Neuigkeiten


24. Jänner 2021

Bilanz und Vorschau

Aerion mit Eva-Maria und Laquyood mit Freddy

Die erste Woche unseres Aufenthaltes in Cagnes-sur-Mer ist vorüber. Wie bereits geschildert, konnte Brunlukka gleich allen anderen unserer Pferde vor der Abreise an die Riviera kaum galoppiert werden. Sie ging diesmal also vermeintlich frisch und erholt ins Rennen. Man hätte angesichts dieser Umstände meinen können, sie würde sich aufs Galoppieren freuen - dem war jedoch nicht so. Sie konnte diesmal nicht einmal zum Aufgalopp bewegt werden, ging ungewöhnlich schlecht in die Startbox und sprang zudem schlecht ab. Sie verträgt es also offensichtlich nicht, ausgeruht ins Rennen zu gehen. Für ihr Verhalten im Rennen selbst scheint mir am ehesten der Begriff Arbeitsverweigerung angemessen um ihr Laufen zu beschreiben. Sie wird am 28. Januar auf Gras die Gelegenheit erhalten, ihre letzten beiden Formen zu korrigieren.
Porsenna verletzte sich leider bei seiner Schlussarbeit in Cagnes und ist inzwischen wieder zurück in Iffezheim.

Kommende Woche wird am Montag After Rain Sun im Ausgleich für vierjährige Pferde über 2000m aufgeboten. Dieses Rennen konnten wir im vergangenen Jahr mit Aerion gewinnen. Ihre letzte, schwache Leistung nahm ich der Stute etwas übel. Sie verliert schnell die Lust, wenn sie überholt wird. Die Trainingsleistungen sind besser als ihre Rennleistungen.
Am Dienstag starten dann Aerion und Laquyood. Für Aerion hätten wir gerne wieder Eddy Hardouin engagiert, der glänzend mit ihm zurecht kommt. Trotz vieler Bemühungen von Eddy, seinem Agenten und mir muss er allerdings für meinen Kollegen Cedric Boutin, für den er während des Meetings auch in der Morgenarbeit reitet, in den Sattel steigen. Marie Velon wird ihn ersetzen. Sie nimmt 1,5kg (Damen-)Erlaubnis in Anspruch, die gerade in einem Ausgleich viel helfen können. Entscheidend wird sein, wie gut sie ihn auf den ersten paar hundert Metern zu managen vermag und wie der Rennverlauf sich entwickelt. Aerion ist immerhin Bahn und Distanzsieger. Für Laquyood ist es das erste Antreten nach einer unfreiwilligen Pause. Er wird diesen Start noch benötigen. Seine Schlussarbeit war erfreulich. Nach der besprochenen Starts geht es dann am Donnerstag wieder weiter.


22. Jänner 2021

Neues vom Sandbahnbau

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20. Jänner 2021

Baubeginn und ein virtuelles Züchtertreffen

Mit sicherem Abstand zueinander: Bürgermeister Christian Schmid, die Investoren Hans Jörg Simon und Lars Jensen
sowie Paul-Jaques Tanvez von Normandie Drainage. Die Masken wurden nur fürs Photo kurz abgenommen.

Heute erfolgte auf der Iffezheimer Rennbahn der Spatenstich zum Bau der neuen Sandbahn. Wir planen, den Fortschritt der Arbeiten mit regelmäßigen Bildern hier auf unserer Seite zu dokumentieren, um auch jenen, die nicht das Glück haben, im schönen Iffezheim oder in dessen nicht minder schöner Umgebung zu leben, Einblicke in den Ablauf zu geben.

Am kommenden Sonntag, den 24. Jänner um 17 Uhr (wohl Zeit genug bis zum Tatort, diesmal übrigens mit den Ermittlern Thorsten Falke und Julia Grosz, es lohnt sich unter Umständen also, mit dem Popcorn und dem Genuss der interessanteren Getränke bis nach 20:15 Uhr zu warten) findet das diesjährige Züchtertreffen von Gestüt Röttgen statt und wie es sich in Zeiten wie diesen gehört, tut es dies zwar ohne Publikum vor Ort, dafür jedoch auch ohne großen Aufwand (für die Zuseher), ohne Maskenpflicht, ohne lange Anreise und ohne die Widrigkeit eventuell schlechten Wetters, als Übertragung im Internet bequem von zuhause aus zu verfolgen. Wenn das mal keine Schule macht. Spätestens jedoch wenn es mit dem Decken losgeht, ist es mit dem digitalen Home-Office wieder vorbei.
Übertragen wird das ganze auf dem YouTube-Kanal von Wettstar.


17. Jänner 2021

Meetingsbeginn in Cagnes-sur-Mer 2021

Munter, frisch und voller Tatendrang nach der langen Fahrt

Vom winterlichen Iffezheim ans sonnige Mittelmeer oder so - hätte die Überschrift auch lauten können (falls wer daraus einen Schlager machen möchte, gerne). Zu unserem dritten Meeting in Cagnes-sur-Mer werden wir jedenfalls mit dem bisher größten Kontingent anreisen. Die ersten vier Pferde (Aerion, Brunlukka, Laquyood und Porsenna trafen bereits gestern ein. Während die Anreise reibungslos vonstatten ging, lief es die letzten Tage vor Abreise, der letzte Teil der Vorbereitung also, alles andere als rund. Regen, Schnee und Frost ließen die letzte Woche kein Training auf der Bahn zu. Wir werden versuchen, den Rückstand schnellstmöglich und umgehend aufzuholen.
Nach so einer Woche direkt am ersten Meetingstag ins Renngeschehen einzusteigen ist normalerweise nicht meine Art, manchmal muss man jedoch umdenken und Neues ausprobieren. In diesem Fall spielt auch der Zeitdruck noch eine Rolle, Brunlukka ist nämlich für die Auktion in Deauville Mitte Februar gemeldet. Um eventuell dreimal während des Meetings an den Ablauf kommen zu können, müssen wir direkt loslegen. Wir starten morgen also ohne größere Erwartungen ins Meeting und freuen uns, falls es überraschend besser läuft als gedacht. Die Stute ist bekanntlich etwas speziell und bei ihr ist alles denkbar.
Dieses Jahr werden wir das Meeting mit einigen Pferden bestreiten, die Comebacks nach unfreiwilligen Pausen feiern: neben Laquyood und Porsenna etwa Adesias. Brigantine hatte zwar Mitte Dezember einen Start, davor jedoch eine lange Pause. Von diesen Pferden kann man nicht direkt wieder ihr altes Leistungsvermögen erwarten. Den einen oder anderen Start müssen wir ihnen geben um wieder in die Spur zu finden. Wir haben aber auch ein paar ausgewiesene Cagnes-Spezialisten dabei, u.a. Aerion, Laquyood und Porsenna. Die Messlatte vom vergangenen Jahr liegt hoch. Das empfinden wir allerdings nicht als Druck sondern als positive Motivation.
Wir freuen uns jedenfalls schon auf die nächsten Wochen, es wird spannend!


