrfach enttäuscht. Auf seiner Lieblingsbahn, auf seinem Boden und während seiner Jahreszeit sollte er sich allerdings wieder von seiner besten Seite zeigen. Kaminski konnte mit einer wahren Speedexplosion seinen letzten Start zu einem Sieg verwandeln. Unser Drückeberger vom Dienst verabschiedete sich danach mit Husten in den Krankenstand. Mittlerweile gefällt er uns wieder besser. Hoffentlich ist bei diesem Rennen schon alles entschieden und wir müssen zu diesem Zeitpunkt nicht um einen noch ausstehenden vollen Erfolg zittern.

Allen Lesern ein schönes Rennwochenende mit hoffentlich gedrückten Daumen,
Gerald Geisler


21. Oktober 2016

BBAG Sales & Racing Festival

Bei der BBAG Auktion konnte sich Stall Herb heute um €16.000,- den Zuschlag für Lot Nr.32 Wonderful Görl, eine Görlsdorfer Jährlingsstute von Areion aus der Wonderful Filly sichern.


08. Oktober 2016

Vorschau auf die Renntage in München und Compiegne

Nicht ganz so optimistisch wie gewohnt reisen wir morgen nach München. Zwar bringt unser Stall wieder eine große Equipe an den Start, daraus einen Sieger zu stellen dürfte sich jedoch als schwierig erweisen.
Den Anfang macht im ersten Rennen Winaldo. Seine letzten Starts weisen eine konstante Form auf, den Sieg konnte er in Köln untermauern. Er sieht nach wie vor prächtig aus und fühlt sich sehr wohl. Die Distanz von 2000m ist die Untergrenze, aber in einem Amateurrennen ist bekanntlich alles möglich.
A Sunday Dream steht im zweiten Rennen an. Sie hat sich seit der Breeze-up, bei der sie sich schon einmal der Öffentlichkeit präsentieren durfte, stark verändert, ist nun keine "rollende Biotonne" mehr, sondern hat sich zu einer schönen Athletin entwickelt. Ihren Überehrgeiz, der fast schon als Heftigkeit zu bezeichnen war, hat sie mittlerweile abgelegt. Die Stute zweigt durchwegs vernünftige Arbeiten; von daher kann sie alle Voraussetzungen, den Rest muss sie im Rennen lernen. Genetisch bedingt war sie, was das Verhalten in der Startmaschine etc. betrifft, als beobachtungswürdig einzustufen, bisher zeigte sie sich diesbezüglich aber von ihrer besten Seiten.
Malvia, im dritten Rennen an der Reihe, fand sich bei seinem Deutschland-Debüt in Iffezheim überhaupt nicht zurecht. Zum Teil lag es wohl am Boden, zum Teil an der Hitze, die Distanz war zu lang, der Reisestress aus England darf auch nicht vergessen werden ... diesmal erwarten wir von dem schönen braunen Wallach allerdings schon eine ganz andere Vorstellung!
Ein Rennen später, im dreijährig-Sieglosen-Rennen, treten wir mit Ornellaia und Si Si Senor an. Beide Pferde brauchten lange, um an den Start zu kommen und haben nach wie vor viel zu lernen. Ornellaia konnte von ihrem Debüt profitieren und wird sich nicht mehr ganz so "dumm" wir zuletzt anstellen. Si Si Senor konnte die in ihn gesteckten Erwartungen im Training bisher leider nicht erfüllen.
Nach einer kleinen Pause geht es mit unserem Hoffnungsträger des Tages World Star weiter. Er sollte morgen eigentlich seine Bedingungen - kühles Wetter, weicher Boden - vorfinden. Eva kennt ihn, er ist gut am Posten, vielleicht kann er uns also "herausreißen". Er benötigt jedenfalls Tempo im Rennen.
Den Abschluss macht im achten Rennen dann Palm Danon. Er wusste bei den beiden diesjährigen Starts zu gefallen und ebenso wie World Star wird auch er die Verhältnisse genießen. Vielleicht ist er ja für eine Überraschung gut.
Im Riemer Trainer-Championat liefern John Hillis und ich uns, ähnlich wie vergangenes Jahr, ein Kopf-an-Kopf Duell. Bei den Reitern sollte Eva, wenn sie als Frau Geisler nicht wieder bei Null anfangen muss, ganz gute Karten haben. Diesen Eindruck gewinnt man bei einem Blick auf die Statistik der aktuellen Sport-Welt. Dort findet sich nach wie vor nur eine Frau Zwingelstein verzeichnet, eine Frau Geisler scheint dort nicht auf. Ziemlich verwirrend für manche Wetter, die von der Hochzeit nichts wissen.

