Neuigkeiten


08. Juni 2019

Sehnenschaden!

Allerdings keinem unserer Pferde zugestoßen, sondern dem Trainer selbst: eine an sich unspektakuläre Bewegung gebar ihm die Frucht eines kompletten Achillessehnenabrisses. Wiewohl derzeit nicht von Schmerzen begleitet, bleibt eine solche Verletzung natürlich nicht gänzlich ohne einschränkende Wirkung auf das Bewegungsvermögen. Auch das wird allerdings vorübergehen und da sich schließlich zu jeder Verletzung eine noch viel schlimmere ausdenken lässt, darf man sogar noch von Glück sprechen, dass es eben nicht tatsächlich noch schlimmer gekommen ist.

So schaut das aus.

Nun aber zur Vorschau für das Pfingstwochenende.
Mit zwei Stuten sind wir morgen Sonntag - zwar passend aber auf die Umstände bezogen natürlich nur zufällig - im schönen Kurort Aix-les-Bains zu Gast. Beide Pferde haben eine ähnliche Entwicklung, sind Spätzünder, die sich zuletzt deutlich verbessert präsentierten. Während Brunlukka erst einen Start benötigte um sich zu steigern, wusste Hallo Wien bereits bei ihrem Debut zu gefallen. Erstgenannte war zuletzt in Wissembourg über 2150m am Start. Ende Gegenüber hätte ich keinen Schilling auf sie gesetzt, Ende der Zielgeraden kam sie jedoch wie auf Rollschuhen daher und war am Schluss schnellstes Pferd. Diesmal sind wir "nur" auf 2000m unterwegs, in der Hoffnung, dass sie etwas früher weiß, weswegen sie die Reise nach Aix-les-Bains angetreten hat, aus dem letzten Rennen also einen Lerneffekt mitnahm und diesmal früher in den Rennmodus wechselt.
Hallo Wien musste sich bei ihrem ersten Start zunächst einmal umsehen, wusste gar nicht recht, worum es überhaupt geht. Erst im Laufe des Rennens kam sie in Schwung und am Schluss zu einem unblutigen vierten Platz. Auch sie profitierte von dem Rennen und wird sich morgen nochmal gesteigert zeigen.

Im nicht minder schönen Saarbrücken bringen wir drei Pferden an den Ablauf.
Den Beginn macht Nordtänzer. Er sah lange nicht gut aus und wird daher erst recht spät herausgebracht. Zum jetzigen Zeitpunkt kommt das Rennen aber genau richtig für ihn. Weicher Boden wäre kein Nachteil für uns. Da es in Saarbrücken morgen Regen geben soll, scheint ein Geldgewinn machbar. Marius blieb in Zweibrücken etwas überraschend hinter den Erwartungen. Aus dem Rennen haben wir aber gelernt. Auch für ihn wäre weicher Boden von Vorteil, die Distanz dürfte allerdings etwas weiter sein. Auch bei ihm ist ein Geldgewinn die Erwartung. Doris blieb zuletzt etwas blass. In Saarbrücken konnte sie vergangenen Sommer in mächtig guter Manier gewinnen, sie mag die Bahn also. Auch bei ihr zielen wir auf einen Geldgewinn. Ihr Saisonaufbau ist jedoch gezielt mit Blickrichtung Bad Harzburg aufgebaut, das morgige stellt somit nur ein Rennen "on the road to the Harz" dar.

Auch Wissembourg ist natürlich eine schön und ruhmreiche Stadt. Macavity macht dort den Anfang. Das Rennen ist anspruchsvoller als jenes am 1. Mai, das ihn als Zweiter hinter Kopaonik ins Ziel kommen sah. Er ist aktuell nicht so frisch wie ich ihn kenne; man kann es aber auch anders auslegen und hoffen, dass er einfach an Schlauheit gewonnen hat. Eine Platzierung ist der Anspruch. Zakynthos wird erstmals über längere Distanz geschickt. Er konnte seine guten Arbeitseindrücke bisher noch nicht umsetzen. Er gibt uns sowohl im Training als auch im Rennen durch seine kräftige, ehrgeizige Art nach dem Start immer das Gefühl, ein Meiler zu sein. Die letzten Wahrnehmungen deuten für mich darauf hin, dass er mehr Distanz benötigt. Das Um und Auf bei ihm ist, dass er sich im Rennen beruhigt und unterwegs nicht zu gängig wird, mit seinen Kräften also haushaltet.

Frohes Pfingstwochenende!


07. Juni 2019

Spät aber doch ...

... gehen → hiermit die Photos von der diesjährigen Stallpoulefeier online. Zwar ohne erkennbar zeitliche Nähe zur Veranstaltung (selbstverständlich trägt der Webmaster hierfür die Verantwortung), dafür heuer erstmals von einem richtigen Photographen, Marco Völlinger nämlich, aufgenommen.

Zu den Photos


04. Juni 2019

Ein Frühjahrs Meeting zum vergessen!

Auch die zweite Hälfte des Frühjahrs-Meeting lief alles andere als erfreulich, sämtliche meiner Starter liefen weit unter Form. Teilweise hatten sich die Bedingungen vom Zeitpunkt der Starterangabe bis zum Renntag zum Negativen hin verändert (die Hitze ließ den Boden völlig austrocknen) und die Leistungen waren mit Ansage schwach, zum anderen machten uns die Rennverläufe einen Strich durch die Rechnung und wir fanden uns im Rennen an völlig anderen Positionen als im Führring zuvorbesprochen. So reißt man in Iffezheim nix.
Am kommenden Wochenende geht es wieder weiter und unsere Pferde können beweisen, dass wir die starke Stallform aus dem Mai weiterhin zur Hand haben. In den nächsten Tagen werden wir an dieser Stelle auch unsere Meinung über den Generationenwechsel im deutschen Rennsport veröffentlichen.

Ein Bild aus besseren Tagen: Eva mit Bacchus in Zweibrücken
Photo von Peter Conzelmann

31. Mai 2019

Zwischenbericht zum Frühjahrsmeeting

Nicht wunschgemäß verliefen die ersten beiden Tage des Frühjahrsmeetings. Gestern konnte Sevillano zwar lange das Tempo diktieren, wurde dann aber von einem reiterlosen Pferd gedrückt und verpullte sich daher komplett. Aufgrund der schlechten Startposition musste Kenmor weite Wege gehen. Er war in einem überpaceten Rennen daher bereits Anfang der Zielgeraden geschlagen, hinzu kam auch noch ein Rempler vom feinsten, der zusätzlich seines dazu beitrug, dass wir im geschlagenen Feld landeten. Die Form kann so nicht stimmen; er wird schon in Kürze die Gelegenheit erhalten, diese zu korrigieren.

Die heutige Auktion verlief aus Sicht der Verkäufer enttäuschend. So auch für die von mir vorbereiteten Pferde. Aus Sicht des Trainers freue ich mich hingegen, nette Pferde mit Talent im Stall behalten zu können.

Morgen geht es wieder auf die Rennbahn. Darienne du Pre tritt in einem kopfstarken Ausgleich 3 über 1600m an. Sie agierte zuletzt unter Form, ist sicher zu mehr als dem Gezeigten in der Lage. Bei ihr muss allerdings immer vieles zusammenpassen, um ihr ein volles Auslaufen der Form zu ermöglichen. Darauf hoffen wir morgen, auch wenn wir wissen, dass Iffezheim, was gute Rennverläufe betrifft, ein schwieriges Pflaster ist. Jozef Bojko wird reiten. Soriano ist gut in Form. Seine letzten beiden Starts auf der Grasbahn (dazwischen liegt einer auf Sand) konnte er gewinnen. Über die Distanz von 1400m stellt die äußere Startbox freilich einen gravierenden Nachteil dar. Der ursprünglich für den Ritt vorgesehene Clement Lecoeuvre ist leider indisponiert, er wird durch Antoine Hamelin ersetzt.


29. Mai 2019

Saisoneröffnung in Iffezheim!

Das ist Sevillano im Training.
Das Geläuf ist eben, die Kamera schief, der Photograph nüchtern.

Am Frühjahrs-Meeting 2019 werden wir mit sechs Startern teilnehmen. Den Beginn macht morgen Sevillano. Er ist zweijährig zweimal gelaufen und machte dabei gar keine schlechte Figur. Dreijährig verlor er bei beiden Starts Eisen, was uns nachhaltig Probleme bereitete. Wir meinen, diese nun jedoch in Griff bekommen zu haben. Er trifft morgen auf ein überschauberes Feld. Die ersten drei Plätze sind vermutlich vergeben, dahinter ist alles möglich.
Spannender wird es bei dem dreijährigen Kenmor. Er lief zuletzt in Nancy in einem Classe 2 Rennen erfreulich gut, davor in Lyon gegen ähnlich starke Pferde (u.a. gegen Runnymede, einen Starter in den Iffezheimer Derby Trials, Gr.III) ebenfalls sehr gut . Nun geht es erstmals gegen die älteren Pferde und über 2200m. Die Dreijährigen tun sich erfahrungsgemäß um diese Jahreszeit noch schwer, gegen die Älteren zu reüssieren. Nicht zuletzt deswegen sind wir der einzige Dreijährige in diesem Rennen. Dennoch erhoffe ich mir eine gute Vorstellung, schließlich ist er ein gutes Pferd und steht im Vergleich zum französischen Ausgleich im deutschen deutlich günstiger.
Zum Vergleich:

GAGValeurDifferenz
Kenmor71,035,535,5
Hautot76,036,539,5
Mojo Boy69,530,539,0

Kommt er über den Weg spielt, er eine Rolle.
Am Freitag geht es mit den Breeze-up Sales weiter, auch wir sind dort mit einer handvoll interessanter Pferde vertreten.


26. Mai 2019

Vier Siege und ein Jockeytitel

Photo von Peter Benner

Mit dieser Überschrift ist der heutige Renntag dann auch schon ganz gut zusammengefasst: nachdem zunächst Hallo Wien ein passables Lebensdebut in Cluny gab und in Zweibrücken Marius mit einem fünften Platz noch knapp in die Geldränge lief, absolvierten die restlichen fünf Starter ihr Programm ebendort auf die bestmögliche Weise; lediglich Liberica musste sich, das allerdings hinter ihrem in diesem Rennen siegreichen Stallgefährten Bacchus Danon, mit einem zweiten Platz begnügen; Sisikam, Winsome Academy und als quasi Happy End Heart Storm gewannen jeweils. Schon nach ihrem zweiten Siegritt, dem auf Sisikam, erreichte Eva-Maria Geisler die magische Marke von 50 Karrieresiegen, jene Anzahl, die erforderlich ist, um sich ganz offiziell einen Jockey nennen zu dürfen.
Für beide, den Trainer und Eva-Maria, war es übrigens der erste Renntag mit vier Siegen auf einer Bahn.