15. Jänner 2021

Harte Trainingsbedingungen ...

... herrschten heute in Iffezheim. Der Winter hat seine weiße Pracht über das Geläuf verteilt. Hilft aber alles nichts: wenn es eine Saison voller Höhepunkte werden soll, muss man auch solche Verhältnisse durchstehen.


14. Jänner 2021

Winter Wonderland


11. Jänner 2021

Der Saisonrückblick ist da

Der Saisonrückblick ist → DA

Zum → Rückblick 2020


09. Jänner 202021

Dies und das

Die freundlichen Menschen von der Sport-Welt haben uns dankenswerterweise die Datei mit der gestern erschienenen Stallparade unseres Quartiers zur Verfügung gestellt. Nachzulesen → hier.

Des Trainers Lieblingsdeckhengst Zoffany ist leider von uns gegangen. Von seinen Nachkommen waren Hautot und Virginias Princess für unser Quartier aktiv und siegreich, aktuell steht noch Godfather Racings Santino Corleone bei uns im Stall.

Der Fischotter wurde von der Deutschen Wildtierstiftung zum Tier des Jahres 2021 gewählt. Der Österreichische Naturbund entschied sich für den Siebenschläfer (ein tolles Tier) und die Schweizer Naturschutzorganisation ProNatura für den Bachflohkrebs.

Übermorgen Montag folgt der Jahresrückblick.


08. Jänner 202021

Sport-Welt Stallparade

Die aktuelle Ausgabe der Sport-Welt enhält eine ausführliche und wie jedes Jahr sehr lesenswerte Stallparade unseres Quartiers.

GaloppOnline


04. Jänner 202021

Saisonstart 2021 mit zwei Pferden in Lyon

Sehr früh im Jahr haben wir am morgigen Dienstag in Lyon La Soie unsere ersten Starter. Den Auftakt macht After Rain Sun unter Eva-Maria. Obwohl wir sie Ende letzten Jahres bereits geschoren haben, sieht sie inzwischen wieder aus wie ein Teddybär. Die Stute schiebt Haar nach, es ist unglaublich. Sie wusste zuletzt besser zu gefallen, als das Ergebnis es aussagt. Eine Platzierung ist nicht ausgeschlossen, zumal ihre Schlussarbeit einen guten Eindruck hinterließ. Letztlich dient dieser Start dennoch in erster Linie als Generalprobe für Cagnes-sur-Mer.
Aerions letzte Form war nach idealem Rennverlauf gut, der fünfjährige Wallach nur knapp geschlagen. Er trifft in der morgigen Prüfung unter Eddy Hardouin auf alte Bekannte. Zwei davon waren bedauerlicherweise zuletzt vor uns. Auch für ihn ist dieses Rennen eine letzte Vorbereitung für das Meeting an der Cote d´Azur. Eine Platzierung erscheint allemal im Bereich des Möglichen. Aerion ist halt immer sehr vom Rennverlauf abhängig, er braucht schnelle Rennen und seinen Rythmus, keine Tempowechsel. Porsenna wird zum Nichstarter erklärt, da er nach seinem letzten Canter tickte.

In den nächsten Tagen folgt dann der Jahresrückblick sowie meine Einschätzung der aktuellen Lage bezüglich des Trainings- und Rennbetriebes in Iffezheim. Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei Karsten Banzhaf bedanken, der mich beim Schreiben der Vorschau für den morgigen Renntag unterstützte.

On a Sidenote: Auf dem YouTube-Kanal der Firma Wettstar finden sich mit dem Trainer aufgenommene Videos, die der Erklärung einiger Grundlagen des Rennsportes gewidmet sind. Die Serie wird jeden Mittwoch um eine neue Folge ergänzt. Nachzusehen ist das alles → hier.


03. Jänner 202021

Iffezheim vorgestern und heute

Am Morgen des Neujahrstages
Heute Morgen

26. Dezember 2020

Erfolgreicher Saisonausklang

Hätte nicht Laquyood am 15. Jänner in Cagnes-sur-Mer unsere Saison mit einem dritten Platz eröffnet, Aerions ebendortiger Sieg am 20. würde den Anfang gebildet haben und die Saison damit enden wie sie begonnen hat: mit einem Sieg. Für einen solchen sorgte heute nämlich der von Eva-Maria Geisler gerittene Smaragd in Mülheim. Im für unser Quartier letzten Rennen des Jahres musste das sechsjährige Juwel (bei erst drei Lebensstarts stehen zwei Siege und ein zweiter Platz zu Buche) mit einem Start aus der wenig vorteilhaften Box 13 vorliebnehmen. Nach dem Start ließ der Wallach beim Kampf um die vorderen Plätze des mit 16 Startern gut besetzten Feldes zunächst anderen den Vortritt und war im ersten Bogen entsprechend weit hinten zu finden. Die Gegenseite dieses sich durch tiefen Boden auszeichnenden Geläufes, das Feld fächerte sich hier weit nach außen hin auf, bot eine erste Möglichkeit zur Verbesserung der Position; eine weitere öffnete sich eingangs der Zielgeraden, als einen Großteil der Bewerber recht bald die Kräfte verließen. Smaragd hingegen nahm da erst richtig Fahrt auf und eilte, gut vorgetragen von Eva und begleitet von nur mehr zwei ernsthaften Konkurrenten, relativ ungefährdet zu seinem mit eineinviertel Längen Vorsprung eingeholten Erfolg.

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23. Dezember 2020

21. Dezember 2020

In Erinnerung an Hans Hülsenbeck

Hans Hülsenbeck (1948-2019)
Photo von Imago Images

Heute jährt sich Hans Hülsenbecks Todestag das erste Mal.


12. Dezember 2020

Pouleende in stürmischen Zeiten

Die neue Egge

Am morgigen Sonntag wird die vierjährige Stute Brigantine in Le Croise Laroche erstmals unter meiner Regie an den Ablauf kommen. Wir haben sie Anfang August in einem Reclamer in Vichy erworben. Danach folgten eine Hufprellung sowie diverse andere Verzögerungen, die erst jetzt einen Start zulassen. Mit Startbox 15 über 1100m, auf einer Bahn die über diese Distanz über zwei Bögen führt, wird das kein leichtes Unterfangen, wir wollen sie jedoch unbedingt herausbringen und allzuviele andere Gelegenheiten bieten sich dafür momentan leider nicht. Ihr Start nimmt allerdings keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis unserer diesjährigen deutlich verkürzten Stallpoule. Die Wertung für diese endet am 15. Dezember und da keines der teilnehmenden Pferde mehr starten wird, steht das Ergebnis also fest. Sieger der Stallpoule 2020 ist Macavity punktgleich vor Leevke. Dritter wird Sevillano, der sich mehr oder weniger im letzten Augenblich noch auf diesen Platz schoben. Den vierten Platz nimmt Daimyo ein, den undankbaren fünften Hallo Wien.