In Compiegne treten wir am Montag mit Royal Fox in einem renommierten Damenreiten an. der Fuchswallach hat uns zuletzt nach einem unglücklichen Ritt etwas enttäuscht, sollte sich diesmal, nach den guten Arbeitsleistungen zu schließen, aber wieder von einer ganz anderen Seite präsentieren. Er sieht blendend aus und wir erhoffen uns von der etwas weiteren Distanz nochmal eine Verbesserung. Eva sollte auf jedenfall nochmal ein Vorteil sein.
Königstraum läuft erstmals über eine Distanz von 2800m. Die Konkurrenz ist wider Erwarten stärker als gedacht, handelt es sich doch um ein Verkaufsrennen. Auch seine Arbeitsleistungen haben mir gefallen, wir sind also gespannt.

Viel Spaß an den Renntagen,
Gerald Geisler


17. September 2016
Photos von Margot Jehle

11. September 2016

Dreierpack in München

Winsome Academy im dritten, Rock to the Moon im siebenten sowie Kaminski im achten Rennen, Reiterin war jeweils Eva-Maria Zwingelstein. Durch die Kamera von Murat Fischer gesehen:

Sämtliche Photos von Murat Fischer

03. September 2016

Heimsieg

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Dafür, dass die Große Woche 2016 nicht ohne Heimsieg für unseren Stall zu Ende gehen wird, sorgte heute Danuvius. Gemeinsam mit seinem Stallkollegen Leoderprofi ins Rennen gegangen, bekam er dabei von Jockey Filip Minarik einen perfekten Rennverlauf serviert; im Schlussbogen von hinten kommend und konsequent an der Innenseite gehalten, war der Hoheneichener vermittels der dadurch gesparten Meter auf der Zielgeraden schon im Vordertreffen zu finden und verteidigte von da an seine Führung erfolgreich gegen die nacheilende Dafina und den im Kampf um den zweiten Platz sich gegen diese geschlagen geben müssenden Leoderprofi.

Photo von Jens Sorge

Wer den gestrigen Beitrag in der SWR Landesschau über Leos heutige Reiterin Eva-Maria Zwingelstein verpasst hat, kann diesen hier nachsehen.


30. August 2016

Dreharbeiten im Stall

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Der Südwestrundfunk (SWR) war wieder - diesmal bei bedeutend besserem Wetter als noch im April - zu Gast bei uns im Stall (den damals enstandenen Beitrag gibt es übrigens → hier nachzusehen). Den diesmal gefilmten Beitrag, samt Interview mit Eva-Maria Zwingelstein, gibts vorraussichtlich am Freitag in der Landesschau Baden-Würtemberg, danach in der SWR Mediathek zu bewundern.


23. August 2016

Erneut ein Sieg in Köln

Den zweiten Sieg unseres Stalles im August holt heute an selber Stelle Winaldo. Mit Vinzenz Schiergen im Sattel und als Favorit ins Rennen gestartet, setzte sich der fünfjährige Wallach zunächst an die Spitze des Feldes, führte später die Verfolger hinter dem schon bald auf zwischenzeitlich bis zu zwölf Längen davoneilenden Magnified. Auf der Zielgeraden deutlich nachlassend, wurde jener an der 400m-Marke von dem Hernsteiner und einer bis zum Schluss verbissen kämpfenden Dingari gestellt. Die beiden überquerten die Ziellinie schließlich zehn Längen vor dem Rest des Feldes, wobei Winaldo mit einer sicheren halben Länge vor Dingari das bessere Ende für sich verbuchen konnte.


