Neuigkeiten


21. November 2020

Sieg in München

Photo von Murat Fischer

Sevillano und sein Reiter Jozef Bojko dürften schon zu Beginn geahnt haben, dass das heute eine sehr ungleiche Angelegenheit werden würde, denn um die Sache etwas spannender zu gestalten, verharrten die beiden einige zusätzliche Momente in der Startmaschine; lange genug jedenfalls, um der Konkurrenz den Vorteil etlicher Längen Vorsprung zu verschaffen. Zu nutzen wusste diese es allerdings nicht, denn schon kurz nach Einbiegen in die Zielgerade galoppierte der bis dahin an letzter Stelle gehende Hernsteiner recht mühlos und ohne großer Aufforderung zu bedürfen am Rest des Feldes vorbei. Sechs Längen Abstand zum Zweitplatzierten waren es auf der Ziellinie schließlich.

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Photos von Murat Fischer
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20. November 2020

Abschied von Deutschland und München

Einer unserer letzten Auftritte auf deutschem Boden im Jahr 2020, vielleicht der Letzte, zumindest aber der Letzte für knapp ein halbes Jahr in München (der erster Renntag der nächsten Saison findet dort voraussichtlich am 1. Mai statt) geht morgen in Riem über die Bühne. Mit fünf Pferden treten wir nochmal den aus emotionalen Gründen beliebten Weg nach München an. Finanziell darf man über ein solches Unterfangen nicht nachdenken, sonst müsste man zu Hause bleiben.

Den Beginn machen Sevillano und Sasbachwalden. Sevillano konnte Anfang Oktober in Dortmund auf sich aufmerksam machen, danach an diese Form aber nicht mehr anschließen. Optisch sieht er nicht so gut aus wie damals, auch die Arbeit gefiel nicht wie noch vor acht Wochen. Sasbachwalden hingegen sieht aktuell gut aus und hinterließ mit den neu angelegten Scheuklappen in der Arbeit einen ansprechenden Eindruck. In dieser Gesellschaft wird es jedenfalls ein Rätselraten.
Sisikam hat es rechnerisch über das Rennen am 18.10. in Iffezheim gegen ein paar Gegner nicht leicht. Sie mag jedoch sowohl die Bahn wie den Boden. Sie versteht sich mit Eva prima, ganz auschließen will ich sie daher nicht. Zumal sie noch toll aussieht und sich in der Arbeit unverändert von guter Seite zeigt. Mit dem Champion im Sattel, auf seiner Siegbahn und Distanz ist auch Kingsbury ein heißes Eisen. Auch ihn darf man nicht unterschätzen.
Smaragd konnte in Mannheim super leicht gewinnen. Der damals Zweitplatzierte war unmittelbar im Anschluss ebenfallssiegreich und wertete die Form somit auf. Die Art und Weise war schon toll. Dennoch besitzt er nicht mehr ganz die Frische von damals, außerdem steht er nun vor einer ganz anderen Aufgabe, zumal einige Gegner aus dem Ausgleich 3 kommen. Wie auch immer, der Sieg sollte mit der Handicapmarke über ihn gehen. Unsere kommenden Auftritte werden dann in Frankreich stattfinden.

Läuft alles planmäßig, bin ich am Montag in Newmarket bei der Tattersalls December Yearling Sales. Auf dieser Auktion konnten wir in den letzten Jahren Pferde wie Be A Wave, Hallo Wien, die Canford Cliffs-Stute Atrice (wurde danach für knapp €30.000,- auf der BBAG Breeze-up Sale 2016 weiterverkauft) und nicht zuletzt Leevke ersteigern. Auch Amaron wurde übrigens auf dieser Auktion erworben. Der Pfund steht aktuell historisch niedrig, der Markt in England ist rückläufig, die Vorzeichen somit gut.


07. November 2020

Die Iffezheimer Sandbahn - eine nicht endend wollende Geschichte

Seit mehr als zehn Jahren trainiere ich nun in Iffezheim. Bereits bei Beginn dieser Zeit wurde über eine Sanierung bzw. Erneuerung unserer Sandbahn gesprochen. Einige meiner noch länger hier tätigen Kollegen meinen sogar, dass von einer solchen Sanierung sogar davor schon die Rede war. Diesmal standen die Initiatoren knapp vor einer tatsächlichen Umsetzung dieses Vorhabens, es waren wohl die meisten Unterschriften und vor allem die Finanzierung geklärt. Dann kamen Corona und folgend die damit verbundenen Probleme wie etwa die Anschaffung der Rohstoffe (Sand) oder die nötigen Sicherheitsvorkehrungen für das Personal dazwischen. Der Zeitpunkt war diesmal ohnehin schon schwierig, hat doch unser aktueller Betreiber der Rennbahn gerade den Pachtvertrag mit der Gemeinde gekündigt. Langer Rede kurzer Sinn: es wird jedenfalls auch im Jahr 2020 keine neue Sandbahn in Iffezheim geben. Trösten können wir uns nur damit, dass diese heuer, bei ausreichender Auflage, besser als all die Jahre zuvor war. Die Bewässerung durch das aktuelle Greenkeeper-Team hat bestens funktioniert, dafür möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken.

Ein aktuell weiterhin heißes Rennsportthema in Iffezheim ist die Frage, wer denn nun der neue Betreiber der Rennbahn wird. Einige prominente Personen wurden die letzten Tage in Iffezheim gesichtet bzw. wurden bereits einige Ideen bei der Gemeinde vorgetragen. Die Entscheidung soll ja bekanntlich zeitnah getroffen werden.

Wir gehen morgen mit je zwei Pferden in München und Nancy an den Start. In München wird Qui rit ihr zweites Rennen absolvieren. Sie hat von ihrem letzten Start profitiert, ist aber noch nicht weit genug, um als Kandidat für die Geldränge ernsthaft in Betracht zu kommen. Ihre Rennlaufbahn wird nächstes Jahr im Ausgleich beginnen. Schön wäre es, wenn sie die dazu nötige Handicap Marke noch heuer bekäme, um nächstes Jahr dann direkt loslegen zu können.
Macavity ist ein Münchner Bahnspezialist; auch die Distanz und das geringe Gewicht auf tiefen Boden sprechen für ihn. Die Gegnerschaft ist allerdings anspruchsvoll. Erwähnt sei außerdem, dass er gegen sein Handicap läuft. Ein kleiner Geldgewinn ist unser Ziel. Im Prinzip ist es ein vorbereitender Start, der den Feinschliff für den am 21. November an selber Stelle stattfindenden Renntag geben soll.

In Nancy bestreitet After Rain Sun ihren zweiten Start nach der Zwangspause. Sie wurde ja, wir erinnern uns, im Mai in Hannover schwer angaloppiert. Die dreijährige Stute gefiel mir vor ihrem letzten Start in Strasbourg recht gut, enttäuschte mich dort jedoch. Nach dem Rennen gab sie mir nicht mehr ein so gutes Gefühl wie zuvor. Wenn sie morgen nur einen Teil ihres alten Vermögens abrufen kann, sollte sie trotzdem mit Chancen an den Ablauf kommen.
Adriel wird nach kleiner Pause im Ausgleich antreten.

Kommenden Mittwoch geht es mit Daimyo und der Neuerwerbung Indar in Strasbourg weiter, Donnerstags mit Aerion nach Fontainebleau; Samstags dann wieder nach Nancy.
In den nächsten Wochen finden für uns noch wichtige (Jährlings) Auktionen (in Deauville und Newmarket) sowie die europaweit wichtigsten Zuchtauktionen (Fohlen und Mutterstuten) statt. Hoffentlich macht Corona den Veranstaltern keinen Strich durch die Rechnung und wir dürfen daran teilnehmen.


31. Oktober 2020

Iffezheimer Herbst


25. Oktober 2020

Erster Start, erster Sieg - Teil 2

Deutlich älter als zuletzt Leevke war der sechsjährige Wallach Smaragd heute in Mannheim bei seinem Debüt auf der Rennbahn. Auch seine Reiterin Anna van den Troost absolvierte heute ihren ersten Start - für unser Quartier, und da wir es derzeit scheinbar mit den Debüts haben, feierte beide auch gleich ihren ersten Sieg für unseren Stall. Mit - auch das eine Parallele zu zuletzt - wenig Vertrauen der Wetter, 421:10 stand der Schützling von Hans-Werner Seidel am Toto, ins Rennen gestartet und in dem recht lose verbundenen Feld zunächst eher gegen Ende hin zu finden, machte Smaragd auf der Gegenseite schließlich kontinuierlich Boden gut, ließ sich auch von einem Rempler nicht beeindrucken und mischte sich im Schlussbogen erstmals in den Kampf um die vorderen Plätze. Auf der Zielgerade gab es dann kein Halten mehr; ohne den Stock bemühen zu müssen, führte seine Reiterin ihn auf dreieinhalb Längen Vorsprung (zehn weitere waren es auf den Dritten) zum überlegenen Sieg.

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11. Oktober 2020

Erster Start, erster Sieg

Bei einer Siegquote von 248:10 war das Vertrauen der Wetter in Leevke endenwollend. Die zweijährige Stute im Besitz von Stall Herb blieb davon natürlich genauso unbeeindruckt wie von der Konkurrenz, die sich auf dem Weg zum Erfolg mit Statistenrollen zu begnügen hatte. Lediglich New Wizzard konnte der von Sean Byrne gerittenen Leevke lange Zeit etwas entgegensetzen, auch der Zweite kam jedoch mit schon drei Längen Abstand ins Ziel.

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Photos von Murat Fischer
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09. Oktober 2020

Viel Aktivität in den nächsten Tagen

Morgen treten wir die Reisen nach Dortmund an. Allzu viel kann man zu dieser Art von Rennen (Viererwette-Rennen), in dem meine beiden Schützlinge antreten, nicht sagen; zu dieser Jahreszeit, in der die Form der Pferde schnell mal kippt, erst recht nicht. Das bestätigt ja auch Woche für Woche die Viererwette, die bekanntlich sehr schwierig zu treffen ist.
Blida lief zuletzt endlich einmal annähernd so, wie sie es in der Arbeit zeigt. Kingsbury lief in Baden fast erwartungsgemäß schwach, sollte jedoch morgen wieder an die Form von München anknüpfen können. Beide Pferde stehen noch gut im Haar und sehen blendend aus. Kingsbury hat nach seinem Start in Iffezheim aufgepackt.

Leevke

Am Sonntag sind wir dann in München und Nancy vertreten. Mein Weg führt mit den beiden Debutanten (Leevke und Qui rit) sowie Don Vito nach München. Eva wird in Nancy sein und dort Daimyo reiten.
Der fünfjährige Wallach gewann dort zuletzt in schönem Stil. Er fühlt sich jetzt noch etwas besser als damals und das Rennen sieht machbar aus, auch wenn der eine oder andere der Gegner duchaus galoppieren kann. Dennoch freuen wir uns über jeden Geldgewinn und werden bestimmt keine Klagelieder anstimmen, sollte er nicht direkt wieder gewinnen. Wenn er so weiter macht, geht er seinen Weg, davon sind wir überzeugt.
Eine sehr unauffällige, nie vorlaute Stute, die emsig und ohne großes Aufsehen ihre Arbeit erledigt ist Leevke. Die Make Believe-Stute wurde vergangenes Jahr in Newmarket bei den December-Yearling-Sales erworben. Sie machte lange Zeit kaum auf sich aufmerksam gemacht, erst in den letzten beiden Monaten ist sie aufgewacht. Die phlegamtische Stute macht in der Arbeit keine Fehler. Wir können ihr auf diesem Weg also nichts weiter lernen und der Zeitpunkt ist jetzt gekommen, an dem sie ins Renngeschehen eingreifen soll. Leevke ist somit meine erste zweijährige Starterin in diesem Jahr. Jeder, der diese Seite regelmäßig liest, weiß, dass ein solches Ereignis für mich immer mit Vorfreude und außerordentlicher Spannung verbunden ist. Auch wenn Leevke sich in den letzten Wochen deutlich angekündigte, wird sie erst nächstes Jahr ihr wahres Leistungsvermögen erreichen. Sie ist bestimmt keine reine Zweijährige.
Qui rit ist bereits ein Jahr älter, dennoch braucht sie noch viel Zeit. Mit diesem Start verbinden wir die Hoffnung, dass sie sich dadurch verbessert und danach weiß, wofür sie jeden Tag gearbeitet wird.
Don Vito wurde verkauft und wird seinen letzten Start unter meiner Regie absolvieren.

Am Montag führt uns die Reise mit Brunlukka nach Lyon. In Strasbourg war ihr Verhalten im Führring und auf dem Weg zum Geläuf unmöglich. Im Rennen waren ihre Motivation und Einsatzbereitschaft mangelhaft. Wir erhoffen uns diesmal eine Leistungssteigerung, zumindest aber einen Ansatz wollen wir sehen. Die langen Abstände zwischen den Rennen haben sie förmlich einrosten lassen. Sie braucht nun ihren Rhythmus. Dienstag tritt dann Mojo Boy in Chantilly an, Mittwoch eventuell noch Rum Tum Tugger in Saint-Cloud, bevor am Donnerstag vor unserer Haustüre das Sales-and-Racing-Festival eingeläutet wird.


03. Oktober 2020

Strasbourg und Düsseldorf

Etwas enttäuscht waren wir vom Abschneiden unserer Pferde am vergangenen Wochenende. Der Renntag in Cluny musste nach dem ersten Rennen wegen enormer Niederschlagsmengen abgesagt werden. Macavity fand nicht ins Rennen. Don Vito hatte einen sehr unruhigen Rennverlauf und just in dem Moment, als er in Schwung kam, musste er einen Stopp hinnehmen. Sisikam spürte die Strapazen der letzten Wochen (drei Starts in drei Wochen) und hatte müde Beine.

Unser erster Starter am morgigen Tag wird Brunlukka in Strasbourg sein. Ihr Vorbereitungsstart fiel leider (siehe oben) im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Schon zuvor mussten mehrere Versuche, sie nach ihrer Pause wieder an den Ablauf zu bekommen, wegen Kleinigkeiten abgesagt und wieder verschoben werden. Morgen soll es nun endlich losgehen. Das Feld ist übersichtlich besetzt. Das Resultat wird wohl davon abhängen, wie sie mit dem weichen Boden und der Bahn klar kommt.
Sevillano lieferte vor zwei Wochen in Dortmund seine bisher beste Lebensleistung ab. Sein Speed sah schon sehr toll aus. Er gab sich auch nach dem Rennen gut. Einzig der Haarwechsel könnte ihn aktuell Energie kosten.
Sasbachwalden lieferte in München gar kein schlechtes Jahresdebut ab. Ihre Schlussarbeit hingegen war etwas enttäuschend, hoffentlich lag das nur am Boden.