Zum Artikel auf → German Racing
Zum Artikel auf → Galopp Online I.
Zum Artikel auf → Galopp Online II.


25. Mai 2019

Vorschau auf den morgigen Renntag

Mojo Boys Sieg in Maisons-Laffitte und das gute Laufen von Be A Wave sind Geschichte, morgen geht es wieder weiter, immerhin konnten wir aber den Erfolg an dem Tag etwas auskosten.

Die dreijährige Hallo Wien wird morgen in Cluny ihr Lebensdebut geben. Sie trifft auf zehn Gegner, ein Pferd wurde bereits jetzt gestrichen. Die Sri Putra-Stute konnte sich in den letzten Wochen deutlich sichtbar steigern und aus meinem dreijährigen Stutenlot etwas hervorheben. Als sie kürzlich auf Gras gegen ein Pferd aus einem Nachbarstall, welches danach in Maisons-Laffitte Dritter wurde, arbeitete, gab sie eine ausgesprochen gute Figur ab. Man darf auf ihr morgiges Laufen also gespannt sein. Don Vito muss hingegen kurzfristig passen, wird in etwa zwei Wochen aber wieder startklar sein.

Wenn man in Köln und München nichts reißt, so muss man sich anderweitig nach passenden Aufgaben umsehen. Nun reisen wir morgen also mit sechs Schützlingen nach Zweibrücken, in der Hoffnung, dort etwas erfolgreicher als am letzten Wochenende an erwähnten Orten abzuschneiden.
Marius befindet sich auf dem Weg zu einer Marke. Ein kleiner Geldgewinn ist dennoch möglich. Bacchus Danon lief zuletzt ein feines Rennen, als er in Köln nach Kampfankunft Fünfter wurde. Mit dieser Leistung spielt er morgen eine Rolle. Libericas letzte Form will ich so nicht akzeptieren, sie kommt deswegen direkt wieder an den Start. Vermag sie auch nur entfernt an ihre letztjährige Form zu erinnern, erwarte ich auch sie weit vorne. Sisikam ist leider eine große Enttäuschung. Die Arbeitsleistungen vermag sie in keinster Weise ins Rennen zu übertragen. Einen kleinen Ansatz in Mons konnte sie seitdem noch nicht untermauern. Leichter als morgen kann man es ihr aber nicht machen. Winsome Academy wurde zuletzt zu offensiv geritten. Sie sieht blendend aus. Ich erwarte sie ebenfalls weit, weit vorne. Heart Storm lief in Köln brav, mehr war es dann aber auch nicht. Er präsentierte sich auf den kleineren Bahnen zuvor besser, auch ihn erwarte ich im Endkampf.


21. Mai 2019

Erfolg für die Turffreunde

Keine Probleme mit ihrem Mojo hatten heute die Turffreunde Baden e.V. in Maisons-Laffitte. Der vierjährige Wallach, der sich seit etwa einem Monat im Besitz des Vereins befindet und heute seinen zweiten Start für diesen absolvierte, funktioniert nämlich ganz wunderbar und sicherte seinen Besitzern den ersten Sieg seit Juni 2016 (damals durch Vinea Valentine). Das über 1200m auf der sehr breiten Geraden gelaufene und mit insgesamt €20.000,- dotierte Rennen teilte sich gleich nach dem Start in eine kleine an den rechten Rails orientierte Gruppe mit drei Pferden und den andererseits gehenden Rest des großen Feldes, an dessen Spitze schon frühzeitig der von Clement Lecoeuvre gesteuerte Mojo Boy zu finden war. Die große laterale Distanz zwischen diesen beiden Sektionen sowie der im Vergleich dazu sehr geringe longtudinale Abstand bei Überqueren der Linie machten zur Feststellung des Siegers zunächst einen Blick auf das Zielphoto notwendig; auf diesem konnte das kundige Auge der Zielrichter dann einen knappen aber insgesamt doch recht mühelosen Sieg unseres Schützlinges feststellen.

Zum Artikel auf → GaloppOnline


12. Mai 2019

Enttäuschendes Abschneiden in Bratislava

Unsere beiden "Slowaken" Kopaonik und Macavity blieben heute leider hinter den in sie gesetzen Erwartungen zurück. Kopaonik ging zunächst vorne mit, war dann aber schon Ende des Schlussbodens abrupt geschlagen. Er wurde angaloppiert, zudem kam er mit dem weichen Geläuf nicht zurecht. Macavity hingegen hing dem Reiter permanent auf eine Seite, er hatte scheinbar so seine Probleme mit dem Rechtskurs.


11. Mai 2019

Slowakische 2000 Guineas!

Und wir sind dabei. Wie bereits früh im Jahr geplant, reisen wir mit Kopaonik und Macavity nach Bratislava zu den 2000 Guineas! Kopaonik konnte sein Talent bereits zweijährig in der Arbeit unter Beweis stellen, nur Wachstumsprobleme verhinderten damals sein Lebensdebut. Auch dreijährig konnte er mich in der Arbeit mehrfach überzeugen. Sein Debut Mitte April in Chantilly ging ordentlich in die Hose, das Rennen besitzt keinerlei Aussagekraft. Diese Form konnte der Tertullian-Hengst in Wissembourg direkt korrigieren indem er bekanntlich sehr leicht Start-Ziel gewann.

Kopaonik mit Christopher Booth
Macavity kam bereits zweijährig an den Ablauf, wusste bei seinem Lebensdebut sehr gut zu gefallen. Er scheiterte nur an einem chaotischen, orientierungslosen Ritt. Danach kam er mit Husten von Divonne-les-Bains nach Hause, sonst wäre noch ein weiterer Start auf dem Programm gestanden. Auch er gefiel mir bereits früh im Jahr in der Arbeit. Da der Renntag in Moulins aufgrund eines Influenza-Falles ausfiel, mussten wir uns bis 1. Mai gedulden, um ihn erneut auf der Rennbahn zu sehen.
Kopaonik wird vom "Frankie Dettori des Balkans", Djorjde Perovic, geritten. Er ist Champion in Südkorea, ein Standort, an dem sich inzwischen einige in Deutschland bekannte Reiter niedergelassen haben. Aktuell ist er wieder in Italien aktiv, wo er sich schon vor Jahren einen sehr guten Ruf erarbeitete. Djordje ist wie der Züchter und Besitzer von Kopaonik serbischer Herkunft. Die zwei arbeiten seit beinahe zwei Jahrzehnten erfolgreich zusammen und gewannen in der Zeit einige schöne Rennen. Auch für uns konnte er in den Junior Farm-Farben unter anderem mit Sionpas und Diabolito gewinnen.
Bertrand Flandrin ist der Steuermann von Macavity. Er ist mir seit seiner Zeit in Iffezheim bekannt. Er hat inzwischen Listen- und Grupperennen in Deutschland, unter anderem auch in Iffezheim gewonnen. Er ist ein junger, hungriger Reiter, der sich auch auf kleineren Bahnen zurecht findet.

Für beide Pferde wäre mir eine etwas längere Pause zwischen den Rennen lieber gewesen. Macavity musste Kopaonik zuletzt den Vortritt lassen. Die weitere Distanz kommt ihm meiner Ansicht nach aber entgegen. Während Kopaonik bereits einen Start im Bauch hatte, war es für Macavity das Jahresdebut, es ist zu erwarten, dass es zwischen meinen beiden Kandidaten sehr knapp wird. Tagesverfassung und Rennverlauf werden eine große Rolle spielen.

Macavity mit Anja Allgöwer
Als Favorit muss wohl Arcturus gelten. Der Hengst war zweijährig bei Joseph O´Brien in Irland im Training und konnte bereits zwei Rennen, unter anderem in Leopardstown gewinnen. Er wurde über den Winter für eine sechsstellige Summe in die Slowakei verkauft. Co-Favorit wird Ryony werden. Ryony konnte Acturus bei deren Jahresdebut vor drei Wochen, der Generalprobe für die 2000 Guineas, knapp bezwingen. Military Respect ein weiterer Siegkandidat, ist mir bereits aus den Reclamers in Frankreich gut bekannt. Er wurde mit 35,5 Valeur eingestuft.
Die Betreuung des Rennvereins in Bratislava war bisher sehr gut und professionell. Mit dem slowakischen Rennmagazin wurde ein ausführliches Interview gemacht. Die Vorfreude auf das Rennen ist von unserer Seite groß. Auf der Seite → Zavodisko.sk sind viele informative Dinge zu lesen. Ein darauf befindlichen Link führt zu → Metoo.sk, eine Seite, auf der das Rennen live zu beobachten sein wird.

Am Montag gibt dann mit Zakynthos eine weiterer hoffnungsvoller dreijähriger Wallach aus meinem Quartier sein Jahresdebut. Der über den Winter gelegte Zakynthos wird in Chatillon-sur-Chalaronne über 1600m heraus gebracht. Seine letzte Grasarbeit war sehr aufschlussreich. Wir meinen inzwischen, dass er sich auf Distanzen ab 1800m am besten aufgehoben findet, wollen ihn aber jetzt herausbringen. In der Arbeit befand er sich im Bereich meiner bereits bewährten Pferde Aerion, Kopaonik und Macavity. Mit Montbray läuft ein Pferd mit, das sich mit uns zumindest auf Augenhöhe zu befinden scheint.
An selben Ort läuft Virginias Prinzess, die mich zuletzt etwas enttäuschte, diesmal aber Möglichkeit erhält, die letzte Form richtig zu stellen.
In Strasbourg läuft New Horizons im Ausgleich über 1400m. Sie hat zuletzt erstmals in ihrer Laufbahn Geld nach Hause gebracht und sich angekündigt. Diesmal trift sie es wieder schwerer, das heißt, sie wird sich steigern müssen, soviel erwarten wir aber auch von ihr. Maxim Pecheur wird sie reiten.