Aufgrund von Corona werden wir die Siegerehrung und den Pouleabend dieses Jahr nicht wie gewohnt Ende Februar, Anfang März abhalten können. Wir planen jedoch, dass, sollte es die Entwicklung bis dahin zulassen, beides an einem schönen Maiabend nachgeholt wird. Undurchführbar ist zu unserem großen Leidwesen dieses Jahr natürlich auch der traditionelle Weihnachtsumtrunk.

Der Termin für die Bahnerneuerung (18. Januar) nimmt Formen an. Ende letzter Woche wurde bereits die eigens für die neue Sandbahn erworbene neue Egge angeliefert. Nach Fertigstellung wird uns die modernste Sandbahn in Deutschland zur Verfügung stehen. Darauf darf man sich schon freuen. Ebenso rückt das Meeting in Cagnes-sur-Mer näher und die Planung nimmt langsam Konturen an. Am 18. Dezember laufen wir noch in Lyon La Soie (After Rain Sun, Brunlukka), am 26. Dezember planen wir nach Mülheim zu fahren (Sevillano, Smaragd), am 29. Dezember steht unser letzter Renntag für das Jahr 2020 - eventuell geht es nach Marseille - auf dem Programm.


02. Dezember 2020

Interview mit Eva-Maria

Im Rahmen des RaceBets Blog findet sich seit heute ein mit Eva-Maria Geisler geführtes Interview.

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22. November 2020

Neuzugang aus England

Alles lief planmäßig und schon bei Lot 18 der diesjährigen Tattersalls December Yearling Sales in Newmarket erhielt der Trainer den Zuschlag für das erfolgreiche Gebot: 22.000,- Guineas kostete die Declaration of War aus der Auntinet, die in Bälde in unser Quartier übersiedeln wird.

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21. November 2020

Sieg in München

Photo von Murat Fischer

Sevillano und sein Reiter Jozef Bojko dürften schon zu Beginn geahnt haben, dass das heute eine sehr ungleiche Angelegenheit werden würde, denn um die Sache etwas spannender zu gestalten, verharrten die beiden einige zusätzliche Momente in der Startmaschine; lange genug jedenfalls, um der Konkurrenz den Vorteil etlicher Längen Vorsprung zu verschaffen. Zu nutzen wusste diese es allerdings nicht, denn schon kurz nach Einbiegen in die Zielgerade galoppierte der bis dahin an letzter Stelle gehende Hernsteiner recht mühlos und ohne großer Aufforderung zu bedürfen am Rest des Feldes vorbei. Sechs Längen Abstand zum Zweitplatzierten waren es auf der Ziellinie schließlich.

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Photos von Murat Fischer
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20. November 2020

Abschied von Deutschland und München

Einer unserer letzten Auftritte auf deutschem Boden im Jahr 2020, vielleicht der Letzte, zumindest aber der Letzte für knapp ein halbes Jahr in München (der erster Renntag der nächsten Saison findet dort voraussichtlich am 1. Mai statt) geht morgen in Riem über die Bühne. Mit fünf Pferden treten wir nochmal den aus emotionalen Gründen beliebten Weg nach München an. Finanziell darf man über ein solches Unterfangen nicht nachdenken, sonst müsste man zu Hause bleiben.

Den Beginn machen Sevillano und Sasbachwalden. Sevillano konnte Anfang Oktober in Dortmund auf sich aufmerksam machen, danach an diese Form aber nicht mehr anschließen. Optisch sieht er nicht so gut aus wie damals, auch die Arbeit gefiel nicht wie noch vor acht Wochen. Sasbachwalden hingegen sieht aktuell gut aus und hinterließ mit den neu angelegten Scheuklappen in der Arbeit einen ansprechenden Eindruck. In dieser Gesellschaft wird es jedenfalls ein Rätselraten.
Sisikam hat es rechnerisch über das Rennen am 18.10. in Iffezheim gegen ein paar Gegner nicht leicht. Sie mag jedoch sowohl die Bahn wie den Boden. Sie versteht sich mit Eva prima, ganz auschließen will ich sie daher nicht. Zumal sie noch toll aussieht und sich in der Arbeit unverändert von guter Seite zeigt. Mit dem Champion im Sattel, auf seiner Siegbahn und Distanz ist auch Kingsbury ein heißes Eisen. Auch ihn darf man nicht unterschätzen.
Smaragd konnte in Mannheim super leicht gewinnen. Der damals Zweitplatzierte war unmittelbar im Anschluss ebenfallssiegreich und wertete die Form somit auf. Die Art und Weise war schon toll. Dennoch besitzt er nicht mehr ganz die Frische von damals, außerdem steht er nun vor einer ganz anderen Aufgabe, zumal einige Gegner aus dem Ausgleich 3 kommen. Wie auch immer, der Sieg sollte mit der Handicapmarke über ihn gehen. Unsere kommenden Auftritte werden dann in Frankreich stattfinden.

Läuft alles planmäßig, bin ich am Montag in Newmarket bei der Tattersalls December Yearling Sales. Auf dieser Auktion konnten wir in den letzten Jahren Pferde wie Be A Wave, Hallo Wien, die Canford Cliffs-Stute Atrice (wurde danach für knapp €30.000,- auf der BBAG Breeze-up Sale 2016 weiterverkauft) und nicht zuletzt Leevke ersteigern. Auch Amaron wurde übrigens auf dieser Auktion erworben. Der Pfund steht aktuell historisch niedrig, der Markt in England ist rückläufig, die Vorzeichen somit gut.


07. November 2020

Die Iffezheimer Sandbahn - eine nicht endend wollende Geschichte

Seit mehr als zehn Jahren trainiere ich nun in Iffezheim. Bereits bei Beginn dieser Zeit wurde über eine Sanierung bzw. Erneuerung unserer Sandbahn gesprochen. Einige meiner noch länger hier tätigen Kollegen meinen sogar, dass von einer solchen Sanierung sogar davor schon die Rede war. Diesmal standen die Initiatoren knapp vor einer tatsächlichen Umsetzung dieses Vorhabens, es waren wohl die meisten Unterschriften und vor allem die Finanzierung geklärt. Dann kamen Corona und folgend die damit verbundenen Probleme wie etwa die Anschaffung der Rohstoffe (Sand) oder die nötigen Sicherheitsvorkehrungen für das Personal dazwischen. Der Zeitpunkt war diesmal ohnehin schon schwierig, hat doch unser aktueller Betreiber der Rennbahn gerade den Pachtvertrag mit der Gemeinde gekündigt. Langer Rede kurzer Sinn: es wird jedenfalls auch im Jahr 2020 keine neue Sandbahn in Iffezheim geben. Trösten können wir uns nur damit, dass diese heuer, bei ausreichender Auflage, besser als all die Jahre zuvor war. Die Bewässerung durch das aktuelle Greenkeeper-Team hat bestens funktioniert, dafür möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken.