01. August 2016

Sieg in Köln

Nur gute Formen kennt heuer Jolly Boy. Am Toto doch recht deutlich favorisiert, stieß der Schützling von Frau Ulrike Bauer, mit Adrie de Vries im Sattel etwa aber der 500m Marke nach vorne und verteidigte diese Position bis zur mit einer halben Länge Vorsprung sicher erreichten Ziellinie.


22. Juli 2016

Eine gute Nachricht

Eva-Maria Zwingelstein wurde heute von ihrem Hausarzt (Dr. Schülke) gesundgeschrieben, kann also morgen wie geplant in den Sattel steigen.


17. Juli 2016

Insgesamt 250 Siege ...

... stehen mit dem heutigen in des Trainers Karriere nunmehr zu Buche. Für das kleine Jubiläum sorgte in Mannheim Mount Juliet. Mit Tommaso Scardino statt der krankheitshalber indisponierten Eva-Maria Zwingelstein im Sattel und (sicher nicht deswegen) als Außenseiter ins Rennen gegangen, hatte der vierjährige Stall Herb-Schützling mit dem hohen Tempo, das schon vom Start weg gegangen wurde, keine Probleme, fand in der Zielgeraden sogar noch den zusätzlichen Gang und ließ schließlich den lange Führenden Night Hawk sowie den Rest des Feldes im Ziel mit zwei Längen leicht hinter sich.


14. Juli 2016

Sieg in Divonne-Les-Bains

Dass er den Biss und das Vermögen zu gewinnen auch im siebenten Jahr seine Karriere noch nicht verloren hat, bewies in Divonne-Les-Bains heute Tricky Tiger. Der Rennverlauf trug sich drehbuchgemäß zu: nach dem Absprung und bis Mitte des Schlussbogens an vierter Stelle geparkt, nutzte Eva-Maria Zwingelstein anfangs der Zielgeraden die durch das nach außen gerückte Feld innen frei gewordene Spur, um den Schützling von Frau Kerstin Heitz recht mühelos und unbedrängt mit drei Längen Vorsprung ins Ziel zu lenken.
Für Eva war dies, nachdem sie in Chatillon 2005 schon ein Amateurrennen für Werner Hefter gewinnen konnte (ihr erster Sieg überhaupt), der erste Erfolg als Profireiterin im Nachbarland.


10. Juli 2016

Nachbericht

Für den Sieg im "147. Deutschen Derby" sollte es schließlich nicht ganz reichen, als Dreizehnter ließ Rosenhill am Ende aber immerhin einige gute Pferde hinter sich. Mit dem tiefen Geläuf kam der Schützling von Hans Hülsenbeck gut zurecht, hatte Ende der Gegenseite einen guten Moment, musste danach aber zwei Kraft kostende Störungen hinnehmen. Die Hauptsache ist jedoch, dass das Pferd gesund aus dem Rennen kam.


07. Juli 2016

Ausnahmsweise einmal der Besitzer im Vordergrund

Am Sonntag, wenn sich die Boxen der Startmaschine zum "147. Deutschen Derby" öffnen, rückt Rosenhill wieder in den (mit achtzehn Konkurrenten geteilten) Mittelpunkt des Interesses, davor bietet sich jedoch die Gelegenheit, denjenigen Besitzer, Hans Hülsenbeck nämlich, der dieses Antreten durch seinen Enthusiasmus überhaupt erst ermöglichte, einmal ins Rampenlicht zu stellen.
Seine ersten Berührungen mit Turnierpferden machte Hans Hülsenbeck beim (1438 erstmals erwähnten) Scharlachrennen Nördlingen, bei dem er schon mit zehn Jahren die Pferde des Grafen von Schulenburg führte. Später diente er vierzehn Jahre (1997-2011) lang als Präsident des Vereins Scharlachrennen, hatte unter Mitwirkung von I.D. Delia Fürstin Oettingen-Wallerstein und Hans Günter Winkler maßgeblichen Anteil am Wiederaufbau zum internationalen Turnier. Seit 23 Jahren ist Hans Hülsenbeck zudem 1. Vorsitzender des Reit-und Fahrvereins "Sankt Georg" Nördlingen. Mitte bis Ende der 60er Jahre ritt er selbst regionale Turniere, fungierte als Besitzer und Trainer von Springpferden bis hin zu Siegern der Klasse S.