27. September 2020

Absage des Renntages in Cluny

Aufgrund starker Regenfälle wurde der Renntag in Cluny nach dem ersten Rennen abgebrochen. Brunlukka, die im fünften Rennen hätte starten sollen, kam also nicht an den Ablauf.


26. September 2020

Die gute Stallform prolongieren

Nach dem mit zwei Siegen wunderbaren zweiten Wochenende einer gekürzten "Großen Woche", durften wir auch vergangenes Wochenende mit den Resultaten unserer Starter durchwegs zufrieden sein. Auch wenn kein Sieg gelang, liefen sämtliche unserer Starter in die Geldränge. Besonders überraschen konnten dabei Sevillano und Blida in Dortmund. Auch die Leistungen von Rum Tum Tugger und Aerion verdienen positive Erwähnung.

Morgen sind wir auf vier Bahnen vertreten und auf jeder davon dürfte es weichen Boden geben. Den Beginn machen (13:10 Uhr) in Mannheim und um die selbe Zeit Macavity in Strasbourg. Beiden kommt der weiche Untergrund entgegen. Don Vito sollte unter Fabian Xaver Weißmeier Geld mitbringen, vielleicht kann er ja sogar überraschen und im Endkampf eine Rolle spielen, auch wenn er kein Mannheim-Spezi ist. Macavity trifft es hingegen auch in der französischen Verkaufsklasse nicht leicht. Ein Geldgewinn wäre erfreulich. Eine gute Startbox, ein starker Reiter (Alexis Pouchin) und der Boden sind Vorteile, die für ihn sprechen.
Brunlukka reist nach Cluny. Ihr Rennen wird planmäßig um 16 Uhr gestartet, in der Regel ist in der französischen Provinz jedoch mit deutlicher Verspätung zu rechnen. Die Stute muss eine längere Pause überbrücken. Auch sie wird von weichem Boden profitieren, der Linkskurs und die Distanz sind weitere Pluspunkte. Eva kennt die Stute bereits sehr gut. Ein paar Pferde sind auf dem Papier höher einzuschätzen, wir treten deshalb als Außenseiter an. Dennoch ist in diesem Rennen nichts unmöglich.
Um 16:30 Uhr wird dann Sisikam in Köln zum Viererwetten-Rennen (bedeutet: höher dotiert und mehr Platzgelder) einrücken. Ihr Iffezheimer Sieg war schon sehr schön anzusehen. Sie bekam dafür 3kg Aufgewicht. Der Knoten dürfte nun endlich geplatzt sein, sie hat nahezu die komplette Saison ihre Form abgerufen. Die Gegner scheinen jedoch diesmal stärker als zuletzt in Iffezheim. Desweiteren ist sie die einzige meiner morgigen Starter, bei der ich nicht ganz sicher bin, ob sie auf weichem genauso abliefern wird wie auf gutem Boden (obwohl sie in München auch auf sehr weichem Boden schon ordentlich gelaufen ist). Sie hinterlässt zu Hause noch einen guten Eindruck, wir sind also guter Dinge, nochmal ein Platzgeld nach Hause mitzunehmen.


17. September 2020

Spende vom Adventsbasar 2019 übergeben

Zur Erinnerung: es war an einem sonnigen Samstag, den 30.November 2019, da trafen sich viele interessierte Besucher zu dem Adventsbasar im Boxendorf. Fast alle Boxen waren durch Aussteller belegt, um ihre selbstgemachten und handgefertigten Waren anzubieten. Durch das besondere Flair bekam der Adventsbasar einen guten Zuspruch. Wie Tim Assenheimer mitteilte, findet in diesem Jahr aufgrund der staatlichen Infektionsverordnungen kein Adventsbasar statt - schade!

Eindrücke vom Adventbasar

Passend zur Rennwoche, trafen sich die Turffreunde im Boxendorf und überreichten der Aktion 1972 einen Scheck über €572,-. Wir sagen dafür ein herzliches Dankeschön! Besondere Freude herrschte auch noch bei den Turffreunden über den Sieg ihres Pferdes Mojo Boy am 15. August in Deauville. Herzlichen Glückwunsch!

Der Vorstand der Turffreunde mit Tim Assenheimer, die Wirtin der Turfkantine Kerstin Heitz und Reinhard Büchel bei der Scheckübergabe

Durch die Spenden helfen sie nur Behinderten in Iffezheim. Die Aktion 72 gibt es seit 48 Jahren. In der Zeit konnte sie schon viele Familien mit einem behinderten Kind bei ihren Belastungen unterstützen. Damit die Unterstützung zu 100% bei den Menschen ankommt, gibt die Aktion 72 ihrer Spende ohne Abzüge weiter. Wir haben auch Rücklagen gebildet, um bei einem akuten Notfall schnell und unbürokratisch eine finanzielle Hilfe zur Verfügung stellen zu können.

Spendenkonte der Aktion 72 - Wir helfen Behinderten e.V.:
VR-Bank Iffezheim
BIC: GENODE61IFF
IBAN: DE 54 6656 2300 0000 1972 03


13. September 2020

Heimsieg

Der zweite Treffer dieses Wochenendes brachte schließlich doch noch den ersehnten Erfolg auf heimischen Geläuf und Sisikam den längst fälligen Sieg. Über weite Strecken des Rennens irgendwo in den hinteren Regionen mitgaloppierend, öffnete sich erst nach dem letzen Knick zur Zielgeraden eine Lücke im ab über die gesamte Bahnbreite aufgefächerten Feld. Zunächst noch im Schatten anderer Pferde, auch der Bahnsprecher hatte die von der Schweizerin Sibylle Vogt gerittene Hernsteinerin bis dahin noch nicht auf dem Radar, zeichnete sie sich erst auf den letzten etwa einhundert Meter als zukünftige Siegerin dieses Rennens ab, brachte in er kurzen Zeit aber immerhin noch eineinviertel Längen zwischen sich und die sicher auf Distanz gehaltene Zweite Matilda Bay.

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Im Fernsehen

12. September 2020

Nächster Frankreichtreffer

Von den drei chancenreichen Startern heute konnte Daimyo in Nancy ihre für den Sieg nutzen. Nach dem Start reihte sich der fünfjährige Wallach zunächst an vierter, fünfter Stelle ein, verbesserte diese Position jedoch schon im Schlussbogen sukzessive. Auf der Zielgerade suchte Eva-Maria rasch die Entscheidung und enteilte dem Feld relativ mühlos zu dreieinhalb Längen Vorsprung auf der Linie.

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Photos von Albert Eyermann
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Photo von Albert Eyermann

11. September 2020

Einige Starter am zweiten Meetingswochenende

Unser morgiger Renntag beginnt mit dem Start von Daimyo in Nancy. Es ist ein 16er Feld, welches um 13:30 Uhr auf die 1350m lange Reise geschickt wird. Mit der Startbox 5 sind wir gut bedient. Im Gegensatz zum letzten Start, den er für sein Selbstvertrauen bekommen hat, soll Daimyo morgen im Mittelfeld, erweitertes Vordertreffen mitgehen. Zwei, drei Starter könnten für uns zu stark sein, aber auf ein Platzgeld dürfen wir allemal hoffen. Er hinterließ die letzte Woche in der Arbeit einen guten, frischen Eindruck, Eva, seine Reiterin, kennt ihn mittlerweile gut. Sie absolvierte außerdem in Nancy zuletzt einen glänzenden Ritt auf Montina (sie wurde dabei Zweite); die Bahn liegt ihr also. Wir hoffen, dass auch Daimyo damit zurecht kommt. Es geht immerhin um drei Bögen, was für eine derart kurze Distanz schon etwas außergewöhnlich ist.

Chronologisch gesehen kommt danach Macavity an die Reihe. Er läuft über 1400m (Startzeit: 16:45 Uhr), Bauyrzhan Murzabayev sitzt wieder im Sattel. Er konnte Gott sei Dank heute sein erstes Rennen während der "Großen Woche" gewinnen. Macavity entledigte sich bei seinem letzten Auftritt in München in schönem Stil der Maidenschaft. Bei seinen letzten Starts hatte er immer weichen Boden unter den Hufen, diesmal wird die Bodenangabe "Gut" ausfallen - was allerdings kein Problem darstellen sollte. Auch wenn er zuletzt immer von vorne ging, benötigt er die Führungsposition keinesfalls zwingend; einzig ein ausreichend gutes Grundtempo braucht er. In der Zeit nach dem letzten Laufen mussten wir ihn nur bei Laune halten; dabei machte er stets einen guten Eindruck. Wenigen Minuten vor Verfassen dieses Textes konnte der zuletzt in München zweitplatzierte Wynono unseren Sieg leider nicht aufwerten. Heute entschieden einige Pferde aus hinteren Regionen ihre Rennen für sich, was die Aufgabe für uns morgen auch nicht einfacher werden lässt. Daher gehen wir erstmal einmal nur vorsichtig optimistisch in dieses Rennen, auch wenn wir wie zuletzt wieder Sport-Welt-Favorit sind.

In diesen Minuten reist Hallo Wien nach Chantilly. Ihr Sieg in Vichy sah schon richtig gut aus. Mit eindrucksvollem Speed ist sie innerhalb kürzester Zeit am Großteil des Feldes vorbeigerauscht. Eine Vorstellung, für die sie in Frankreich ungewöhnliche 3,5kg Aufgewicht erhielt. Auch morgen geht es wieder über 2000m und wiederum wird Cyrille Stefan den Ritt absolvieren. Das 18er-Feld geht planmäßig um 17:25 Uhr auf die Reise. Hallo Wien ist in der Arbeit sehr phlegmatisch und macht immer nur das Nötigste. Die Pause könnte deswegen etwas lang für sie gewesen sein, es gab allerdings auch kein anderes Rennen, das so gut gepasst hätte wie jenes morgen in Chantilly. Der Spätsommer und Herbst sind ihre Jahreszeit. Auch wenn es nicht leicht wird, freuen wir uns schon auf dieses Rennen.

Am Sonntag beginnen wir mit La Vie Est Belle in einem Nachwuchsreiten über 1400m (Startzeit 15:40 Uhr). Ich habe lange hin und her überlegt, ob wir am Vortag über 1200m oder eben in diesem Rennen über 1400m laufen sollen. Die Wetterprognose, der zu erwartend schnelle Boden und das leichte Gewicht gaben schließlich den Ausschlag, mich für dieses Rennen zu entscheiden. Die Stute lief zuletzt in Saarbrücken ein richtig schönes Rennen, hat in der Zwischenzeit gut gearbeitet und bei einem vernünftigen Rennverlauf rechne ich mir Chancen aus. Ihr Reiter Shuichi Terachi verfügt naturgemäss über noch wenig Routine. La Vie ist allerdings nicht schwierig zu reiten und Startbox 1 erleichtert die Aufgabe für den jungen Nachwuchsreiter ungemein. Länger als 1400m sollte es für sie nicht gehen.
Um 17:50 Uhr kommen schließlich noch Kingsbury und Sisikam dran. Kingsbury gewann in München auf weicher Bahn ein Sieglosen-Rennen in überraschend schönem Stil. Dafür erhielt er ein christliches Aufgewicht von einem Kilogramm. Er ist noch sehr grün, unroutiniert und etwas misstrauisch. Es ist in der Regel nicht einfach für Pferde wie ihn, in so großen Feldern wie diesmal der Fall ist und bei der speziellen Atmosphäre auf der Heimatbahn, die volle Form abzurufen. Erneut übernimmt Bauyrzhan Murzabayev den Ritt.
Sisikam hat gefühlt seit den letzten fünf Rennen eine reele Siegchance. Bei ihrem letzten Start am vergangenen Sonntag über 1600m scheiterte sie schon am Start, bei dem sie einige Längen verlor und anschließend nur schlecht auf die Beine kam. Auf der langen Zielgeraden kam sie an wie auf Rollschuhen. Diesmal geht es über 1800m, unter der Briefmarke (Sibylle Vogt) wird die Distanz aber hoffentlich nicht zu weit. Beide gehen mit Chancen ins Rennen.

Keines unserer Pferde an diesem Wochenende wird es ganz leicht antreffen. Wir treten jedoch mit drei frischen Siegern (Macavity, Hallo Wien und Kingsbury), mit zwei Stuten (La Vie Est Belle und Sisikam), die zuletzt nur knapp geschlagen waren sowie mit Daimyo, der zuletzt ein Rennen fürs Selbstvertrauen absolvierte, an. Das ergibt ein vielversprechendes Aufgebot, das mich mit angenehmer Anspannung optimistisch auf das Wochenende blicken lässt.


05. September 2020

Impressionen vom Münchener Renntag

2003 wurde der Domainname "trainer-geisler.com" erstmals registriert, kurze Zeit später ging die erste, damals noch von Christoph Gruber erstellte Version dieser Webseite online. Seit etlichen Jahren nun befindet sie sich (in der inzwischen vierten Version) in den sie aktuell noch betreuenden Händen und genausolange schon bilden die von Murat Fischer aufgenommenen und uns jedesmal zur Verfügung gestellten Photos der Münchener Renntag einen fixen Bestandteil dieser Seite, sodass für uns mittlerweile fast wie selbstverständlich die Gleichung

"(Sieg in München) = (Hochwertige Photos für die Webseite)"

gilt. Die Gelegenheiten dafür boten sich in den letzten Jahren leider nicht mehr so häufig wie früher, dennoch aber ist es ab und an, wie zum Beispiel eben jetzt an dieser Stelle, angebracht, ihm für seine Unterstützung und Verlässlichkeit über all die Jahre einen großen Dank auszusprechen! Ohne Dich wäre diese Seite nicht was sie heute ist!
Die zeitnahe Einstellung der Photos haben diesmal ein technischer Defekt (sowie ein Urlaub) verhindert.