Ein aktuell weiterhin heißes Rennsportthema in Iffezheim ist die Frage, wer denn nun der neue Betreiber der Rennbahn wird. Einige prominente Personen wurden die letzten Tage in Iffezheim gesichtet bzw. wurden bereits einige Ideen bei der Gemeinde vorgetragen. Die Entscheidung soll ja bekanntlich zeitnah getroffen werden.

Wir gehen morgen mit je zwei Pferden in München und Nancy an den Start. In München wird Qui rit ihr zweites Rennen absolvieren. Sie hat von ihrem letzten Start profitiert, ist aber noch nicht weit genug, um als Kandidat für die Geldränge ernsthaft in Betracht zu kommen. Ihre Rennlaufbahn wird nächstes Jahr im Ausgleich beginnen. Schön wäre es, wenn sie die dazu nötige Handicap Marke noch heuer bekäme, um nächstes Jahr dann direkt loslegen zu können.
Macavity ist ein Münchner Bahnspezialist; auch die Distanz und das geringe Gewicht auf tiefen Boden sprechen für ihn. Die Gegnerschaft ist allerdings anspruchsvoll. Erwähnt sei außerdem, dass er gegen sein Handicap läuft. Ein kleiner Geldgewinn ist unser Ziel. Im Prinzip ist es ein vorbereitender Start, der den Feinschliff für den am 21. November an selber Stelle stattfindenden Renntag geben soll.

In Nancy bestreitet After Rain Sun ihren zweiten Start nach der Zwangspause. Sie wurde ja, wir erinnern uns, im Mai in Hannover schwer angaloppiert. Die dreijährige Stute gefiel mir vor ihrem letzten Start in Strasbourg recht gut, enttäuschte mich dort jedoch. Nach dem Rennen gab sie mir nicht mehr ein so gutes Gefühl wie zuvor. Wenn sie morgen nur einen Teil ihres alten Vermögens abrufen kann, sollte sie trotzdem mit Chancen an den Ablauf kommen.
Adriel wird nach kleiner Pause im Ausgleich antreten.

Kommenden Mittwoch geht es mit Daimyo und der Neuerwerbung Indar in Strasbourg weiter, Donnerstags mit Aerion nach Fontainebleau; Samstags dann wieder nach Nancy.
In den nächsten Wochen finden für uns noch wichtige (Jährlings) Auktionen (in Deauville und Newmarket) sowie die europaweit wichtigsten Zuchtauktionen (Fohlen und Mutterstuten) statt. Hoffentlich macht Corona den Veranstaltern keinen Strich durch die Rechnung und wir dürfen daran teilnehmen.


31. Oktober 2020

Iffezheimer Herbst


25. Oktober 2020

Erster Start, erster Sieg - Teil 2

Deutlich älter als zuletzt Leevke war der sechsjährige Wallach Smaragd heute in Mannheim bei seinem Debüt auf der Rennbahn. Auch seine Reiterin Anna van den Troost absolvierte heute ihren ersten Start - für unser Quartier, und da wir es derzeit scheinbar mit den Debüts haben, feierte beide auch gleich ihren ersten Sieg für unseren Stall. Mit - auch das eine Parallele zu zuletzt - wenig Vertrauen der Wetter, 421:10 stand der Schützling von Hans-Werner Seidel am Toto, ins Rennen gestartet und in dem recht lose verbundenen Feld zunächst eher gegen Ende hin zu finden, machte Smaragd auf der Gegenseite schließlich kontinuierlich Boden gut, ließ sich auch von einem Rempler nicht beeindrucken und mischte sich im Schlussbogen erstmals in den Kampf um die vorderen Plätze. Auf der Zielgerade gab es dann kein Halten mehr; ohne den Stock bemühen zu müssen, führte seine Reiterin ihn auf dreieinhalb Längen Vorsprung (zehn weitere waren es auf den Dritten) zum überlegenen Sieg.

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11. Oktober 2020

Erster Start, erster Sieg

Bei einer Siegquote von 248:10 war das Vertrauen der Wetter in Leevke endenwollend. Die zweijährige Stute im Besitz von Stall Herb blieb davon natürlich genauso unbeeindruckt wie von der Konkurrenz, die sich auf dem Weg zum Erfolg mit Statistenrollen zu begnügen hatte. Lediglich New Wizzard konnte der von Sean Byrne gerittenen Leevke lange Zeit etwas entgegensetzen, auch der Zweite kam jedoch mit schon drei Längen Abstand ins Ziel.

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Photos von Murat Fischer
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09. Oktober 2020

Viel Aktivität in den nächsten Tagen

Morgen treten wir die Reisen nach Dortmund an. Allzu viel kann man zu dieser Art von Rennen (Viererwette-Rennen), in dem meine beiden Schützlinge antreten, nicht sagen; zu dieser Jahreszeit, in der die Form der Pferde schnell mal kippt, erst recht nicht. Das bestätigt ja auch Woche für Woche die Viererwette, die bekanntlich sehr schwierig zu treffen ist.
Blida lief zuletzt endlich einmal annähernd so, wie sie es in der Arbeit zeigt. Kingsbury lief in Baden fast erwartungsgemäß schwach, sollte jedoch morgen wieder an die Form von München anknüpfen können. Beide Pferde stehen noch gut im Haar und sehen blendend aus. Kingsbury hat nach seinem Start in Iffezheim aufgepackt.

Leevke

Am Sonntag sind wir dann in München und Nancy vertreten. Mein Weg führt mit den beiden Debutanten (Leevke und Qui rit) sowie Don Vito nach München. Eva wird in Nancy sein und dort Daimyo reiten.
Der fünfjährige Wallach gewann dort zuletzt in schönem Stil. Er fühlt sich jetzt noch etwas besser als damals und das Rennen sieht machbar aus, auch wenn der eine oder andere der Gegner duchaus galoppieren kann. Dennoch freuen wir uns über jeden Geldgewinn und werden bestimmt keine Klagelieder anstimmen, sollte er nicht direkt wieder gewinnen. Wenn er so weiter macht, geht er seinen Weg, davon sind wir überzeugt.
Eine sehr unauffällige, nie vorlaute Stute, die emsig und ohne großes Aufsehen ihre Arbeit erledigt ist Leevke. Die Make Believe-Stute wurde vergangenes Jahr in Newmarket bei den December-Yearling-Sales erworben. Sie machte lange Zeit kaum auf sich aufmerksam gemacht, erst in den letzten beiden Monaten ist sie aufgewacht. Die phlegamtische Stute macht in der Arbeit keine Fehler. Wir können ihr auf diesem Weg also nichts weiter lernen und der Zeitpunkt ist jetzt gekommen, an dem sie ins Renngeschehen eingreifen soll. Leevke ist somit meine erste zweijährige Starterin in diesem Jahr. Jeder, der diese Seite regelmäßig liest, weiß, dass ein solches Ereignis für mich immer mit Vorfreude und außerordentlicher Spannung verbunden ist. Auch wenn Leevke sich in den letzten Wochen deutlich angekündigte, wird sie erst nächstes Jahr ihr wahres Leistungsvermögen erreichen. Sie ist bestimmt keine reine Zweijährige.
Qui rit ist bereits ein Jahr älter, dennoch braucht sie noch viel Zeit. Mit diesem Start verbinden wir die Hoffnung, dass sie sich dadurch verbessert und danach weiß, wofür sie jeden Tag gearbeitet wird.
Don Vito wurde verkauft und wird seinen letzten Start unter meiner Regie absolvieren.