Am Geläuf nach dem Sieg von Rosenhill
München am 16. Mai 2016
Photo von Murat Fischer
Zu Galoppsport kam Hans Hülsenbeck über Ernst Beck (größerer, erfolgreicher Rennstallbesitzer) zu Trainer Richard Staudte, für den er viel in der Arbeit ritt (auch die Amateurprüfung ablegte) und später selbständig auf Reisen war. In dieser Zeit kam er nie ohne Sieger nach München zurück.
Seine erste eigene Vollblutstute war 1973 Mademoiselle, sein erster Sieger 1976 Albin. In den folgenden Jahren hatte er stets zwei bis drei selbstgezogene, durchwegs auch erfolgreiche Pferde im Training.
Als Richard Staudte in Rente ging übernahm Dieter Fechner, für den Hans ebenfalls auf Reisen war, den Stall. Durch meine Vermittlung kam der Kontakt zum Harras de Gruchy,von dem die beiden viele Pferde kauften, zustande. Sein bestes Pferd in dieser Zeit war die 80kg Stute Mady Night die ihm den ersten Agl.2 Sieg bescherte. Danach kam Lanitos (Lirung-Halbbruder) Gag 88kg, der als bester Jung-Deckhengst in Tschechien aber leider tödlich verunglückte.
Hans Hülsenbeck folgte Dieter Fechner auch nach Iffezheim, was vermehrte Starter und Sieger in frankreich zur Folge hatte. Seinen ersten Sieg in Baden feierte er mit Non Chalance, 1999 folgte das Besitzerjahreschampionat Frankreich Region Ost - hauptsächlich mit den Pferden Red Butler ("Großer Preis von Vittel") und Kartop ("Preis der Stadt Strassburg").
Von 2000 bis zum Kennenlernen des mittlerweile befreundeten Gerald Geisler, widmete Hans Hülsenbeck sich dem Scharlachrennen, dem "Sankt Georg" und der Pflege seines kranken Vaters. Auch heute noch reite er, wenn möglich täglich, den jetzt 27jährigen aber noch topfitten Vollblüter und ehemaligen Siegers der "Scharlachschabracke" Fortalezzo. Seit 2000 widmet er sich außerdem vermehrt dem Ausbau seiner Gemäldesammlung.


03. Juli 2016

Immer wieder München

Photo von Murat Fischer

Die Serie für unseren Stall äußerst erfolgreicher Renntage in München hat auch heute angehalten. Abgesehen von einem Ausreißer konnten sich erneut sämtliche unserer Starter in den Geldrängen platzieren und auch der obligate Sieg, diesmal durch Rock to the Moon, durfte dabei nicht fehlen. Der Rennverlauf folgte einem heuer schon vielfach erprobten und für erfolgreich befundenen Muster: nach dem Start zunächst versteckt, war der vierjährige Hengst, von Derbyreiterin in spe Eva-Maria Zwingelstein vorgetragen, Anfang der Zielgeraden punktgenau zur Stelle und zog dem Rest des Feldes, begleitet nur von einer beherzt aber letztlich vergebens kämpfenden Elusive Sengia, auf dem Weg zum sicheren Einlängenvorsprungsieg davon.

Es wird Realität, wir laufen im Derby!

Wie bereits angekündigt haben Hans Hülsenbeck und ich uns bei einem Kaffee auf der Rennbahn in München Riem nochmals beraten und dabei den Entschluss gefasst, am 10. Juli mit Rosenhill im Deutschen Derby in Hamburg an den Start zu gehen. Reiten wird seine ständige Partnerin Eva-Maria Zwingelstein, die somit einen weiteren Schritt in die Rennsporthistorie macht.
Wir sind realistisch genug, uns über die völlige Außenseiterrolle nicht hinwegzutäuschen, trotzdem wollen wir die Chance nützen, in diesem Rennen dabei zu sein.

