Neuigkeiten


20. Mai 2018

Efl Jahre, elf Siege

Auch im verhältnismäßig hohen Alter liefert Tricky Tiger noch zuverlässig gute Leistungen ab: so zum Beispiel heute in Saarbrücken. Nachdem der Senior von Reiter Alois Gräter über weite Strecken des Rennens im Feld versteckt gehalten wurde, setzte er sich trotz äußerer Position im Schlussbogen Ende desselbigen leicht an die Spitze und konnte auf dem Weg zum umkämpften Sieg von der nacheilenden und im Ziel nur um eine Halslänge geschlagenen Arizona nicht mehr gestellt werden.


19. Mai 2018

Vorschau auf die Renntage am Pfingstwochenende

Geraume Zeit schon waren wir nicht mehr in Saarbrücken. Dass uns morgen der Weg nun gleich mit vier Pferden dorthin führt, liegt nicht zuletzt an den Erfolgen der letzten Wochen auf den Südwest-Bahnen.
Die frischen Sieger Cometic Star und Bacchus Danon treten im vierten Rennen über 2450m an. Beide Pferde sind gut aus ihren letzten Rennen gekommen und zählen zu den Mitfavoriten. Die äußeren Startboxen und die zu erwartenden Regenfälle werden uns ein gutes Abschneiden nicht unbedingt erleichtern. Bacchus ist erneut seinem Siegreiter aus Leipzig Andre Best anvertraut, Cometic Star wird von Alois geritten. Wenn alles passt, können beide vorn mitmischen.
Im neunten Rennen darf Alois erneut in den Sattel steigen: diesmal auf Tricky Tiger. Dieser lief zwar schon seit einiger Zeit nicht mehr auf so langer Distanz, gewann jedoch in seinen Jugendjahren sogar über 2000m. Die Distanz in Saarbrücken sollte darum für ihn nicht eigentlich zu weit sein. Um die Bögen kommt er sehr gut herum und seine letzte Form war gut, auch hier sollte ein Platzgeld machbar sein.
Im zehnten Rennen kommt dann noch Lebowski zum Zug. Er trifft mit Abendwind und Theo Danon jedoch auf zwei stärkere Pferde. Lebowski ist sehr gut am Posten, hinterlässt bei der Morgenarbeit einen ausgezeichneten Eindruck. Auch von ihm erwarte ich ein gutes Laufen, eventuell kann er den Favoriten im Rennen ja einen Strich durch die Rechnung machen. Zuzutrauen wäre es ihm.

Am Montag geht es dann mit drei Pferden nach München. Manta Manta gibt dort sein Lebensdebut. Er wird über 1600m unter Rene Piechulek an den Start gehen. Er hatte zweijährig Wachstumsprobleme und musste daher eine zeitlang aussetzen. Auch aus diesem Grund benötigt er dieses Jahr etwas Anlaufzeit und stellte sich bei den ersten Arbeiten etwas unerfahren an. In den letzten Tagen und Wochen lernte er dann aber schnell dazu. Ich habe schon des öfteren die Erfahrung gemacht, dass Pferde wie er, die schnell lernen, dann, wenn es zur Prüfung (Leistungsprüfung) geht, einen Rückschritt nehmen und aus dem Rennen erneut lernen müssen. Seine bisherigen Arbeiten waren nicht überragend aber solide. Darienne du Pre büßte nach ihrem ersten Rennen in Wissembourg nichts an ihrer aktuellen Vormachtstellung unter meinen dreijährigen Stuten ein. Auch wenn sie optisch nicht unbedingt so aussieht, bleibt sie auf den Mitteldistanzen nach wie vor ein Mumm Pferd von mir. Pressures Formen diese Saison sind mir ein Rätsel. Weder passen sie zur guten Stallform, noch zu seinem guten Aussehen. Wir probieren es jetzt nochmal ohne Seitenblender, dafür aber auf etwas weiterem Weg. Also mal sehen. In der Arbeit gefiel er mir zum wiederholten Male sehr gut.

In Wissembourg treten wir mit Prime Project an. Er war bei all seinen bisherigen Lebensstarts im Geld. Dies wird sich hoffentlich auch diesmal nicht ändern. Die Pferde eins, zwei und drei sollten es sich untereinander ausmachen. Viel hängt dabei wohl von Boden, Tagesform und Rennverlauf ab. Für unseren Starter kommt das Rennen gerade zum richtigen Zeitpunkt; meiner Ansicht nach hat er sich seit dem ersten Jahresstart verbessert.


12. Mai 2018

Rückblick Haßloch und Lyon, Vorschau Strasbourg und Krefeld

Einen Rückblick auf einen gelungenen Renntag wie in Haßloch zu schreiben, bereitet natürlich viel Freude. Bereits im ersten Rennen mit unserer Beteiligung konnten wir mit Pic A Sou einen Sieg einfahren. Die Taktik ging auf, die Scheuklappen taten ihre Wirkung. Fabian Xaver Weißmeier macht aktuell auch wenig Fehler, setzt die Order immer bestens um. Doris wurde gute Zweite, kam vielleicht einen Ticken zu spät um noch zu gewinnen; ihre Form war jedenfalls wieder deutlich besser als in München. Nordtänzer gab ein zufriedenstellendes Debut. Die Stimmung nach dem Rennen war trotz regnerischem aber idealem Rennwetter schon sehr gut. Viele Iffezheimer kamen nach Haßloch angereist, darunter auch viele Besitzer, Freunde und Beobachter unseres Stalles, die den Renntag zu einem richtigen "Geisler Renntag" machten.
Im nächsten Rennen waren wir mit Soriano und Albarado vertreten. Soriano erwischte einen zu guten Start, lag gleich in Front. Eine Position hinter einem anderen Pferd wäre mir zwar lieber gewesen, er war jedoch einfach zu schnell auf den Beinen. Es sah weit in die Gerade hinein nach einem weiteren Erfolg aus, aber letztlich waren wir auch mit dem zweiten Platz zufrieden. Albarados Besitzerin hat ihren ersten Ritt absolviert - sicher kein angehmer Ritt. Bullriding muss ein Vergnügen sein im Vergleich zu dem, was Albarado ablieferte. Er ist einfach kein Amateurpferd. Tricky Tiger bekam einen perfekten Rennverlauf. Beim Einbiegen in die Gerade hatte er ähnlich wie Soriano einen Riesenmoment. Mental erwartete ich kurz schon einen Sieg, aber auch der zweite Platz wurde von der Fangemeinde lautstark gefeiert. Wir durften zufrieden sein.
Zum Schluss kamen noch Winsome Academy und Kinky Kylie an die Reihe. Winsome war unter Alois klare Favoritin - sicher nicht die einfachste Ausgangslage für einen jungen, unroutinieten Reiter. Unterwegs lief dann auch nicht viel nach Plan, anstatt dritte, vierte Stelle zu gehen, führten wir das Feld an. Alois machte dann auf der Zielgeraden aber alles richtig und bewahrte die Ruhe, wartete lange zu und begann im richtigen Moment die Stute anzuschieben. Für den eigenen Stall zu gewinnen und umgekehrt seinen ehemaligen Azubi als Sieger vom Geläuf abzuholen, macht richtig Spaß. Mit viel Applaus wurden Winsome und Alois im Absattelring empfangen. Kinky Kylie braucht wohl doch etwas weicheren Boden um die Höchsform abzuliefern. Apropos Geläuf, der Boden war durch den Regen vor dem Renntag noch richtig gut geworden, das Geläuf präsentierte in bestem Zustand. Ein erfolgreicher Renntag endete, trotz anfänglicher Aufregung, mit einer schönen Feier in Kandel in einer Gockelstube. Sebastian war zeittechnisch ins Trudeln gekommen. Die Transporte dauerten länger als errechnet, Albarado wollte dann auch nicht sofort einsteigen, was wiederum einige Zeit kostete.

Das Rennen in Lyon war hingegen eine reine Katastrophe: mehrere Stürze ließen eine reelles Rennen nicht zu. Scheinbar war der Boden aufgrund der Regenfälle sehr rutschig geworden. Der Renntag wurde nach dem vierten Rennen sogar abgebrochen. Der siebente Platz von A Sunday Dream wurde dadurch eigentlich zur Nebensache, wir müssen froh sein, Das Rennen gesund überstanden zu haben. Immerhin dürfen wir uns über das letzte Geld noch ein wenig freuen.

Heute geht es nach Strasbourg. Berlin Calling gibt dort ihr Jahresdebut. Sie konnte ihr letztes Rennen auf eben dieser Bahn und Distanz gewinnen. Der Boden wird heute aber deutlich fester sein als damals. Die Stute ist schon gut am Posten, Bertrand Flandrin harmoniert gut mit ihr. Leoderprofi hat sich wieder voll gefunden, er ist ebenfalls sehr gut am Posten. Für beide ist ein Platzgeld die Erwartung. Jolly Boy stand zuletzt in Köln voll im Haarwechsel, zeigte sich dementsprechend "leer" und hätte eigentlich schon nach dem Aufgalopp wieder heimfahren können. Das Rennen heute sieht gar nicht so einfach aus. Es sind aber seine Bedingungen und er sieht wieder deutlich besser aus als zuletzt.

Sonntag steht dann Krefeld auf dem Programm. Im Rennsport gibt es viele Theorien und Weisheiten, manche sind statistisch nachweisbar und dennoch unerklärlich. Eine Regel ist, dass der zweite Start nach einer Pause nichts wird. Sunset Sail startet Sonntag eben das zweite Mal nach einer einjährigen Verletzungspause; wir werden natürlich versuchen, diese Regel zu brechen. Er hat sich seit dem letzten Rennen jedenfalls gesteigert. Unsere "Fliegerass" ist also wieder bereit zu stechen.


10. Mai 2018

Ein Sieg und noch ein Sieg in Haßloch

Ob sich Haßloch jemals korrekterweise Hassloch schrieb, muss an dieser Stelle unausgemacht bleiben, dass das Studium der Webseite sowohl des Direktoriums als auch anderer galopprennsportaffiner Einrichtungen (niemand zeigt an dieser Stelle mit dem Finger auf diverse Wettanbieter) dazu verleiten könnte, sich in einen falschen Kenntnisstand bezüglich der Schreibweise dieses Stadtnamens zu setzen, steht jedenfalls fest. Gleichviel, solch bis heute auch hier gepflegter Lapsus schrumpft vor der Freude, welcher der heute in Haßloch und nicht in Hassloch stattgefunden habende Renntag Quell darstellt, zur Bagatelle. Mit insgesamt zwei ersten, drei zweiten und einem vierten Platz durften wir nach dem letzten Rennen die Heimreise antreten. Den Auftakt machte Pic A Sou im dritten Rennen: mit Fabian Xaver Weißmeier im Sattel suchte er vermittels eines recht bald nach dem Start und über weite Strecken des Rennens innegehaltenen Vorsprunges von rund zehn Längen, den Sack ohne große Interventionen seitens der Konkurrenz zuzumachen. Wohl ging der Plan dem Zwecke, nicht jedoch dem Mittel nach auf, denn im Ziel hatte sich der Hernsteiner gegen seine inzwischen nachgeeilte Stallgefährtin Doris noch einmal lang zu machen. Nur eine wenn auch sichere Halslänge trennte die beiden schließlich. Nach zweiten Plätzen durch Soriano im fünften und Tricky Tiger im sechsten, feierte mit Winsome Academy im siebenten und letzten Rennen der zweite Hernsteiner Schützling einen vollen Erfolg. Als Favoritin ins Rennen gestartet, konnte sie nach einer sieglosen Saison heute endlich wieder an vergangene Formen anknüpfen: von Alois Gräter, der damit seinen ersten Sieger für unseren Stall heimbrachte, nur von der Hand geritten, befleißigte sie sich, wenn auch ohne an Ausmaßen ähnlichem zwischen sich und das Feld gebrachten Abstand, der selben Taktik wie zuvor Pic A Sou; eine sichere dreiviertel Länge Vorsprung reichten im Ziel schließlich für den Erfolg.