05. Mai 2019

Talentprobe in Nancy

Einen starken Auftritt legte heute Kenmor mit seinem zweiten Platz in einem gut besetzten Classe 2-Rennen hin. Schon direkt nach dem Start setzte sich der Stall Cometica AG-Schützling an zweite Stelle, ging im Schlussbogen zum Angriff über und kam schließlich hinter Galibawa aber noch vor der bereits in Longchamp auf Gruppeniveau aktiv gewesenen Favoritin High Ball ins Ziel.


01. Mai 2019

300!

Kopaonik 300!
Photo von Alfred Eyermann

Dem traurigen weil nach wie vor aktuellen Kapitel der des Trainers Siege-Zählung auf Seiten von German Racing wurde hier schon ausreichend Platz eingeräumt, es braucht in dieser Stunde der Freude also keiner weiteren nach dieser Seite gewandten Aufmerksamkeit. Heute war es nach korrekt angestellter Addition jedenfalls endlich soweit: schon im ersten Rennen des Wissembourger Renntages machte der Stall Junior Farm-Schützling Kopaonik, von Fabian Xaver Weißmeier kundig geritten, mit einem Start-Ziel-Sieg die ersten 300 komplett. Damit dieser Jubiläumssieg zugleich ein besonderer wird, lenkte Eva-Maria eineinhalb Längen dahinter den Hernsteiner Macavity zum Doppelsieg über die Linie.

Zum Artikel auf → GaloppOnline
Zum Artikel auf → German Racing

Photo von Klaus Eulenberger

Vorschau auf Chantilly

Vor einer Herkulesaufgabe und seinem bisher anspruchvollsten Rennen steht Hautot. Er zeigte bei seinem letzten Start auf ähnlicher Ebene, dass er in diese Klasse hineinwachsen kann. 1400m liegen ihm sogar noch besser als die zuletzt gelaufene Meile. Er hat in den letzten Wochen aufgepackt, sieht prima aus und fühlt sich mächtig wohl. Wir gehen daher von einem guten Laufen aus.


30. April 2019

Rückblick und Vorschau

Vom letzten Wochenende gibt es außer dem Laufen von Marius nichts Positives zu berichten. Zahlreiche Sportler und auch Trainer sind abergläubisch und leider stelle ich diesbezüglich keine Ausnahme dar. In den vergangenen Wochen konnte man den Eindruck gewinnen, dass jedesmal, wenn ich für unsere Homepage eine Vorschau verfasst habe, zwingend ein erfolgloser Renntag folgt. Sorianos Sieg zuletzt widerlegt eine diesbezügliche Kausalität jedoch und somit wage ich es, auch für den morgigen, mir wichtigen Tag eine Vorschau zu schreiben. Sollten sich meine Texte allerdings auch weiterhin als böses Omen erweisen und Soriano nur eine die Regel bestätigende Ausnahme gewesen sein, wäre eventuell in Erwägung zu ziehen, diese Webseite vom Netz zu nehmen um dadurch dann eben hoffentlich die Anzahl der Siege entscheidend zu erhöhen. Als Ersatzinformationsservice könnten wir ja stattdessen einmal im Monat handkopierte Zettel mit den wichtigsten Neuigkeiten verschicken. Obgleich eine solche Alternative zwar zweifellos auch ihren Charme besäße, sähe ich es allerdings lieber, würde sich diese Strategie durch ein erfolgreiches Abschneiden unserer morgigen Starter nicht weiter empfehlen.

Darienne du Pre

In München treten wir am Maifeiertag mit einem Pferd an, in Wissembourg mit sieben. Noch vor zwei, drei Jahren war das Verhältnis genau umgekehrt, man sieht also, dass auch wir langsam dem deutschen Rennsport den Rücken kehren, was mich traurig stimmt. Letztlich müssen wir jedoch wirtschaftlich denken und da spricht momentan nunmal alles für Frankreich und sei es dort selbst die tiefste Provinzbahn.

Darienne du Pre vertritt unseren Stall in der Isarmetropole. Sie kann deutlich mehr, als sie letztes Jahr zu zeigen beliebte. Ich erwähnte bereits des öfteren, dass sie der Pechvogel der vergangenen Saison in unserem Rennstall war. Wir konnten für morgen ihren letzten Siegreiter Adrie de Vries engagieren. Sie befindet sich zwar noch nicht "on top" aber bereits gut gearbeitet. Ein Geldgewinn sieht für mich machbar aus.

Macavity

In Wissembourg geht es gleich mit den Dreijährigen richtig zur Sache. Kopaonik (Fabian Xaver Weißmeier) und Macavity (Eva-Maria) machen den Anfang. Ich habe auf beide Pferde richtig Mumm. Kopaonik könnte sich über die gefragte Distanz von 1350m als das stärkere Pferd erweisen. Er war zuletzt in Chantilly weit unter Wert geschlagen, das Rennen brachte ihn allerdings weiter. Macavity bestreitet seinen ersten Jahresstart, was sicher kein Vorteil ist. Auch er wusste in der Arbeit sehr gut zu gefallen und hat ausreichend Trainingseinheiten absolviert, um direkt eine Rolle zu spielen. Beide verfügen derzeit noch über eine Option, danach in den slowakischen 2000 Guineas zu laufen.
New Horizons (Eva-Maria) stellt uns vor ein Rätsel: sie sieht prächtig aus und ist ein glückliches Pferd; weder sind wir uns bei ihr jedoch über Distanz, noch über Taktik im Klaren. Wir erhoffen uns darum morgen im Rennen weitere Aufschlüsse.

Don Vito
Don Vito (Fabian Xaver) war unsere Derby-Hoffnung. Zur großen Enttäuschung aller Beteiligten mussten wir ihn für dieses Rennen streichen. Inzwischen sieht er aus und benimmt sich wie eine Bombe, auch wenn er das in der Arbeit noch nicht so recht umsetzen konnte. Im Training ist ihm nun nichts weiter beizubringen, alles weitere muss er morgen im Rennen kennen lernen. Meine Vermutung ist, dass er diese Erfahrung noch machen muss.
Never Caught (Eva-Maria) und Prime Project (Fabian Xaver) haben bei ihren letzten Auftritten sehr enttäuscht. Nur in der Arbeit konnte vor allem Never Caught mächtig überzeugen. Er sieht blendend aus. Wir fahren in der Distanz deutlich zurück. Bei ihm sollte der Boden nicht zu weich sein, er bevorzugt nämlich gutes Geläuf. Für Prime Project gestalteten sich die Rennen zuletzt einfach zu langsam, er bevorzugt flüssig gelaufene Rennverläufe. Sein Fell sieht noch nicht so aus wie ich es gerne hätte. Er wird sich im Laufe der nächsten Wochen sicherlich noch deutlich steigern.
Virginias Princess (Eva-Maria) wurde zuletzt auf zu weichem Geläuf zu offensiv vorgetragen. Außerdem war dieses Antreten noch nötig, durch gelaufene Rennen kommt sie schließlich am weitesten voran. Wir erhoffen uns bei ihr einen Geldrang.


26. April 2019

Vorschau aufs anstehende Rennwochenende

Morgen kommt Mojo Boy als erster Starter der Turffreunde Baden e.V. seit Oktober an den Ablauf. Er lief zuletzt in Maisons-Laffitte über 1100m auf schneller Bahn besser als es das Resultat vermuten lässt, nicht zuletzt da er sich am Start etwas verspätete und ihm die Distanz auf dem schnellen Boden zu kurz wurde. Ich bin diesmal selbst neugierig, wie er auf weicher Bahn über 1350m klar kommt. Aus meiner Sicht ist es wohl sogar die Idealdistanz. Der aktuell führende der französischen Jockeystatistik Maxime Guyon wird reiten. Wir probieren es diesmal mit Seitenblendern und lassen die Scheuklappen weg, ich erwarte mir dadurch einen weniger pullenden Mojo Boy, sollte das Rennen wenig Tempo haben. Etwas überrascht bin ich darüber, dass wir von der französischen Fachpresse zu den Außenseitern gezählt werden.

Am Sonntag reisen wir dann mit Winsome Academy und Marius nach Mannheim. Marius soll erstmal wieder ins Renngeschehen finden, wir gehen also völlig erwartungsfrei an die Sache. Sein Saisonhöhepunkt soll im Sommer liegen. Winsome Academy sieht blendend aus und fühlt sich sichtlich wohl. Sie kennt Mannheim, das Rennen sieht zudem übersichtlich aus, sie kann also hoffentlich um den Sieg mitreden. Beide Pferde werden von Eva geritten.
Daneben sind wir am Sonntag noch mit zwei Stuten in Chatillon am Start. Brunlukka konnte sich in den letzten Wochen deutlich verbessern. Sie ist eine kleine, hippelige Stute, die immer zwei Anläufe braucht um eine Sache zu verstehen und zu erlernen; so könnte es auch am Sonntag im Rennen sein. Sasbachwalden hat ihren ersten Start hingegen schon hinter sich. Sie enttäuschte auch in diesem Jahr in der Arbeit nicht, selbst wenn man keine "Wunderdinge" von ihr erwarten darf. Bei beiden Stuten wäre ich mit einem Ansatz schon zufrieden.


22. April 2019

Sieg in Saarbrücken

Ähnlich letztem Jahr eröffnet Soriano auch heuer seine Saison mit einem tollen Ergebnis. Im zehnten und letzten Rennen des heutigen Tages in Saarbrücken wusste sich der Hernsteiner mit einem Start-Ziel-Sieg gegen seine sieben Konkurrenten durchzusetzen. Von Fabian Xaver Weißmeier schon nach dem Start energisch an die Spitze geführt, war der Vorsprung nach Verlassen des ersten, des sogenannten "französischen Bogens" auf drei Längen ausgebaut. Bis Erreichen und Ende des zweiten vom Feld zwischenzeitlich zwar wieder gestellt, konnte er die auf der kurzen Zielgeraden durch die Konkurrenz vorgetragenen Angriffe problemlos abwehren und den insgesamt 299ten Sieg des Trainer mit einer sicheren Länge Vorsprung über die Ziellinie bringen.


21. April 2019

Frohe Ostern!