Am Montag führt uns die Reise mit Brunlukka nach Lyon. In Strasbourg war ihr Verhalten im Führring und auf dem Weg zum Geläuf unmöglich. Im Rennen waren ihre Motivation und Einsatzbereitschaft mangelhaft. Wir erhoffen uns diesmal eine Leistungssteigerung, zumindest aber einen Ansatz wollen wir sehen. Die langen Abstände zwischen den Rennen haben sie förmlich einrosten lassen. Sie braucht nun ihren Rhythmus. Dienstag tritt dann Mojo Boy in Chantilly an, Mittwoch eventuell noch Rum Tum Tugger in Saint-Cloud, bevor am Donnerstag vor unserer Haustüre das Sales-and-Racing-Festival eingeläutet wird.


03. Oktober 2020

Strasbourg und Düsseldorf

Etwas enttäuscht waren wir vom Abschneiden unserer Pferde am vergangenen Wochenende. Der Renntag in Cluny musste nach dem ersten Rennen wegen enormer Niederschlagsmengen abgesagt werden. Macavity fand nicht ins Rennen. Don Vito hatte einen sehr unruhigen Rennverlauf und just in dem Moment, als er in Schwung kam, musste er einen Stopp hinnehmen. Sisikam spürte die Strapazen der letzten Wochen (drei Starts in drei Wochen) und hatte müde Beine.

Unser erster Starter am morgigen Tag wird Brunlukka in Strasbourg sein. Ihr Vorbereitungsstart fiel leider (siehe oben) im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Schon zuvor mussten mehrere Versuche, sie nach ihrer Pause wieder an den Ablauf zu bekommen, wegen Kleinigkeiten abgesagt und wieder verschoben werden. Morgen soll es nun endlich losgehen. Das Feld ist übersichtlich besetzt. Das Resultat wird wohl davon abhängen, wie sie mit dem weichen Boden und der Bahn klar kommt.
Sevillano lieferte vor zwei Wochen in Dortmund seine bisher beste Lebensleistung ab. Sein Speed sah schon sehr toll aus. Er gab sich auch nach dem Rennen gut. Einzig der Haarwechsel könnte ihn aktuell Energie kosten.
Sasbachwalden lieferte in München gar kein schlechtes Jahresdebut ab. Ihre Schlussarbeit hingegen war etwas enttäuschend, hoffentlich lag das nur am Boden.


27. September 2020

Absage des Renntages in Cluny

Aufgrund starker Regenfälle wurde der Renntag in Cluny nach dem ersten Rennen abgebrochen. Brunlukka, die im fünften Rennen hätte starten sollen, kam also nicht an den Ablauf.


26. September 2020

Die gute Stallform prolongieren

Nach dem mit zwei Siegen wunderbaren zweiten Wochenende einer gekürzten "Großen Woche", durften wir auch vergangenes Wochenende mit den Resultaten unserer Starter durchwegs zufrieden sein. Auch wenn kein Sieg gelang, liefen sämtliche unserer Starter in die Geldränge. Besonders überraschen konnten dabei Sevillano und Blida in Dortmund. Auch die Leistungen von Rum Tum Tugger und Aerion verdienen positive Erwähnung.

Morgen sind wir auf vier Bahnen vertreten und auf jeder davon dürfte es weichen Boden geben. Den Beginn machen (13:10 Uhr) in Mannheim und um die selbe Zeit Macavity in Strasbourg. Beiden kommt der weiche Untergrund entgegen. Don Vito sollte unter Fabian Xaver Weißmeier Geld mitbringen, vielleicht kann er ja sogar überraschen und im Endkampf eine Rolle spielen, auch wenn er kein Mannheim-Spezi ist. Macavity trifft es hingegen auch in der französischen Verkaufsklasse nicht leicht. Ein Geldgewinn wäre erfreulich. Eine gute Startbox, ein starker Reiter (Alexis Pouchin) und der Boden sind Vorteile, die für ihn sprechen.
Brunlukka reist nach Cluny. Ihr Rennen wird planmäßig um 16 Uhr gestartet, in der Regel ist in der französischen Provinz jedoch mit deutlicher Verspätung zu rechnen. Die Stute muss eine längere Pause überbrücken. Auch sie wird von weichem Boden profitieren, der Linkskurs und die Distanz sind weitere Pluspunkte. Eva kennt die Stute bereits sehr gut. Ein paar Pferde sind auf dem Papier höher einzuschätzen, wir treten deshalb als Außenseiter an. Dennoch ist in diesem Rennen nichts unmöglich.
Um 16:30 Uhr wird dann Sisikam in Köln zum Viererwetten-Rennen (bedeutet: höher dotiert und mehr Platzgelder) einrücken. Ihr Iffezheimer Sieg war schon sehr schön anzusehen. Sie bekam dafür 3kg Aufgewicht. Der Knoten dürfte nun endlich geplatzt sein, sie hat nahezu die komplette Saison ihre Form abgerufen. Die Gegner scheinen jedoch diesmal stärker als zuletzt in Iffezheim. Desweiteren ist sie die einzige meiner morgigen Starter, bei der ich nicht ganz sicher bin, ob sie auf weichem genauso abliefern wird wie auf gutem Boden (obwohl sie in München auch auf sehr weichem Boden schon ordentlich gelaufen ist). Sie hinterlässt zu Hause noch einen guten Eindruck, wir sind also guter Dinge, nochmal ein Platzgeld nach Hause mitzunehmen.


17. September 2020

Spende vom Adventsbasar 2019 übergeben

Zur Erinnerung: es war an einem sonnigen Samstag, den 30.November 2019, da trafen sich viele interessierte Besucher zu dem Adventsbasar im Boxendorf. Fast alle Boxen waren durch Aussteller belegt, um ihre selbstgemachten und handgefertigten Waren anzubieten. Durch das besondere Flair bekam der Adventsbasar einen guten Zuspruch. Wie Tim Assenheimer mitteilte, findet in diesem Jahr aufgrund der staatlichen Infektionsverordnungen kein Adventsbasar statt - schade!

Eindrücke vom Adventbasar

Passend zur Rennwoche, trafen sich die Turffreunde im Boxendorf und überreichten der Aktion 1972 einen Scheck über €572,-. Wir sagen dafür ein herzliches Dankeschön! Besondere Freude herrschte auch noch bei den Turffreunden über den Sieg ihres Pferdes Mojo Boy am 15. August in Deauville. Herzlichen Glückwunsch!