09. Mai 2018

Vorschau Haßloch und Lyon

Die geographisch nahe Lage Haßlochs zu Iffezheim macht es uns leicht, morgen mit acht Startern eben dorthin zu reisen. Wenn man in einem kleinen Feld von nur fünf Startern drei davon sattelt, möchte man das Rennen natürlich gerne gewinnen. Der Favorit ist aber ein anderer, nämlich Toutainville. Bei Pic A Sou möchte ich morgen gerne etwas ausprobieren, was nur in einem kleinen Feld wie wir es morgen antreffen machbar ist. Außerdem tritt er erstmals mit Scheuklappen an. Nordtänzer gibt sein Lebensdebut. Ein bezahlter Grasgalopp auf einer anderen Bahn, ein wichtiger Start um weiter zu lernen. Doris enttäuschte zuletzt und wir haben bis heute keine Erklärung dafür. Ich erwarte morgen ein anständiges Laufen von ihr. Vielleicht klappt es ja endlich mit einem vollen Erfolg. In der Morgenarbeit konnte sie gefallen.
Albarado soll seiner Besitzerin einen ersten Ritt bescheren, oberstes Ziel ist es, gesund heim zu kommen. Von Soriano erwarte ich in dieser schwachen Gesellschaft zumindest einen Formansatz, das heißt ein Platzgeld.
Tricky Tiger kennt sich in Haßloch bereits gut aus, er tritt morgen das vierte Mal in der Haßlocher Meile an. Er beendete das Rennen einmal als Zweiter, einmal als Dritter und einmal als Vierter. Er ist gut am Posten, war zuletzt in Strasbourg unter Wert geschlagen; 1600m sind seine Idealdistanz.
Den Abschluss machen Winsome Academy und Kinky Kylie. Winsome ist klare Favoritin. Sie hat zuletzt mehrfach enttäuscht. In der Arbeit verausgabt sie sich ohnehin nie, da hat man es als Trainer mit einer guten Einschätzung nicht leicht. Erinnert sie sich nur annähernd ihrer Bestform, wird sie schwer zu schlagen sein. Erster Herausforderer ist wohl der England-Import Termsandconditions. Kinky Kylie scheiterte bei ihrem Lebensdebut an einem schlechten Start und kam danach nie ins Rennen. Bringt sie ihre Arbeitsleistungen auf den grünen Rasen. wird auch sie Geld mitbringen, selbst wenn mit festem Boden zu rechnen ist und alle Pferde aus ihrer Familie weichen Boden bevorzugt haben.
Generell wünschen wir uns einen schönen erfolgreichen Renntag. Etwas Regen würde allen Pferden entgegen kommen.

In Lyon treten wir mit A Sunday Dream an. Ein Tierce ist nie leicht und die zweite Abteilung wäre auch nicht verkehrt gewesen, aber ich will nicht jammern. Sie ist seit dem letzten Rennen deutlich gesteigert, fühlt sich im wahrsten Sinne des Wortes sauwohl. Die Distanz kommt ihr entgegen, etwas Regen wäre auch für sie noch gut. Die Anreise hat sie gut überstanden, ein kleiner Geldgewinn wäre schön.

Viel Spaß beim Beobachten der Rennen.


04. Mai 2018

Turftalk

Wie gestern bereits angekündigt, starten wir heute mit der ersten Folge der von unserem Gastschreiber verfassten Rubrik "Turftalk"; erreichbar über die unten angegeben Verlinkung beziehungsweise künftig über den oben hinzugefügten Menüpunkt.

Zum → "Turftalk"


03. Mai 2018

Glück und Pech liegen nahe beisammen

Der Renntag am 1. Mai begann mit einer soliden Leistung von Rock to the Moon in München. Leider reichte diese Form zu keinem Geldgewinn. Filip Minarik meinte nach dem Rennen, dass das Pferd ordentlich gelaufen sei und man sich keine Sorgen darüber machen müsse, dass beim nächsten Start mit ihm zu rechnen sein wird. Rock to the Moon verfügt nun über zwei Optionen: falls es Regen geben sollte ist Haßloch am 10. Mai die Wahl, andernfalls Maisons Laffitte Mitte des Monats.
Weiter ging es in München mit Alta Monte; Stephen Hellyn ritt ihn leider nicht nach meinem Wunsch, aus meiner Sicht war der Ritt ein wenig zu passiv. Vom Pferd waren wir jedoch keineswegs enttäuscht. Rätselhaft war hingegen die Vorstellung von Doris. Die Stute war zwar rossig, bisher hatte ihr das allerdings noch nie etwas ausgemacht. Ob ihr der Boden oder das extrem schnelle Rennen nicht passte, ist noch unklar. Wo es für sie weiter geht steht noch nicht fest; ob in Haßloch oder in Düsseldorf entscheiden wir in Richtung Wochenende.

Der Renntag in Leipzig begann für uns mit Pressure. Der Wallach war mit dem extrem hohen Grundtempo leider völlig überfordert und kam nicht beziehungsweise erst sehr spät ins Bild. Tendenziell werden wir bei ihm mit der Distanz etwas nach oben gehen oder auf einer normalerweise ruhig gelaufenen Bahn wie München über 1400m starten, da sich sonst kein Rennen richtig anbietet.
Für unseren Oldie Bacchus Danon lief Gott sei Dank alles Wunsch. Das Pferd sprang schon mit viel Lust ab, Andre Best servierte ihm in Folge ein super Rennen. Besonders sehenswert war die Phase Ende Schlussbogen: man hatte den Eindruck, Andre sei noch gar nicht voll am Anreiten, um Ausgang des Bogens das Pferd ganz innen an den Pferden vor ihm vorbei zu schieben. Alles aufgegangen, super Ritt, Pferd mit tollem Einsatz.

Während wir in Leipzig also Grund zum Jubeln hatten, setzte sich in Wissembourg die Negativserie von Never Say Never leider fort. Ein Massensturz im Schlussbogen beendete jäh alle Chancen. Die Stute wurde nach dem Rennen privat verkauft. Wir wünschen den neuen Besitzern Hals und Bein mit dem Pferd. Persönlich glaube ich, dass die Stute in unserem Stall nicht mehr zu früherer Form gefunden hätte. Wir hätten Purzelbäume machen können, es würde sich nichts mehr verbessert haben. Ob dies nun an der badischen Luft lag oder andere Faktoren den Ausschlag gaben, weiß ich nicht. Manche Pferde fühlen sich in dem einen Stall wohl, im anderen eben nicht. Bei uns Menschen verhält es sich ja auch nicht viel anders, siehe Fußballspieler und Trainer (siehe Ancelotti und andere).
Prime Project hat hingegen alles andere als enttäuscht, es wäre sogar etwas mehr drinnen gewesen, wäre Bertrand im Bogen drangeblieben. Sisikam und Darienne hatten vor dem Rennen mehrfach miteinander gearbeitet, die Rollen und der Stil waren dabei stets klar verteilt. Im Rennen verhielt sich dann alles genau umgekehrt: Darienne sprang im Gegensatz zum Training sehr gut ab und kam leicht mit, Sisikam tat weder das eine noch das andere. Zu Ende fanden sich beide im hinteren Mittelfeld Kopf Kopf. Beide werden sich durch das Rennen aber auch gesteigert haben.

Am kommenden Wochenende machen wir Pause, erst am 9. Mai geht es wieder weiter.

An dieser Stelle sei dann auch eine neue Rubrik für unsere Seite ankündigt: es handelt sich um von einem Gastschreiber verfasste Artikel über die Hauptereignisse der deutschen Turfszene, manches über den Stall, aber auch über internationale Ereignisse. Ich bin überzeugt, es werden interessante und kritische Artikel entstehen. Voraussichtlich wird es in einigen Tagen losgehen. Meine Vorfreude ist jedenfalls schon groß.

Ein schönes (wenn auch ohne uns stattfindendes) Rennwochenende wünscht
Gerald Geisler


01. Mai 2018

Oldiesieg

Den vierten Sieg seines Lebens feierte Bacchus Danon heute in Leipzig. Nach dem Start und während des Rennens von Andre Best unauffällig an der Innenseite des Feldes versteckt, machte er sich den Umstand zunutze, dass das bis zu diesem Zeitpunkt Führungsduo Ende des Schlussbogens stark nach außen getragen wurde. In den dadurch frei gewordenen Raum konnte der zehnjährige Schützling von Hans Hülsenbeck dann enteilen und dabei auch von der rasch aufschließenden Lagoda nicht mehr abgefangen werden; eineinhalb leichte Längen Vorsprung auf die favorisierte Stute waren es im Ziel schließlich.

Photo von Jens Sorge

30. April 2018

Nachbetrachtung zum gestrigen und Vorschau auf den morgigen Renntag

Cometic Star konnte unserem Stall den ersten Sieg des heurigen Jahres und seinen Besitzern den ersten Sieg überhaupt sichern. Dementsprechend groß war allseits die Freude. Das Pferd kam gut aus dem Rennen, zudem gab es für den Sieg kein Aufgewicht, alles in allem kam man also von einer gut bezahlten Arbeit sprechen. Auch Leoderprofi wusste zu gefallen. Alois lieferte einen ordentlichen Ritt ab. Die Siegerin Betsy Coed war an diesem Tag für uns nicht greifbar.

Morgen geht es für unseren Stall dann richtig, sprich: auf drei Bahnen, zur Sache. In Leipzig sind wir ob der langen Anreise von Iffezheim aus nur noch selten zu Gast. Erstens wurde der anstehende Renntag aber stark propagiert, man bat um Starter, zweitens wurden die Rennen besser dotiert und gut ausgeschrieben und schließlich drittens wurden auch die Transportkosten verdoppelt, sodass sich eine Reise nach Leipzig diesmal für deutlich interessanter als gewöhnlich anbot.
Pressure musste zweimal in Folge unpassende Rennverläufe in Kauf nehmen, wobei er zuletzt dennoch nicht enttäuschte. Klar ist er bezüglich seiner Anforderungen an den Rennverlauf sehr speziell und benötigt alles nach seinem Geschmack. Diesmal könnte es aber passen. Auch wenn er bestimmt kein "Frauen-Pferd" ist, machten wir mit Sybille Vogt bisher meist gute Erfahrungen. Ein Geldgewinn scheint die Mindestanforderung.
Bacchus Danon tritt in einem kleinen Feld an, guter Boden wäre dabei von Vorteil. Leichter als mit dieser Aufgabe können wir es ihm nicht mehr machen.