Am Ostermontag sind wir mit Startern in Saarbrücken und Paray-le-Monial vertreten.
Den Beginn macht Sisikam (Eva-Maria), die den Start noch benötigen wird, sich in der Arbeit im Vergleich zum vergangenen Jahr aber schon jetzt verbessert zeigt. Sie ist in der täglichen Arbeit deutlich ruhiger und geduldiger geworden. Sie sieht bereits gut aus, ein Platz in den Geldrängen ist die Erwartung. Liberica (Eva-Maria) konnte ihren letzten Start im vergangenen Jahr gewinnen und eine Serie von Platzgeldern somit positiv beenden. Wir erwarten noch eine weitere Steigerung, morgen sollte ein Platzgeld drinnen sein. Heart Storm wurde bei seinem ersten Jahresstart bewusst passiv vorgetragen. Er benötigte diesen Start und hat ihn gut weggesteckt. Dennoch sehe ich noch keine Siegchance, ein Platzgeld stellt aber auch für ihn die Anforderung dar. Soriano (Fabian-Xaver Weißmeier) bevorzugt eigentlich Rechtskurse und Bahnen mit Linien, er ist aber startklar und soll nun laufen; in Ermangelung an Alternativen bleibt uns nur Saarbrücken. Kommt er gut um den ersten Bogen, hat besitzt er reelle Chancen.

Da uns A Sunday Dream zuletzt an der Startstelle mehrfach ärgerte, probieren wir es diesmal auf einer Bahn ohne Startmaschine. Es kommen in diesem Rennen zwar nur sechs Starter an den Ablauf, 2/3 des Feldes sind jedoch mehr als ordentliche Rennpferde. Gelingt ihrer Reiterin, Megane Peslier, der Tochter von Olivier Peslier ein ordentlicher Ritt, ist alles drin, ein Platzgeld jedoch die Mindestanforderung.


17. April 2019

Präsentation von Mojo Boy

Vorgestern ließen die Turffreunde Baden e. V. anlässlich der Präsentation des neuen Vereinspferdes Mojo Boy den Frühlingstag in unserem Stall ausklingen. Bei Getränken und Salzgebäck wurde der 4jährige Wallach den zahlreichen Besuchern vorgestellt und zeigte sich dabei von seiner besten Seite. Der restliche Abend wurde mit dem Führen von Fachgesprächen zugebracht. Es freut uns, dass so viele Vereinsmitgleider den Anlass für eine Stallvisite nutzten. Nun bleibt uns, dem Verein Hals und Bein zu wünschen und gemeinsam für den Erfolg zu arbeiten. Läuft alles nach Plan, wird Mojo Boy am 27. April in Lyon erstemals die gelb-roten Farben der Turffreunde Baden e. V. tragen.

Abschied aus dem Rennstall!

Vor der Abreise

Wie bereits berichtet, beendete Porsenna am 4. April in Saint-Cloud seine Rennkarriere. Heute verließ er den Rennstall und wurde von uns begleitet an seine neue Wirkungsstätte, Gestüt Hoheneichen, gebracht. Porsenna begann seine Rennlaufbahn im Juni des Zweijährigenalters; bei sieben Starts war er dreimal siegreich. Seinen ersten Listensieg verbuchte er ein Jahr später im Juni Dreijährig. Gruppeplatzierungen folgten (Gruppe 2 Dritter, Gruppe 3 Zweiter). Der Höhepunkt seiner Karriere war der Gruppe 2-Sieg im November 2014 in Rom im Premio Ribot über 1600m. Weitere Gruppeplatzierungen folgten. Für uns siegte er einmal und lief, den Start in St. Moritz auf Schnee ausgenommen, stets in die Geldränge. Besitzer- und quartierübergreifend kam Porsenna insgesamt auf 16 gewonnene Rennen und eine Gesamtgewinnsumme von rund €350 000,-.
Natürlich ist es mit ein wenig Wehmut verbunden, ein so treues Pferd aus dem Stall gehen zu lassen, das persönliche Interesse hat jedoch hinter jenes des Pferdewohls zurückzutreten. Die Entscheidung zum Karriereende wurde also im Sinne des Pferdes getroffen.

Wir wünschen ihm ein schönes Pferdeleben auf den Weiden der Schwäbischen Alb.

In seiner neuen Heimat

Nachbetrachtung zum letzten Rennwochenende

Kopaonik kam zwar gut aus der Box, wurde dann jedoch durch ein vor ihm ausbrechendes Pferd im wahrsten Sinne des Wortes aus der Bahn geworfen. Nur mit viel Aufwand konnte er anschließend eine Position im Mittelfeld einnehmen. Auf der Zielgeraden musste er dem aufwendigen Rennverlauf jedoch Tribut zollen und klein bei geben; er wurde vom Reiter früh in Ruhe gelassen.
Aerion wusste bei seinem dritten Platz zu gefallen, ließ sich den zwischenzeitlichen Trainingsausfall kaum anmerken. Mit besserer Startposition wäre wohl noch mehr drinnen gewesen.


11. April 2019

Vorschau

Dieses Angebot mussten wir leider ablehnen: Don Vito wurde aus dem Derby gestrichen. Aufgrund seiner Arbeitsleistungen bin ich der Meinung, dass Don Vito, vormals unsere diesjährige Derby-Hoffnung, leider doch keine solche ist, also nicht die für eine Teilnahme am Deutschen Derby nötige Qualität mitbringt. Auch wenn diese Erkenntnis nicht schön ist, muss man sie akzeptieren und nun die geeigneten Rennen für das Pferd suchen. Er steht immer noch stark in der Entwicklung und macht Fortschritte. Vermutlich fangen wir am 1. Mai in Wissembourg mit ihm an.

Mit viel Spannung und gleichermaßen auch Vorfreude blicke ich aufs kommende Wochenende. Da beginnen nämlich für die ersten dreijährigen Hengste aus unserem Stall die Saison. Kopaonik startet in einem Debutanten-Rennen über 1400m in Chantilly. Unglücklich bin ich über die zugeloste äußerste Startbox 11; gerade auf dieser Distanz stellt sie einen schwerwiegenden Nachteil dar. Am Sonntag beginnt dann auch für Aerion die Saison. Er wird in Strasbourg über 1400m aufgeboten. Leider warf uns ein kurzer zwischenzeitlicher Trainingsstopp in der Vorbereitung etwas zurück.
Bereits heute wusste sich Kenmor in einem stark besetzten Classe 2 Rennen in Lyon gut zu verkaufen. Er schnappte sich das letzte Geld und war dabei nur Kopflänge von einer besseren Platzierung entfernt.

Nächsten Dienstag geht es mit Hautot in Chantilly weiter.

Aerion

07. April 2019

Gelungener "Tag der Rennställe"

Unsere Besucher gewannen (hoffentlich) einen repräsentativen Einblick in den täglichen Betrieb eines Trainingsquartieres, konnten sich über die Arbeit, Fütterung und Betreuung der Rennpferde informieren, außerdem unserem Hufschmied Norbert Huber beim Beschlagen über die Schulter schauen. Als kleiner Wermutstropfen erwies sich allerdings der dichte Nebel, der das Beobachten der Pferde auf der Bahn unmöglich machte. Ein großer Dank geht natürlich an das Team von German Racing Next Generation (Jens Böhm u.a.), die einen top Job machten und nicht nur ein gemütliches Zelt bereitstellten, sondern auch mit informativen Gesprächen zu glänzen wussten. Bleibt auch nur ein einziger der heutigen Besucher dem Rennsport auch weiterhin verbunden, hat sich dieser Tag aus meiner Sicht schon gelohnt.

Zum Artikel auf → GaloppOnline
Zur Seite von → German Racing Next Generation


05. April 2019

Ein neuer vierbeiniger Turffreund!

Seit Anfang des Jahres suchten wir, die Turffreunde und ich, sehr intensiv nach einem neuen Pferd. Wir haben uns im In- und Ausland unzählige Pferde angesehen und studiert, teilweise auch Gebote abgegeben, waren aber nie erfolgreich. Fündig wurden die Turffreunde schlussendlich im eigenen Stall: Mojo Boy ist der siebente vierbeinige Turffreund!
Der Flieger lief Anfang der Woche noch in Maisons-Laffitte ein gutes Rennen in den Farben des Rennstall Syndikat No.1 und wurde dabei Sechster in der 2 Abteilung Tierce über 1100m. Er bewies damit, dass er auch im Ausgleich klar kommt, was wohl als Argument für das Pferd spricht. Für einen Flieger besitzt er außerdem was die Distanzen betrifft, eine recht große Bandbreite. Sein nächster Start ist Ende April in Lyon geplant.

Morgen findet in ganz Deutschland der "Tag der Rennställe" statt, eine Veranstaltung, die in etwa einem Tag der offenen Tür entspricht. Wie bereits im April 2016 beteiligen wir uns auch dieses Jahr wieder daran. Die erste Gruppe wird bereits um 8 Uhr erwartet. Unterstützt werden wir freundlicherweise von German Racing Next Generation worüber ich mich sehr freue. Es wird ein Stand, an dem es Kaffee und Brötchen gibt, aufgebaut. Ich hoffe, es werden alle Beteiligten auf ihre Kosten kommen und einen inspirierenden Einblick in den Rennsport erhalten.

Was den aktiven Sport betrifft, fahren wir mit Never Caught (Eva) und Prime Project nach Nancy. Never Caught tritt mit Chancen an. Prime Project, vom Heimkehrer aus Japan Filip Minarik geritten, soll morgen zeigen, ob er über die Extremdistanz kommt. Virginias Princess läuft Sonntag in Strasbourg, Vinzenz Schiergen wird dabei im Sattel sitzen. Dieser Start ist vor allem im Hinblick auf die kommenden Rennen wichtig.


04. April 2019

Formidabler Abschied von der Rennbühne

Mit einem starken, in einem dritten Platz resultierenden Auftritt in Saint-Cloud hinterlässt uns Porsenna einen würdigen letzten Eindruck von seinen Qualitäten als Rennpferd. Nach dem Start reihte sich der neunjährige Hengst, geritten von Eddy Hardouin, zunächst Ende des Feldes ein. Bei jenes Auffächern mit Einbiegen in die Zielgerade tat sich die erforderliche Lücke zwar nicht gleich augenscheinlich auf, der Stall Herb-Schützling fand sie mit ein wenig Geduld dennoch und stieß durch dieselbe dann in beherzter Manier, um schließlich als Dritter hinter Beama und Afsane einzukommen.