Der Vorstand der Turffreunde mit Tim Assenheimer, die Wirtin der Turfkantine Kerstin Heitz und Reinhard Büchel bei der Scheckübergabe

Durch die Spenden helfen sie nur Behinderten in Iffezheim. Die Aktion 72 gibt es seit 48 Jahren. In der Zeit konnte sie schon viele Familien mit einem behinderten Kind bei ihren Belastungen unterstützen. Damit die Unterstützung zu 100% bei den Menschen ankommt, gibt die Aktion 72 ihrer Spende ohne Abzüge weiter. Wir haben auch Rücklagen gebildet, um bei einem akuten Notfall schnell und unbürokratisch eine finanzielle Hilfe zur Verfügung stellen zu können.

Spendenkonte der Aktion 72 - Wir helfen Behinderten e.V.:
VR-Bank Iffezheim
BIC: GENODE61IFF
IBAN: DE 54 6656 2300 0000 1972 03


13. September 2020

Heimsieg

Der zweite Treffer dieses Wochenendes brachte schließlich doch noch den ersehnten Erfolg auf heimischen Geläuf und Sisikam den längst fälligen Sieg. Über weite Strecken des Rennens irgendwo in den hinteren Regionen mitgaloppierend, öffnete sich erst nach dem letzen Knick zur Zielgeraden eine Lücke im ab über die gesamte Bahnbreite aufgefächerten Feld. Zunächst noch im Schatten anderer Pferde, auch der Bahnsprecher hatte die von der Schweizerin Sibylle Vogt gerittene Hernsteinerin bis dahin noch nicht auf dem Radar, zeichnete sie sich erst auf den letzten etwa einhundert Meter als zukünftige Siegerin dieses Rennens ab, brachte in er kurzen Zeit aber immerhin noch eineinviertel Längen zwischen sich und die sicher auf Distanz gehaltene Zweite Matilda Bay.

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Im Fernsehen

12. September 2020

Nächster Frankreichtreffer

Von den drei chancenreichen Startern heute konnte Daimyo in Nancy ihre für den Sieg nutzen. Nach dem Start reihte sich der fünfjährige Wallach zunächst an vierter, fünfter Stelle ein, verbesserte diese Position jedoch schon im Schlussbogen sukzessive. Auf der Zielgerade suchte Eva-Maria rasch die Entscheidung und enteilte dem Feld relativ mühlos zu dreieinhalb Längen Vorsprung auf der Linie.

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Photos von Albert Eyermann
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Photo von Albert Eyermann

11. September 2020

Einige Starter am zweiten Meetingswochenende

Unser morgiger Renntag beginnt mit dem Start von Daimyo in Nancy. Es ist ein 16er Feld, welches um 13:30 Uhr auf die 1350m lange Reise geschickt wird. Mit der Startbox 5 sind wir gut bedient. Im Gegensatz zum letzten Start, den er für sein Selbstvertrauen bekommen hat, soll Daimyo morgen im Mittelfeld, erweitertes Vordertreffen mitgehen. Zwei, drei Starter könnten für uns zu stark sein, aber auf ein Platzgeld dürfen wir allemal hoffen. Er hinterließ die letzte Woche in der Arbeit einen guten, frischen Eindruck, Eva, seine Reiterin, kennt ihn mittlerweile gut. Sie absolvierte außerdem in Nancy zuletzt einen glänzenden Ritt auf Montina (sie wurde dabei Zweite); die Bahn liegt ihr also. Wir hoffen, dass auch Daimyo damit zurecht kommt. Es geht immerhin um drei Bögen, was für eine derart kurze Distanz schon etwas außergewöhnlich ist.

Chronologisch gesehen kommt danach Macavity an die Reihe. Er läuft über 1400m (Startzeit: 16:45 Uhr), Bauyrzhan Murzabayev sitzt wieder im Sattel. Er konnte Gott sei Dank heute sein erstes Rennen während der "Großen Woche" gewinnen. Macavity entledigte sich bei seinem letzten Auftritt in München in schönem Stil der Maidenschaft. Bei seinen letzten Starts hatte er immer weichen Boden unter den Hufen, diesmal wird die Bodenangabe "Gut" ausfallen - was allerdings kein Problem darstellen sollte. Auch wenn er zuletzt immer von vorne ging, benötigt er die Führungsposition keinesfalls zwingend; einzig ein ausreichend gutes Grundtempo braucht er. In der Zeit nach dem letzten Laufen mussten wir ihn nur bei Laune halten; dabei machte er stets einen guten Eindruck. Wenigen Minuten vor Verfassen dieses Textes konnte der zuletzt in München zweitplatzierte Wynono unseren Sieg leider nicht aufwerten. Heute entschieden einige Pferde aus hinteren Regionen ihre Rennen für sich, was die Aufgabe für uns morgen auch nicht einfacher werden lässt. Daher gehen wir erstmal einmal nur vorsichtig optimistisch in dieses Rennen, auch wenn wir wie zuletzt wieder Sport-Welt-Favorit sind.

In diesen Minuten reist Hallo Wien nach Chantilly. Ihr Sieg in Vichy sah schon richtig gut aus. Mit eindrucksvollem Speed ist sie innerhalb kürzester Zeit am Großteil des Feldes vorbeigerauscht. Eine Vorstellung, für die sie in Frankreich ungewöhnliche 3,5kg Aufgewicht erhielt. Auch morgen geht es wieder über 2000m und wiederum wird Cyrille Stefan den Ritt absolvieren. Das 18er-Feld geht planmäßig um 17:25 Uhr auf die Reise. Hallo Wien ist in der Arbeit sehr phlegmatisch und macht immer nur das Nötigste. Die Pause könnte deswegen etwas lang für sie gewesen sein, es gab allerdings auch kein anderes Rennen, das so gut gepasst hätte wie jenes morgen in Chantilly. Der Spätsommer und Herbst sind ihre Jahreszeit. Auch wenn es nicht leicht wird, freuen wir uns schon auf dieses Rennen.