In München legen wir mit Rock to the Moon im Ausgleich 3 los. Obwohl sich seine Vorformen nicht so toll lesen, meine ich, dass er auf seiner Lieblingsbahn mit dem Start im Bauch eine Platzchance haben sollten. Er sieht noch nicht so gut aus wie er das vergangenes Jahr um diese Zeit tat, ist mir für die volle Fitness auch noch etwas zu rund; unterschätzen sollte man ihn dennoch nicht.
Alta Monte startete in Mülheim sehr gut ins Jahr, musste sich dabei nur einem Pferd, welches seinen nächsten Start dann gewinnen konnte, geschlagen geben. Auch Alta Monte ist ein München-Spezi. Die Gegner sind überschaubar, deswegen habe ich schon etwas Mumm auf ihn.
Doris ist bekanntlich sehr konstant, läuft immer brav nach vorne. Es wird deshalb nicht mehr lange bis zu ihrem ersten Sieg dauern. Diesmal erscheint mit Dawn Ruler jedoch ein schwer zu schlagendes Pferd im Feld. Unsere Stute ist durch den Start in Köln gefördert, sollte der Favorit schwächeln, werden wir zur Stelle sein.

Nach Wissembourg reisen mir mit vier Pferden. Los geht es mit unseren ersten dreijährigen Startern. Darienne du Pre konnte die Zeit über die Wintermonate bestens nutzen und sich anständig verbessern. Bei unseren stallinternen Arbeiten gefiel sie bestens und ist dieses Jahr sozusagen noch ungeschlagen. Zu erkennen waren aber auch klare Schwächen: sie kommt im wahrsten Sinne des Wortes schlecht in die Gänge. Ein Rennen über die Meile wäre ideal gewesen, war in unserer Umgebung aktuell aber nicht verfügbar. Die erste halbe Meile wird sie sich bestimmt schwer tun, mitzukommen, interessant wird es für sie ab dem Schlussbogen. Über ein Feld mit 16 dreijährigen Pferden würden sich die deutschen Veranstalter die Hände reiben, in Wissembourg kann das ganz schön eng werden. Sisikam, unsere zweite Starterin im Feld, springt deutlich besser ab, mit Startbox 11 hatte sie jedoch kein Glück bei der Auslosung.
Never Say Never bekommt es diesmal leichter denn je serviert. Sie gefällt mir, auch wenn das komisch klingt, in der Arbeit gut. Wenn sie das dort gezeigte im Rennen umsetzt, spielt sie morgen eine Rolle.
Von Prime Project hatte ich immer Meinung. Bei seinen drei bisherigen Starts lief er auch jeweils ins Geld. Leider funkte die Gesundheit bei ihm immer dazwischen. Als Hauptgegner sind Athos d´Azur und Scarlett Lady auszumachen. Fühlt er sich zu hundert Prozent wohl, sind wir vorne dabei.

Viel Spaß beim Mitfiebern!


29. April 2018

Premierensieg für Pferd und Besitzer

In durchaus als souverän zu bezeichnender Manier entledigte sich heute Cometic Star in Mannheim seiner Maidenschaft. Von Fabian Weißmeier sofort nach dem Start an die Spitze geführt, behielt der fünfjährige Cometica AG-Schützling den gesamten Rennverlauf über diese Position und konnte im Finish, als die Konkurrenz sich diese ihm streitig zu machen anschickte, sogar noch die nötigen Reserven, dem Feld auf fünf Längen zum überlegenen Sieg zu enteilen, aufbringen. Dass Leoderprofi (Alois Gräter) keineswegs schon restlos dem alten Eisen zuzurechnen ist, bewies er einige Rennen später mit einem zweiten Platz.

Photo von Sibylle Maus

28. April 2018

Vorschau Mannheim und News

Einen durchwegs positiven Eindruck hat die Redaktion der SportWelt von unseren Startern am Sonntag in Mannheim. Im ersten Rennen startet der erst kürzlich in den Stall gekommene Cometic Star als Cofavorit; ein richtig hübscher Typ, kaum zu glauben, dass er sich fünfjährig noch sieglos befindet. Diesen Zustand wollen wir jedenfalls möglichst rasch verändern. Auch wenn ich ihn erst seit ein paar Tage im Stall habe, konnte ich mir schon ein recht gutes Bild von dem Manduro-Sohn machen. Seinen 15 bisher bestrittenen Rennen führten stets über deutlich kürzere Wege; wir versuchen es nun zunächst auf langen 2500m. Mit Fabian Weißmeier konnten wir einen Mann mit guter Form für dieses Rennen buchen. Der Favorit ist natürlich Navio. Modeste ist schwer einzuschätzen, könnte aber durch Kastration und Alter verbessert vorgestellt werden.
Im sechsten Rennen kommt Leoderprofi an den Ablauf. Er befindet sich nun wohl endgültig auf seiner Abschiedstournee. Alles hat seine Zeit; er ist nun elfjährig und geht schön langsam dem Ende seiner Rennlaufbahn entgegen. Der Routinier konnte dieses Rennen vor zwölf Monaten bereits gewinnen. Damals bekam Marco Casamento die Chance, diesesmal absolviert Alois Gräter den Ritt. Leoderprofi wird in der Sport Welt sogar als Favorit geführt. Die Formen der Cofavoritin Rashiba wirken auf mich nicht so gefährlich, wie etwa die von Betsy Coed, die allerdings den Nachteil des Jahresdebuts hat, sowie Polished Silver, deren Form aus Zweibrücken man getrost streichen kann. Sensational Secret lag vergangenes Jahr nur unweit hinter Leoderprofi, auch die Stute sollte deshalb nicht unerwähnt bleiben. Nach alter Form würde Leoderprofi wohl erste Chance besitzen das Alter macht aber auch vor ihm nicht halt, der unerfahrene Reiter macht das Rennen außerdem spannend.

Zur im vergangenen Jahr besten zweijährigen Stute Iffezheims und einer der Top Ten zweijährigen Stuten Deutschlands Wonderful Görl gibt es leider unerfreuliche Nachrichten: aufgrund einer Verletzung im Beckenbereich können wir die Stute aktuell nicht trainieren. Wir müssen uns inzwischen in Geduld üben und ihr die Zeit, die sie benötigt um wieder voll fit zurück zu kommen, geben.


26. April 2018

Blick von oben

Photo von Daniel Krüger

Daniel Krüger hat uns mit seiner Drohne besucht und im Zuge dessen eine Reihe sehr beeindruckender Bilder aufgenommen.

Zu den Bildern


14. April 2018

Vorschau auf Köln, Zweibrücken und Chantilly

Nachdem es mit unseren ersten Startern dieses Jahr schon recht gut anlief, freuen wir uns bereits auf die nächsten Renntage und, mit wie ich meine, erneut interessante Starter. In Köln kommt morgen Jolly Boy unter Jozef Bojko an den Ablauf. Der Ausgleich 3 sieht recht anspruchsvoll aus, sodass wir trotz guter Vorleistungen (unter anderem zuletzt der sehr zufriedenstellende dritte Platz in Strasbourg) nur eine Außenseiterrolle spielen. In der Arbeit präsentierte sich der 8jährige Wallach motiviert, durch die kurze Pause mussten wir ihn nur frisch halten.

In Zweibrücken kommt Lebowski unter Concetto Santangelo zu seinem Jahresanstart. Er zeigte sich in der Arbeit schon in guter Form und bekommt nun zunächst eine leichte Aufgabe. Sollte er mit der engen Bahnführung zurechtkommt, wird er weit vorne landen.

Am Montag fährt Porsenna zu einem Reclamer über 1600m nach Chantilly. Ausgeschrieben ist das Rennen für Nachwuchsreiter. Nach genauem Videostudium entschieden wir uns, Thomas Trullier für diesen Ritt zu buchen; zwar ist er noch nicht der Routinierteste, er konnte jedoch diese Jahr bereits zwei Rennen für deutsche Trainer (beidemale in Strasbourg, einmal für Wolfgang Gülcher, einmal für Sascha Smrczek) gewinnen. Der Hengst ist toll am Posten. Nichtsdestotrotz ist es in Chantilly nie ein Spaziergang um den Sieg. Für die Hauptgegner dürfen Highland Dragon - er besitzt ein Valeur von 36,5 und war damit bereits Zweiter im Tierce Handicap - sowie der nachgenannte Mogadishio gelten. Gelingt Thomas Trullier ein guter Ritt, haben wir durchaus Chancen.


10. April 2018

Absage Freudenau 2018

Nachdem zunächst für den heurigen September eine abermalige Austragung des letztes Jahr so erfolgreich verlaufenen Renntages in der Wiener Freudenau geplant war, teilte der Österreichische Rennverein (ÖRV) nun in einer Aussendung bedauerlicherweise mit, dass dieser Renntag aus wirtschaftlichen Gründen doch nicht zustande kommen wird.


31. März 2018

Vorschau zum Saisonauftakt

Am kommenden Osterwochenende starten wir die ersten Pferde auf der Grasbahn. Durch die wetterbedingte Pause Ende Februar/Anfang März wäre mir die Möglichkeit einer weiteren Woche Training sehr angenehm gewesen. Die Pferde, die jetzt herauskommen, sind zwar startklar, es fehlt ihnen jedoch noch die nötige Fitness um direkt siegfertig zu sein.
Pic A Sou reist nach Paray-le-Monial und trifft es dort von meinen Startern wohl am leichtesten an; die Gegnerschaft ist qualitativ und quantitativ sehr überschaubar, einen Platz unter den ersten Fünf haben wir uns als Ziel gesetzt.
In Strasbourg geht Jolly Boy an den Ablauf. Er verfügt durch die Sandbahnrennen natürlich über ausreichend Kondition. Das Altersgewichtsrennen, in dem er antritt, ist nicht zu unterschätzen, auch der voraussichtlich weiche Boden macht mir etwas Sorgen. Jolly Boy ist ein treuer Bursche, ein Geldpreis wäre durchaus zufriedenstellend.
Am selben Nachmittag treten wir mit Doris und Tricky Tiger in Köln an. Doris trifft in ihrem Rennen auf einen ganz "Heißen", nämlich auf Open Your Mind; der Sieg wird zweifellos über dieses Pferd führen. Der Start am Montag ist für uns als Aufbaustart anzusehen. Doris lief vergangenene Saison sehr konstant, ein Platz in den Geldrängen ist zu wünschen. Für sie ist danach ein Start in München am 1. Mai vorgesehen. Für unseren Senior Tricky Tiger ist es ebenso ein Aufgalopp um den letzten Schliff zu holen. Er wird mit diesem Start im Bauch am 22. April versuchen, in Strasbourg das gleiche Rennen wie letztes Jahr zu gewinnen.