Photos von Murat Fischer
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29. August 2020

Doppelsieg in München

Die ersten beiden Saisonsiege unseres Quartiers in Deutschland sind im Sack. Während dabei Macavitys Sieg nicht wirklich überraschend kam - der vierjährige Wallach hat heuer immerhin schon drei zweite Plätze zu Buche stehen und auch der Toto sah unseren Kandidaten im ersten Rennen vorne, ging Kingsbury als relativ klarer Außenseiter gegen einen hoch favorisierten Best Spirit ins Rennen.
Macavity konnte sich schon Ende der Gegengeraden in Front bringen und diesen Platz auch auf der Zielgeraden gegen die zwischenzeitlich vehement drängende Konkurrenz behaupten. Kingsbury reihte sich zunächst an vierter Stelle ein und hatte schließlich deutlich mehr Mühen, die ihm dicht auf den Fersen folgende und im Ziel nur um einen Hals geschlagene Chica de la Luna in Schach zu halten.
Siegreiter waren in beiden Fällen der mutmaßliche Championjockey 2020 Bauyrzhan Murzabayev.

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27. August 2020

Beginn einer intensiven Renntagserie

Morgen Saarbrücken, übermorgen München, Sonntag Divonne, Montag Saint Cloud, Dienstag Lyon, Donnerstag Longchamp und am Samstag geht die Große Woche los. Und das alles während in unserem Nachbarland mit der Tour de France eines der weltweit bedeutensten Großsportereignisse stattfindet.

Saarbrücken veranstaltet morgen den ersten Renntag der Saison, vier Starter werden von uns dort vertreten sein. Den Beginn macht Sisikam im zweiten Rennen. Sie lief in München zweimal ansprechend bevor sie zuletzt in Düsseldorf schlecht auf die Beine kam und in einem großen Feld alle Erfolgschancen schon am Start liegen ließ. Sie legte dennoch eine sehenswerte Aufholjagd, die auch der Sport-Welt nicht verborgen blieb, hin. Auf einer Bahn mit Linien hätte ich viel Mumm auf sie. Die Saarbrückener Bahn sollte sie zwar vor keine Probleme stellen (sie gewann letztes Jahr bereits in Zweibrücken), inzwischen hat sich jedoch unsere Taktik geändert. Diese wird ähnlich wie die von Doris vor zwei Jahren (Eva konnte damals in sehenswertem Stil auf Warten geritten gewinnen) ausfallen. Diese Strategie hat sich damals in Saarbrücken zwar bewährt, wir sind uns jedoch im Klaren darüber, dass soetwas auf einer kleinen Bahn nur selten gut geht.
Auennebel und New Horizons sind zwei Rennen später die nächsten Kandidaten. Auennebel wusste zuletzt gut zu gefallen und wurde in Mannheim trotz Eisenverlustes Vierter. Sein Anspruch ist es, auch diesmal wieder ins Geld zu laufen. Wie bei anderer Gelegenheit bereits erwähnt, handelt es sich bei ihm jedoch um ein Charakterpferd, viel wird also von seiner Tageslaune abhängen. New Horizons stellt uns vor Rätsel. Wir versuchen deshalb zur Abwechslung eine extreme Steherdistanz.
Den Abschluss macht La Vie Est Belle im Sechsten. Sie lief zuletzt besser als es das Ergebnis wiedergibt. In der Arbeit gefällt sie uns und wir freuen uns auf den morgigen Start. Bei einem guten Rennverlauf sollte keiner der Gegner unschlagbar sein.

Am Samstag reisen wir nach München. Es handelt sich bei diesem um einen Zusatzrenntag und wir wollen an dieser Stelle den Initiatoren und Verantwortlichen, die diesen Renntag umgesetzt haben, unseren Dank aussprechen. Im Süden und Südwesten fanden dieses Jahr coronabedingt bekanntlich nur wenige Renntage statt, jeder zusätzliche ist daher willkommen
Macavity ist für die Sport-Welt Favorit im ersten Rennen. Sein Dauerbezwinger High Flight ist allerdings auch diesmal mit am Start. Nach dessen letzten Sieg meinte seine Trainerin Jutta Mayer "oana geht no" und tat dies auch im Interview mit Thorsten Castle kund. Ich war damals anderer Auffassung und antwortete ihr, dass ich Revanche will. Da es ein Ausgleich ist, stehen wir diesmal natürlich entsprechend günstiger in der Partie. Dennoch bin ich mir heute nicht mehr so sicher wie damals, dass wir den großen Fuchsen wirklich schlagen können. Macavity hatte letzte Woche Probleme mit seinen Hufen; er ist zwar mittlerweile wieder in Ordnung, eine Arbeit mehr hätte ich ihm aber schon gerne gegönnt. Mit dem Champion im Sattel sind wird jedenfalls gut aufgestellt.
Der zu erwartend weiche Boden wird Kingsbury nicht sonderlich behagen. Ein Platzgeld würde uns daher schon zufrieden stellen.
Sasbachwalden laborierte an einem Überbein, das nun endlich auskuriert ist. Sie gibt jetzt ein spätes Jahresdebut. In der Arbeit gefiel sie mir recht gut, auch bei ihr erhoffen wir uns daher ein Platzgeld.


23. August 2020

Zwischenbilanz

Der Großteil der Rennsaison ist bereits Geschichte. Nach der "Großen Woche" überkommt einen ja jedes Jahr bereits das Gefühl, es geht mit großen Schritten in Richtung letzter Phase der grünen Saison. Heuer vermischt sich dieses Gefühl zusätzlich mit dem Gefühl, die Saison hätte doch eigentlich erst begonnen. Durch den Lockdown fing das Rennjahr erst im Mai an und läuft somit erst seit vier Monaten. Wir haben zwar August, rennsporttechnisch könnte man jedoch meinen, es wäre erst Juni und das Hamburger-Meeting stünde noch bevor.

Während die Auswirkungen auf den französischen Rennsport mit Ausnahme der hochdotierten Rennen bisher noch überschaubar blieben, merkt man in Deutschland anhand der geringeren Gewinnsummen schon gravierende Einschnitte. Ich kann mich in diesem Zusammenhang an ein am 21. Mai in Hannover mit einem unserer arriviertesten Trainer geführtes Gespräch erinnern, bei dem er meinte, er würde auch in einer Coronabedingt eingeschränkten Saison 1,5 Millionen Euro Gewinnsumme erreichen; bitter wäre es laut seiner Aussage ja nur für die mittleren und kleinen Trainer. Daran mag viel Wahres sein, nach derzeitigem Stand der Dinge wird jedoch auch er sich heuer vergeblich um die angepeilte Gesamtgewinnsumme bemühen. Damit will ich sagen, dass auch die vermeintlich großen Trainer in Deutschland sich auf enorme Einschnitte einstellen werden müssen.
Richtungsweisend wird aus meiner Sicht die Anfang September in Iffezheim stattfindende Jährlingsauktion sein. Das Ergebniss der Premium Auktion Deutschlands wird viel über die Zukunft des Rennsports in Deutschland aussagen. Nach wie vor sind die Prognosen der Verantwortlichen optimistisch. Ich drücke ihnen und uns Aktiven jedenfalls beide Daumen.

Tatsächlich konnte man in den französischen Verkaufsrennen keine Einschnitte bemerken. Unverdrossen werden dort Pferde gekauft und verkauft, auch solche in den höheren Preisregionen. Wie gesagt, wurden dort die Rennpreise in den unteren Regionen allerdings auch kaum angegriffen. Ganz im Gegenteil zu Deutschland, wo ein Derby und eine Diana nicht angefasst wurden, die Basisrennen jedoch immer noch unmöglich niedrig dotiert sind. Man kann jetzt natürlich behaupten, dass der Rennsport eine Passion sein muss und der wirtschaftliche Aspekt demgegenüber eher von sekundärem Belange sein sollte. Aber wie lange kann und will sich der durchschnittliche deutsche Besitzer seine Passion leisten, wenn sie ihm einzig Kosten und keine diese nennenswert mindernde Einkünfte einträgt. Und wieviel Passion können sich die wirtschaftlich abhängigen Trainer und Jockeys leisten? Denn auch die bekommen nach wie vor reduzierte Rennpreise ausbezahlt und dazu deutlich weniger Rennen angeboten. Dazu muss man allerdings zur Entschuldigung der Rennvereine und des Dachverbands auch sagen: Woher nehmen und nicht stehlen?

Unser Stall war vor dem Lockdown in Cagnes-sur-Mer vertreten und in super Form. Ich bin heilfroh, dem Wunsch meiner Besitzer damals nachgekommen zu sein und alle damit verbundenen Anstrengungen in Kauf genommen zu haben, dort die Wintermonate zu verbringen. Letztlich konnten wir von den dort errungenen Erfolgen lange zehren. Denn nach dem Restart lief es erst einmmal überhaupt nicht nach Wunsch. Auch hier muss ich sagen, bin ich wieder froh, dass meine Bestzer geduldig blieben und mit mir auf einen Formaufschwung warteten. Und wie auf der Homepage vorsichtig angekündigt, ist dieser dann vor drei Wochen eingetreten. Mit den Siegen und Platzierungen der letzten Wochen dürfen wir alle zufrieden sein, es war sogar noch ein Sieg mehr drinnen. Denn nur durch einen völlig unerklärliches Ausbrechen von Always Dancing im ersten Bogen in Vittel konnte sie vom Siegertreppchen gestoßen werden. Läuft alles glatt, hätte Eva den Richterspruch selbst bestimmen können.
Außer Always Dancing konnten noch weitere Pferde bei ihren letzten Starts auf sich aufmerksam machen, sodass in den nächsten Wochen auch bei ihnen mit guten Ergebissen gerechnet werden darf. Mit fünf Auslandssiegen und einem Schnitt von knapp 14% (im Ausland) darf ich wirklich nicht unzufrieden sein.

Dieses Wochenende hatten wir Pause, ab kommenden Freitag geht es aber wieder richtig zur Sache und es steht für uns ein Renntag nach dem anderen am Programm.


18. August 2020

Neue Turftalk-Folge

Nicht so regelmäßig wie letzte Saison, dafür mit durchwegs spannenden Themen präsentiert sich heuer der von Andreas Merkel verfasste Turftalk. Die neueste Folge wirft einen Blick auf den aktuellen Derbyjahrgang. Nachzulesen → hier.


15. August 2020

Mojo zauberhaft in Deauville

Nur eine Woche nach unserem letzten und wie sämtliche anderen dieser Saison auch in Frankreich, sorgen Mojo Boy und Cyrille Stefan (der Siegreiter schon auf Hallo Wien) in Deauville für den nächsten Sieg. Gut abgesprungen und durch seine vorteilhafte Startbox begünstigt, war der Schützling der Turffreunde Baden e.V. sogleich im Vordertreffen zu finden. Im Bogen schon in Führung, suchte Cyrille Stefan beim Einbiegen in die Gerade bereits die Entscheidung, löste sich vom Feld und konnte diesen Vorsprung sicher über die Linie bringen.

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15. August 2020

Rück- und Vorschau

In Moulins lief Daimyo nach einem halben Jahr Pause und Kastration erstmals wieder. Man darf daher von seinem Abschneiden nicht enttäuscht sein, er braucht noch etwas Zeit. Aerion wurde das Rennen auf Gras und der langen Einlaufgeraden etwas zu weit.

Heute Abend gibt sich Mojo Boy in Deauville die Ehre. Beim ersten Start dieses Jahres lief bekanntlich alles schief. Die Pause vor dem zweiten Start, mit den Transporten und der Hitze, erwies sich dann doch als zu kurz. Diesmal läuft er erstmals unter meiner Regie auf PSF. Seine Arbeitsleistungen waren für mich zufriedenstellend, auch wenn er sich vielleicht noch nicht ganz auf dem Level wie letztes Jahr bei seinem Sieg beziehungsweise den letzten beiden Starts befindet, reisen wir mit einem guten Gefühl nach Deauville. Als vorteilhaft erweist sich die Zulosung einer idealen Startbox. Sein Jockey Cyrille Stefan gewann letzte Woche mit Hallo Wien für uns.
Morgen startet dann Always Dancing in Vittel. Sie erhielt nach dem letzten Start zwei Kilogramm Nachlass. Ihr damaliges Abschneiden wurde durch andere Pferde inzwischen aufgewertet. Beides spricht für ein besseres Abschneiden als zuletzt. Weicher Boden und nicht zu heißes Wetter wären von Vorteil. Mit Marco Casamento konnten wir einen sehr guten Reiter engagieren.

Die kommende Woche wird etwas ereignisloser verlaufen, unser nächster Renntag ist erst wieder für den Sonntag geplant.


08. August 2020

Erfreulicher Abschluss eines gelungenen Wochenendes

Hallo Wien

Einen großen (von hoffentlich vielen weiteren gefolgten) Schritt in die richtige Richtung bedeuten die Ergebnisse dieses Wochenendes. Nachdem unsere gestrigen Starter, gleichwohl nicht auf die Platzränge, zumindest alle im Geld waren, lieferten die heutigen beiden Kandidaten in Vichy das Sahnehäupchen. Schon im ersten Rennen des Tages beendete Hallo Wien unsere niemand will sich genau erinnern wie lange Siegflaute mit einem souveränen Erfolg. Auf Warten geritten und zunächst unauffällig unterwegs, vermittelte die von Cyrille Stefan (der unterwegs noch dazu seinen Stock verlor) gerittene Sri Putra-Stute beim Einbiegen in die Gerade erstmals ein gutes Gefühl. Ab Mitte der Zielgeraden durfte man sich dann schon berechtigte Hoffnungen auf den Sieg machen. Der Richterspruch gibt nicht wieder, wie überlegen der Schützling von Helga Zink letztlich war.

Pic A Sou (hinten)

Im dritten Rennen wählt der von Sylvain Ruis gerittene Pic A Sou dann die gegenteilige Taktik: von Beginn weg an der Spitze, wäre es sich auch fast ausgegangen, so aber steht immerhin ein zweiter Platz zu Buche. Nachdem der Wallach von Jens Böhm 2019 verletzungsbedingt aussetzen musste, gilt ein besonderer Dank dem Besitzer für das von ihm geschenkte Vertrauen beziehungsweise Geduld.

Zum Artikel auf → GaloppOnline


07. August 2020

Eine Neuerwerbung und ein paar Chancen

Daimyo

Am vergangenen Montag konnte ich im Auftrag die Fuchsstute Brigantine im Reclamer in Vichy erwerben. Die vierjährige Cima de Triomphe-Tochter verdiente bei 21 Starts knappe €65.000,-, gewann dabei zwei Rennen gewonnen und war 15 mal platziert. Sie ist gut in Iffezheim angekommen, in den nächsten Tagen werden wir entscheiden, wo wir sie erstmals aufbieten.