03. April 2019

Sein endgültig letzter Start

Alles, auch jede Karriere, kommt einmal an ein Ende die von unserem Porsenna macht da keine Ausnahme. Auch wenn wir ihn leider nicht ganz so lange wie etwa einen Sanjii Danon bei uns im Stall haben durften, lernten wir ihn als tolles Pferd kennen und wir sind dankbar, dass wir ihn trainieren durften. Er wird morgen Abschied von der aktiven Rennkarriere nehmen. In diesen Stunden reist er nach Paris um morgen in Saint-Cloud noch ein letztes Mal sein Bestes zu geben. Die Karriere nach der Karriere führt ihn auf die Schwäbische Alb aufs Gestüt Hoheneichen, wo er in Zukunft seinen Pflichten als Deckhengst nachkommen darf. Sein aktuelle Besitzergemeinschaft hat sich entschlossen, dem aufstrebenden Gestüt den Hengst zu Verfügung zu stellen. Eine genaue Aufstellung seiner Siege und Erfolge werden wir in Kürze online stellen. Für morgen drücken wir ihm nocheinmal ganz fest die Daumen. Die oberste Priorität wird dabei sein, gesund nach Hause zu kommen; wenn er sich zusätzlich noch mit einem guten Abschneiden verabschiedet, wäre das natürlich eine besonders große Freude.

Kurzer Rückblick auf die Poule

Die 9. Rennstall Geisler Stallpoule liegt nun schon wieder einige Tage hinter uns, diese Nachbetrachtung folgt also mit etwas Verspätung.
Im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren konnten unsere Besitzer das Training der Pferde dieses Jahr an einem traumhaft schönen Frühlingstag genießen. Dabei kamen alle auf ihre Kosten.
Die Stallpoule war besser besucht denn je. Sowohl die Küche als auch das Service der Rennbahn-Kantine bekamen durchwegs gute Kritiken. Die fiktive Versteigerung der Pferde lief nicht so erhitzt wie frühere, die siegreichen Gebote lagen daher im Schnitt unter denen der letzten Jahre. Die angeregten Rennsport-Gespräche wurden heuer nicht bis tief in die Nacht geführt, was zum einen der Zeitumstellung und nicht zuletzt dem Renntag am Sonntag in Mannheim geschuldet war. Als Gastgeber empfanden wir den Abend als sehr gelungen, bedanken uns auf diesem Wege nocheinmal bei allen Gästen für ihr Kommen und hoffen, dass der Abend von unseren Gästen als ebenso erfreulich wie von uns erfahren wurde.


29. März 2019

Der Poulenachtragskatalog 2019 ...

... ist da und der Richard Strauss-Bezug waltet stark, wenn auch nur sehr indirekt in diesen Nachträgen: hinzugekommen sind nämlich Arineo (Lot-Nr. 14a) sowie Rosengold (Lot-Nr. 24a).

Zum Download


25. März 2019

Ohne Probleme zum Sieg in Chatillon

Für den ersten Sieg des noch relativ jungen Rennstall Syndikat Nr. 1, den zweiten Saisonsieg unseres Quartieres und den 298 in des Trainers Karriere sorgte heute Making Trouble in Chatillon-sur-Chalaronne. Der siebenjährige Wallach mit Cyrille Stefan im Sattel übernahm schon im vorletzten Bogen die Führung und sah sich danach nur mehr von dem zur Ziellinie hin mit großen Sätzen nacheilenden Lindsar, dies aber letztlich um einen Deut zu spät, gefährdet.
Prime Project kam zwei Rennen später unter dem selben Reiter als Siebenter ein, lief dabei aber besser, als es das Ergebnis vermuten lässt.

Zum Artikel auf → GaloppOnline
Zum Rennfilm auf → Les Course Hippiques


21. März 2019

Neuzugang

Vor etwa einer Woche konnte der bzw. das Rennstall Syndikat Nr. 1 seinem Bestand einen Neuzugang hinzufügen; aus einem Reclamer in Le Croise Laroche wurde der vierjährige Flieger Mojo Boy, der vergangenen November an eben der Stätte seines nunmehrigen Besitzerwechsels Zweiter zu Be A Wave wurde und uns also kein gänzlich Unbekannter ist, erworben. Sein erster Start für unser Quartier ist bereits für den 2. April in Maisons-Laffitte geplant.


18. März 2019

Der Poulekatalog 2019 ...

... ist da!

Zum Download


16. März 2019

Zahlenspiele und eine Vorschau

Eine kleine aber nicht ganz unbedeutende Unstimmigkeit wollte uns die letzten Monate nicht aus dem Sinn: während unser Zähler für Gesamtkarriereanzahl an Siegen schon 297 angibt, sind es auf Seiten German Racings erst 296. Eine unbedeutende Kleinigkeit, könnte man meinen, aber mitnichten! Unser Stall wird in hoffentlich naher Zukunft das Jubiläum des Trainers 300ten Karrieresieges feiern dürfen und wie sähe es aus, wenn bei uns die Champagnerkorken knallen, dass sie noch bis nach meinetwegen Buxtehude in Deckung gehen, das offizielle Organ des deutschen Galopprennsportes zu diesem Zeitpunkt aber erst eine Bescheinigung für 299 Siege ausstellt? Nicht so gut. Irgendjemand muss sich was diese Zahl betrifft also im Irrtum befinden und diesem nachzugehen fanden in den letzten Wochen zwischen Iffezheim und Gießhübl (dem Sitz der Verwaltung dieser Seite) ausgedehnte Konferenzen, Revisionen und so weiter statt und heute Nachmittag zeitigte dieser Aufwand endlich auch ein Ergebnis: 2017 konnten wir mit Tricky in Strasbourg, Berlin Calling jeweils in Moulins und Strasbourg, Be A Wave in der Wiener Freudenau, A Sunday Dream in Maisons-Laffitte sowie je einmal mit Bacchus und Alta Monte in Mons gewinnen (sämtliche Siege finden sich auch bei German Racing dokumentiert) und nach unserer Zählung ergibt das für diese Saison insgesamt sechs sieben Siege im Ausland. Niemand blickt an dieser Stelle besserwisserisch nach Köln und weil sich außerdem Rechthaber keiner besonderen Beliebtheit erfreuen, haben wir uns ganz einfach nicht geirrt und die Kölner Zählung sowieso nie ernst genommen, jedenfalls zu keinem Zeitpunkt einen Skandal oder auch nur einen Missstand nicht geringen Ausmaßes genannt. So sind wir nämlich nicht.

Morgen gehts also einer hartnäckigen Sorge ledig weiter. Auch wenn wir bereits früh im Januar unsere ersten Starter hatten und im Februar fleißig weiter liefen, fühlt sich der morgige Start in Paray-Le-Monial dennoch wie der eigentliche Saisonbeginn an. Hans Hülsenbeck erwarb die bombig gezogene New Horizons (von Soldier Hollow aus der Isioma, einer 86,5kg Stute von Shamardal) vergangenen Herbst über Umwege von Mario Hofer. Die vierjährige Stute ist erst seit kurzem bei mir im Stall, erfahrungsgemäß bringt Hans seine Pferde jedoch stets in einem guten Zustand und konditionell weit fortgeschritten zu mir ins Trainingsquartier. Außerdem habe ich bei ihr das Gefühl, dass sie schnell zur Hand ist und man schnell zuviel mit ihr gemacht hat, deswegen wage ich den morgigen Start. Was dabei rauskommt, wissen wir dann morgen Nachmittag. Die oberen vier Pferde halte ich für reelle Mitkonkurrenten, die unteren vier sollte in Griff zu bekommen sein. Ich werden den Start mit großer Spannung aus Haueneberstein verfolgen.
Am Montag tritt Porsenna in Compiegne an. Der 18. März hätte eigentlich sein Abschied von der Rennbahn werden sollen, wenn alles planmäßig verläuft, wird es nun doch erst der 4. April sein, an dem er seine Pflichten als Deckhengst aufnimmt. Die Aufgabe sieht auf den ersten Blick gut ausgewählt aus, es darf aber nicht vergessen werden, dass der Hengst nun auch langsam in ein fortgeschrittenes Alter rückt und diesen Umstand auch jeden Morgen spürt. Vor einem Jahr spielte er mit einem Teil des Feldes Katz und Maus, mal sehen, wie sie Sache nun ausgeht. Er sieht jedenfalls prächtig aus und fährt in einem Top-Zustand nach Frankreich. Nach kleineren Pause lief er meistens richtig gut.


15. März 2019

Stallparade

In der heute erscheinenden Sport-Welt findet sich auf den Seiten 18-21 die unserem Quartier gewidmete Stallparade.


24. Februar 2019

Erster Saisonsieg

So eng liegen Frust und Freude oft beieinander: nachdem die jüngsten Gastspiele in unserem Nachbarland wenig geeignet waren, die Laune und vor allem Lust auf die neue Saison zu stimulieren, musste diesem Makel heute eben Bacchus Danon in Neuss abhelfen. Von Reiterin Eva-Maria Geisler nach dem Start zunächst noch auf den hinteren Plätzen versteckt, machte der mit einer Quote von 269:10 nicht eben als Favorit ins Rennen gegangene Schützling von Hans Hülsenbeck in der Folge sukzessive Boden gut. Eingangs der Zielgeraden zeigte sich "der alte Raufer" (O-Ton Bahnsprecher) dann keineswegs zimperlich als es galt, die eigene Spur zu behaupten; die verbleibende Strecke reichte dann aus, um die Konkurrenz zu stellen und dem Feld auf fünf Längen zum leichten Sieg zu enteilen.