Mehr dazu in Kürze.

Zum Bericht auf → GaloppOnline


02. Juli 2016

Bewegte Wochen

Alta Monte mit Eva-Maria Zwingelstein nach dem dem Sieg in Dortmund

Die vergangenen Wochen und die bevorstehenden Tage sind von einmaligen Ereignissen geprägt. Beginnen wir mit vergangener Woche: Evas großer Wunsch war es, mit ihrem Liebling Alta Monte ein Rennen zu gewinnen; dies ist ihr vergangene Woche in Dortmung geglückt. Die Minuten nach dem Rennen, bis nach der Siegerehrung waren sehr emotional. Eva konnte die Freudentränen nicht mehr halten, ein schöner, unvergesslicher Moment. Alta Monte verlor als Fohlen aufgrund einer Koppelverletzung ein Auge. Ohnehin ist er charakterlich kein einfacher Typ. Eva hat sich Tag für Tag viel Mühe gegeben und Zeit genommen. Ein Unfall auf der Autobahn am Weg zum Rennen nach Köln hat die beiden dann wohl noch mehr zusammen geschweißt. Mittlerweile führt er ein völlig normales Pferdeleben und ist problemos reitbar.

In der letzten Woche hat sich immer mehr der Wunsch meines langjährigen Besitzers Hans Hülsenbeck, mit seinem dreijährigen Schützling Rosenhill im Derby zu laufen, herauskristallisiert. Reiten soll ihn Eva. Hans ist seit Jahren Rennpferdebesitzer und möchte, auch wenn am gleichen Tag das Auktionsrennen, in dem Rosenhill eine gute Chance besitzen würde, gelaufen wird, die Chance, einmal einen Starter im Derby zu haben, gerne nützen. Im Derby steht wohl der olympische Gedanke im Vordergrund. Eine reelle Erfolgschance besitzen wir nicht, die aber wollen wir gerne nutzen. Gestern Freitag haben wir die Abschlussarbeit gemacht. Sie war sehr ordentlich, Rosenhill hat sie gut verdaut, nichts desto trotz sind wir natürlich großer Außenseiter, ein Platz rund um die 10 wäre bereits ein tolles Abschneiden. Für Eva, Hans und mich wäre es trotzdem ein Wahnsinns-Erlebnis am Derby teilnehmen zu können. Eva wäre erst die dritte Frau, die das Derby in Deutschland mitreitet.
Sonntag Nachmittag werden wir auf der Rennbahn in München bei einem Kaffee die endgültige Entscheidung treffen und auf unserer Seite umgehend veröffentlichen.

Morgen fahern wir wieder mit einem ganzen Zug nach München. Auch diesmal kommt wieder die eine oder andere Chance an den Ablauf. Im dritten Rennen geht es mit Heart Storm los. Er hat zuletzt gegen eine spätere Siegerin sehr überzeugend gewonnen und zeigte sich nach dem Rennen nochmal gesteigert. Er ist aber von gutem Boden abhängig, zumal auf weichem Boden das hohe Gewicht drücken wird. Winoso und Troyanda werden die ersten Gegener sein, Pep Pöhler kann ich nicht einschätzen.
Im vierten Rennen haben meine beiden Starter zumindest eine gute Platzchance. Rock to the Moon litt unter Hufproblemen, sollte aber auch nach der Pause ganz weit vorne landen. Eva wird aber ihre Mühe haben, da er ein sehr phlegmatischer Typ ist. Das unbeschriebene Blatt ist die bombig gezogene Lady Poseidon. Not Now sollte auch Geld verdienen können.
Im fünften Rennen tritt der frische Sieger Lips Dancer an. Er konnte zuletzt überzeugen und ist nach wie vor gut am Posten, das letzte Wort sollte also noch nicht gesprochen sein. Mit Distanz und Boden wird er gut klar kommen, mit seiner Reiterin war er noch nie außerhalb der Geldränge platziert.
Im sechsten Rennen bin ich schon sehr auf das Abschneiden unserer kleinen Winsome Academy gespannt. Sie lief zuletzt ein mehr als ordentliches Rennen, hat inzwischen gut gearbeitet. Bei Einstellung oder gar einer kleinen Steigerung zum letzten Rennen kann sie im Kampf um die vorderen Plätze eine Rolle spielen, wobei es gegen den "Unschlagbaren" natürlich nicht leicht wird - Mumm haben wir allemal.
Im letzten Rennen treten wir mit dem treuen World Star an. Er war dieses Jahr immer im Geld, das erhoffen wir uns auch für morgen. Das Rennen sieht anspruchsvoll aus. Er liebt weichen Boden, taktisch ist er mittlerweile völlig unabhängig.