Am Sonntag beginnen wir mit La Vie Est Belle in einem Nachwuchsreiten über 1400m (Startzeit 15:40 Uhr). Ich habe lange hin und her überlegt, ob wir am Vortag über 1200m oder eben in diesem Rennen über 1400m laufen sollen. Die Wetterprognose, der zu erwartend schnelle Boden und das leichte Gewicht gaben schließlich den Ausschlag, mich für dieses Rennen zu entscheiden. Die Stute lief zuletzt in Saarbrücken ein richtig schönes Rennen, hat in der Zwischenzeit gut gearbeitet und bei einem vernünftigen Rennverlauf rechne ich mir Chancen aus. Ihr Reiter Shuichi Terachi verfügt naturgemäss über noch wenig Routine. La Vie ist allerdings nicht schwierig zu reiten und Startbox 1 erleichtert die Aufgabe für den jungen Nachwuchsreiter ungemein. Länger als 1400m sollte es für sie nicht gehen.
Um 17:50 Uhr kommen schließlich noch Kingsbury und Sisikam dran. Kingsbury gewann in München auf weicher Bahn ein Sieglosen-Rennen in überraschend schönem Stil. Dafür erhielt er ein christliches Aufgewicht von einem Kilogramm. Er ist noch sehr grün, unroutiniert und etwas misstrauisch. Es ist in der Regel nicht einfach für Pferde wie ihn, in so großen Feldern wie diesmal der Fall ist und bei der speziellen Atmosphäre auf der Heimatbahn, die volle Form abzurufen. Erneut übernimmt Bauyrzhan Murzabayev den Ritt.
Sisikam hat gefühlt seit den letzten fünf Rennen eine reele Siegchance. Bei ihrem letzten Start am vergangenen Sonntag über 1600m scheiterte sie schon am Start, bei dem sie einige Längen verlor und anschließend nur schlecht auf die Beine kam. Auf der langen Zielgeraden kam sie an wie auf Rollschuhen. Diesmal geht es über 1800m, unter der Briefmarke (Sibylle Vogt) wird die Distanz aber hoffentlich nicht zu weit. Beide gehen mit Chancen ins Rennen.

Keines unserer Pferde an diesem Wochenende wird es ganz leicht antreffen. Wir treten jedoch mit drei frischen Siegern (Macavity, Hallo Wien und Kingsbury), mit zwei Stuten (La Vie Est Belle und Sisikam), die zuletzt nur knapp geschlagen waren sowie mit Daimyo, der zuletzt ein Rennen fürs Selbstvertrauen absolvierte, an. Das ergibt ein vielversprechendes Aufgebot, das mich mit angenehmer Anspannung optimistisch auf das Wochenende blicken lässt.


05. September 2020

Impressionen vom Münchener Renntag

2003 wurde der Domainname "trainer-geisler.com" erstmals registriert, kurze Zeit später ging die erste, damals noch von Christoph Gruber erstellte Version dieser Webseite online. Seit etlichen Jahren nun befindet sie sich (in der inzwischen vierten Version) in den sie aktuell noch betreuenden Händen und genausolange schon bilden die von Murat Fischer aufgenommenen und uns jedesmal zur Verfügung gestellten Photos der Münchener Renntag einen fixen Bestandteil dieser Seite, sodass für uns mittlerweile fast wie selbstverständlich die Gleichung

"(Sieg in München) = (Hochwertige Photos für die Webseite)"

gilt. Die Gelegenheiten dafür boten sich in den letzten Jahren leider nicht mehr so häufig wie früher, dennoch aber ist es ab und an, wie zum Beispiel eben jetzt an dieser Stelle, angebracht, ihm für seine Unterstützung und Verlässlichkeit über all die Jahre einen großen Dank auszusprechen! Ohne Dich wäre diese Seite nicht was sie heute ist!
Die zeitnahe Einstellung der Photos haben diesmal ein technischer Defekt (sowie ein Urlaub) verhindert.

Photos von Murat Fischer
Zum Vergrößern anklicken


29. August 2020

Doppelsieg in München

Die ersten beiden Saisonsiege unseres Quartiers in Deutschland sind im Sack. Während dabei Macavitys Sieg nicht wirklich überraschend kam - der vierjährige Wallach hat heuer immerhin schon drei zweite Plätze zu Buche stehen und auch der Toto sah unseren Kandidaten im ersten Rennen vorne, ging Kingsbury als relativ klarer Außenseiter gegen einen hoch favorisierten Best Spirit ins Rennen.
Macavity konnte sich schon Ende der Gegengeraden in Front bringen und diesen Platz auch auf der Zielgeraden gegen die zwischenzeitlich vehement drängende Konkurrenz behaupten. Kingsbury reihte sich zunächst an vierter Stelle ein und hatte schließlich deutlich mehr Mühen, die ihm dicht auf den Fersen folgende und im Ziel nur um einen Hals geschlagene Chica de la Luna in Schach zu halten.
Siegreiter waren in beiden Fällen der mutmaßliche Championjockey 2020 Bauyrzhan Murzabayev.

Zum ersten Artikel auf → GaloppOnline
Zum zweiten Artikel auf → GaloppOnline
Zum Artikel auf → Deutscher Galopp


27. August 2020

Beginn einer intensiven Renntagserie

Morgen Saarbrücken, übermorgen München, Sonntag Divonne, Montag Saint Cloud, Dienstag Lyon, Donnerstag Longchamp und am Samstag geht die Große Woche los. Und das alles während in unserem Nachbarland mit der Tour de France eines der weltweit bedeutensten Großsportereignisse stattfindet.

Saarbrücken veranstaltet morgen den ersten Renntag der Saison, vier Starter werden von uns dort vertreten sein. Den Beginn macht Sisikam im zweiten Rennen. Sie lief in München zweimal ansprechend bevor sie zuletzt in Düsseldorf schlecht auf die Beine kam und in einem großen Feld alle Erfolgschancen schon am Start liegen ließ. Sie legte dennoch eine sehenswerte Aufholjagd, die auch der Sport-Welt nicht verborgen blieb, hin. Auf einer Bahn mit Linien hätte ich viel Mumm auf sie. Die Saarbrückener Bahn sollte sie zwar vor keine Probleme stellen (sie gewann letztes Jahr bereits in Zweibrücken), inzwischen hat sich jedoch unsere Taktik geändert. Diese wird ähnlich wie die von Doris vor zwei Jahren (Eva konnte damals in sehenswertem Stil auf Warten geritten gewinnen) ausfallen. Diese Strategie hat sich damals in Saarbrücken zwar bewährt, wir sind uns jedoch im Klaren darüber, dass soetwas auf einer kleinen Bahn nur selten gut geht.
Auennebel und New Horizons sind zwei Rennen später die nächsten Kandidaten. Auennebel wusste zuletzt gut zu gefallen und wurde in Mannheim trotz Eisenverlustes Vierter. Sein Anspruch ist es, auch diesmal wieder ins Geld zu laufen. Wie bei anderer Gelegenheit bereits erwähnt, handelt es sich bei ihm jedoch um ein Charakterpferd, viel wird also von seiner Tageslaune abhängen. New Horizons stellt uns vor Rätsel. Wir versuchen deshalb zur Abwechslung eine extreme Steherdistanz.
Den Abschluss macht La Vie Est Belle im Sechsten. Sie lief zuletzt besser als es das Ergebnis wiedergibt. In der Arbeit gefällt sie uns und wir freuen uns auf den morgigen Start. Bei einem guten Rennverlauf sollte keiner der Gegner unschlagbar sein.