Nur einen Tag später steht Mülheim auf dem Programm. Alta Monte benötigt ja in der Regel nicht viel Anlaufzeit um seine Form zu finden, dennoch wird auch er dieses Rennen noch brauchen. Für ihn geht es ebenfalls danach am 1. Mai nach München. Auf "seiner" Bahn sollte er mit der dann hoffentlich schon erworbenen Kondition eine etwas größere Rolle spielen können. Für Pressure gilt ähnliches wie für Alta Monte; er gefällt zwar in der Arbeit schon gut, mit einem Sieg würde er mich dennoch überraschen. Nach diesem Start geht es für ihn wieder nach Frankreich, Nancy, eine seiner Lieblingsbahnen, wäre eine Option. Bacchus Danon tritt das erstemal seit 21.06.2016 (damals in Krefeld) wieder auf Gras an. Auf der Sandbahn fand er wieder zu ordentlicher Form. Kann er diese auch auf Gras ausspielen, mischt er in diesem Rennen vorne mit.


26. März 2018

Stallparade II.

Für den Fall, dass jemand keines Exemplares der vor einer Woche in der Sport-Welt erschienenen Stallparade handhabig werden konnte, bieten wir die Möglichkeit, diese in digitaler Form, per → Download der Pdf-Version hier nachzulesen. Ein recht herzlicher Dank ergeht an dieser Stelle an die Sport-Welt für die Zurverfügungstellung der entsprechenden Datei.

Zum → Download


20. März 2018

Stallparade

Die heute erscheinende Ausgabe der Sport-Welt enthält im Rahmen ihrer Serie an Stallparaden jene unseres Quartiers.


12. März 2018

Spät aber doch ...

... gibts jetzt endlich auch ein paar Photos von der diesjährigen Stallpoulefeier zu bewundern und zwar → hier


04. März 2018

Rückblick auf die Stallpoule

Bereits Anfang letzter Woche mussten wir befürchten, das erstemal in der Geschichte der Stallpoule wetterbedingt die Pferde nicht auf der Bahn beim Galoppieren präsentieren zu können. Dass es so kam, ist natürlich sehr schade, aufs Wetter haben wir aber bekanntlich keinen Einfluss. Trotz der widrigen Wetterverhältnisse fanden viele Besitzer und Freunde des Stalles schon einige Tage im voraus den Weg nach Iffezheim. Die Pferde konnten sie zumindest bei der Trabarbeit beobachten.

Knapp vor 18 Uhr trafen die ersten Gäste in den Veranstaltungsräumlichkeiten ein. Schon eine halbe Stunde später wurde die Poule von mir mit einer kurze Rede eröffnet. Im Anschluss an das gewohnte Video mit dem Saisonrückblick folgte die Siegerehrung der letztjährigen Stallpoule. Trotz der Grippewelle konnten wir Samstag Abend einen neuen Besucherrekord (es reisten Gäste aus der gesamten Republik, aus Österreich, Schweiz, Serbien, etc. an) verbuchen. Spätestens dieser Andrang rechtfertigte den Wechsel des Austragungsortes von der BBAG in den Members Club der Benazet Tribüne. Der elegante Rahmen wurde allgemein sehr gut angenommen.

Nach langen Überlegungen entschieden wir uns dieses Jahr, nicht wie bisher üblich ein Buffet aufzustellen, sondern wählten die Risikovariante Fondue, womit wir einige Fragen aufwarfen: klappt das bei sovielen Leuten, ist das überhaupt etwas für unsere Besucher? Auch wenn wir das in Zukunft nun vielleicht nicht jedes Jahr machen werden, schien es den meisten doch recht gut gefalllen zu haben, für gemütliche Stimmung war jedenfalls gesorgt. An dieser Stelle möchte ich mich besonders beim Service durch das Team der Rennbahnkantine (Kerstin Heitz und Heiko Dürrschnabl) bedanken.
An der Tonqualität während der Auktion werden wir nächstes Jahr hingegen noch feilen müssen.

Im Laufe des Abends wurden viele interessante Gespräche und Diskussionen rund um Rennsport im Allgemeinen, Pferde im Speziellen undsoweiter geführt. Generell dürfte es allen sehr gut gefallen haben und erst zu später, besser gesagt früher Stunde verabschiedeten sich die letzten Gäste. Einige Besitzer und Gäste fanden sich am folgenden Vormittag traditionell wieder im Stall ein. Heute Abend gibt es nochmal ein gemütliches Beisammensein im kleinen Kreis, ehe morgen die Rennstall Geisler Stallpoule 2018 Geschichte ist und es nun endlich mit der Rennsaison losgehen kann.


28. Februar 2018

Der Nachtragskatalog ist da!

Vereinzelt soll es schon vorgekommen sein, dass allzugroße bereits in die Erstellung der ersten Version eines Poulekataloges investierte Sorgfalt sowohl Notwendigkeit als auch Möglichkeit eines Nachtragskataloges ausschlossen. Das in solchen Fällen international maßgebliche Gremium, der Verein zur Pflege und Wahrung des Kulturgutes Stallpoule hat dann jeweils individuell zu entscheiden, ob es sich bei solch einem schon ursprünglich vollständigen Katalog im Sinne strenger Definition überhaupt um einen richtigen Poulekatalog (von einem anständigen Poulekatalog kann sowieso nicht mehr die Rede sein) handelt. Wir haben uns solch eine Nachlässigkeit bisher noch nicht zuschulden kommen lassen und auch heuer wieder vorgesorgt: der nunmehr fertige → Nachtragskatalog umfasst immerhin ganze vier zusätzliche Posten.

Zum → Download


27. Februar 2018

Bacchus knapp geschlagen

Nach einem für Bacchus Danons Verhältnisse ungewöhnlichen Rennverlauf, mussten wir uns diesmal leider spät und knapp aber doch geschlagen geben. Normalerweise wird der Oldie immer stark auf Warten geritten, heute haben wir uns im Vorfeld dazu entschlossen, deutlich stärker mitzugehen. Eine Taktik, die sich im Wesentlichen als richtig erweisen sollte. Das Rennen wurde langsam gelaufen, Jozef Bojko teilte unterwegs alles bestens ein. Bis knapp vor dem Ziel sah auch alles nach unserem ersten Jahreserfolg aus, letztlich konnte Red Flash aber doch noch einen kurzen Kopf nach vorne schieben. Nichtsdestotrotz können wir mit dem Laufen zufrieden sein; dies umsomehr, als das Wetter der letzten Tage die Trainingsmöglichkeiten stark einschränkte.

Im Übrigen erfährt der diesjährige Poulekatalog morgen endlich seine lange erwartete Intitiation zu einem anständigen Poulekatalog.


18. Februar 2018

Poulekatalog 2018

Wie die Überschrift schon ankündigt: der diesjährige → Poulekatalog ist hiermit verfügbar.

Nachbetrachtung zum Rennen

Traumhaft war zwar das Wetter, weniger jedoch Porsennas (Dennis Schiergen) Abschneiden im Großen Preis von St. Moritz. Schon nach wenigen hundert Metern, die ersten Schneebrocken von den Vorderleuten im Gesicht, zeigte sich, dass dem Hengst auf dem für ihn ungewohnten Geläuf offenbar nicht wohl zumute ist. Bei der Nachbetrachtung des Rennens auf Film bekommt man den Eindruck, er fühlt sich als ob ihm jemand Schlittschuhe unter die Hufe gebunden hätte.
Porsenna kam jedenfalls gesund aus dem Rennen und ein Erlebnis für alle Beteiligten war der Start bei diesem von den Verantwortlichen hervorragend organisierten Event allemal. Es gilt nun den Blick nach vorne auf die nächsten anstehenden Aufgaben zu richten.


17. Februar 2018

Heute Mittag in St. Moritz


16. Februar 2018

Großer Preis von St. Moritz - wir sind dabei!

Mit großer Vorfreude reisen wir nach St Moritz. Es kommt für einen 39-jährigen Trainer wie mich, der seinen Beruf seit 2001 ausübt und den Rennsport auch davor immer lebte, nicht allzu oft vor, etwas gänzlich Neues in diesem Metier zu erleben. St. Moritz und der White Turf, wie sich das Spektakel nennt, ist eine solch neue Erfahrung für mich.
Im Hauptrennen des drei Renntage umfassenden Meetings dabei sein zu dürfen, macht mir Freude. Die Geschichte und die damit verbundene Kurzfristigkeit stellen einen zusätzlichen Reiz dar.
Manche Dinge redet man sich ein, manche bildet man sich ein, dass sich aber Porsenna die letzten zwei Wochen täglich von besserer Seite zeigte, ist keineswegs Einbildung, sondern war eindeutig erkennbar.
Es werden am Sonntag um 12:20Uhr voraussichtlich 13 Starter, davon vier in Deutschland trainierte Pferde in die Startmaschine einrücken. Wir zählen zu den krassen Außenseitern des Rennens. Ganz nachvollziehbar ist dies für mich nicht, wurde unser zwar schon achtjähriger Hengst doch letztes Jahr bei zehn Starts fünf mal als Sieger und viermal als Platzierter vom Geläuf geholt. Er verfügt in Frankreich über ein Valeur von 43,5, in Deutschland ein GAG von 81kg. Nichtsdestotrotz wird das Resultat des Rennens stark davon abhängen, wer am besten mit den Rahmenbedingungen (Schnee, Höhenlage etc...) klar kommt. Unser Chef-Ausgleicher Harald Siemen sagt nicht zu unrecht, dass die Schneeergebnisse nicht ausrechenbar sind und sich weder bei Sieg noch Niederlage auf die Marke auswirken. Porsenna ist jedoch ein routinierter Typ und sollte von seinem guten Nervenkostüm profitieren können. Wir fahren jedenfalls deutlich optimistischer in die Schweiz, als es der Wettmarkt voraus sagt.
Wie wir die Tage wieder ganz klar gezeigt bekommen haben, ist es sowieso das Wichtigste, dass alle Beteiligten gesund aus dem Bewerb kommen.

Also: Daumen drücken!

Zum Bericht auf → GaloppOnline


14. Februar 2018

Glück im Unglück

Ein Sturz überschattete das gestrige Training: unser langjähriger Mitarbeiter Christopher Booth (Berti) kam im letzten Lot äußerst unsanft zu Fall. Er wurde zunächst in die Klinik nach Baden-Baden gebracht und von dort für weitere Untersuchungen nach Karlsruhe überstellt. Ich hatte gestern Abend und heute Mittag Kontakt mit seiner Frau, die mir positive Nachrichten übermitteln konnte: es geht Berti den Umständen entsprechend gut. Es stehen zwar noch weitere Untersuchungen an, nach aktuellem Stand der Dinge sind die befürchteten Folgen jedoch auszuschließen. Wir alle im Stall sind mit unseren Gedanken bei ihm und wünschen ihm eine baldige Genesung.

Gestern angefertigt wurde untenstehende Aufnahme von Porsennas Trainingsarbeit (mit Eva-Maria im Sattel); es gibt in diesem Video sicherlich den einen oder anderen filmtechnisch nicht ausschließlich geglückten Moment, im Mittelteil lässt sich aber zweifellos doch ein bißchen was von demjenigen, was eigentlich ungetrübt im Fokus hätte stehen sollen, erkennen.

Und zu guter Letzt, weil es sich die letzten Jahre zu einer Gepflogenheit entwickelt hat, feiertagshalber: Rosen, sogar einen ganzen Garten davon.

Paul Klee: Rosengarten


09. Februar 2018

Porsenna mit Dennis Schiergen im GP von St. Moritz!