Eva schwimmt weiter auf der Welle des Erfolgs, ein sportlich unvergessliches, unübertreffliches Jahr für sie. Sie thront nach vor auf dem dritten Platz in der Jockey-Statistik und an führender Stelle - mit zehn Siegen Vorsprung - im Nachwuchsreiter-Championat All das Anfang Juli wohlgemerkt, wer hätte mit dieser Entwicklung gerechnet. Letzte Woche konnte Eva Ihre Abschlussprüfung positiv bestehen, sodass sie in Zukunft für mich noch 4kg Erlaunbis, für andere Trainer nur noch 2kg Erlaubnis hat. Sie hat also wieder einen Sprung bewältigen, bisher konnte sie aber jede Stufe gut nehmen.
Wir haben mittlerweile elf Siege am Konto, etwas weniger als in meiner bisher besten Saison 2013, trotzdem könnte es noch das beste Jahr werden, 30 Siege sind nach wie vor drinnen.

Viel Spaß am Rennwochenende!

Zum Bericht auf → GaloppOnline


26. Juni 2016

Wieder ein Sieg, diesmal in Dortmund

Für den nächsten Sieg sorgte heute in Dortmund Alta Monte. Souverän geritten von, wie könnte es anders sein, Eva-Maria Zwingelstein, setzte sich der Hernsteiner in einem fast schon als klassisch zu bezeichnenden Rennverlauf (dritte, vierte Position versteckt im Feld, anfangs der Zielgeraden durch die Lücke an die Spitze, mit eineinviertel Längen Vorsprung zum sicheren Sieg ins Ziel) gegen die Konkurrenz durch.


19. Juni 2016

Die Erfolgsserie geht weiter

Photo von Stephanie Gruttmann

Den zehnten Saisonsieg für den Stall, den 25ten für Reiterin Eva-Maria Zwingelstein, holte heute Jolly Boy in Köln. Favorisiert ins Rennen gegangen, reihte sich der sechsjährige Wallach zunächst Mitte des Feldes ein. Auf der Zielgerade in Fahrt gekommen, übernahm er etwa ab der 200m-Marke die Führung und hielt den nachgeeilten Iniesta bis ins Ziel mit eineinhalb Längen sicher auf Distanz.


15. Juni 2016

Wenig Anlass zur Klage ...

Photo von Murat Fischer

... bot wieder einmal der Renntag in München. Sämtliche unserer sieben Starter fanden ihren Weg in die Geldränge*. Das Highlight lieferte dabei Lips Dancer schon im ersten Rennen. Aus der äußersten Startbox an den Ablauf gekommen, reihte sich der siebenjährige Stall Junior Farms-Schützling zunächst am Ende des Feldes ein und hielt diese Position bis Anfang der Zielgeraden. Ab diesem Zeitpunkt von Eva-Maria Zwingelstein dann außen vorgetragen, fanden sich auf dem Weg zum mit einer Länge Vorsprung sicher eingeholten Sieg keine Hinternisse mehr.

* Darunter natürlich vier in Ungarn gezogene Pferde.


05. Juni 2016

Ach ja!