15. Februar 2019

Drei oder vier Starter in Cagnes-sur-Mer

Morgen werden nach aktuellem Stand der Dinge vier meiner Pferde an den Ablauf kommen. Unsicher ist bloß der Start von Kenmor. Wir beraten in diesen Stunden über sein morgiges Antreten; alternativ steht eines kommende Woche im Raum. Er hat sich mittlerweile jedenfalls gut eingelebt, ist zwar ein rotzfreches Baby aber durch und durch sympathisch. Vermutlich hätten weder die Besitzer noch ich das Pferde gekauft, wäre einer von uns in Chantilly vorort gewesen. Er ist ein sehr leichter Typ, wenig Kaliber mit einem mittelgroßen Rahmen, keiner, der einem im Führring direkt ins Auge sticht. Umso länger ich ihn jedoch betrachte, desto besser gefällt er mir. Er bewegt sich richtig toll und als spät geborenes Pferd sehe ich in ihm ein steigerungsfähiges Pferd. Vielleicht war es also gut, dass keiner von uns in Chantilly war. Sollte er morgen laufen, tritt er mit reellen Chancen an.
Schon im ersten Rennen kommen die Oldies Porsenna und Making Trouble zum Einsatz. Porsenna hatte bei seinen bisherigen Auftritten zwar gute Reiter im Sattel, wurde jedoch jeweils schlecht geritten, andernfalls er wohl schon für einen Sieg in Frage gekommen wäre. Diesesmal ist es aus meiner Sicht leider das schwerste Rennen. Christophe Soumillon wurde verpflichtet. Er kennt das Pferd bereits sehr gut, hat er doch schon einige Schlachten mit ihm geschlagen.
Making Trouble war bei seinen bisherigen Auftritten aufgrund der neuen Reclamer-Regelung in Frankreich in zu hoher Klasse unterwegs, außerdem lief er unter Form. Morgen kommt er wieder in seiner Kategorie an den Start. Er gibt mir derzeit ein besseres Gefühl als zuletzt. Nimmt er, wie zu hoffen steht, sein Kämpferherz mit ins Rennen, ist ein Geldgewinn allemal drinnen. Palnyra hat, wie schon erwähnt, das Rennen in Marseille noch gebraucht, sich dort im Rennen die restliche Kondition geholt. Dennoch gefällt sie mir noch nicht so, wie ich es gerne sehen würde. Zudem sind in den letzten Tagen die Temperaturen deutlich angestiegen, sie befindet sich voll im Haarwechsel. Daher heißt es bei ihr nochmal abwarten.

Unseren ersten Saisonstart in heimischen Gefilden wird dann am Sonntag Bacchus Danon in Dortmund absolvieren. Er fühlt sich derzeit wohl. Neuss wäre zwar seine bevorzugte Sandbahn gewesen, dort blieben wir jedoch vergeblich auf der Suche nach einem passenden Rennen für ihn.


10. Februar 2019

Nachschau auf die letzten Starts nebst sonstigen Neuigkeiten

Palnyra benötigte den Start in Marseille noch, außerdem wurde sie zu passiv geritten. Porsenna konnte sich durch seinen Kampfgeist immerhin noch den fünften Platz erkämpfen. Aus der Lage kann man in Marseille nicht gewinnen, des weiteren sind ihm die 1500m auf der Bahn zu kurz. Zu allem Überdruss wurde er dann auch noch geclaimt, sein neuer Besitzer(trainer) kam danach aber mit uns überein, dass ein Verbleib bei uns die bessere Lösung für das Pferd sei. Eine sehr erfreuliche Geste, die nicht alle Tage vorkommt. Chapeau!
Beide Pferde werden am 16. Februar wieder an den Ablauf kommen.

Diesmal wollten wir Making Trouble mit der Wartetaktik etwas überraschen und ihm neue Moral einhauchen. Auch wenn es fürs erste nicht so aussah, hatte dieses Rennen doch auch seine positiven Aspekte. Er kam 1,5kg im Valeur runter und rutscht so in eine leichtere Reclamer-Klasse, außerdem steckte er das Rennen wirklich sehr gut weg, es scheint vielmehr, als hätte dieses Rennen seinem Kopf sogar gut getan; er wirkt seitdem viel wacher. Auch er wird am 16. wieder herauskommen.

Kenmor

Beim Einkauf neuer Pferde waren wir zweimal erfolgreich. In Chantilly konnte die Rennstall Cometica AG Kenmor einen dreijährigen Kendargent-Wallach claimen. Bei bisher drei Starts krönte er sein drittes Antreten durch einen souverän Sieg. Davor lief er zweimal unter seinen Möglichkeiten. Er ist bereits in Cagnes-sur-Mer angekommen und wurde heute das erste Mal galoppiert.
Gestern konnte auch das Rennstall Syndikat No.1 noch zuschlagen und den sechsjährigen Wallach Never Caught erwerben. Nicht nur seine Rennergebnisse erinnern an unseren Liebling Leoderprofi, auch der Stil, in dem seine Rennen bestreitet tut es; sogar äußerlich finden sich eine Menge an Ähnlichkeiten.

Never Caught

03. Februar 2019

Vorschau auf den Renntag am 4. Februar in Marseille

Allzu oft kommt es nicht mehr vor, dass ich mit Startern nach einer Bahn, die noch nie zuvor Pferde von mir laufen sah, reise; morgen in Marseille ist es jedoch wieder einmal soweit. Marseille-Vivaux liegt etwa 200km von Cagnes-sur-Mer entfernt. Den Beginn macht morgen schon im ersten Rennen Palnyra. An ihr liegt mir sehr viel. Bei nur fünf Starts konnte sie bereits zweimal gewinnen. Dennoch halte ich sie, wie auch ihre Schwester (Joplin), für ein spätes Pferd; ich glaube also, dass sie noch Potential nach oben besitzt. Ich konnte mir für die Vorbereitung etwas mehr Zeit als bei den anderen Riviera-Startern nehmen. Es hat alles wunderbar geklappt, sie ist jetzt an einem Punkt, an dem ein Start fällig wird. In unserem Rennen ist nahezu jedes Pferd voll im Schwung; für unsere Aussichten bedeutet das natürlich keinen Vorteil, pausieren wir ja immerhin seit Oktober.
Porsenna hat die Zeit seit seinem letzten Start, bei dem er leider ein sehr unglückliches Rennen serviert bekam, gut überbrückt. Auch wenn er sich auf weitläufigen Bahnen mit langen Geraden und in Rennen mit nur einem Bogen besser aufgehoben fände, müssen wir mangels passender Alternativen in Cagnes-sur-Mer eben nach Marseille ausweichen. Kommt er gut auf die Beine und um die Bögen, verfügt er zweifellos über Chancen. Beide Pferde werden vom Weltklasse Jockey Cristian Demuro geritten.


01. Februar 2019

Einige Bemerkungen zur Trainingszentrale Cagnes-sur-Mer sowie dazu, welche Pferde dort gut aufgehoben sind

Auf unserer zehnstündigen Nachtfahrt nach Cagnes-sur-Mer zeigte der Thermometer spätestens alle 200km einen Grad mehr an. Untertags ist der Temperaturunterschied zu unseren Regionen sogar noch entscheidend größer. Nahezu jeden Tag bekommt man die angenehm kräftige Sonne zu Gesicht, das Klima ist deutlich milder als bei uns.
An der Bahn angekommen und den Schranken passiert habend, deutete uns ein Wegweiser nach der für uns maßgeblichen Richtung. Links vom Wegweiser befindet sich die inoffizielle Meetingszentrale "La Cantine", in der man sich zum Frühstück, Mittagessen oder auch zum Abendessen nach den Rennen trifft. Größen des Sports aus dem Lager der Besitzer, Trainer und Jockeys gehen dort ein und aus. Derzeit bekommt man dort (und das sogar zurecht) das Gefühl, sich am Mittelpunkt des europäischen Galopprennsports - zumindest was die Flachrennen betrifft - zu befinden. Unweit davon liegen die Stallungen, die "Bevorzugten" erhalten die gemauerten Stallungen, sehr gute, pferdefreundliche Boxen, zugewiesen, alle anderen die einfachen, windigen Holzboxen.

Jeder Trainer erhält eine kleine Besenkammer um das Lederzeug, Futter etc. unterzubringen. Bei der Unterkunft fürs Personal wird es dann allerdings schon schwieriger: erstens, überhaupt ein Zimmer zu finden und zweitens sind diese Zimmer für deutschsprachige Menschen schwer vermittelbar. Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen stellen die Alternativen dar, deren Preise sind allerdings der Region angepasst.

Der Weg zur Bahn führt zuerst zur Piste de Foyer, einer 600m langen, äußerst breiten und mit sehr gutem, eher festem Sandboden ausgelegten Bahn. Diese Bahn eignet sich für Schritt, Trab und eventuell sogar leichte Galopps. Sie steht Galoppern und Trabern gleichermaßen offen. Geht man den Weg direkt daneben weiter, kommt man nach etwa 500m auf die Hauptbahn. Dort befinden sich die PSF (Piste sable Fibre, eine Fiberglasbahn), etwa 2200m lang, die Grasbahnen (Flach und Hindernisbahn), die Trabrennbahn und sowie die beiden Sandarbeitsbahnen. Eine etwa 1000m lange Sandarbeitsbahn dient den langsamen Galopps, eine etwa 1100m ist für schnellere Canter gedacht. Beide Bahnen sind recht tief und schwer. Will man schnell arbeiten, so empfiehlt sich die PSF (Renn)bahn, auf der allerdings einerseits die Traber nicht nur mitgehen, sondern den arbeitenden Pferden auch entgegen kommen können, und andererseits die Galopper, die sämtliche Gangarten auf dieser Bahn praktizieren. Für junge, unroutinierte Pferde, die eventuell sogar alleine unterwegs sind, ist diese Umgebung natürlich gänzlich ungeeignet. Selbst erfahrene, routinierte Pferde verlieren unter solchen Umständen schon mal die Nerven beziehungsweise die Orientierung und Anlehnung. Sogar die sonst so ruhigen französischen Vollblüter zeigen da schon mal mehr Leben als manchem Reiter und Trainer lieb sein kann.
Einen gravierenden Nachteil stellt es aus meiner Sicht dar, dass auf allen Bahnen nur linksherum gearbeitet werden darf. Gerade für junge Pferde ist diese einseitige Belastung für Sehnen, Gelenke und Muskeln nicht optimal. Die häufigen Renntage, die zumeist schon früh beginnen, haben zur Folge, dass die Trainingsbahnen früh geschlossen werden. Dadurch entsteht ein gewisser Zeitdruck.

Das Meeting in Cagnes-sur-Mer ist meiner Meinung nach ideal für Handicapper und Reclamer Pferde. Zu Beginn des Meetings finden fast täglich Rennen, auf allen Distanzen, auf jedem Untergrund, sowohl auf Sand als auch auf Gras statt. Für jedes dieser Pferde findet man konzentriert viele Startmöglichkeiten. Die angenehmen Temperaturen und die Sonne tun den Pferden auch nachhaltig gut. Weniger sinnvoll ist es aus meiner Sicht hingegen, junge, hoffnungsvolle Pferde, die über die Reclamer Klasse hinaus gehen sollen, nur des Trainings wegen nach Cagnes-sur-Mer zu schicken.