Am heutigen Renntag in Mannheim starten wir mit vier Pferden. Den Beginn macht La Vie Est Belle. Sie bekommt in Mannheim die Chance, wieder auf sich aufmerksam zu machen. Sie konnte ihre ersten ordentlichen Ergebnisse zuletzt nämlich nicht bestätigen. Guter Boden sollte ihr entgegen kommen. Das Rennen wird zunächst wohl etwas schnell werden, auf der Gegenseite beginnt dann der Ernst für sie.
Don Vito wusste bei seinem letzten Start in München zu gefallen. Diesmal sprechen einige Vorzeichen gegen ihn. Der schnelle Boden, die vielen Bögen, auch die Hitze sind nicht nach seinem Geschmack. Dennoch laufen wir, da ansonsten erst Ende August wieder ein passendes Rennen für ihn stattfindet. Die Pause von fünf Wochen ist uns einfach zu lange. Kommt er halbwegs mit den Bedingungen klar, erwarte ich mir dennoch ein ordentliches Laufen.
Auennebel kündigte sich am vergangenen Sonntag in Düsseldorf mit einem 5. Platz an. Kommt er mit der kurzen Pause zwischen den Rennen klar, hat er mit dem niedrigen Gewicht alle Chancen, Distanz, Boden und Bahnführung kommen ihm nämlich gelegen.
Die bombig gezogene New Horizons (von Soldier Hollow aus einer Shamardal-Mutter) kommt nach langer Pause erstmals wieder an den Start. Sie hat bisher auf der ganzen Linie enttäuscht. Jetzt sieht sie blendend aus und wusste in der Arbeit besser zu gefallen, sodass wir es nochmal probieren und ihr eine Chance geben.

Morgen starten wir mit Hallo Wien und Pic A Sou in Vichy. Hallo Wien bekam nach ihrem letzten Start zwei Kilogramm Nachlass. Das wird ihr natürlich weiter helfen, dennoch aber steht sie vor keiner leichten Aufgabe. Ein Platzgeld liegt trotzdem im Bereich des Möglichen. Regen wäre für sie von Vorteil.
Pic A Sou ist ein kleines Phänomen. Er geht in der Arbeit richtig gut, im Rennen ruft er allerdings nichts davon ab. Wir begannen mit 1400m, sind danach über 1600m gelaufen. Diesmal probieren wir es über 2000m. Es sind zwar eine Handvoll Pferde mit Form am Start, dennoch befinden wir uns in bescheidener Gesellschaft. Kann er seine morgentlichen Leistungen halbwegs am Nachmittag zeigen, läuft er ins Geld.

Am Dienstag gibt Daimyo sein Comeback. Nach einem halben Jahr Pause wird er erstmals als Wallach an den Ablauf kommen. Über 1400m tritt er in Moulins in einem Ausgleich an.


23. Juli 2020

Zu den kommenden Starts in Vichy

Laquyood

Morgen, am letzten Tag des Festivals in Vichy (einem entzückenden kleinen Städtchen übrigens) sind wir mit drei Startern beteiligt. Den Beginn macht Hallo Wien. Wir werden ihr erstmals im Rennen Scheuklappen anlegen; in der Arbeit zeigte sie sich mit solchen deutlich konzentrierter und ehrgeiziger. Die lange Gerade und ein hoffentlich schnelles Rennen auf langsamer Bahn sollten ihr entgegen kommen. Die Startbox ist kein Nachteil, zudem wurde ihr Valeur nach dem letzten Start nochmal herunter gesetzt. Die Vorzeichen stehen somit gut.
Aerion lief zuletzt besser als es das Ergebnis aussagt. Er wurde auf der Zielgeraden behindert, in Folge war das Rennen für ihn gelaufen; er wurde danach nicht mehr bemüht, andernfalls wir die knappe Startfolge bei den aktuell hohen Temperaturen und entsprechenden Transportstrapazen nicht in Erwägung gezogen hätten. Die Startposition und die erste Abteilung sind sicherlich ein Nachteil, mit einem Geldrang dürften wir zufrieden sein; ein solcher sollte bei einem glatten Rennverlauf trotzdem machbar sein.
Im letzten Rennen tritt Laquyood an. Er bekam eine gute Startposition zugelost, fühlt sich sichtlich wohl, auch bei ihm erhoffen wir uns einen Geldgewinn.

Anfang der Woche lief Always Dancing. Bis jetzt kann ich nicht nachvollziehen, warum ihr Reiter die gute Position kampflos aufgab. Danach gestaltete sich das Rennen für sie unnötig kompliziert, da sie keine Lücke fand und zwischenzeitlich förmlich quer stand. Rum Tum Tugger wurde fälschlicherweise auch diesmal "Rum Tum Tugger Hun" genannt. Das "HUN" nach dem Namen steht bekanntlich für das Geburtsland und bildet keinen Teil des Namens. Scheinbar haben das manche Kommentatoren noch nicht erfasst. Rum Tum Tugger lief in dieser noblen Gesellschaft gar nicht übel, zumal er bereits kurz nach dem Start schwer angaloppiert wurde und im Zuge dessen auch noch ein Eisen abgerissen bekam. Er braucht weichen Boden auf weiterer Distanz.
Am Sonntag geht es nach München.

Die aktuellen Ergebnisse entsprechen zweifellos weder unserer Erwartungshaltung noch der Vorstellung darüber, wie ein erfolgreicher und erfreulicher Rennalltag aussehen sollte, dennoch, und das sowohl als Gebot der Stunde als auch in der Sache gegründete Überzeugung, ist uns der Optimismus, dass auf Regentage wieder solche ohne Wolken folgen müssen, nicht verloren gegangen.

Rum Tum Tugger

20. Juli 2020

Gut in Vichy angekommen

Always Dancing

16. Juli 2020

Dichtes Programm

In den nächsten Tagen haben wir sowohl im In- als auch Ausland einige Starter. Den Auftakt gab bereits heute Abend Aerion in Compiegne. Auf den ersten Bick gibt der dabei errungene 12. Platz nicht viel her, das Laufen war jedoch alles andere als verkehrt. Eventuell findet sein nächster Start bereits kommende Woche in Vichy während des Festivals statt.

Morgen gibt sich Mojo Boy in Chantilly die Ehre. Bei seinem Start vorige Woche in Aix-les-Bains kam er kaum um den Bogen, was seinen Reiter Franck Blondel völlig aus der Ruhe brachte. Mojo wurde förmlich angehalten. Er kam gut aus dem Rennen und die morgige Aufgabe sieht verlockend aus, daher schicken wir ihn direkt wieder in ein Rennen.

Am Samstag steht Köln auf dem Programm. Kingsbury lief in Mannheim auf zu weitem Weg ein ordentliches Rennen; ich war keinesfalls enttäuscht. Soriano braucht guten Boden; findet er den vor, sollte er Chancen besitzen.

Am Sonntag laufen wir noch in Vittel. Pic A Sou hat toll gearbeitet. Springt er gut ab, erwarte ich ihn weit vorne. Gegen ihn spricht allerdings die "Zweiter Start nach der Pause"-Statistik. Adriel wird den Start definitiv noch brauchen. Kommende Woche führt uns die Reise dann zum Festival in Vichy. Den Beginn dort macht Always Dancing. Genaueres folgt nach der Starterangabe.


30. Juni 2020

Vorschau auf Compiegne

Rum Tum Tugger

Mit drei Pferden reisen wir in diesen Stunden nach Compiegne. Den Anfang wird morgen Nachmittag Rum Tum Tugger in einem Rennen ausschließlich für debütierende Pferde machen. Er ist der erste Starter für seinen Vater, den Gruppe-1-Hengst Tres Rock Danon, der nach Klasse sicherlich das beste Pferd war, welches ich trainieren durfte. Rum Tum Tugger ist ein Ebenbild seines Vaters. Nicht nur optisch ist er ihm allerdings sehr ähnlich sondern auch in seinem gesamten Verhalten und seinen Bewegungen. Er hat sich zu einem richtigen Hingucker entwickelt und auch schon einige ordentliche Arbeiten absolviert. In unserem Stall, der nicht unbedingt von hoffnungsvollen dreijährigen Pferden übergeht, genießt er einen hohen Stellenwert. Man hört schon, ich schwärme sehr für ihn, dennoch wird er wie auch sein Vater Zeit benötigen, um sich gemäß seines vollen Potentials zu entwickeln. Tres Rock Danon debütierte erst am 26. Juli seines dreijährigen Alters. Nicht zuletzt muss auch erwähnt werden, dass im morgigen Rennen echte Blaublüter vertreten sind: Zaykava, um ein Beispiel zu nennen, hat die "Arc de Triomphe"-Siegerin Zarkava zur Mutter. Erwähnt sei auch eine Tochter der Adelma, die den Gruppesieger Arctic Fire als Nachkommen vorweisen kann. Es sind also einige sehr gut gezogene Pferde am Ablauf, wir freuen uns darauf zu sehen, wie unser Rum Tum sich in dieser Gesellschaft schlägt.

Always Dancing
Im Rennen danach wird Always Dancing ihren dritten Start absolvieren. Es ist ein kleines aber stark besetztes Feld in einem Verkaufsrennen über 2400. Geld zu verdienen wird nicht einfach. Wichtig ist für uns, gesund aus dem Rennen zu kommen und danach eine machbare Marke zu erhalten um eventuell im Handicap weiterzumachen. Die Stute war zuletzt unter Wert geschlagen. Weicher Boden käme ihr entgegen.
Last but not least folgt Laquyood. Er hatte einen sehr erfolgreichen Winteraufenthalt in Cagnes-sur-Mer, befand sich seither aber Corona-bedingt in Zwangspause. In der Arbeit macht er nur das nötigste, daher ist er schwierig einzuschätzen. Er fühlt sich sichtlich wohl, sieht prima aus. Ein Geldrang ist unser Anspruch. Eddie Hardouin kennt ihn bereits und konnte mit ihm auch schon gewinnen.

Laquyood

Am Freitag geht es für uns in Mannheim weiter.


21. Juni 2020

Eine Rückkehr und ein Trauerspiel

Zunächst zur erfreulicheren Nachricht: mehr oder weniger unter Ausschluss der Öffentlichkeit konnten wir heute in Argentan Porsenna aus einem Verkaufsrennen claimen. Bekanntlich sind auch in unserem Nachbarland nach wie vor keine ZuschauerInnen/BesitzerInnen zugelassen und der Zutritt somit nur erschwert oder gleich überhaupt nicht möglich. Auf den Wettportalen im Internet war Argentan nicht einmal erfasst, von einer Übertragung des Rennens ganz zu schweigen. Trotzdem konnten wir gestern jemanden Vorort gewinnen, für uns ein Gebot einzuwerfen. Es war definitiv kein vernünftiger, finanziell vielversprechender, sondern viel mehr ein rein emotionaler Kauf. Wir alle, allen voran Eva sind dem Pferd einfach sehr verbunden. Gelegentlich macht man im Leben auch unvernünftige Dinge .
Wir freuen uns jedenfalls riesig, dass es geklappt hat.

Deutlich weniger erfreulich verlief eine andere Angelegenheit in Frankreich: ein vor geraumer Zeit von France Galop gegen uns eröffnetes Verfahren führte letzte Woche zu einem Urteil.
Zur Sachlage: Am 20. Januar 2020 gewann Aerion den "Prix du Roussillon" (Classe 2) in Cagnes-sur-Mer. Im Anschluss an dieses Rennen wurde ihm eine Dopingkontrolle entnommen, deren Ergebnis negativ war. Am nächsten Tag fing der Fuchswallach an, lahm zu gehen, woraufhin ihm mein deutscher Tierarzt ihm Metacam, welches gegen schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates wirkt, verschrieb. Am 21. Januar lief Porsenna nach beinahe einem Jahr Pause und wurde Dritter. Auch bei ihm wurde direkt nach dem Rennen eine Dopingprobe entnommen, deren Ergebnis ebenfalls negativ war. Da der Hengst nach dem Rennen unter Muskelbeschwerden litt, wurde auch für ihn Metacam verordnet.
Am 23. Januar 2020 wurde in Cagnes-sur-Mer bei uns eine von France Galop angeordnete Trainingskontrolle durchgeführt. Bereits zu Beginn der Überprüfung deklarierte Eva-Maria, meine Vertretung während des Meetings, dass Aerion und Porsenna unter tierärztlich verordneter Medikation stünden. Auch meine anderen Pferde, die sich in Cagnes befanden, wurden getestet. Sämtliche Ergebnisse waren negativ - außer eben jene der beiden von uns den Kontrollorganen gegenüber ausdrücklich genannten Pferden. Trotz Deklaration und darüber im Vorfeld erteilter Auskunft wurde daraufhin ein Verfahren eingeleitet. Es werden uns Formfehler vorgeworfen, etwa jener, dass der Tierarzt (ein in der EU niedergelassener Tierarzt) in Frankreich nicht hätte praktizieren dürfen und das Rezept nicht den französischen Vorschriften entsprach, dieses bei der Kontrolle außerdem nicht vorlag.
Ein Detail am Rande: Von France Galop erhielten wir trotz mehrfacher Anfrage, wie denn ein formgerechtes Rezept auszusehen hätte, noch keine Antwort, auch einige in Frankreich ansässige Tierärzte konnten mir dazu keine Auskunft geben. Eva hatte während der Dopingkontrolle mehrfach angeboten, die in ihrem unweit gelegenen Appartement befindlichen Rezepte zu holen und vorzulegen. Sie waren zu besagtem Zeitpunkt nur deshalb nicht bei der Hand, da wir im Vorfeld des Meetings vereinbart hatten, keinerlei Dokumente wie etwa Pferdepässe etc. in der Futterkammer zu lassen. Das beauftragte Kontrollorgan beteuerte mehrfach, dass dies nicht nötig sei, da die Medikation ja bereits deklariert wurde.

Aus meiner Sicht ist die Bestrafung schwierig nachzuvollziehen. Es ist nun aber so und wir werden die Strafe wohl oder übel akzeptieren müssen, obwohl wir im Interesse der Tiere handelten, Tierschutzrechten Folge leisteten und zugleich keinem Mitkonkurrenten eine Nachteil oder Schaden zugefügt wurde.