Keinen Grund zu seufzen hatte unser Stall heute in Mannheim. Pearl de Deauville beendete ihr Rennen noch als Dritte, Not Now kam schon als Zweite ins Ziel, Vinea Valentine hielt dem Druck, das Gesetz der Serie nicht zu brechen, schließlich stand und verbuchte (das sogar trotz Favoritenrolle!) damit als erstes Pferd aus unserem Stall einen zweiten Saisonsieg. Äußerst unaufgeregt war dabei die Manier, in welcher der Turffreunde Baden-Schützling dies tat. Nach dem Start und weite Teile des Rennens im Feld versteckt, ging die Stute Ende der Gegengerade erstmals auf Tuchfühlung mit der Spitze, zog im Schlußbogen außen am bis dahin führenden Ignaz vorbei und wusste dessen Attacken auf der Zielgeraden bis zum letztlich mit einer dreiviertel Länge Vorsprung sicher eingeholten Erfolg souverän abzuwehren. Für Reiterin Eva-Maria Zwingelstein, welche schon die beiden Rennen davor gewinnen konnte, war damit der lupenreine Hattrick perfekt.

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25. Mai 2016

Auftakt zum Frühjahrsmeeting

Mit großen Hoffnungen gehen wir in das Frühjahrs Meeting 2016.
Die Stallform war in den letzten Wochen ausgesprochen gut - das Wochenende rund um den 8. Mai (Hassloch, Köln, Mannheim), das Münchner Wochenende mit drei Siegen und Platzierungen und das vergangene Wochenende mit dem Sieg in Mülheim sowie den beiten zweiten Plätzen in Krefeld seien hier erwähnt. Weil ein solcher Lauf aber nicht selbstverständlich ist, richtet sich der Blick nach vorne, denn so schnell wie die Form kommt, kann sie auch wieder weg sein. Die Pferde fühlen sich aktuell jedoch wohl und sind gut am Posten.

Los geht es heute mit Leoderprofi und Sunset Sail. Leo hat sich zuletzt in Nancy angekündigt, findet heute auch seine Verhältnisse vor (weicher Boden, kühles Wetter). Er liebt Baden, daher erhoffen wir uns zumindest ein Platzgeld. Sunset Sail ist ein guter Sprinter. Das Jahresdebüt über 1000m in Moulins auf tiefer Bahn kann man streichen, bei seinem zweiten Start war die Distanz etwas zu weit, trotzdem lief er alles andere als schlecht. Die 1200m sollten wohl ideal sein, fester Boden hätte ich für ihn aber bevorzugt.
Turfsturm lief in Maisons Laffitte rätselhaft schlecht, kam nie ins Rennen. Seine Arbeit zuletzt machte uns aber Hoffnung. Auch er wäre auf festen Boden angewiesen, aber irgendwann muss man ja mal loslegen.
Jolly Boy war zweimal Zweiter. Gerade bei seinem letzten Start lief er allerdings sehr gut, war soetwas wie der moralische Sieger. Bei passendem Rennverlauf, gerade bei den Handicaps mit großen Feldern sehr wichtig, sollte er ein Wörtchen mitreden können.

Am Donnerstag startet Royal Fox im Ausgleich 2. Ein richtig ideales Rennen haben wir leider nicht gefunden, die 1400m könnten aufgrund seiner Startverzögerungen etwas kurz für ihn werden. Glücklicherweise kommen nur sechs Pferde an den Ablauf, sodass er zumindest keine großen Umwege gehen wird müssen. Er sollte nach den bisher gezeigten Leistungen eine gute Chance besitzen.
Vinea Valentine war auf unpassendem Boden in Mannheim gute Zweite, davor konnte sie auf weicher Bahn schön gewinnen. Bei einem guten Rennverlauf liegt eine Platzierung allemal im Bereich des Möglichen.

Am Freitag ist Auktion, meine Schützlinge sind gut vorbereitet und gesund, allesamt hoffnungsvolle Zweijährige, die einen guten Breeze up hinlegen werden.