Beim gestrigen ungeplanten Besuch von Dennis Schiergen an unserem Stall kam die Rede mehr durch einen Zufall auf den Grand Prix zu sprechen. Er erzählte uns, dass er aktuell keinen Ritt in diesem Rennen hat, ich ihm im Gegenzug, dass auch wir noch ohne Verpflichtung eines Reiters sind. Dennis sah wohl, dass Porsenna eine Nennung besitzt und machte sich über das Pferd schlau. Ich musste mich nicht lange mit Besitzer Werner Herb beraten um mit ihm einig zu sein, dass der "White Turf"-Experte Dennis eine gute Wahl für den Hengst darstellt.
Die letzten Trainingseindrücke des Neuankömmlings gefallen mir zusehends besser. Er ist mittlerweile richtig angekommen. Die Rundumbetreuung inklusive Spa (Wärmelampen, Solarium, Bemer Decke, etc.) bekommt ihm sichtlich. Die Planung für den Transport und die letzten Trainingseinheiten sind in der finalen Phase.
Läuft alles nach Plan, wird sich Porsenna nach dem St. Moritz Spektakel zunächst einmal in Deutschland präsentieren: die Düsseldorfer Frühjahrs Meile auf Gruppe 3 Ebene im April ist das erklärte Ziel. Danach werden wir wieder Rennen in Frankreich ins Auge fassen.

Zum Bericht auf → GaloppOnline

Die Platzserie wurde zuletzt von einem gut gelaunten Bacchus Danon fortgesetzt; er wäre jetzt eigentlich langsam einmal mit einem Sieg an der Reihe. Sein nächster Start ist für den 27. Februar in Neuss geplant. Der konstante Jolly Boy kommt hingegen erst wieder am 9. März in Dortmund heraus. Dieser Start fällt dann auch schon in die Wertung zur Stallpoule 2018.
Womit wir dann auch schon beim Stichwort wären: in den letzten Tagen wurde ich vermehrt nach dem Erscheinen des diesjährigen Poulekatalogs gefragt; wir planen diesen, rund um das nächste Wochenende online zu stellen.


29. Jänner 2018

Longines 79. Grosser Preis von St Moritz!

Mehr durch einen Zufall ist der Besitzer unserer Neuerwerbung Porsenna draufgekommen, dass dieser über eine Nennung für das rennsportliche Highlight unseres Nachbarlandes Schweiz verfügt. Sollte alles nach Plan laufen, werden wir nun also am 18. Februar mit Porsenna im 'Großen Preis von St Moritz', dem höchstdotierten Rennen der Schweiz antreten. Es geht dabei über eine Distanz von 2000m.
Für viele Rennstallbesitzer ist es ein großer Traum, an diesen Rennen teilnehmen zu können. Mehrfach wurden Pferde um viel Geld extra für dieses Rennen erworben. Umso erfreulicher also, dass diese Nennung bei Porsenna schon im "Paket" inbegriffen war. Die ersten Rennen in diesem Jahr finden bereits heute auf dem zugefrorenen See statt - von uns natürlich genau beobachtet, da ja auch einige der heutigen Starter für den Großen Preis genannt sind. Die Vorbereitungen laufen jedenfalls bereits auf Hochtouren und ganz ehrlich, wir freuen uns schon riesig, an diesem Rennen teilzunehmen. Die Reiterfrage ist noch nicht geklärt, Filip Minarik wird zu diesem Zeitpunkt in Japan reiten, wir sind aber zuversichtlich, dennoch einen sehr guten Reiter zu bekommen.

Photos von und mit Doris Schär Stemmer

Zur Webseite von → White Turf


29. Jänner 2018

Noch kein Volltreffer ...

... dafür alle Starter im Geld. Bacchus Danon konnte sich am vergangenen Samstag besser in Szene setzen als beim Start zu Neujahr. Kurzfristig mussten wir Jozef Bojko anstatt von Conchetto Santangelo, der sich Tags zuvor die Hand gebrochen hatte, engagieren. Die um 400m längere Distanz kam unserem Senior sehr entgegen. Ohne den Stopp im letzten Bogen, wo Jozef Bojko ihn ziemlich zurücknehmen musste, wären wir zumindest Zweiter geworden. Jolly Boy lief einmal mehr ein gutes Rennen, wenngleich man wieder sah, dass ihm die Linienführung in Neuss nicht gefällt. Außerdem sind ihm 2300m einen Tick zu weit. Letztenendes hätte das Rennen auch etwas schneller gelaufen werden können.

Am vergangen Sonntag fanden, wie früher bereits erwähnt, in Iffezheim die Bürgermeisterwahlen statt. Christian Schmid wird als Ergebnis dieser Wahl ab 1. April das Amt von Peter Werler übernehmen. Mit diesem Wahlergebnis können nach meinem Eindruck auch alle aus der Rennsportfamilie zufrieden sein.

Die Trainingsbedingungen in den letzten Tagen waren durchaus erfreulich, die Sandbahn ipräsentierte sich in praktikablem Zustand.


18. Jänner 2018

Neuerwerbung: Gruppe 2 Sieger am Stall!

Nachdem wir Vorgestern beim Versuch, eine vierjährige Stute aus dem Reclamer in Cagnes-sur-Mer zu erwerben, noch etwas unglücklich waren und knapp überboten wurden, hatten wir gestern Nachmittag an eben diesem Ort mehr Glück: der achtjährige Porsenna wurde vom Stall Herb geclaimt.
Der dunkelbraune Dylan Thomas-Sohn begann seine Rennkarriere zweijährig in Italien und konnte dabei drei Rennen gewinnen. Dreijährig bereits Listensieger, war er weiters im "Premio Parioli" (Gruppe 3, dem Pendant zu den 2000 Guineas) Vierter. Im "Premio Ribot" (Gruppe 2) wurde er Dritter und im "Premio Piazzale" (Gruppe 3) Zweiter. Vierjährig stieg er zum Gruppe 2 Sieger auf, als er den "Premio Ribot" in Rom gewann. Weitere Gruppeplatzierungen, Listensiege und -platzierungen folgten.
Im vergangenen Jahr setzte er seine Karriere in Frankreich fort. Dort war er im Sommer in Vichy Vierter im zur Gruppe 3 zählenden "Grand Prix de Vichy", außerdem gewann er noch den "Grand Prix de Marseille". Bei seinen letzten 10 Starts war er immer in den Geldrängen, bei 49 Lebensstarts stehen 14 Siege zu Buche, 39mal verdiente er Geld.


17. Jänner 2018

Bürgermeisterwahl in Iffezheim

Was im ersten Moment vielleicht von nur regionaler Bedeutung scheint, könnte für den Rennsport in Deutschland eventuell doch von größerer Wichtigkeit sein. Ein Bürgermeister, der sich über die Bedeutung der Rennbahn, das Herzstück Iffezheims, im Klaren ist, kann dem deutschen Rennsport nur entgegen kommen.
Peter Werler, der aktuelle Amtsinhaber, ist nicht nur selbst ein guter Reiter, sondern auch Rennstallbesitzer und macht aus seiner Affinität für den Rennsport kein Hehl. In für die Iffezheimer Rennbahn schwierigen Zeiten konnte er gemeinsam mit Baden Racing die Nachfolge des Internationalen Clubs regeln und die Nachhaltigkeit des Rennsports in der Region sichern. Auch derzeit stehen wieder wichtige Entscheidungen und Handlungen - zum Beispiel der Verkauf der Benazet Tribüne - an. Peter Werler, der dieses Amt seit 2002 bekleidete, steht für die kommende Amtszeit jedoch nicht mehr zur Verfügung. Am 28. Januar wird ein neuer Bürgermeister gewählt.
Gestern Abend fand in der Benazet-Tribüne die Vorstellung der drei Kandidaten statt. Dass den Iffezheimer Bürgerinnen und Bürgern die Wahl des neuen Bürgermeisters sehr am Herzen liegt, wurde durch das sehr große Interesse an dieser Veranstaltung bekundet. Rund 1000 Leute fanden den Weg auf die Rennbahntribüne. Jeder Kandidat hatte 15 Minuten Redezeit um sein Programm vorzustellen. Danach hatte die Bevölkerung 10 Minuten Zeit um Fragen an den jeweiligen Kandidaten zu stellen. Aus meiner Sicht waren natürlich die Standpunkte der Kandidaten bezüglich der Rennbahn von größter Bedeutung.
Christian Schmid äußerte sich pro Rennbahn; auf die Frage, was seiner Meinung nach mit der Benazet-Tribüne passieren solle, sprach er sich für einen Kauf der Tribüne durch die Gemeinde aus. In der Folge könnte die Tribüne dann auch den Vereinen sowie für private Zwecke wie etwa Geburtstage und Hochzeiten zur Verfügung stehen. Johannes Kopp griff das Thema Rennbahn in seiner Präsentation nicht auf, wurde diesbezüglich aber auch nicht befragt. Die dritte Kandidatin war Friedhild Anni Miller. Generell konnte man sich bei der Veranstaltung ein gutes Bild der Kandidaten verschaffen, manchem wurde die Wahlentscheidung eventuell erleichtert.

Nun aber noch in eigener Sache: Letzte Woche schöpften wir zwischenzeitlich die Hoffnung auf einen möglichen Start des vollen Trainingsprogrammes, diese Woche müssen wir viel Niederschlag gepaart mit starkem Wind hinnehmen, aktuell ist also nach wie vor nur ein geschränktes Trainieren möglich.


05. Jänner 2018

Im Andenken an Daniele Porcu

Photo von Murat Fischer

01. Jänner 2018

Jahresrückblick 2017

Generisches Winterphoto

Seit heute Morgen darf das Jahr 2017 für abgelaufen und also in der Vergangenheit liegend betrachtet werden. Es eröffnet sich dadurch erstmals die Möglichkeit, auf dieses Jahr im wahrsten Sinne des Wortes zurückzublicken und genau das hat der Trainer auch getan. Das Ergebnis solchen Tuns nennt man völlig zurecht einen Jahresrückblick und der unserige ist nunmehr → hier nachzulesen.

Zum → Jahresrückblick 2017


22. Dezember 2017

Der Rennstall Geisler ...

... wünscht allen Lesern dieser Seite Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch in ein hoffentlich glücklich zugebrachtes Neues Jahr 2018!


13. Dezember 2017

Endstand in der Stallpoule

Wonderful Görl, Siegerin der Stallpoule 2017
Photo von Marc Rühl

Die Entscheidung auf den vorderen Plätzen war mit Wonderful Görl uneinholbar auf dem ersten and A Sunday Dream mit sicherem Abstand auf dem zweiten Rang zwar längst gefallen, im Kampf um die Plätze wurde es vergangenen Samstag in Neuss allerdings nocheinmal spannend. Mit einem vierten Platz konnte sich Jolly Boy im letzten Moment noch an Doris vorbei auf den dritten Platz schieben. Offiziell endet die Poule zwar erst am 15. Dezember, da bis dahin aber keine Starts mehr geplant sind² die Würfel gefallen.

Generell befinden wir uns bereits im "Wintermodus" und werden nur mehr vereinzelt zu Renntagen reisen. Bacchus Danon und Jolly Boy werden die letzten Starter unseres Stalles in der Saison 2017 sein.