19. Juni 2020

Ausgelernt

Unsere bis vorgestern Auszubildende Anja Allgöwer bestand gestern in Köln die Abschlussprüfung und darf sich nun vollausgebildete Pferdewirtin nennen.
Wir gratulieren recht herzlich!


18. Juni 2020

Nachbetrachtung und Vorschau

Palnyra

Bei strömendem Regen fand der zweite Münchner Renntag des Jahres 2020. Nicolaus von Miltitz, der seit vielen Jahren die Rennen in Riem kommentiert, konnte sich an keinen ähnlich verregneten Renntag erinnern. Der Boden war über 6,0 und somit mehr als speziell. Macavity vermochte auch unter diesen Extrembedingungen zu gefallen. Er war bereits geschlagen und fightete in sehenswerter Manier zurück. Mit dem hohen Gewicht im Rücken war das schon bemerkenswert. Läuft alles nach Plan, wird sein nächster Start in Frankreich (Strassbourg oder St Cloud) über die Bühne gehen. Soriano hingegen konnte mit den Bedingungen gar nichts anfangen.
Wolpertinger und Kingsbury liefen zwar außerhalb der Geldränge ein, dennoch waren die Leistungen nicht verkehrt. Die ersten drei Pferde sind Rennpferde und allzu weit waren wir von diesen nicht geschlagen. Positiv zu erwähnen ist auch ihr Verhalten. Anfang Juli geht es eventuell in Mannheim weiter. Blida kam mit dem schweren Boden überhaupt nicht zurecht und von der Startmaschine weg geschlagen. Sisikam hat, wenn auch auf niedrigem Niveau, zu einer Konstanz und Form gefunden, die mir gefällt. Bei ihrem nächsten Start kann man sie offensiver reiten, sie scheint verstanden zu haben, worum es geht.
Marius wurde Vierter, mehr war auch nicht drin. Wir gehen eventuell auf etwas kürzere Distanz.

Morgen startet Palnyra zum ersten mal seit neuneinhalb Monaten wieder. Sie gibt ihr kleines Comeback im großen, ehrwürdigen Chantilly. Die fünfjährige, riesig große Stute präsentiert sich deutlich besser in Form als vergangenes Jahr. Sie hat Körperspannung, trägt sich besser und ist insgesamt viel motivierter. Gegen 19 Starter wird sie es allerdings nicht einfach haben. Dennoch muss man jetzt endlich mal loslegen. Der Boden sollte für sie nicht weich sein, sie bevorzugt guten Boden.


14. Juni 2020

Nachbetrachtung und Vorschau

Entgegen den Erwartungen war der Boden in Mannheim am vergangenen Donnerstag gut, das Gras sehr kurz geschnitten und der Boden in den Bögen entsprechend rutschig. Don Vito zeigte sich nicht als das Pferd, das ich in den letzten Wochen kennenlernte. Er ließ nach dem Rennen Anzeichen von Kreislaufproblemen erkennen. Er hustete am nächsten Tag in der Bewegung, das Gesamtpaket deutet auf einen Infekt hin. Er wird beim nächsten Start wieder ein anderes Bild abgeben. Auennebel braucht Distanzen ab 3000m. Er ist für Distanzen darunter nicht mehr schnell genug. Karena war nie im Rennen. Sie bekommt im Ausgleich ihre Chance. Wir werden mit ihr dann dann auf etwas weiterer Distanz laufen.

Morgen geht es mit acht Pferden nach München. Der Boden soll richtig tief werden, da kommen die Bodenspezialisten zum Zug. Unseren Beginn macht Agamemdon. Er kommt aus einer 22-monatigen Pause, die man ihm nicht grundlos gab. Er trifft zwar auf ein kleines Feld, die paar Starter haben es jedoch in sich. Alleine drei Starter haben rund 90kg GAG. Dazu kommt Poldis Liebling, immerhin ehemaliger Gruppe Sieger. Nach der überlangen Pause werden wir den morgigen Start erstmal abwarten.
Macavity lief in Iffezheim auf gutem Boden ein anständiges Rennen. Die 1600m waren ihm dort fast ein klein wenig zu weit. Wir haben uns daher entschieden, wieder auf die 1300m zurück zu gehen, auch wenn er da beim ersten Start kaum mitgekommen ist. Er wird diesmal schneller auf den Beinen sein. Kommt er mit dem Boden klar, sollte er ein Wörtchen mitreden können.
Sorianos erster Jahresstart unter gleichen Bedingungen war erfreulich. Weichen Boden mag er eigentlich gar nicht, er ist aber gut in Schwung und kann das hoffentlich mit seiner guten Form kompensieren. Ein Platzgeld ist der Anspruch.
Kingsbury und Wolpertinger sind zwei Spezialfälle. Die beiden brachten mich mehrfach beinahe zur Verzweiflung. Haben sie heute etwas gekonnt und vermeintlich gelernt, war dies morgen wieder vergessen. Die Startmaschine haben wir bereits gemeistert, am nächsten tag gingen sie erst recht wieder nicht hinein. Das Verladen in den Transporter war ein ähnliches Spiel. Morgen kommt nochmal einiges Neues auf sie zu. Beide haben die letzten Wochen wirklich viel dazu gelernt. Die Freude, wenn man den Pferden etwas beibringen kann, nachdem man viel Zeit und Arbeit investierte und dann erlernen sie es doch, man sieht positive Ergebnisse ist dann umso größer. Sie bekommen morgen einen Start fürs Selbstbewusstsein und um Vertrauen zu gewinnen.
Blida startet das erste Mal unter meiner Regie. Wir probieren es auf der Meile. Bisher lief sie immer deutlich länger. Die Arbeitseindrücke waren sehr positiv. Ein Geldgewinn sollte machbar sein.
Sisikam lief zuletzt besser als es das Ergebnis vermuten lässt. Sie trifft ähnliche Gegner und steht noch günstiger im Rennen. Auch sie konnte in der Arbeit gut gefallen. Vielleicht kann sie überraschen.
Marius ist in München seine besten Rennen gelaufen. Der weiche Boden kommt ihm entgegen, dennoch muss bei ihm alles passen. Stellt er die Form von München ein, spielt er eine Rolle im Endkampf.

Am Dienstag starten wir Always Dancing in Dieppe. Wir nehmen die lange Fahrt in Kauf, um nach der langen Pause nun endlich wieder laufen zu können. Die Stute hat sich von zwei auf drei stark verbessert. Dennoch wird es eine schwere Aufgabe.


10. Juni 2020

Das Warten hat ein Ende

Seit Montag ist es offiziell, dass wir wieder in Frankreich starten dürfen. Diese Nachricht haben wir mit großer Freude zur Kenntnis genommen und werden gleich einige Pferde in unser Nachbarland entsenden. Geplant sind Starts am 16. Juni in Dieppe (Always Dancing), am 19. Juni in Chantilly (Palnyra), am 21. Juni fahren wir vermutlich nach Nancy und auch danach geht es mit Starts in France munter weiter.

Vorerst gilt unsere Aufmerksamkeit jedoch noch dem heimischen Turf. Morgen führt uns der Weg ins unweit gelegene Mannheim. Es ist dort mit weichem Boden zu rechnen. Karena absolviert unter Eva ihren dritten Lebensstart. Auch wenn die Stute manchmal einen hippeligen Eindruck hinterlässt, benimmt sie sich im Rennen doch schon recht abgebrüht, war zuletzt sogar dermaßen unaufgeregt, dass sie sich aus der Startmaschine versäumte. Ein kleines Platzgeld wäre diesmal schön, ernst wird es für sie dann im Ausgleich.
Don Vito konnte in München den guten Trainingseindruck bestätigen. Er steckte das Rennen gut weg und hat sichtlich profitiert. Der Sieger aus München wertete den dritten Platz noch auf, als er später in Iffezheim gewann. Ein reines Sieglosen-Rennen über morgige Distanz wäre mir zwar lieber gewesen als dieses Altersgewichtsrennen gegen zum Teil hocherfolgreiche Pferde (Shadow Sadness und Testify sind immerhin Gruppe-Sieger, letztgenannter allerdings über die Hindernisse), solches gaben die Ausschreibungen aber leider nicht her. Fabian Xaver Weißmeier wird Don Vito morgen reiten. Ich erwarte von ihm ein gutes Laufen. Unschlagbar ist keiner in diesem Rennen. Arromanches, unter Vorbehalt, Testify und Shadow Sadness sind wohl die stärksten Sieganwärter. Mit weichem Boden kommt unser Starter klar.
Bei Auennebel ist alles Kopfsache. Er sieht blendend aus, er fühlt sich sichtlich wohl. Guter Boden wäre mir für ihn jedoch lieber. Eva kennt ihn aus der Arbeit, er absolvierte unter ihr eine schöne Schlussarbeit.

Am Montag geht es dann mit voraussichtlich acht Pferden nach München.


26. Mai 2020

Macavity als einziger Lichtblick

Als trostlos muss man das Ambiente des diesjährigen Frühjahrsmeetings in Iffezheim bezeichnen. So eklatant wie hier ist mir die Abwesenheit von Besitzern und Publikum bisher noch auf keiner anderen Bahn aufgefallen. Gerade was Iffezheim ausmacht, die Atmosphäre und die Stimmung, gingen gänzlich verloren. Beigefügte Bilder geben diesen Eindruck hoffentlich adäquat wieder.

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Unser sportlicher Lichtblick des Meetings war Macavity. Er steht zwar noch nicht dort, wo ich ihn haben möchte, befindet sich jedoch auf dem Weg dorthin. Der zweite Platz gelang, trotzdem der Reiter die Order in keinster Weise umzusetzen vermochte. Letztlich zählt das positive Ergebnis und in dieser Situation machte er alles richtig. Sein nächster Start könnte am 15. Juni in München sein, nach aktuellem Stand der Dinge, dürfen dann auch wieder die Besitzer auf die Bahn kommen.

Hallo Wien wollte zu früh abspringen, lief mit dem Kopf voraus gegen die geschlossene Startmaschinenboxtüre, fiel daraufhin zurück und just in diesem Moment öffneten sich die Boxen. Ein saftiger Startverlust war die Folge. Das Rennen wurde zwar ruhig gelaufen, aus dieser Lage ließ sich die Position allerdings kaum mehr verbessern, zumal uns der Weg nach vorne mehrmals versperrt wurde. Filip Minarik bestätigte mir, dass die Stute alles andere als schlecht lief, unter den Umständen aber einfach nichts zu machen war. Ein schnelles Rennen, am besten auf langsamen Boden, ist mehr ihre Sache. Sie wird bald eine Chance zur Korrektur dieser Leistung erhalten.
Marius hatte einen verzögerten Start, mit Box Nr. 1 war eine gute Position danach nicht mehr zu bekommen. Adrie de Vries übernahm die Spitze und drosselte das Tempo enorm. Die hinteren Reiter hatten größte Mühe, ihre Pferde zu halten und unter Kontrolle zu haben. Das Rennen entwickelte sich, wie so oft in Iffezheim, zu einer Schlacht. Zu allem Überdruss ging ein Pferd Anfang Iffezheimer Bogen beinahe zu Boden und Anfang Gegenseite passierte es dann tatsächlich, dass ein Pferd reiterlos wurde. Damit war die Hektik im Feld perfekt. Marius wurde vorne rechts und hinten angaloppiert, mehrere Pferde kamen mit Blessuren aus dem Rennen. Der Boden war für ihn mittlerweile unpassend geworden, auch die Distanz erwies sich als zu weit. Er wird ebenfalls am 15. Juni nach München reisen, dort wieder eine bessere Figur abgeben. Auennebel fand nie ins Rennen. Mannheim am 11. Juni wird seine nächste Station. Er braucht jedenfalls weitere Wege und mehr Selbstvertrauen. Er war vor dem Start ziemlich aufgekratzt, die lange Wartezeit vor der Startbox für ihn sehr aufreibend.

Photo von Patricia Rotering

23. Mai 2020

Vorschau

Den Beginn unseres kurzen Meetingseinsatzes wird morgen Macavity machen. Die 1300m in München vor neun Tagen waren ihm viel zu schnell, er konnte das hohe Anfangstempo kaum mitgehen. Ich gehe davon aus, dass er sich diesmal wesentlich leichter tut, dem Anfangstempo standzuhalten. Was allerdings nichts an unserer Taktik ändern wird, zumal heute am ersten Tag des Meetings trotz dem Niederschlag viele Pferde mit der Wartetaktik erfolgreich waren. Das Rennen hat ihn gefördert, er kam frisch und munter aus München zurück. Arionna ist unsere Elle. Wir waren zuletzt schon deutlich hinter ihr: ich hoffe, ihr diesmal gefährlich nahe kommen zu können.
Hallo Wien hat richtig gut überwintert und sich wunderbar entwickelt. Sie lief in Iffezheim zweimal sehr gut, konnte einmal auf tiefem Boden gewinnen und war einmal auf gutem Boden Zweite. Das Saisondebüt ist ein Nachteil.
Marius lief nach langer Pause auf seiner Lieblingsbahn in München ein tolles Rennen. Er war nach dem Rennen richtig gut drauf, fühlt sich sichtlich wohl. Weicher Boden kommt ihm entgegen, die Distanz ist allerdings die Obergrenze. Trotz allem Optimismus wundere ich mich darüber, dass er erster Tipp in der Sport-Welt/Wett Check ist. Auennebel ist keiner, der sich in der Arbeit verausgabt, wird dieses Rennen auch noch brauchen. Auf weicher Bahn hat er zudem noch nie überzeugt.


22. Mai 2020

Nachbetrachtung zu Hannover

Alles andere als erfreulich verlief unser gestriger Auftritt auf Listenebene in Hannover. Unsere Stute After Rain Sun wurde bereits im ersten Drittel des Rennens angaloppiert. Eine schwere Verletzung war die Folge. Alle Beteiligten hatten Glück im Unglück, auch ein Sturz und das Einschläfern der Stute hätten die Folge sein können. After Rain Sun war nach dem Rennen transportfähig und konnte zurück nach Iffezheim gebracht werden. Die Fuchsstute scheint eine wirklich harte Nuss zu sein und wir hoffen auf baldige Genesung.

Unser einziger Starter am ersten Tag des verkürzten Frühjahrsmeetings in Iffezheim Laquyood wird zum Nichstarter erklärt.