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22. Januar 2019

Zwei Ergebnisse und ein Neuzugang

Porsenna lieferte heute eine feine Leistung ab. Im entscheidenden Moment fand er leider keine freie Passage,andernfalls ihm wohl niemand den Sieg streitig hätte machen können. Making Trouble benötigte dieses Rennen noch; gegen etwas leichtere Konkurrenz und auf anderem Weg sollte er sich demnächst schon besser aufgehoben finden.
Rennstall Syndikat Nr.1 claimte heute im fünften Rennen den vierjährigen Wallach Hautot (fanzösischer Ortsname!) Dieser stand bisher im Training bei Philippe Sogorb, im Besitz des Großbesitzers Gerard Augustin-Normand. Er verfügt über ein Valeur von 37,5. Bei bisher 19 Starts konnte er zweimal gewinnen und war nur zweimal außerhalb der Geldränge platziert. Bereits im Oktober 2017 versuchten wir dieses zu claimen, waren damals jedoch nur Unterbieter.

Hautot

21. Januar 2019

Aber nun zur Vorschau für Dienstag

Am Dienstag laufen unsere ersten Pferde in Cagnes-sur-Mer. Wie bereits zu einer früheren Gelegenheit berichtet, brauchten wir ein paar Tage, um die nötige Fitness zu erreichen, mittlerweile sind meine beiden älteren Herren Porsenna und Making Trouble allerdings startklar und können sich den (aller)letzten Feinschliff im Rennen holen. Die Verkaufsrennen in Cagnes-sur-Mer erfreuen sich großer Beliebtheit, soll heißen, in diesen Rennen ist die Konkurrenz stärker als in anderen Reclamers und es wird auch mehr gekauft als gewöhnlich. Porsenna geht als erster der beiden ins Rennen. Wir schicken ihn über deutlich kürzere Distanz als er sie zuletzt lief und nur durch einen Bogen. Beides wird ihm hoffentlich entgegenkommen. Erinnert er sich seiner früheren Leistungen, wird er trotz der schlechten, äußeren Startbox weit vorne landen. Als er am 12. Juli des vergangenen Jahres als Sieger für €15.000,- aus unserem Stall geclaimt wurde, besaß er ein Valeur von 42. Inzwischen steht er bei einem Valeur von sage und schreibe nur noch 34 und das Rennstall Syndikat Nr.1 musste nur noch gut die Hälfte der damaligen Verkaufssumme aufbieten.
Making Trouble trifft es hingegen richtig schwer an. Auch er bekam keine vorteilhafte Startbox zugelost. Egal wohin sein weiterer Weg führt, dieses Rennen wird ihm jedenfalls für seine zukünftigen Starts konditionell weiterhelfen. Eine Platzierung wäre sehr erfreulich.


17. Januar 2019

Der Saisonrückblick 2018 ...

... ist → da; nachzulesen → hier


15. Januar 2019

Erste Bilder aus Cagnes-sur-Mer

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12. Januar 2019

Allons à Cagnes-sur-Mer!

Heute Abend ging es trotz etlicher Unwegsamkeiten endlich Richtung Cagnes-sur-Mer. Die Wochen der Planung sind zu Ende, in diesen Stunden verladen wir unsere drei Kandidaten und sollten planmässig um 8 Uhr morgens unser Ziel erreichen. Porsenna, Making Trouble, beide vom neu gegründeten Rennstall Syndikat Nr.1 und Palnyra vom Stall Herb werden die Reise antreten. Eventuell kommt der eine oder andere Kandidat später noch nach. Porsenna wird in den Reclamers an den Start kommen, Making Touble tendenziell ebenso, beide haben am 22. Januar passende Rennen. Bei Letztgenanntem stehen ein (zum Grand Prix Tag) oder vielleicht sogar zwei Starts in St. Moritz im Raum. Diese Entscheidungen werden wir kurzfristig treffen. Bei Palnyra legen wir uns erst fest, wenn wir sehen, wie sie sich fühlt. Sie ist eine große, starke Stute, die viel Arbeit braucht, die ich ihr aufgrund des Frostes und vielen Niederschlags nur unter erhöhtem Gesundheitsrisiko hätte geben können, was wir natürlich nicht wollten. Egal wie, aber die Sonne am Rücken wird ihr helfen, früher in Form zu kommen als in Deutschland, somit wird sich der Aufenthalt am Mittelmeer bei ihr jedenfalls auszahlen.


07. Januar 2019

Eloge auf den Tiger

Die lange versprochene Würdigung der nunmehr zuende gegangenen Rennkarriere Tricky Tigers ist endlich da; nachzulesen → hier.


03. Januar 2019

Abschied von Lebowski

Die erste Nachricht des neuen Jahres betrifft noch einen Vorfall aus dem alten und ist leider eine traurige: der zweite des Polnischen Derbys 2016 Lebowski musste am Silvesterabend in der Tierklinik Iffezheim aufgrund einer Kolik aufgegeben werden. Insgesamt konnte Lebowski zwei Rennen gewinnen, bei 21 Starts lief er 15 mal ins Geld. Unter seinen 2018 erbrachten guten Leistungen ragen der Heimsieg, den er in Iffezheim für uns errang und ein zweiter Platz im Super Handicap in Bad Harzburg heraus. Seinen letzten Start beendete er am 20. November in Neuss als Vierter, er sicherte sich damit den zweiten Platz in der Stallpoule 2018.

Lebowski bei seinem Sieg in Iffezheimt 2018
Photo von Marco Völlinger

31. Dezember 2018

Der Rennstall Geisler ...

... wünscht allen die dies lesen und selbstverständlich auch allen anderen einen guten Rutsch in ein frohes neues und hoffentlich zufriedenstellend verbrachtes neues Jahr 2019!
Und jetzt zu den Nachrichten: denn obwohl 2018 sich seinem Ende zuneigt, gibts auch davon noch ein paar zu vermelden.
Concetto Santangelo war heuer nicht unbedingt vom Glück verfolgt: drei Knochenbrüche (einer ja bekanntlich bereits aus der Zeit vor uns) und folgend wenige Ritte, geschweige denn Siege, führten zu verständlicher Unzufriedenheit; hinzu kamen noch private Sorgen. All das veranlasste Concetto zu der für uns traurigen allerdings auch nachvollziehbaren Entscheidung, Iffezheim Richtung Köln zu verlassen. Für seine Zukunft wünschen wir ihm mehr Glück und Erfolg!
Entgegen diverser Pressemitteilungen sind uns sehr wohl Boxen in Cagnes-sur-Mer zugeteilt worden. Da der ursprünglich dafür vorgesehene Frederic Chedotal derzeit bekanntlich nicht zur Verfügung steht, wird nun Eva-Maria am 13. Januar die Reise ans Mittelmeer antreten.
Bereits am 3. Januar kommt unser ersten Starter im neuen Jahr an den Ablauf. Canouville wird in Deauville in einem Ausgleich über 1500m an den Ablauf kommen.


23. Dezember 2018

Festtagswünsche

Wünscht der Rennstall Geisler all seinen Mitarbeitern, Besitzern, Rennsportfreunden sowie auch allen anderen Besuchern dieser Seite!


21. Dezember 2018

Zum Termin der kommenden Stallpoulefeier

Die kommende Stallpoulefeier 2019 findet, wie an dieser Stelle bereits erwähnt, ungewöhnlich spät, das heißt um ein gutes Monat später als es für die bisherigen Austragungen üblich war, statt. Gründe für die Wahl dieses Termines gibt es einige: den Hauptgrund dafür stellt sicherlich der späte Fasching im kommenden Jahr dar. Unser ursprünglich projektierter Idealtermin wäre der 2. März gewesen, auch der Faschingssamstag fällt jedoch auf diesen Tag und da in Iffezheim die Faschingszeit bekanntlich keine geringe Rolle spielt, würde eine Ansetzung an diesem Tag ein äußerst unglückliches Unterfangen bedeuten.
In den vorangehenden Februarwochen hingegen finden zum einen einige Faschingssitzungen in Iffezheim und den umliegenden Ortschaften statt, zum anderen besteht bei einem solchen Termin die Gefahr, dass wir noch Frost haben und da einige Besitzer nur zu diesem einen Anlass nach Iffezheim kommen, wollen wir ihnen deshalb natürlich gerne die Möglichkeit bieten, ihre Pferde in Bewegung zu sehen. Auch ein früherer Termin wäre also ungünstig gewesen.
Am 9. März findet in den Räumlichkeiten der Benazet Tribüne traditionell die Rotor Messe, an den folgenden beiden Wochenenden die BÄKO, die Hausmesse der ruhmreichen Bäcker und Konditoren Mittelbadens statt. Es blieb uns somit nur die Vorliebnahme mit einem Termin Ende März übrig; nunmehr wird also am 30. März 2019 die Stallpoule stattfinden. Zu diesem Zeitpunkt wird man dann schon die eine oder andere ernstzunehmende Arbeit sehen können, außerdem bietet sich ein Besuch des Renntages am 31. März in Mannheim, der uns hoffentlich schon aktiv ins Geschehen eingreifen sieht, an. Soviel also dazu.

Auf der unerfreulichen Seite gibt es zu berichten, dass die unser Personal betreffende Verletzungsserie heuer durch einen Wadenbeinbruch von Frederic Chedotal ihre Fortsetzung gefunden hat. Auch an dieser Stelle sei nocheimal der Wunsch auf rasche Genesung übermittelt


14. Dezember 2018

Porsenna ist zurück ...

... und zwar diesmal im Anschluss an ein heute ausgetragenes Verkaufsrennen (frz. Reclamer) in Deauville. Neuer Besitzer von Porsenna ist Rennstall Syndikat Nr. 1.


13. Dezember 2018

Tricky in den Ruhestand

Wenn ein Pferd wie Tricky nach zehn Jahren Zusammenarbeit den Stall verlässt, ist das zweifellos Anlass zu ein wenig Sentimentalität; zumal er sich außerdem stets als ein sehr angenehmer Stallinsasse zeigte. Wem allerdings würde man einen schönen Platz auf der Koppel mehr gönnen? Eine ausführlichere Würdigung folgt in Kürze.


09. Dezember 2018

Sieg in Mons und Endstand der Stallpoule

Nach dem Erfolg zuletzt von Canouville stellte sich heute in Mons mit Virginias Princess der nächste Neuzugang mit einem Sieg vor. Maxim Pecheur hielt die dreijährige Stute zunächst an letzter Stelle, verbesserte im Schlussbogen die Position und gewann schließlich per Zielphotoentscheid. Ganz unkompliziert.