Am Samstag starten wir nur Winaldo. Er hat letztes Jahr mehrfach enttäuscht, es bleibt uns aber die Hoffnung, dass der Knoten platzt.

Tags darauf führen wir nocheinmal ein starkes Aufgebot an den Start. Königstraum ist nach wie vor ein Hoffnungsträger am Stall. Er sieht bombig aus und verfügt über enorm viel Ausstrahlung. Er sollte eigentlich schon vor 14 Tagen in Strassbourg laufen, zog sich jedoch einen Nageltritt zu. Nach seiner Arbeit mit Rosenhill darf man auf ihn gespannt sein. Er ist ein richtiger Steher, dem kein Weg zu weit wird; im Kopf hingegen ist er noch ein Baby, wird also durch den Start viel lernen. Weicher Boden ist für ihn sicherlich günstig. Lips Dancer absolvierte zuletzt zwei unglückliche Starts in Frankreich, lief dabei besser als es das Ergebnis aussagt. Er sollte gute Chancen haben, zumal er im Ausgleich nun doch Nachlass erhalten hat.
Pressure muss nach seinem sicheren Sieg im sieglosen Rennen nun im Handicap bestehen. Er ist gut am Posten, hat das Rennen gut weggesteckt. Auch bei ihm erwarte ich mir einen Platz in den Geldrängen.
Eine ähnliche Ausgangslage besteht bei Kaminski, der in seiner Rennlaufbahn noch nicht viel falsch gemacht hat. Zuletzt löste er eine Pflichaufgabe souverän, muss aber nun im Ausgleich bestehen. Es war wirkklich keine leichte Entscheidung, welches Rennen er nun laufen soll: zur Wahl standen ein Ausgleich 3 über 2400m, von dem Eva meinte, dass er ihm liegen würde, oder eben der Ausgleich 3 über 2000m; Dotation und Tag jeweils identisch. Also studierten wir die restlichen Pferde in den Rennen versuchten anhand dessen das bessere Rennen auzuwählen. In Baden kommt noch die unterschiedliche Bahnführung (Alte Bahn, Neue Bahn) hinzu, alles Kriterien um die richtige Entscheidung zu treffen. Schaun wir mal, ob es letztlich die richtige war.

Für Eva läuft es nach wir vor sehr gut, sie hat einige sehr gute Ritte (Emirati Spirit, Sign und Ismay seien beispielhaft erwähnen). Der eine oder andere Punkt sollte drinnen sein, ich kann mir also gut vorstellen, dass sie mit nur noch vier Kilo Erlaubnis aus dem Meeting kommt, dann also ihre Gesamtsieganzahl auf schon 30 erhöht hat.

Allen Lesern viel Spaß während der Rennen in Iffezheim!


22. Mai 2016

Ein weiteres erfolgreiches Wochenende ...

Photo von Stephanie Gruttmann

... liegt hinter uns. Sowohl Val d'Intelvi, mit Carina Giesgen im Sattel, als auch Danuvius unter Eva-Maria Zwingelstein konnten sich heute in Krefeld zweite Plätze sichern. Einen Sieg hingegen durfte Eva schon gestern mit Heart Storm in Mülheim feiern: über 2000m wurde der Stall Herb-Schützling erstmals Start-Ziel geritten. Obwohl er sich phasenweise dabei noch etwas unreif zeigt, diese Leistung also durchaus noch nicht das Ende der Fahnenstange bedeuten muss, brachte er seine Führung letztlich, die Attacken von Princess Alba beherzt kämpfend abgewehrt, mit einer dreiviertel Länge Vorsprung sicher nach Hause.

Starter


So., 20. August - Dortmund
2.R.
Rock to the Moon
5.R.
Winzapper

Sa., 19. August - Mülheim
5.R.
Alta Monte

Do., 17. August - Deauville
1.R.
Leoderprofi
2.

Di., 15. August - Vittel
7.R.
Tricky Tiger
2.

Kontakt: An der Rennbahn 8-9, 76473 Iffezheim | Tel: +49/(0)176/ 205 70 115 | Email: gerald.geisler@gmx.de