20. Mai 2020

Vorschau auf Hannover, 21. Mai

Erfreulich verlief unser verspäteter Saisonstart am Renntag in München. Sechs der acht Starter waren in den Geldrängen und liefen dabei großteils besser als die Wetter ihnen zutrauten. Unsere Starter gingen nahezu alle mit hohen Quoten an den Start. Namentlich erwähnen möchte ich Soriano, Don Vito und Marius. Alle drei lieferten gute Leistungen ab.

Morgen führt uns die Reise nach Hannover. After Rain Sun wird dort in einem Stuten-Listen-Rennen über 2000m laufen. Sie konnte zweijährig bereits gewinnen, somit fallen die Sieglosen-Rennen für sie weg und ihr eigentlich angedachtes Betätigungsfeld Frankreich schließt die ausländischen Starter aktuell aus. Die Auswahl an möglichen Rennen ist für sie aktuell also nicht besonders üppig. Da derzeit auch in Deutschland keine ausländisch trainierten Pferde laufen dürfen, ist es eigentlich als "nationales" Listenrennen anzusehen.
Nun aber zur Stute: bei After Rain Sun hat man stets das Gefühl, sie will jedem sympathisch sein, allen gefallen und alles richtig machen. Sie ist einfach 'ne Nette. Mit sieben Lebensstarts hat sie mit Abstand die meiste Erfahrung im Feld. Zweijährig lief sie fünfmal, im Winter zweimal. Die Corona Pause hat ihr etwas Zeit verschafft um durchzuschnaufen. Sie hat sich toll weiter entwickelt, ist nochmal gewachsen, kräftiger geworden. Bei den Sandarbeiten konnte sie gut gefallen. Wenn ein Pferd am Heimweg vor Freude buckelt, muss es gut drauf sein und sie macht sowas regelmäßig. Wäre die Schlussarbeit auf Gras nicht hinter den Erwartungen geblieben, würden wir heute bullish nach Hannover reisen. Besagte Arbeit hat mich leider doch etwas enttäuscht und so müssen wir mal abwarten, was morgen passiert. Aber wie oft kam es schon vor, dass Pferde in der Arbeit nicht alles verraten haben, im Rennen dann viel besser liefen. Wenn man ihre Statistik ansieht, fällt auf, dass sie ihre besten Leistungen auf Rechtskursen zeigte. Zweimal in Nancy und Strasbourg. Auf Linkskursen lief sie nicht so gut. Bis auf die Grasarbeit, können wir diese Tendenz aufgrund der Arbeiten jedoch nicht bestätigen. Mal sehen, wie das morgen wird.

After Rain Sun

Am Samstag und Sonntag geht es dann mit dem verkürzten Frühjahrs-Meeting in Iffezheim weiter.


14. Mai 2020

Vorschau (diesmal aber wirklich!)

Macavity

Nach den Absagen von München vergangener Woche und der Absage von Mannheim diese Woche geht es nun endlich auch für uns los. München veranstaltet morgen einen sehr kurzfristig anberaumten Geisterrenntag mit neun Leistungsprüfungen. Es regnete in den letzten Stunden stark, sodass mit weichem Geläuf zu rechnen ist. Pferde, die weichen Boden bevorzugen, werden daher einen Vorteil haben. An dieser Stelle sei auch noch gesagt, dass die aktuellen Gewichte immer noch plus 3,5 gerechnet werden müssen, da die Jockeys unabhängig von ihren 1,5kg noch zusätzlich 2kg bekommen - durch das Virus waren keine Saunabesuche möglich und das Abnehmen fiel daher schwerer als sonst (diese Regelung wurde auch beschlossen, um gewichtsverlustbedingten Schwächungen des Immunsystems vorzubeugen). Das bedeutet, dass ein Pferd, welches laut Programm 60kg trägt, in Wirklichkeit 63,5kg auf dem Buckel mitführt. Das könnte gerade auf diesem Boden noch eine zusätzliche Rolle spielen.

Den Anfang machen gleich drei meiner anvertrauten Pferde im Ausgleich 4 über 1300m. Ich erwarte ein sehr schnell gelaufenes Rennen. Macavity hielt ich als Zweijährigen bereits für ein talentiertes Pferd. Letztes Jahr lief nicht alles wie erhofft, mehr als ein paar Ansätze sind nicht herausgesprungen. Er wurde über den Winter gelegt. Wir beginnen nun in einer Klasse, wo ich ihn eigentlich nicht sehen möchte. Allerdings ist die Distanz vielleicht einen Tick zu kurz. Einen Ansatz erwarte ich mir dennoch. Filip Minarik wird den Fuchsen reiten.

Sisikam
Winsome Academy mag München und diese Distanz sehr gerne. Sie ist gut am Posten. Der Frühling und der Frühsommer war bisher stets ihre beste Jahreszeit. Eva kommt bestens mit ihr klar, sie kennt die Stute und die Bahn in und auswendig. Mit Mundschutzmaske zu reiten ist allerdings auch für sie eine neue Erfahrung. Es wird der morgige voraussichtlich Winsomes letzter Start ihrer Karriere. Es geht für sie danach in die Zucht, zunächst zu Tres Rock Danon.
Soriano hat gut gearbeitet, ist von weichen Boden aber eher nicht begeistert. Er soll jetzt aber mal beginnen, zumal viele Bahnen im Südwesten ihre Renntage dieses Jahr abgesagt haben. Der Champion im Sattel, Bauyrzhan Murzabayev ist natürlich ein Vorteil, zumal er ihn auch schon gut kennt.

Im Ausgleich 4 über 1600m sind wir mit zwei Stuten vertreten. La Vie est Belle konnte ihre ordentlichen Formen bei ihrem Start in Iffezheim nicht untermauern. Der Rennverlauf war aber zugegebenermassen auch verrückt. Danach konnten wir sie nicht mehr herausbringen. Ihre Marke empfinde ich nach den gezeigten Leistungen als zu hoch. Sie wirkt dieses Jahr in der Arbeit abgeklärter, abwartender, nicht mehr so eifrig. Das stimmt mich positiv. Tommaso Scardino kennt sie bereits vom vergangenen Jahr.
Sisikam hat mit der Briefmarke auf dem Geläuf einen kleinen Vorteil. Auch sie ist deutlich ruhiger geworden. Hat sie ihr Nervenkostüm auch auf der Rennbahn so gut im Griff, wird sie besser laufen als letztes Jahr. Eva reitet sie.

Karena

Don Vito war letztes Jahr fast eine Zumutung; nur am Herumhampeln, den Clown machen, frech sein - alles bloß nicht schnell laufen. Er wurde im Herbst gelegt, ging danach direkt in die Pause. Er kam als völlig verändertes, viel reiferes Pferd wieder zurück. Er gefällt er mir in seiner Art wesentlich besser. In den Galopps ist er konzentrierter und gibt sich richtig Mühe, die Spielereien sind vergessen. Er scheint jetzt über das, was ein Rennpferd braucht, zu verfügen: Siegeswillen. Auch wenn er morgen vielleicht noch nicht gewinnt, werden wir einen anderen Don Vito als letztes Jahr zu sehen bekommen. Die 2000m sind ihm wohl zu kurz, der weiche Boden kommt ihm aber entgegen. Baurzhan Murzabayev ist ein idealer Reiter für ihn.
Karena ist unser zweiter Starter in diesem Rennen. Optisch hat sie sich toll weiterentwickelt. Sie ist auf der Suche nach einer Handicapmarke. Eva kennt sie aus der Arbeit.

Marius kommt im Ausgleich 4 über 2000m an den Start. Leider musste er die letzte Saison frühzeitig beenden. In München lieferte er seine besten Ergebnisse ab. Der weiche Boden kommt ihm entgegen. Er sieht richtig gut aus, hat Moral. Gibt er sich Mühe, sollte er Chancen haben. Mit seinen inzwischen neun Jahren ist er allerdings schon recht schlau geworden. Auch bei ihm sitzt Eva im Sattel.

Jeder der mich kennt oder die Geschicke unseres Stalles verfolgt weiß, dass der Jahresstart meiner Pferde nicht der beste fürs Jahr bleiben soll, sondern die Höchstform erst danach kommt. Daran hat auch Corona nichts geändert.


11. Mai 2020

Abgesagt

An dieser Stelle hätte eigentlich die Vorschau auf den morgigen Leistungsprüfungstag in Mannheim stehen sollen, mit dessen Absage (→ GaloppOnline) erübrigt sich jedoch auch eine solche Besprechung. Nicht vorenthalten wollen wir ihnen allerdings die desbehufs aufgenommenen Bilder aus dem Training, welche da (von links oben im Uhrzeigersinn) Don Vito, Auennebel, Winsome Academy und Marius zeigen.

Zum Vergrößern anklicken


10. Mai 2020

Wir sind startklar ...

... und freuen uns wie kleine Kinder vor der weihnachtlichen Bescherung, nun endlich wieder Leistungsprüfungen (früher Rennen genannt) bestreiten zu dürfen. Während die ersten Versuche, Leistungsprüfungstage zu veranstalten Anfang Mai noch scheiterten, finden seit Donnerstag, 7. Mai wieder Rennen in Deutschland statt. Damit sind wir nicht nur allen anderen großen Rennsportnationen gegenüber Vorreiter, sondern auch fast allen Sportarten in Deutschland. Nicht zuletzt deswegen wurde der Galopprennnsport von vielen Seiten mit Argusaugen beobachtet. Ich glaube, man kann mit viel Stolz behaupten, dass das Hygiene- und Abstandskonzept ausgesprochen gut überdacht war und auch bravourös umgesetzt wurde. Kompliment an dieser Stelle an die Verantwortlichen und Aktiven! Aber nicht nur das, die verbesserten Übertragungen hinterlassen einen tollen Eindruck, es macht mir richtig Spaß, sie zu verfolgen. Die Bildqualität ist deutlich besser, die Moderation ebenso. Das hat aus meiner Sicht internationales Format.

Dazu ein von Peter Mühlfeit für die FAZ verfasster → Artikel zu dem Thema.

So die verantwortlichen Entscheidungsträger nichts dagegen haben, geht es für uns am 12. Mai in Mannheim endlich los. Eigentlich hatten wir bereits den gestrigen Samstag (9. Mai) im Visier, der Renntag in München konnte jedoch nicht ausgetragen werden, soll nun aber am Freitag, den 15. Mai stattfinden. Da die Saison für uns so vielversprechend begonnen hat, war die lange Unterbrechung dann doppelt bitter.

Auf dem Foto ist unsere Neuerwerbung, eine Übungsstartmaschine zu sehen. Futtermeister Patrik Wichetek hatte die Idee, ich setzte den Erwerb um und unser Hufschmied Norbert Huber machte die Maschine schließlich gangbar. Den Gedanken, eine Übungsstartmaschine zu erwerben, hatte ich bereits vor vielen Jahren, toll das es nun endlich geklappt hat. Für unsere Pferde wird das Üben des Einrückens in die Startmaschine in Hinkunft jedenfalls stressfreier denn je, da es in ihrer gewohnten Umgebung stattfindet. Außerdem galoppieren während des Übens keine Pferde mehr vorbei, wie das bisher der Fall war.

Eine Vorschau auf den Renntag in Mannheim folgt am Montag.


06. Mai 2020

Ein Turftalk zum Saisonauftakt

Rechtzeitig zur morgen in Hannover endlich beginnenden Grasbahnsaison, meldet sich auch Besitzer und Züchter Andreas Merkel mit einer neuen Ausgabe seines Turftalks zurück.

Nachzulesen → hier


19. April 2020

Einige Betrachtungen zur aktuellen Lage

Die Corona Krise nahm trotz anfänglicher Bedenken bisher wenig Einfluß auf unser Training. Die Grundversorgung der Pferde hatten wir bereits frühzeitig gesichert - wir haben uns mit Futtermittel eingedeckt, Hygienemaßnahmen getroffen, etc. Neben allen bekannten negativen Folgen der Krise gibt es aber auch folgende Beobachtungen: die Pferde vermitteln mir den Eindruck, dass sie den ruhigen, gestreckten Trainingsaufbau, die rennfreie Zeit und die damit verbundene Ruhe im Stall bemerken und förmlich genießen. Die Pferde sehen richtig gut aus, sie verkraften die langsameren Steigerungen der Trainingsintensität sehr gut. Normalerweise finden um diese Jahreszeit mehrmals pro Woche Transporte statt, die damit verbundenen Verlade- und Abladezeiten liegen oft tief in der Nacht und bringen eine gewisse Unruhe in den Tagesrhythmus. Das Personal ist gelassen und entspannt, die Laune unter den Leuten auffallend gut. Auch bei ihnen ist der Druck reduziert. Sie können zwar weniger Geld ausgeben, haben daher Ende des Monats aber auch noch etwas auf dem Konto. Da die Gasthäuser geschlossen halten, sind sie immer gut ausgeschlafen.

Nach aktuellem Stand der Dinge soll es ab Anfang Mai - ohne Publikum - wieder Rennen geben. Dabei wird interessant zu beobachten sein, wie die Pferde darauf reagieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass nervöse Pferde, die im Rennen ihre Trainingsleistungen nicht abrufen können, ähnlich wie Kinder, die vor Prüfungsangst ihre Leistungen in der Schule nicht so erbringen wie zuhause, ohne Publikum jetzt besser laufen. Die ruhigeren Kandidaten, die sich den letzten Kick durch die Rennatmosphäre holen, werden hingegen eventuell hinter ihrer erwarteten Form zurückbleiben. Oder spielt der Faktor Publikum am Ende doch überhaupt keine Rolle?
Sollte jedenfalls der Plan aufgehen und die Saison Anfang Mai tatsächlich beginnen, wäre das ein ausgesprochen positives Signal. Für unseren Sport und die Bevölkerung. Wir wären eine der ersten Sportarten in Deutschland, die wieder loslegt, vielleicht könnte man dadurch sogar das mediale Interesse steigern und unsere Sportart einer breiteren Masse näherbringen. Europaweit wären wir die erste große Rennsportnation, die wieder Galopprennen durchführt. Vielleicht sind dadurch sogar größere Umsätze zu lukrieren.