28. November 2017

Neuzugang aus Newmarket

Lot Nr. 196 als Fohlen

Bei der diesjährigen December Yearling Sale in Newmarket gab der Trainer das erfolgreiche Gebot für Lot Nr. 71, einen Sea The Moon-Hengst aus der Moonlight Rhapsody (2.500,- Guineas), sowie Lot Nr. 196, eine Sri Putra-Stute aus der High Will (2.000,- Guineas) ab.

Zur Webseite von → Tattersalls


25. November 2017

Vorentscheidung in der Stallpoule!

Mit dem gestrigen Ergebnis von A Sunday Dream ist die Entscheidung um den Sieg in der Stallpoule 2017 gefallen. Wonderful Görl gewinnt mit dem zweithöchsten Punktestand in der Historie unserer Stallpoule, nur Leoderprofi konnte 2012 mit 38 Punkten eine noch höhere Anzahl erzielen. Außerdem gewinnt erstenmals eine Zweijährige.
Auf dem zweiten Platz landet ebenfalls eine Stute, die schon erwähnte Dreijährige A Sunday Dream, die bis gestern noch eine Siegchance besaß und die Poule somit bis knapp vor dem Ende spannend hielt.
Im Kampf um die Plätze drei und vier könnte es eventuell noch spannend werden, da für Heart Storm am 9. Dezember noch ein Start im Raum steht. Mit einem Sieg könnte er sich auf den dritten Platz nach oben katapultieren. Aktuell wäre jedenfalls Doris, ebenfalls eine Dreijährige, Dritte. Vierter ist aktuell Jolly Boy; die gleiche Punkteanzahl hat Leoderprofi, der Poulespezialist, er verfügt aber über einen Sieg weniger am Konto und steht deswegen am undankbaren fünften Platz.

Die Poule läuft noch bis zum 15. Dezember.


09. November 2017

Unvergessliche Tage, goldener Herbst!

Die Reihe wunderschöner Erfolge hat heimlich still und leise mit dem Sieg von Heart Storm in Neuss begonnen, direkt darauf folgte bekanntlich der Sieg von Berlin Calling in Strasbourg. Dann kam der überragende zweite Platz im Listenrennen durch Wonderful Görl in Hannover und am 31. Oktober folgte mein privater Höhepunkt in Form der Geburt unserer Tochter Maylin Elen.
Eva-Maria und unser Töchterchen sind gesund und munter, Maylin unser neuer Erdling beginnt sich gerade einzuleben. Die Geburt war für mich natürlich ein unbeschreiblich schönes Erlebnis, welches ich in meinem Leben nicht missen möchte und nie wieder vergessen werde. Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns bei allen Gratulanten sehr herzlich bedanken.

Tim Assenheimer, 1. Vorstand der Turffreunde Baden e.V., und der Trainer

Schon am Tag darauf folgte dann das Sahnehäubchen der beruflichen Erfolge durch A Sunday Dreams Sieg in Maisons Laffitte.
Eine kleine Korrektur muss ich übrigens bei dem GAG von Wonderful Görl anbringen, dieses wurde inzwischen auf 86 Kilo erhöht.

Wer in den letzten Tagen GaloppOnline genauer gelesen hat, dem ist vielleicht eine bekannte Farbe bei der Wahl zum Ritt des Monats Oktober aufgefallen. Ja, es handelt sich um Evas Farben. Sibylle Vogts Ritt auf Heart Storm in Neuss ist einer von drei Vorschlägen. Schön, dass nicht immer die gleichen Reiter bei so einer Wahl als Kandidaten aufgestellt werden. Allen Lesern der Seite und Freunden des Stalles möchte ich ans Herz legen, Sibylle zu unterstützen und sie zu wählen. Sie hat tolle Ritte für unseren Stall absolviert, ist immer top ambitioniert, nimmt lange Reisen in Kauf und gibt - siehe Heart Storm-Ritt - immer alles.

Zum → Abstimmungsformular

Am Samstag geht es jetzt mit Pressure und Tricky Tiger nach Strasbourg, am Montag reisen Alta Monte und Winzapper nach Mons.


03. November 2017

Betreffend den Zwischenstand der diesjährigen Stallpoule

Sehr wunderlich und bisweilen vielleicht nur schwer nachzuvollziehen, gestaltete sich heuer die Punktevergabe beziehungsweise daraus folgend der jeweilige Zwischenstand der Stallpoule. Für Gerücht muss es hingegen gelten, dass diese Situation durch kleinere Nachlässigkeiten des Verantwortlichen für die Aktualisierung der Tabelle auf dieser Seite nicht unbedingt entschärft wurde. Wie dem auch sei, um etwaige Verwirrung und Unklarheiten zu beseitigen, haben wir uns entschlossen, folgend einige Erläuterungen anzubringen.
Was die Situation so vorderhand undurchsichtig macht ist der Umstand, dass heuer einerseits erstmalig die Zweijährigen und Dreijährigen entscheidenden Beitrag zum Kampf um die vorderen Plätze lieferten, andererseits, auch das kam bisher nur vereinzelt vor, der Multiplikator für Listenrennen und solche mit einer Gesamtdotation von mindestens €20.000,- schlagend wurde. Beide Faktoren zusammengenommen sind der Grund für den (wohl entgültigen) Punktestand der aktuell Führenden Wonderful Görl. Ob ihres Alters wurde ihre Punkteanzahl (6 für einen Sieg, 2x3 für zwei zweite Plätz) jeweils verzweieinhalbfacht (also 15 und 2x7,5); prinzipiell, denn vergangenen Sonntag reüssierte Wonderful Görl bekanntlich mit einem zweiten Platz im Listenrennen: die dafür erhaltenen 7,5 Punkte wurden demnach noch durch einen 50% Bonus ergänzt (7,5 plus 3,75); insgesamt ergibt das für die Stute also eine Punkteanzahl von 33,25 32,75 19,77 33,75.
Ähnlich verworren gestaltet sich der Rechenvorgang für die aktuell zweite A Sunday Dream: einerseits dreijährig, also mit dem Bonus eineinhalbfacher Punkteanzahl versehen (9 für den Sieg, 3 für den dritten und 1,5 Punkt für den vierten Platz), andererseits sämtliche poulerelevanten Resultate in Rennen mit einer Dotation höher als €20.000,- erzielt (d.i. also 13,5 plus 4,5 plus 2,25), ergo: darf das jetzt jeder selber addieren oder das Ergebnis in der aktuellen Pouletabelle nachsehen. Die drittplazierte Doris ist hingegen einfach nur eine Dreijährige und als solche eigentlich ganz unkompliziert: vier dritte und drei vierte Plätze ergeben insgesamt (4x3+3x1,5=) 16,5.
So sieht das also aus.


01. November 2017

A Wednesday Dream

Für den ersten Sieg unseres Quartiers auf der altehrwürdigen Bahn in Maisons-Laffitte sorgte heute A Sunday Dream. Mit Antoine Hamelin im Sattel und einer stets auf Distanz gehaltenen dreizehn Pferde starken Konkurrenz im Nacken, legte das Turfbambi die 2200 zu absolvierenden Meter in der zuletzt schon für Berlin Calling und Heart Storm Tauglichkeit bewiesen habenden Taktik zurück. Fünf Längen niemals gefährdeten Vorsprunges waren es im Ziel schließlich.

Zum Bericht auf → GaloppOnline

A Sunday Dream und die Requisiten der Siegesfeier

Exzellente Wonderful Görl!

Übelstes Schlechwetter mit Regen und Hagel in Hannover konnte unsere Wonderful Görl nicht an einer grandiosen Leistung im Listenrennen für zweijährige Stuten hindern. Sie lief von der Spitze aus, wurde auf der Zielgeraden jedoch von Dark Liberty noch gestellt. Auch in der Niederlage hat sie einen tollen Job gemacht, immerhin war die drittplatzierte Sojourn bereits um fünf Längen geschlagen. Selbst musste sie sich nur einer profilierten und sehr routinierten englischen Gaststute beugen. Wonderful Görl konnte sich seit ihrem Sieg in Düsseldorf also nochmal steigern und mit dieser Vorstellung hat sie unseren Stall wieder aufs Black Type Parkett geführt. Für Besitzer, Trainer und den Stall ist dieses Abschneiden enorm wichtig. Ihre Leistung wurde mit 84,5 kg GAG belohnt, das erste Kaufangebot flatterte bereits am Montag herein. Dieses Jahr wird die Stute nicht mehr an den Ablauf kommen, fürs nächste Jahr dürfen wir jedoch träumen. Wir hoffen, dass sie nächstes Jahr Distanzen bis 1600m steht.

Auch die kleine, leichte, treue Doris konnte wieder eine solide Leistung abrufen. Leider reichte es in diesem Jahr noch nicht zu einem Sieg. Ich bin überzeugt, sie wird eine gute nächste Saison absolvieren und dann einiges nachholen können.

Alta Monte lief in Mons wieder gut, auch für ihn scheint es sich heuer einfach nicht für einen vollen Erfolg auszugehen. Diesmal kam er allerdings wirklich sehr knapp an einen Sieg heran. Bacchus Danon hingegen war nicht ganz in Ordnung, es besteht der Verdacht auf eine Verschleimung.

Besitzer Werner Herb, Wonderful Görl, Futtermeister Sebastian Schirner und Trainer in Hannover

28. Oktober 2017

Wonder, Wonder, Wonderful Görl
(Eine Vor- und Nachschau)

Mit einer erfolgreichen Woche im Rücken treten wir die Reise nach Hannover an. Die guten Leistungen von Wonderful Görl ermöglichen uns, wiedereinmal auf Black Type Ebene mitzumischen. Die Anspannung ist zuletzt entsprechend gewachsen und ich muss zugeben, dass ich die letzten Tage verstärkt beobachtet habe, welche Pferde noch in dem Rennen stehen geblieben sind, beziehungsweise ob eventuell Kandidaten nachgenannt wurden. Die Formen der anderen Pferde wurden, um mir ein Bild zu verschaffen, schon früh studiert. Wonderful Görl hat seit ihrem letzten Rennen nochmal einen Sprung gemacht, sich körperlich weiterentwickelt und ist zusätzlich im Kopf enorm gereift. Ohnehin konnte ich so eine Entwicklung, wie sie bei ihr zu beobachten war, noch nicht oft miterleben. Ursprünglich war sie schon ziemlich wach, fast ein wenig hippelig, inzwischen ist sie total abgebrüht und 'ne coole Socke geworden.
Bei einem entsprechenden Rennverlauf dürfen wir durchaus optimistisch in dieses Rennen gehen. Es ist übrigens meine erste Starterin in einem deutschen Listenrennen für zweijährige Pferde. Dass ihre letzten Arbeiten natürlich sehr gut waren, brauche ich nicht extra zu erwähnen, wir würden ohne entsprechende Grundlage nicht in so einem Rennen an den Start. Dass wir uns in der Straße nicht völlig irren, zeigt auch die Tatsache, dass Andreas Wöhlers Stalljockey Eduardo Pedroza Tia Maria reitet und nicht seine zweite Starterin. Tia Maria konnten wir beim letzten Start, auch wenn sie da entschuldigt war, hinter uns lassen.