Am Samstag reisen wir nach München. Es handelt sich bei diesem um einen Zusatzrenntag und wir wollen an dieser Stelle den Initiatoren und Verantwortlichen, die diesen Renntag umgesetzt haben, unseren Dank aussprechen. Im Süden und Südwesten fanden dieses Jahr coronabedingt bekanntlich nur wenige Renntage statt, jeder zusätzliche ist daher willkommen
Macavity ist für die Sport-Welt Favorit im ersten Rennen. Sein Dauerbezwinger High Flight ist allerdings auch diesmal mit am Start. Nach dessen letzten Sieg meinte seine Trainerin Jutta Mayer "oana geht no" und tat dies auch im Interview mit Thorsten Castle kund. Ich war damals anderer Auffassung und antwortete ihr, dass ich Revanche will. Da es ein Ausgleich ist, stehen wir diesmal natürlich entsprechend günstiger in der Partie. Dennoch bin ich mir heute nicht mehr so sicher wie damals, dass wir den großen Fuchsen wirklich schlagen können. Macavity hatte letzte Woche Probleme mit seinen Hufen; er ist zwar mittlerweile wieder in Ordnung, eine Arbeit mehr hätte ich ihm aber schon gerne gegönnt. Mit dem Champion im Sattel sind wird jedenfalls gut aufgestellt.
Der zu erwartend weiche Boden wird Kingsbury nicht sonderlich behagen. Ein Platzgeld würde uns daher schon zufrieden stellen.
Sasbachwalden laborierte an einem Überbein, das nun endlich auskuriert ist. Sie gibt jetzt ein spätes Jahresdebut. In der Arbeit gefiel sie mir recht gut, auch bei ihr erhoffen wir uns daher ein Platzgeld.


23. August 2020

Zwischenbilanz

Der Großteil der Rennsaison ist bereits Geschichte. Nach der "Großen Woche" überkommt einen ja jedes Jahr bereits das Gefühl, es geht mit großen Schritten in Richtung letzter Phase der grünen Saison. Heuer vermischt sich dieses Gefühl zusätzlich mit dem Gefühl, die Saison hätte doch eigentlich erst begonnen. Durch den Lockdown fing das Rennjahr erst im Mai an und läuft somit erst seit vier Monaten. Wir haben zwar August, rennsporttechnisch könnte man jedoch meinen, es wäre erst Juni und das Hamburger-Meeting stünde noch bevor.

Während die Auswirkungen auf den französischen Rennsport mit Ausnahme der hochdotierten Rennen bisher noch überschaubar blieben, merkt man in Deutschland anhand der geringeren Gewinnsummen schon gravierende Einschnitte. Ich kann mich in diesem Zusammenhang an ein am 21. Mai in Hannover mit einem unserer arriviertesten Trainer geführtes Gespräch erinnern, bei dem er meinte, er würde auch in einer Coronabedingt eingeschränkten Saison 1,5 Millionen Euro Gewinnsumme erreichen; bitter wäre es laut seiner Aussage ja nur für die mittleren und kleinen Trainer. Daran mag viel Wahres sein, nach derzeitigem Stand der Dinge wird jedoch auch er sich heuer vergeblich um die angepeilte Gesamtgewinnsumme bemühen. Damit will ich sagen, dass auch die vermeintlich großen Trainer in Deutschland sich auf enorme Einschnitte einstellen werden müssen.
Richtungsweisend wird aus meiner Sicht die Anfang September in Iffezheim stattfindende Jährlingsauktion sein. Das Ergebniss der Premium Auktion Deutschlands wird viel über die Zukunft des Rennsports in Deutschland aussagen. Nach wie vor sind die Prognosen der Verantwortlichen optimistisch. Ich drücke ihnen und uns Aktiven jedenfalls beide Daumen.

Tatsächlich konnte man in den französischen Verkaufsrennen keine Einschnitte bemerken. Unverdrossen werden dort Pferde gekauft und verkauft, auch solche in den höheren Preisregionen. Wie gesagt, wurden dort die Rennpreise in den unteren Regionen allerdings auch kaum angegriffen. Ganz im Gegenteil zu Deutschland, wo ein Derby und eine Diana nicht angefasst wurden, die Basisrennen jedoch immer noch unmöglich niedrig dotiert sind. Man kann jetzt natürlich behaupten, dass der Rennsport eine Passion sein muss und der wirtschaftliche Aspekt demgegenüber eher von sekundärem Belange sein sollte. Aber wie lange kann und will sich der durchschnittliche deutsche Besitzer seine Passion leisten, wenn sie ihm einzig Kosten und keine diese nennenswert mindernde Einkünfte einträgt. Und wieviel Passion können sich die wirtschaftlich abhängigen Trainer und Jockeys leisten? Denn auch die bekommen nach wie vor reduzierte Rennpreise ausbezahlt und dazu deutlich weniger Rennen angeboten. Dazu muss man allerdings zur Entschuldigung der Rennvereine und des Dachverbands auch sagen: Woher nehmen und nicht stehlen?

Unser Stall war vor dem Lockdown in Cagnes-sur-Mer vertreten und in super Form. Ich bin heilfroh, dem Wunsch meiner Besitzer damals nachgekommen zu sein und alle damit verbundenen Anstrengungen in Kauf genommen zu haben, dort die Wintermonate zu verbringen. Letztlich konnten wir von den dort errungenen Erfolgen lange zehren. Denn nach dem Restart lief es erst einmmal überhaupt nicht nach Wunsch. Auch hier muss ich sagen, bin ich wieder froh, dass meine Bestzer geduldig blieben und mit mir auf einen Formaufschwung warteten. Und wie auf der Homepage vorsichtig angekündigt, ist dieser dann vor drei Wochen eingetreten. Mit den Siegen und Platzierungen der letzten Wochen dürfen wir alle zufrieden sein, es war sogar noch ein Sieg mehr drinnen. Denn nur durch einen völlig unerklärliches Ausbrechen von Always Dancing im ersten Bogen in Vittel konnte sie vom Siegertreppchen gestoßen werden. Läuft alles glatt, hätte Eva den Richterspruch selbst bestimmen können.
Außer Always Dancing konnten noch weitere Pferde bei ihren letzten Starts auf sich aufmerksam machen, sodass in den nächsten Wochen auch bei ihnen mit guten Ergebissen gerechnet werden darf. Mit fünf Auslandssiegen und einem Schnitt von knapp 14% (im Ausland) darf ich wirklich nicht unzufrieden sein.

Dieses Wochenende hatten wir Pause, ab kommenden Freitag geht es aber wieder richtig zur Sache und es steht für uns ein Renntag nach dem anderen am Programm.

Starter


Do., 28.Jan. - Cagnes-sur-Mer
5.R.
Brunlukka
7.R.
Adesias
8.R.
Hallo Wien
Di., 26.Jan. - Cagnes-sur-Mer
8.R.
Aerion
3.
8.R.
Laquyood
10.
Mo., 25.Jan. - Cagnes-sur-Mer
8.R.
After Rain Sun
15.
Kontakt: An der Rennbahn 8-9, 76473 Iffezheim | Tel: +49/(0)176/ 205 70 115 | Email: gerald.geisler@gmx.de