Eines ist jedoch auch klar: dürfen wir bis 31. August nur Geisterrennen durchführen und werden bis dahin nur die halben Rennpreise ausbezahlt, wird dies massive Folgen für Besitzer, Trainer, Jockeys und alle anderen am Sport Beteiligten haben. Wir arbeiten während der Saison praktisch durchgehend sieben Tage die Woche, kommen dabei auf weit mehr als 40 Stunden; wenn man auf unsere Bankkonten schaut, wird man aber sehen, dass dennoch die wenigsten durch den Sport reich werden. Idealismus und Passion sind unsere Triebfeder. Natürlich ist es besser, Rennen mit reduziertem Geldpreis durchzuführen als überhaupt keine, aber allzu lange dürfte ein solcher Zustand nicht anhalten.
An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass die wenigen Großverdiener des Rennsports, unsere Leitwölfe, in gegenwärtiger Situation die Möglichkeit besäßen, ihre schönen Worte durch das Beispiel guter Tat aufzuwerten. Würden sie nicht nur vom Zusammenrücken und Zusammenhalten sprechen sondern, wie alle anderen auch, auf einen Teil ihrer Gehälter verzichten, gäbe dies ein positives Signal in Richtung tatsächlicher, nicht bloß behaupteter Solidarität innerhalb der Rennsportfamilie.
Ich möchte natürlich niemandem auf die Füße steigen, bin aber der Meinung, dass Regeln solidarisch für alle Aktiven gelten sollten, die Lösung, den Trainern nur noch das halbe Geld zukommen zu lassen, wenig durchdacht ist. Wir Trainer haben Betriebe mit Kosten für das Personal, die Pferde, die Pacht etc. zu führen und zu bezahlen, sind also nicht nur uns selbst, sondern für das Wohlergehen einer Reihe anderer verantwortlich. Im Worst Case, wenn die Besitzer am Ende des Monats aufgrund der Corona-Krise ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können, bleiben wir Trainer auf allen Kosten sitzen. Ich hoffe allerdings, dass wir uns darüber nicht weiter den Kopf zerbrechen müssen, da in sechs Wochen wieder um die vollen Rennpreise gelaufen wird.

Hoffentlich ist das kein falscher Optimismus!


11. April 2020

Frohe Ostern

Wir vom Rennstall Geisler wünschen allen ein gesund zugebrachtes gesegnetes Osterfest und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen auf der Rennbahn!


08. April 2020

Frühlingserwachen


01. April 2020

Einblicke in den Arbeitsalltag

Ohne zuvor zurechtgelegtes Drehbuch ließ der Trainer einen Arbeitstag lang die Kamera mitlaufen, um allen Interessierten einen Eindruck darüber zu verschaffen, was sich in unserem Trainingsquartier hinter verschlossenen Toren derzeit so tut.


26. März 2020

In den Nachrichten

In der gestrigen Ausgabe des Badischen Tagblattes findet sich ein von Frank Ketterer verfasster Artikel zur aktuellen Situation der Quartiere in der Iffezheimer Trainingszentrale. Uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt, ist er → hier nachzulesen.

Zum Artikel


21. März 2020

In die Zucht

Früher als geplant wechselt die sechsjährige Doris vom Renn- in den Zuchtbetrieb. Die quirlige Stute verließ bereits heute Mittag den Stall. Ihr erster Partner wird Tres Rock Danon sein. Ihre letztes Rennen bleibt somit der Sieg am 24. Juni des Vorjahres in München-Riem, die Stute verabschiedet sich somit siegreich in die Zucht. Doris konnte während ihrer Laufbahn zweimal gewinnen, bei 16 von insgesamt 23 Starts Geld verdienen. Nicht nur die sympathische Stute, sondern vor allem auch das Besitzerehepaar hinter ihr, Doris und Marco und ihre liebevollen Besuche im Stall sind uns allen mächtig ans Herz gewachsen und werden uns in Zukunft abgehen. Wir haben jedoch die Hoffnung, Doris erstes Fohlen im Jahr 2022 im Stall begrüßen zu dürfen und dann auch wieder in den Genuss der Besuche ihrer Besitzer zu kommen.


19. März 2020

Krisenbedingte Maßnahmen

Nun haben die nötigen Massnahmen, der Corona-Krise Herr zu werden, auch unseren Rennstall in Iffezheim erreicht. Gemäß den gestern vom Direktorium erlassenen → Handlungsempfehlungen, dürfen nur noch Personen, die für die Versorgung und Bewegung der Pferde notwendig sind, in den Stall.

No pasar!

16. März 2020

SARS-CoV-2 und seine Folgen haben uns eingeholt

Seit heute Nachmittag ist klar, dass in Frankreich frühestens ab 15. April wieder Rennen stattfinden, in Deutschland werden zumindest bis 18. April keine Rennen mehr gelaufen. Eine bittere Pille für alle Aktiven, angesichts der Gegebenheiten aber zweifellos die richtige Entscheidung. Wir Trainer und unsere Besitzer haben jetzt zumindest bis Mitte April gewisse Klarheit und die Hoffnung, dass danach wieder halbwegs die Normalität in unser Leben zurückkehrt.


15. März 2020

Der Tag der Rennställe

Der Tag der Rennställe fand heuer aufgrund der aktuell schwierigen Lage nur in abgespeckter Version statt, in einigen Städten wurde er überhaupt gleich abgesagt. Nicht so in Iffezheim. Bei wunderbarem Wetter fanden trotz der angespannten Situation knapp zwei Dutzend Interessierte den Weg zu uns, um sich Einblick in das tägliche Leben eines Rennstalles zu verschaffen. In angenehmer Atmosphäre konnten unsere Gäste nicht nur unser Quartier besichtigen, sondern auch das Training vom Anfang bis (fast) zum Schluss beobachten.


02. März 2020

Bilder von der Stallpoulefeier

Nach der textlichen Nachbetrachtung ist nun auch die visuelle da.

Zu den Photos


01. März 2020

Nachbericht zur Stallpoulefeier

Nun gehört auch die Jubiläumspoule der Vergangenheit an. Trotz Unwegsamkeiten bzw. Hindernissen wie Faschingsferien, Grippe- und Coronavirus fanden über 50 Gäste den Weg zur "10. Rennstall Geisler Stallpoule", damit war der Raum gut gefüllt, nicht aber so, dass es unangenehm wurde. Am Samstagvormittag fanden sich diesmal weniger Besitzer am Stall als in den Jahren zuvor, was der Tatsache geschuldet war, dass wir inzwischen viele regionale Besitzer am Stall haben und diese öfters die Gelegenheit nutzen um zwischendurch am Stall vorbeizukommen. Da es um 18:30 Uhr strömenden Regen gab und sich dadurch ein paar Gäste verspäteten, eröffneten wir die Feier um etwa 19 Uhr. Meine diesjährige Ansprache drehte sich um den traurigen Verlust unseres langjährigen Freund und Besitzers Hans Hülsenbeck sowie aktuelle Themen wie unsere Sandbahn, näherhin eine eventuelle Sanierung dieser, Perspektiven unseres Stalles, außerdem die Begrüßung neuer Besitzer. Technische Probleme mit dem Ton, die Gott sei Dank schnell gelöst waren, erzeugten eine familäre Stimmung. Das Poulevideo wurde dieses Jahr mit viel Konzentration angesehen. Anschließend daran fand die Siegerehrung der letztjährigen Poule statt und das von Sigi Schnepf und seiner Ehefrau liebevoll zubereitete Buffet wurde eröffnet. Das Essen ebenso wie das Service unseres Kantinen-Teams wurden von allen Seiten gelobt. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken.
Nachdem der erste große Hunger gestillt war, begann die erste Runde der Versteigerung. Unser Auktionator Klaus Eulenberger befand sich in Überform und empfahl sich für höhere Aufgaben. Es bereitete allen Beteiligten sichtlich Spaß mitzuspielen und zu bieten. Eine wirklich lustige Runde mit ausgelassener und entspannter Stimmung ergab sich. Nach dem Ende der Poule saßen einige der Besucher noch bis weit nach Mitternacht beisammen, um sich über Rennsport und andere angenehme Themen zu unterhalten. Gegenwärtige Sorgen wurden für ein paar Stunden vergessen. Die Entscheidung, wieder in den Räumlichkeiten des BBAG Bistros zu feiern, entpuppte sich als goldrichtig.

Inzwischen traten alle Gäste wieder die Heimreise an und sind gut zuhause angekommen. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr.


27. Februar 2020

Der Nachtragskatalog 2020 ist da

Mit der Anzahl an Nachträgen angemessenem Aufwand kommentiert.

Zum Download


24. Februar 2020

Der Poulekatalog 2020 ist da

Und weil es schon spät ist, seien dazu auch gar nicht viele Worte verloren.

Zum Download


21. Februar 2020

Highlight zum Meeting-Abschluss

Laquyood

Ein in Topform sich befindendes Pferd im Tierce Handicap (der höchsten und lukrativsten Handicapstufe) laufen zu haben, macht natürlich Spaß. Eventuell wäre zwar die zweite Abteilung sogar zu gewinnen gewesen, darüber nachzudenken ist jedoch hinfällig, da wir förmlich in letzter Sekunde als letztes Pferd in die erste, leider auch bedeutend stärker besetzte Abteilung rutschten. Laquyood steht somit vor seiner bisher schwierigsten und wichtigsten Aufgabe. Sämtliche unserer acht bisherigen Starts der Saison sahen uns in den Geldrängen einkommen, diese Serie zu halten dürfte angesichts der Qualität des Feldes nicht einfach werden. Zwar verteilt sich die Gesamtdotation von €52.000,- auf sieben Gelder, 15 Mitbewerber werden sich jedoch um diese streiten. Das Feld ist gespickt mit Formpferden, jeder möchte natürlich am Finaltag des Meetings in Cagnes-sur-Mer vorne sein. Eines der Gelder auf die für den nächsten Tag geplante Heimreise nach Iffezheim mitzunehmen, ist das erklärte Ziel. Alex Chesneau, der dabei im Sattel sitzen wird, kennt das Pferd, muß für die 52kg richtig ackern. Die uns zugeloste Startbox 11 liegt leider ziemlich weit außen. Allerdings liegen Laquyood Distanz (2000m) und Untergrund (PSF), auch dass ein richtig schnelles Rennen zu erwarten steht, kommt uns entgegen.

Daimyo

Daimyo, ein fünfjähriger Holy Roman Emperor-Hengst aus der Hayaku, nach einem Reclamer freihändig für den Rennstall Geisler gekauft.


20. Februar 2020

Die freundlichen Menschen von der Sport-Welt stellten uns dankenswerterweise die vorgestern erschienene Stallparade zur Verfügung, um sie auch jenen, denen die Lektüre der gedruckten Fassung aufgrund mangelnder Verfügbarkeit versagt bleiben muss, zugänglich zu machen.

Zum Download der → Sport-Welt-Stallparade


18. Februar 2020

Stallparade

Im Rahmen der in der Sport-Welt traditionell zu Jahresbeginn erscheinenden Reihe der Stallparaden findet sich diejenige unseres Quartiers in der heute erschienenen Ausgabe.


14. Februar 2020

Rück- und Vorschau

Die aktuelle Stallform ist wirklich erstaunlich gut und macht schon zu Beginn der Saison richtig gute Laune. Wir genießen diese Zeit in vollen Zügen und dem Bewusstsein, dass auch wieder weniger erfreuliche Resultate kommen werden. Während des Cagnes-Meetings bei sieben Starts drei Siege, drei Plätze und eine Platzierung im Geld herauszuholen, übertrifft alle Erwartungen (und die waren beileibe nicht niedrig gesteckt). Laquyoods zweiter Sieg in Folge lässt auch seinen ersten Sieg im toten Rennen aus einem anderen, deutlich schöneren Blickwinkel erscheinen. Ein idealer Rennverlauf und ein sehr gut gelungener Ritt von Eddy Hardouin führten zu einem mehr als leichtem Sieg. Gewonnen und verteidigt. Top.

Es ist Valentinstag.
Die aufwendige Vorbereitung im November und Dezember machte sich also vollends bezahlt. Zur Erinnerung: wir fuhren damals mit Aerion und Laquyood zweimal nach Marseille. Ein dritter, ein vierter und ein fünfter Platz waren die Ausbeute. Für außenstehende Beobachter vielleicht Geld, das in den Sand gesetzt wurde, doch diese fast akribische Vorbereitung bildete die Basis des nunmehrigen Erfolges. Die beiden Pferde galoppierten gemeinsam knapp €30.000,- ein. Alles richtig gemacht, Rechnung aufgegangen, wie man im Nachhinein feststellen darf.

Morgen Samstag tritt unsere Neuerwerbung After Rain Sun erstmals für uns an. Sie erledigt ihr Arbeiten recht ordentlich und hinterlässt dabei einen sehr guten Eindruck. Dieses Classe 2 Rennen über 2150m erfordert aber schon realistische 80kg GAG, um es zu gewinnen. Für uns ist dies eine richtungsweisende Aufgabe, danach wissen wir in etwa wo wir stehen. Es werden höchstens sieben Pferde laufen; da es ebensoviele Preisgelder zu verteilen gibt, gehen wir auf keinen Fall leer aus. Ihr Reiter Antoine Hamelin konnte mit ihr bereits gewinnen und reitet derzeit in sehr guter Form. Etwas Regen hätte unserer Stute gut getan, der Boden ist leider etwas abgetrocknet.


13. Februar 2020

Dritter Saisonsieg

Für seinen zweiten Sieg in Folge und damit die Fortsetzung der aktuell sehr erfreulichen Stallform sorgte heute Laquyood in Marseille. Mit Eddy Hardouin im Sattel, setzte sich der leicht favorisiert ins Rennen gegangene Wallach gleich zu Beginn hinter Pro Am an die zweite Stelle. Diese Konstellation hielt bis zum Erreichen der Zielgeraden. Dort legte Laquyood dann einen höheren Gang ein und brachte bis zur Linie noch zweieinhalb Längen zwischen sich und Pro Am.

Zum Artikel auf → GaloppOnline


12. Februar 2020

Morgen Marseille

Letzte Woche ging Porsenna in Marseille als einer der Favoriten ins Reclamer. Trotzdem er das Rennen nur als Fünfter beendete, wurde der mittlerweile auch schon zehnjährige Hengst danach für Sage und Schreibe €13.000,- geclaimt. Es hat sich wiedermal bewiesen, dass es in den französischen Reclamers nichts gibt, was es nicht gibt. Nach wie vor besitzt unser Nachbarland einen beneidenswerten Markt. Läuft diesmal alles nach Plan wird, Porsenna noch ein paar Rennen bestreiten, um dann im Raum Lyon den zweiten Versuch einer Deckhengstkarriere zu starten. Wir wünschen sämtlichen Beteiligten alles Gute.