Neben Wonderful Görl reist auch Doris nach Hannover. Die super zuverlässige Stute hätte sich nach vielen guten Vorstellungen einen Sieg redlich verdient. Nach wie vor ist sie bestens am Posten.
Am Montag laufen Alta Monte und Bacchus Danon in Mons. Alta Monte wurde zuletzt in Mons taktisch schlecht geritten. Es ist seine Jahreszeit und er sieht prima aus, ich erwarte also ein gutes Laufen von ihm. Bacchus Danon hat mich in Neuss enttäuscht. Beim vorletzten Start, ebenfalls in Mons, lief er bedeutend besser, scheiterte aber am zu langsamen Rennen. Wir erwarten eine umgehende Korrektur der letzten Vorstellung.

Wonderful Görls Stallgefährtin Berlin Calling konnte zuletzt in Strasbourg sehr schön Start-Ziel gewinnen, ein Antreten Mitte November wird als nächstes ins Auge gefasst.
Heart Storm gewann bereits am Tag zuvor in Neuss, er reist eventuell Mitte November ins belgische Mons, danach planen wir wieder für die deutschen Sandbahnen.
Rock to the Moon war in Lyon La Soie unter Wert geschlagen. Er fand in der entscheidenen Phase keine Lücke, ein besseres Resultat war jedenfalls im Bereich des Möglichen.
Never Say Never war zu offensiv vorgetragen. Blamiert hat sie sich nicht, ewig schade, dass sie kein Geld mitbringen konnte.

Kommende Woche haben wir am 31. Oktober in Chantilly mit Pic A Sou, und am 1. November in München (Pressure und Tricky Tiger), Maisons Laffitte (A Sunday Dream) und Lyon Parilly (Lebowski) nochmal einige Starter am Ablauf. Uns steht also die letzte richtig 'heiße' Woche in diesem Jahr bevor, danach wird es - zumindest im Stall - wohl etwas ruhiger zugehen.

Viel Spaß beim Lesen und beim Beobachten der Rennen!


25. Oktober 2017

Berlin Calling

... gewinnt und zwar leicht, und das nicht einmal so weit weg sondern quasi direkt vor der eigenen Haustüre, nämlich in Strasbourg. Berlin Calling, mit Filip Minarik im Sattel, griff dabei auf die schon gestern sich bewährt habende Taktik von Stallkollegen Heart Storm zurück. Berlin Calling wurde also schon vom Absprung weg recht zügig an die Spitze geführt und sieht das ganze restliche Rennen keine Konkurrenz mehr vor sich. Berlin Calling, der Stall Herb-Schützling, hat zwischenzeitlich einige Angriffe abzuwehren, kommt im Ziel aber schließlich mit einer mühelosen eine Länge Vorsprung an.
Auch Iffezheim liegt am Fluss und vor einer neuen Eiszeit braucht sich derzeit niemand zu fürchten.

Photo von Albert Eyermann

24. Oktober 2017

Kein Sand im Getriebe

Photo von Marc Rühl

Mit einem Sieg läutete Heart Storm heute die Sandbahnsaison in Neuss ein. Für besondere Aufregung war dabei allerdings nicht gesorgt: schon vom Start weg wurde der am Toto nicht unbedingt favorisierte Wallach von Reiterin Sibylle Vogt vehement an die Spitze geführt und dort hielt er sich dann auch über die gesamte Distanz von 2300m bis zur mit einer leichten dreiviertel Länge überquerten Ziellinie und dem zweiten Saisonsieg für sich und seine Besitzerin Eva-Maria Geisler.


22. Oktober 2017

Drei Auktionszuschläge

Bei der gestern zu Ende gegangen BBAG-Aktion im Rahmen des 'Sales & Racing Festival 2017' gab unser Stall dreimal das erfolgreiche Gebot ab: mit Lot Nr. 4 Brunlukka, einer Soldier Hollow-Stute, Lot Nr. 8, einer Lord of England-Stute, sowie Lot Nr. 107 Bronco, einem Dabirsim-Hengst fanden drei Jährlinge im Traingsquartier Iffezheim eine neue Heimat.


14. Oktober 2017

Vorschau auf Köln und Nancy

Voller Vorfreude blickten wir diese Woche dem Rennen Be A Waves Start in Chantilly entgegen. Ihre Arbeiten waren wirklich sehr schön anzusehen, leider musste ich sie heute morgen kurzfristig als Nichstarter deklarieren.

Nach wie vor richtig wohl fühlen sich die beiden 'Kölner' Doris und Jolly Boy. Doris lief zuletzt schon ein eigenartiges Rennen: sie sprang gut ab, befand sich im Feld, als sie plötzlich Mitte Gegenseite völlig aus dem Rennen fiel. Um den Bogen wirkten wir völlig chancenlos. Auf der Zielgerade musste Andre Best alles was ging auspacken; mit Erfolg, sie wurde schließlich, vor einem späteren Sieger, noch gute Dritte. Nach dem Rennen konnte ein Eisenverlust als Ursache für den Auftritt festgestellt werden. Morgen wird es zwar nicht leichter, aber nach der letzten Form, sollte sie wieder zu den chancenreichen Pferden gehören. Zumal wieder Andre Best im Sattel sitzt und sie jetzt ja schon besser kennt. Eigentlich hätte sie sich nach all den guten Leistungen in diesem Jahr mittlerweile einen vollen Erfolg verdient.
Jolly Boy lieferte zuletzt in Nancy eine tolle Leistung ab. Er lief in einem Altersgewichtsrennen besser als es durch seine Marke angezeigt war. Wie wir wissen, ist weicher Boden nicht sein Freund, vielleicht kann er mit seiner guten Form aber auch das wettmachen.

In Nancy treten wir mit Liberica erstmals in neuen Farben an. Die Stute lief bei ihren letzten Starts so, als ob sie weitere Wege bevorzugen würde. Sie hat eine kurze Pause hinter sich, da das 'richtige' Rennen für sie einfach nicht zu finden war. Startbox 2 ist eine gute Ausgangslage. Auch sie ist noch frisch und munter und bei den wenigen Starts noch 'aufgespart'. Zu guter letzt noch ein Lesetipp: der → Handicapper-Blog auf der Webseite von → German Racing, geschrieben von Harald Siemen, ist sehr empfehlenswert, mit nationalen und internationalen Infos, zu denen man sonst nichts erfährt.


12. Oktober 2017

Von Sonntagsträumen und weniger traumhaften Sonntagen

A Sunday Dream war am Montag dann der Rausreißer. Während die Starter in München und Montier-en-Der alles andere als Freude bereiteten, lief A Sunday Dream ein weiteres Mal absolut überzeugend. Zudem war sie diesmal im Vorfeld deutlich kooperativer als zuletzt. Auch das Einrücken in die Startmaschine war überhaupt kein Problem mehr. Ihr Verhalten hat sich also sehr positiv entwickelt, was vielleicht auch am Beisein ihrer Mama (Sheila Audörsch) gelegen haben mag. Die Leistung war jedenfalls wieder sehr fein, die kleine Maus verfügt über ein wahres Kämpferherz und hat sich einen Sieg bald verdient. Mit etwas mehr Rennglück wäre eine bessere Platzierung drinnen gewesen. Ihr nächster Start könnte am 1. November in Maisons Laffitte oder Lyon stattfinden.

Etwas enttäuscht war ich tags zuvor von meinen Debutanten in München - und von der Professionalität mancher Reiter. Ich war schon ziemlich vor den Kopf gestossen, als ich mitbekam, dass der Reiter von Sisikam ohne einen Zweijährigen-Stock in das Rennen ging. Grund: er hatte keinen mit und der Jockeydiener keine übrig für ihn. Jeder, der mich kennt, weiss, dass ich keinen Debutanten mit dem Stock bearbeiten lasse, aber ganz ohne geht halt auch nicht. Gerade junge Pferde brauchen ja auch manchmal eine Anlehnung. In jedem Job muss man sein Werkzeug mithaben, ohne Wenn und Aber.
Letztlich war es aber auch kein Boden für unroutinierte Pferde oder eben Debutanten. Kinky Kylie hatte zu allem Überdruss auch noch eine Startverzögerung, was natürlich ebenso nicht förderlich war. Winzapper lief gar nicht so verkehrt, wurde aber mit den erstmals angelegten Seitenblendern zu ehrgeizig und zu offensiv geritten. Winfield war bei seinem Comeback entschuldigt.

Mit Lebowski wird am Samstag ein weiteres Pferd sein Comeback geben. Er musste nach einer Verletzung pausieren und startet nun erstmals seit Bratislava im Juni wieder. Er wird den Start noch benötigen.


07. Oktober 2017

Die Zweijährigen entschädigen

Die guten Leistungen der Pferde in den letzten Wochen entschädigte etwas für die davor gezeigten Leistungen. Gerade bei den Zweijährigen scheinen wir heuer, wie an dieser Stelle bereits früher bemerkt, gut aufgestellt zu sein. Wir konnten bisher drei zweijährige Starter herausbringen, zwei davon, Be A Wave und Wonderful Görl, vermochten sich bereits in die Siegerlisten einzutragen, der dritte im Bunde, Sevillano, landete ebenfalls schon in den Geldrängen. Mit dieser Bilanz dürfen wir durchaus zufrieden sein.
Be A Wave wird nach einer guten Schlussarbeit heute morgen, kommende Woche Sonntag nach Chantilly reisen um dort über 1200m zu starten. Sollte alles planmäßig verlaufen und Wonderful Görl ihre gute Form weiterhin halten können, werden wir sie am 29. Oktober in Hannover auf Listenebene wieder vorstellen. Sie kam sehr gut aus ihrem letzten Rennen, ihre professionelle Art in Düsseldorf war schon faszinierend. Vom Transport, über die Art, wie sie sich im Führring zu präsentieren wusste, ihren Aufgalopp absolvierte und sich im Rennen verhielt - einfach toll.
Über der von den Zweijährigen gestifteten Freude soll jedoch nicht vergessen werden, dass auch meine anderen Starter der vergangenen Tage großteils gute Figur machten und Geld mitgebrachten.

So Super (das Pferd)

Morgen sind wir mit fünf Startern in München vertreten. Den Beginn machen dabei die Zweijährigen. Der vor kurzem zu uns gekommene So Super von Familie Haller wird ebenso sein Debut abgeben wie Sisikam. So Super ist ein weit entwickelter Hengst, etwas phlegmatisch vielleicht, er kann jedoch alles und ist startfähig. Er soll in diesem Rennen an Erfahrung gewinnen, um dann eventuell am 1. November im Auktionsrennen zu laufen. Sisikam (erste Namensgebung von Lilly) verriet bereits Mitte des Jahres in der Arbeit ihr Galoppiervermögen. Sie zeigte sich nur immer ein wenig zu ehrgeizig und machte zu früh zu viel. Dieses Verhalten hat sich nach der Großen Woche schlagartig verbessert. Ihre letzte Arbeit war schon recht fein, auch sie soll dieses Rennen jedoch in erster Linie zu Lernzwecken absolvieren.
Kinky Kylie gibt morgen, bedingt durch eine Meniskusoperation Ende letzten Jahres, ein spätes Debut.
Auch bei Winfield spielten gesundheitliche Gründe ein Rolle dafür, dass er erst nach einem Jahr Pause wieder an den Start kommt.
Mein morgiges Mummpferd ist Winzapper, der sich zuletzt in Köln unter Wert geschlagen geben musste. Er ist ein ziemlich abgebrühter Typ und braucht viel Unterstützung, Reiterin Larissa Biess muss sich also auf viel Arbeit einstellen.