Nun aber zu Laquyood. Eva berichtet nach wie vor von guten Arbeitsleistungen und davon, dass er sich in der Sonne der Cote dŽAzur sichtlich wohl fühlt. Auch er startet in einem Reclamer und wir müssen mit allem rechnen. Die Favoritenrolle wird er diesmal nicht einnehmen müssen, diese sollte Il Pittore zukommen. Auch wenn wir ihn zuletzt hinter uns ließen, muss man unter den gegebenen Gewichtsverhältnissen (Laquyood trägt diesmal satte vier Kilogramm mehr als Il Pittore) zugeben, dass er sehr gut im Rennen steht. Ein interessanter Außenseiter dürfte Mesha One sein. Er war zuletzt nur im Mittelfeld zu finden, ließ dabei aber dennoch zwei spätere Sieger deutlich hinter sich.

Noch einige Worte zur aktuellen Trainingslage in Iffezheim: bis Anfang letzter Woche fanden wir ausgezeichnete Trainingsbedingungen vor. Anschließend kamen jedoch enorme Mengen Niederschlags, die beinahe zu Überschwemmungen führten. Ende letzter Woche setzte dann der Frost ein und diese Woche traf uns ein Orkan. Glücklicherweise entstanden keine größeren Schäden. Gut und gefahrenfrei durfte man sich aber erst heute wieder auf die Bahn wagen.


02. Februar 2020

Die Bahn von Marseille - das Zünglein an der Waage

Bei guten Formen kann man den nächsten Start kaum erwarten. Dementsprechend groß ist die Vorfreude auf den morgigen Auftritt in Marseille. Bei seinem Comeback-Start am 21. Jänner, den er als nur knapp geschlagener Dritter beendete, hätte Porsenna nicht besser laufen können. Nun folgt der berühmt-berüchtigte zweite Start nach der Pause. Dennoch dürfen wir, nicht zuletzt wegen der guten Stallform, optimistisch ins Rennen gehen. Den letzten Start steckte der 10jährige Hengst gut weg, konditionell wurde dabei außerdem profitiert. Morgen um 19:15 Uhr trifft er auf sieben Gegner, einen Teil (Ascot Spirit, Rockdale) wovon wir bereits beim letzten Start hinter uns ließen. Dennoch erscheinen mir auch diese beiden nicht ganz ungefährlich. Startbox 2 ist natürlich kein Nachteil für uns. Die Bahnführung von Marseille wird für den Ausgang des Rennens wohl das auschlaggebende Zünglein an der Waage sein: die Bahn ist sehr eng und klein, die 1500m führen um beide Bögen. Guten Formen erhöhen zwar die Erwartungshaltung aller Beteiligten, diese möchte ich angesichts solcher Voraussetzungen aber etwas dämpfen. Bei einem guten Rennverlauf sollte Porsenna allerdings im Endkampf zu finden sein. Das Speedpferd Finch Hatton dürfte der stärkste Gegner werden.


27. Jänner 2020

Nächster Sieg in Cagnes-sur-Mer

Photo de André Viguier

Der von Christophe Soumillon gesteuerte Laquyood wurde heute im ersten Rennen des Tages in Cagnes, einem Reclamer über 2000m, seiner Favoritenrolle durchaus gerecht. Vom Start weg und dann über weite Teile des Rennens Zweiter hinter Royal Gift, lieferte sich der Schützling von Jörg Breuer und Uwe Fettig mit ebenjener ab Erreichen der Zielgeraden einen packenden Zweikampf, der für beide schließlich in einem toten Rennen um den Sieg resultierte. An vierter Stelle kam Irish Emperor ein, der im Anschluss an das Rennen für €13.000,- verkauft wurde und also nur ein kurzes Gastspiel an unserem Stall geben durfte.

Zum Artikel auf → GaloppOnline


26. Jänner 2020

Hier die Vorschau für Montag

Laquyood sowie der Neuling im Stall Irish Emperor treten morgen in Cagnes in einem Reclamer über 2000m an. Beide Pferde haben das letzte Rennen gut weggesteckt und fühlen sich ausgesprochen wohl, hinterlassen auch in den letzten Tagen einen hervorragenden Eindruck. Zwischen den beiden haben sich im Vergleich zum letzten Start am 15. Januar die Gewichte stark verschoben: Irish steht diesmal um 2,5kg ungünstiger als Laquyood im Rennen.
Auf den ersten Blick möchte man vielleicht von einer einfachen Aufgabe sprechen, bei genauerer Analyse erkennt man jedoch, dass es sich keineswegs um eine "g'mahde Wiesn" für unsere beiden Kandidaten handelt. Il Pittore ist bereits mehrfach gegen Irish gelaufen und hatte dabei fast immer das bessere Ende für sich. Auch gegen Laquyood konnte er sich im November in Marseille klar behaupten. Er befindet sich vielleicht nicht mehr ganz in der Form wie letztes Jahr, dennoch bedarf es eines sehr guten Rennverlaufes und einer optimalen Tagesverfassung um ihn in Schach zu halten. Lily's Cupcake und Barkorba haben beachtliche Gewichtsvorteile, die beiden gute Chancen einräumen. Gerade Erstgenannte läuft konstant nach vorne und war in Marseille nur unweit hinter Laquyood zu finden.
Mit unserer guten Stallform im Rücken darf man dennoch mit einem guten Resultat liebäugeln.


25. Jänner 2020

Interview

Anlässlich Aerions Sieg in Cagnes-sur-Mer führte Frauke Delius für den RaceBets-Podcast, Folge 11 ein Interview mit dem Trainer. Zu hören von Minute 2:10 bis 7:15.

Zum → RaceBets-Podcast, Folge 11


20. Jänner 2020

Sieg in Cagnes-sur-Mer

Photo de André Viguier

Das Vertrauen, das Aerion bei seinen Besitzern Stall Herb genießt, hat sich schließlich bezahlt gemacht: von Alexandre Chesneau in bewährter Manier geritten, kommt der vierjährige Wallach nach etlichen Platzierungen nun zu seinem ersten vollen Erfolg. Als 398:10-Außenseiter setzt er sich Start-Ziel souverän gegen die fünfzehnköpfige Konkurrenz durch.

Zum Artikel auf → GaloppOnline

Vorschau auf den Dienstag

Porsenna war bereits als Deckhengst aufgestellt, der Plan ging aber leider nicht auf. Allzuoft passiert so etwas zwar nicht, dennoch lassen sich Beispiele für eine solche Entwicklung beibringen: der Hengst Germany, der beim ersten Versuch nicht erfolgreich verlief und erst bei einem zweiten Anlauf dann doch klappte. Der Godolphin-Hengst Barney Roy ist ein weiteres Beispiel; er läuft inzwischen als Wallach wieder Rennen. Beide waren Gruppe 1-Sieger.
Um Porsenna noch nach Cagnes mitnehmen zu können, mussten wir das Aufbautraining im Eilzugstempo durch ziehen. Als sehr routiniertes Pferd klappte alles nach Plan und es ging alles sehr flott. Er wird das kommende Rennen zwar noch brauchen, ist aber auch jetzt schon erstaunlich weit. Eva war mit seiner Schlussarbeit recht zufrieden.
Die Gegnerschaft schwächelt etwas und so besteht trotz der langen Pause und der kurzen Vorbereitungszeit die Hoffnung, ein kleines Geld mitzunehmen.


19. Jänner 2020

Vorschau auf Aerions morgiges Antreten

Zweiter Starter in diesem Meeting wird wie angekündigt Aerion sein. Durch die Kastration im Sommer hat er sich komplett verändert: mental wurde er wesentlich stärker, selbst dem Hochbetrieb in Cagnes mit Trabern und entgegenkommenden Pferden etc. erweist er sich als gewachsen und macht sich dabei nicht in die Hose. Physisch wurde er leichter, seinen maskulinen Hals verliert er allmählich; auch dadurch sieht man, dass sein Körper sich umstellt. Insgesamt hat er sich sehr zum Positiven verändert.

Er tritt am Montag in einem wahren Wettrennen an: sechzehn Pferde werden um 17:10 Uhr in die Startmaschine einrücken. Ein Glück, dass wir mit der Startbox 7 schön in der goldenen Mitte stehen. Wie immer in diesen vollen Handicaps sind die Starter sehr ausgeglichen, eine gute Prognose abzugeben fällt nicht leicht. Hazienda und Tempete Dargent möchte ich aber als augenscheinlich stärkste Gegner herausheben. Aerion macht jedenfalls einen guten Eindruck, bei einem vernünftigen Rennverlauf spielen wir eine Rolle. Er wird Alex Chesneau anvertraut.


18. Jänner 2020

Er wollte sie, jetzt hat er sie

Bereits letzten Herbst hatte der Haupteigner des Rennstall Syndikat Nr.1 eine Auge auf sie geworfen, mit dem Erwerb der Stute klappte es damals allerdings noch nicht. Mit etwas Verspätung hat er gestern jedoch (im O-Ton) "seinen Sturkopf durchgesetzt" und die Stute nun doch bekommen. Wir claimten sie aus einem Verkaufsrennen in Cagnes-sur-Mer.
Es handelt sich bei besagter Stute um die dreijährige After Rain Sun. Die Prince Gibraltar-Stute war bei bisher sechs Starts einmal siegreich und landete sonst mit einer Ausnahme immer in den Geldrängen.

After Rain Sun (FR) v. Prince Gibraltar (FR) - Belle Chasse (GB), *2017

16. Jänner 2020

Gelungener Auftakt

Laquyood bot beim gestrigen Saisonauftakt ein gutes Laufen. Mit etwas mehr freiem Platz beim Einbiegen in die Zielgerade und im ersten Drittel der Geraden wäre sogar ein noch besseres Ergebnis drinnen gewesen. Im Nachgang wurde er in diesem Verkaufsrennen erfolgreich verteidigt. Er kam jedenfalls gut aus dem Rennen und wird wohl am 27. Januar in einer ähnlichen Aufgabe wieder herauskommen.
Eine weitere erfreuliche Nachricht war, das wir im selben Rennen den Zweiteingekommenen Irish Emperor im Auftrag des Rennstall Syndikat Nr.1 claimen konnten.

Am 20. Januar geht es mit Aerion weiter.

Irish Emperor (IRE) v. Holy Roman Emperor (IRE) - Irish Queen, *2015

14. Jänner 2020

Vorschau auf den Saisonstart in Cagnes-sur-Mer

Um 15:40 Uhr geht morgen die Saison für uns los. Den ersten diesjährigen Starter haben wir wie geplant in Cagnes-sur-Mer. Laquyood trifft in einem Reclamer über 2000m auf zwölf Pferde. Ich habe den Wallach als völlig unkompliziert und nervenstark kennengelernt. Er ist gut gereist und hat sich am Mittelmeer bestens eingelebt. Man darf sich daher ohne weiteres Chancen auf ein gutes Abschneiden erhoffen. Insgesamt sehe ich vier Pferde, die für den Sieg in Frage kommen: Pro Am, Legacy, Irish Emperor und natürlich uns.
Einer seiner Besitzer kam mit Frau und Fanclub bereits heute eingeflogen, an lautstarker Unterstützung sollte es ihm morgen also nicht mangeln. Alex Chesneau wird reiten, er nimmt noch 1,5kg Erlaubnis in Anspruch.
Die Operation Cagnes kann nun beginnen.


12. Jänner 2020

Auf nach Cagnes!

Gerade erst angekommen

Wie bereits im vergangenen Jahr sind wir auch das Meeting 2020 in Cagnes-sur-Mer vertreten. Im Vergleich zum letzten Meeting stehen die Vorzeichen dieses Jahr auch deutlich erfreulicher. Mussten wir letztes Jahr nach dem schweren Sturz von Frederic Chedotal, der als Arbeitsreiter geplant war, noch komplett umdisponieren und sozusagen einen Handstand machen um alles geregelt zu bekommen, verlief die Vorbereitung diesmal reibungslos. Somit fahren wir in diesen Stunden optimistisch ans Mittelmeer. Eigentlich waren zwischenzeitlich sogar vier Pferde für die Reise eingeplant, letztlich wurden es aber drei, die nun unterwegs sind. Laquyood wird am 15. Januar unser erster diesjähriger Starter sein. Er ist vor allem für die Reclamers geplant, eventuell kommt zum Ende des Meetings auch ein Ausgleich in Betracht. Er soll dreimal starten. Aerion ist für die Handicapschiene für Vierjährige vorgesehen. Er hat sich zuletzt zweimal sehr ordentlich verkauft und wird voraussichtlich ebenfalls dreimal an den Ablauf kommen. Er beginnt am 20. Januar über 2000m. Porsenna hat sich auf der Koppel bis zum Schluss nicht wohl gefühlt, das Deckgeschäft war wohl nicht seine Sache. Der Heimkehrer wird als Letzter der drei herauskommen. Auch wenn wir wissen, dass die Rennen in Cagnes stark besetzt sind, ist unser Ziel hoch gesteckt: wir wollen zwei Rennen gewinnen und platziert sein.


11. Jänner 2020

Jahresrückblick und mehr

Wie in den meisten Jahren hat sich der Trainer auch heuer die Zeit genommen, einen Rückblick - diesmal sogar auf mehr als die abgelaufene Saison, auf ein ganzes Jahrzehnt nämlich - zu verfassen. Nachzulesen → hier.

Zum → Rückblick 2019


03. Jänner 2020

Die Frühjahrskollektion 2020 ist eingetroffen

Starter


Sa., 21. Nov. - München
3.R.
Sasbachwalden
7.
3.R.
Sevillano
1.
4.R.
Kingsbury
5.
4.R.
Sisikam
7.
8.R.
Smaragd
2.
Do., 19. Nov. - Lyon La Soie
6.R.
Adriel
12.
Mi., 18. Nov. - Chantilly
1.R.
Hallo Wien
4.
Sa., 14. Nov. - Nancy
6.R.
Brunlukka
3.
Kontakt: An der Rennbahn 8-9, 76473 Iffezheim | Tel: +49/(0)176/ 205 70 115 | Email: gerald.geisler@gmx.de