Sisikam

Nach Montier-en-Der reisen wir mit drei Startern. Den Beginn macht Lips Dancer. Er kam zuletzt lahm aus dem Rennen, hat sich vertreten (nicht lassen) und war somit entschuldigt. Ganz leicht sieht es diesmal nicht aus. Amareion ist nur einer von ein paar soliden Pferden in diesem Reclamer.
Heart Storm gewann zuletzt souverän eine kleine Prüfung. Trotz seiner Größe scheint er mit kleinen Bahnen gut zurecht zu kommen. Einmal probieren wir es mit ihm noch in Frankreich. Klappt das nicht, werden wir uns wohl wieder auf Deutschland konzentrieren. Er kam sehr gut aus seinem letzten Rennen und befindet sich aktuell in guter Verfassung.
Pic A Sou ist ein Kapitel für sich. Dieses Pferd ist mir gesagt ehrlich nicht mehr 'wurscht'. Obwohl seine Leistungen im Training nie überragend waren, begann seine Laufbahn mit einem vierten Platz in Wissembourg doch recht ordentlich. Als Folge dieses Rennens konnte er auch seine Arbeitsleistungen zusehends verbessern. Beim nächsten Start blieb er in einer zu starken Aufgabe in Lyon trotz guten Laufens unplatziert und danach begann eine wahre Pechserie: zunächst ein kurzfristigen Reiterwechsel in Aix-les-Bains, in Folge dessen der Ersatzreiter im Rennen machte was er wollte, anschließend ein Fehlstart und Eisenverlust in Vittel. Zuletzt in Nancy über 1350m lief er insgesamt zwar recht ansprechend, nachdem er jedoch am Start einen Augenblick verzögert hatte, war diese Leistung schon zu Beginn von der Belohnung mit einem gutem Resultat ausgeschlossen. Ein Königreich für ein normales Rennen! - denn der Bursche ist echt gut am Posten, zieht das Pech aber förmlich an.

Ein Detail am Rande: von ihren bisher sechs Starts absolvierte A Sunday Dream jeweils zwei an Montagen und Dienstagen, einen an Mittwoch und Sonntag. Diesmal ist wieder der Montag dran und zwar in Compiegne. Ihr letztes Laufen in St. Cloud war bärenstark, eine Schippe muss sie diesmal aber noch drauflegen um vorne mitmischen zu können. Den von ihr präferiert weichen Boden sollte sie jedenfalls vorfinden. Ein Rennen aus dem Vordertreffen ist für sie wichtig, im Sattel sitzt der selbe Reiter wie zuletzt, Antoine Hamelin. Sie ist riesig auf dem Posten und schreit förmlich nach einem Rennen.

Viel Spaß beim Beobachten der Rennen!


01. Oktober 2017

Wonderful Görl startet mit der 1 aus Box Nummer 7 und gewinnt ihr Rennen

Photo von Marc Rühl

Nur zwei Wochen nach Be A Waves fulminantem Auftritt in der Wiener Freudenau, konnte heute in Düsseldorf mit Wonderful Görl erneut eine der Zweijährigen ihr Talent unter Beweis stellen. Über genau 1400m, nicht mehr und nicht weniger, musste der Stall Herb-Schützling mit einerseits der wenig rennrelevanten Rolle des mit 136:10 längsten Außenseiters, andererseits der für das Rennen duchaus unangenehmen Voraussetzung äußerster Startbox vorlieb nehmen. Von Koen Clijmans wurde die Stute dann gleich nach dem Absprung zügig in Front und dort im Gleichschritt mit Turfdiva durch den ersten Bogen gebracht. Nachdem sie sich zwischenzeitlich einen kleinen Vorteil gegenüber der Konkurrenz erarbeitet hatte, büßte sie durch die ungünstige äußere Spur im Schlussbogen einige Meter ihres bis dahin knappen Vorsprunges zwar wieder ein, dem auf der Zielgeraden verschärften Tempo vermochte aber schließlich nur mehr die bis zur sicher überquerten Linie auf eine halbe Länge nachgeeilte Fährhoferin Conscious etwas entgegenzusetzen.

Zum Bericht auf → German Racing

Photo von Marc Rühl

24. September 2017

Sieg in Mannheim

Photo von Sibylle Maus

Nachdem ihr dieses Kunststück schon als Reiterin zwei Mal glückte, durfte Eva-Maria Geisler heute erstmals auch als Besitzerin von Heart Storm über einen vollen Erfolg jubeln. In dem Rennen über 2800(±300)m wurde der fünfjährige Wallach von Sibylle Vogt (die damit ihren ersten Sieg für unser Quartier holte) schon vom Start weg in Führung gebracht. Bis dahin noch auf Tuchfühlung mit dem Rest des Feldes, verschärfte Heart Storm mit Beginn des zweiten Durchlaufens der Gegengerade das Tempo und enteilte auf drei, vier Längen, die am Weg zum hochüberlegenen und zu keinem Zeitpunkt gefährdeten Sieg noch zu einem Vorsprung von elf Längen anwuchsen.
Abgerundet wurde der heutige Tag durch den zweiten Platz von Danuvius (ebenfalls in Mannheim und mit Sibylle Vogt) sowie den dritten Platz durch Doris (Andre Best) in Köln.


17. September 2017

Ein Tag in der Freudenau

Photo von Eduard Risavy

Einen unvergesslichen Tag durften wir gestern in der Wiener Freudenau erleben; nicht nur weil wir gewinnen konnten und dies der erste Sieg dieser neuen Besitzergemeinschaft war. Viele Leute kamen zum Teil von wirklich weit her angereist um den Renntag in der Freudenau zu besuchen und alte Bekannte wieder zu treffen. Ein Tag hat leider kaum ausgereicht um alle ordentlich zu begrüßen und zumindest ein paar Sätze zu wechseln. Generell wurde der Renntag gut organisiert und stimmungsvoll über die Bühne gebracht. Gemischtes Publikum war vorort, zum Teil viel Eventpublikum, zum Teil unser altes Fachpublikum sowie viele Leute aus anderen Ländern, die auch gerne wieder einen Renntag in Wien erleben wollten.

Photo von Eduard Rivasy

Nun noch kurz einige paar Worte zum Rennverlauf: Nach dem Start war es eine sehr flaue Fahrt, die ungern von unserem Sevillano mit Sibylle Vogt angeschlagen wurde. Direkt dahinter platzierte sich Be A Wave. Das Tempo wurde nach etwa 500m jedoch deutlich verstärkt und ab 400m vor dem Ziel suchte Be A Waves Reiter Bauyrzhan Murzabayev die Entscheidung, wobei die Stute dann noch ein paar Galoppsprünge brauchte um den höheren Gang zu finden. Sie übernahm dann aber nicht nur resolut die Führung, sondern konnte sich auf einen Schlag auch gleich um einige Längen vom Feld lösen. Sie gewann schließlich 'angehalten' mit drei Längen, voll ausgeritten wären es wohl wesentlich mehr geworden. Auch Sevillano wusste zu gefallen und sollte ein Pferd mit Zukunft sein. Wie hoch Be A Waves Potential anzuschlagen ist, traue ich mir nach dem Rennen nicht zu sagen, aber mehr als leicht gewinnen konnte sie nicht.

Der Sieg von Iraklion im 'St. Leger' war einem fantastischen Ritt des Newcomers des Jahres Bauyrzhan Murzabayev geschuldet. Keiner wollte die Pace machen, sodass es anfangs ein richtiges Bummel-Tempo gab. Also übernahm Murzabayev mit dem Favoriten das Kommando. Als es zu Erhöhung des Tempos durch I Do unter Sibylle Vogt kam, konnte Iraklion kurz nicht folgen und benötigte jeden Meter der 700m langen Geraden um das Ruder noch herum zu reißen und im Ziel die Nase vorne zu haben. I Do lief nach einem ebenso guten Ritt weit über seinen Verhältnissen und kam schließlich noch vor dem Cofavoriten Swordshire als Dritter an.

Bericht in der Tageszeitung → Der Standard
Bericht auf → GaloppOnline

Vorschau

Mit deutlich höheren Erwartungen als zuletzt in Iffezheim fahren wir morgen mit Never Say Never nach Paris. Weicher Boden, längere Distanz, ein Start im Bauch, ein Kilo Nachlass sowie ein Reiter (Filip Minarik), der die Stute kennt und mit ihr schon gewinnen konnte, sind ideale Voraussetzungen. Klar ist aber auch eine zweite Abteilung im Tierce keine Kindergeburtstagsfeier.
A Sunday Dream enttäuschte zuletzt etwas und wechselt nun vom Maidenrennen zum Reclamer der gehobeneren Sorte. Sie hat in der Arbeit einen guten, frischen Eindruck hinterlassen.

In Mons treten wir mit Soriano und Bacchus Danon an. Letzterer ist unser Belgien-Spezialist. Diesen Start könnte er nach einer Pause noch brauchen, generell läuft er in Mons aber immer sehr brave Rennen.
Soriano versuchen wir diesmal auf etwas weiterem Weg und erstmals auf Sand. In Baden war er indisponiert, diese Form konnte nicht stimmen. Wir hoffen er kommt mit den neuen Bedingungen klar.

Lips Dancers unerwartet schwache Form in Divonne ist zu entschuldigen, er kam lahm aus dem Rennen.


16. September 2017

"Wir haben gewonnen!" ...

... tönte es heute beim Einlauf des vierten Rennens lautstark von der Tribüne der Wiener Freudenau. Kaum zu überhören war nämlich die Freude der drei mitgereisten Vertreter des Stalles Goldbrücke, als ihr Schützling, die zweijährige Be A Wave, mit leichten drei Längen Vorsprung die Ziellinie im mit €10.000,- dotierten 'Graf Nikolaus Esterhazy Memorial' überquerte. Über 1200m hatte die von Bauyrzhan Murzabayev gerittene Bated Breath-Stute keine Mühe, sich gegen die am Toto favorisierte Night of Overdose durchzusetzen und für alle Beteiligten die weite Anreise zu diesem trotz des Wetters gut besuchten und insgesamt äußerst stimmungvollen Freudenauer Renntages zu rechtfertigen.

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Starter


So., 27. Mai - Düsseldorf
2.R.
Doris

Sa., 26. Mai - Dortmund
5.R.
Soriano
6.R.
Kinky Kylie

Mo., 21. Mai - München
4.R.
Pressure
8.
6.R.
Darienne du Pre
2.
6.R.
Manta Manta
10.

Mo., 21. Mai - Wissembourg
4.R.
Prime Project
7.

So., 20. Mai - Saarbrücken
4.R.
Bacchus Danon
9.
4.R.
Cometic Star
2.
9.R.
Tricky Tiger
1.
10.R.
Lebowski
4.

Sa., 19. Mai - Düsseldorf
9.R.
Nordtänzer
3.

Kontakt: An der Rennbahn 8-9, 76473 Iffezheim | Tel: +49/(0)176/ 205 70 115 | Email: gerald.geisler@gmx.de