Ebenfalls recht, aber dann doch nicht ganz so knapp, fiel heuer die Entscheidung in der Stallpoule aus: zwar vermochte sich Prime Project mit seinem dritten Platz noch auf den vierten in der Stallpoule zu schieben, da Winsome Academys allerdings nur als Sechste ins Ziel kam, änderte sich an der Zusammensetzung des Siegertreppchens nichts mehr. Wir gratulieren an dieser Stelle den Besitzern von Be A Wave zum Gesamtsieg in der diesjährigen Stallpoule. Auf den Plätzen landeten als Zweiter Lebowski und als Dritte Winsome Academy. Der Termin für die Stallpoulefeier 2019, in deren Rahmen die Ehrung der Gewinner stattfinden wird, fällt diesesmal voraussichtlich auf den 16. Februar.
Korrektur: Die Poulefeier findet heuer am 30. März statt, das gestern genannte Datum ist Unsinn. Erläuterungen zum Grund für diesen ungewöhnlich späten Termin folgen in Kürze.

Photo von Sebastian Schirner

08. Dezember 2018

Zielsprint um den Poulesieg

Da die Wertung der diesjährigen Stallpoule mit dem 15. Dezember endet, bringt der morgige Renntag in Mons die endgültige Entscheidung. Zum Abschluss wird es nocheinmal spannend: mit Winsome Academy und Prime Project kommen zwei Kandidaten, die geeignet sind, den aktuellen Zwischenstand umzustürzen, an den Ablauf. Beide Pferde verfügen noch über Chancen auf den Gesamtsieg; Prime Project würde dafür einen Sieg benötigen, Winsome Academy reichte hingegen schon ein zweiter Platz. Nach dem für 20:15 Uhr angesetzen vierten Rennen, rechtzeitig zum Hauptabend und also möglicherweise noch vor der ersten Tatortleiche, werden wir dann mehr wissen.


06. Dezember 2018

Interview

Auf der Webseite von RaceBets.de ist heute ein Interview mit dem Trainer erschienen.

Zum → Interview


25. November 2018

Sieg in Mons

Photo von Christoph Masser

Seinen zweiten Saisonsieg holte heute Prime Project in Mons. Zunächst auf Warten geritten, verbesserte Bauyrzhan Murzabayev schon auf der Gegenseite kontinuierlich die Position. Auf der Zielgeraden stand der Sieg dann relativ früh fest.

Zum Artikel auf → GaloppOnline


18. November 2018

Ein Sieg zum Einstand

Keine zwei Wochen, nachdem Stall Cometica AG in Saint-Cloud die dreijährige Canouville aus einen Reclamer heraus erwarb, machte sich dieser Kauf auch fast schon wieder bezahlt. Als dritter Favorit und mit Mickael Berto im Sattel ins Rennen gegangen, hielt die Stute unterwegs meist die fünfte, sechste Position inne und konnte sich Ende des Bogens sukzessive nach vorne arbeiten. Beim Einbiegen in die Gerade setzte sie dann den langezogenen Speed an, um 100m vor dem Ziel die Weichen endgültig auf Sieg zu stellen. eine dreiviertel Länge trennte Canouville schließlich vom Favoriten Matar.
Dieser Sieg stellt übrigens das Resultat lupenreinen Teamworks dar: die Besitzer suchten sich das Pferd aus, ich daraufhin das passende Rennen, Eva ritt die Stute in der Vorbereitung und mein Jockeyagent empfahl uns auf der Bahn mit Mickael Berto den richtigen Reiter.

Photo von Claudie Liger

17. November 2018

Vorschau auf die kommenden Renntage

Nicht wie üblich verliefen die Vorbereitungen auf unsere Starts in Frankreich an diesem Wochenende. Aufgrund der dort angekündigten Streiks, die unter anderem auch Autobahnen, Mautstellen und Tankstellen betreffen sollen, mussten wir, um den erwartbaren Behinderungen auszuweichen, sämtliche Pferde bereits gestern nach Frankreich entsenden.

A Sunday Dream lief zuletzt in Maisons-Laffitte ein riesen Rennen. Es war ausgesprochen schade, dass es letztlich nicht für einen Volltreffer ausreichte. Sie fühlt sich nach wie vor sehr gut, was bei ihr immer leicht an ihrem Verhalten erkennbar ist: sie gebärdet sich gerade wieder als eine richtige Hexe, alles ärgert sie, sie zeigt dies auch jedem und das ist bei ihr ein gutes Zeichen. Das Rennen ist voll von Formpferden, leicht sieht es also nicht aus. Es bedarf schon einer sehr guten Leistung um heute vorne mitzumischen.
Vor kurzem konnte der Stall Cometica AG die dreijährige Stute Canouville erwerben. Die Stute hat bereits vier Siege am Konto stehen und lief oftmals platziert. Sie wird ihren neuen Besitzern sicherlich Freude bereiten. Sie ist ein klassisches Reclamer-Pferd, alle ihre Siege holte sie in Verkaufsrennen. Diesmal wird sie in einem anspruchsvollem Classe 2 Rennen aufgeboten. Bis zum Schluss mussten wir um eine Rennteilnahme zittern. Alle Einfuhrdokumente wurden von uns und der freundlichen Hilfe von France Galop umgehend bearbeitet, auch vom Direktorium. Leider wurde der Pass trotz deren Wissen um die nötige Eile nicht umgehend abgesendet, sodass wir bis zur letzten Minute auf diesen warten mussten. Viel Zeit zum Testen hatten wir nicht, die Stute sollte jedoch über ausreichend Kondition verfügen. Jetzt lassen wir uns mal überraschen, was sie morgen abliefert. Cometic Star läuft diesmal in einer für ihn nur schwer lösbaren Aufgabe, wir hoffen dennoch auf einen kleinen Geldgewinn.

Lebowski startet am Dienstag die Mission Sandbahn (und Poule). Er gefiel mir seit seinem Start in Hamburg eigentlich sehr gut - bis etwa zehn Tage vor seinem letzten Start in Iffezheim. Dort enttäuschte er dann leider. Zuletzt ging er in der Arbeit wieder etwas besser. Auf den ersten Blick schätzte ich das Rennen am Dienstag für gar nicht so schwer ein, erst nach genauerer Durchsicht meine ich, dass das Rennen wohl doch keineswegs so einfach werden dürfte. Soriano fährt mit einem Sieg in Köln nach Neuss. Er ist nach wie vor mächtig gut am Posten. Kommt er mit Sand und Bahn klar, spielt er eine Rolle. Ähnlich sieht die Situation bei Winsome Academy aus. Sie ist momentan Poule-Leaderin, hat aber diesmal vielleicht einen kleinen Nachteil, da Anja erstmals auf der Sandbahn reitet.

Bereit, auf Reisen zu gehen

11. November 2018

Erfolg für Stall Hernstein

Während es für unsere Kandidaten in München nicht ganz reichen sollte, hatte anderorts wenigstens Stall Hernstein Grund zum Jubeln: der ehemals bei uns, nunmehr bei Lajos Hajdi im Training stehende Si Si Senor konnte mit Stanislav Georgiev im Sattel bei seinem zweiten Antreten in Ungarn seinen ersten Sieg feiern.


10. November 2018

Vorschau auf München, nebst Analyse des Stallpoulestandes

Nach dem schwachen Abschneiden unserer Pferde in Magdeburg, tat der Sieg durch Be A Wave in Le Croise-Laroche besonders gut. Die Stute macht wirklich Spaß, die Beschleunigung auf den letzten 300m war äußerst sehenswert.

Morgen geht es zum (für diese Saison) letzten Mal nach München, bevor die dortige Rennbahn wieder für ein halbes Jahr Pause macht. Aerion wurde gezielt auf das "Ferdinand Leisten Memorial" am 19. Oktober in Iffezheim vorbereitet. Der Formaufbau funktionierte, alles lief glatt und wir konnten mit dem Abschneiden zufrieden sein. Es war ein hartes, von ihm dennoch gut weggestecktes Rennen. Morgen wird es nun noch einen Nachschlag geben. Bei drei Starts, war er einmal Zweiter, einmal Dritter und eben Sechster im oben erwähnten Auktionsrennen, er begann seine Rennkarriere also mehr als zufriedenstellend. Er startet nun erstmals auf seiner vermutlich besten Distanz, über die Meile. Die Trainings absolvierte er zu meiner vollsten Zufriedenheit. Leichte Bedenken sind im Herbst jedoch immer angebracht, kippt die Form um diese Jahreszeit doch oft sehr schnell. Hauptgegner sind vermutlich Lucky Friend, Lyronada und eventuell Number One Run. Der zu erwarten stehende weiche Boden sollte kein Problem darstellen, das Höchstgewicht tut da schon etwas mehr weh. Ebenso wie der Punch, den er vor lauter Frische heute morgen Eva verpasste. Dieser hatte zur Folge, dass wir direkt in die Zahnklinik nach Karlsruhe fahren mussten, um Evas Zahn zu retten. Also nicht wundern, wenn sie derzeit wie ein Kickboxer aussieht.
Doris hat den Vorfall in Mannheim augenscheinlich gut weggesteckt. Maksimilijans Schlussarbeit war das bisher beste Auftreten, dass er im Training zeigte. Er muss jetzt im Ausgleich Farbe bekennen.
Am Montag reist dann Bacchus Danon nach Mons.

Die Stallpoule könnte dieses Jahr nicht spannender verlaufen: zwischen der führenden Winsome Academy und der viertplatzierten Doris liegen nur zwei Punkte. Darüber hinaus verfügen auch Aerion, Prime Project und Nordtänzer noch über Chancen. Eine kurze Analyse der Restprogramme:
Winsome startet entweder am 20. in Neuss oder am 25. in Mons. Wir werden das leichtere Rennen für sie auswählen. Beide Rennen sind auf Sand und werden über 1500m gelaufen.
Lebowski startet am 20. in Neuss.
Be A Wave ("Die Schwarze") ist durch ihren Sieg nun an die dritte Stelle vorgerückt. Sie wird am 24. in Le Croise-Laroche nocheinmal laufen. Sie bekam für ihren Sieg drei Kilo Aufgewicht, was es deutlich schwerer werden lässt, ihren Sieg zu wiederholen.
Doris kommt morgen in München an den Ablauf. Je nachdem wie sie läuft, entscheiden wir über mögliche Sandbahnstarts.
Aerion, derzeit noch Achter, könnte mit einem guten Abschneiden weit nach vorne rücken, bei den Zweijährigen zählen schließlich alle Punkte zweieinhalbfach.
Prime Project startet am 25. in Mons, aus meiner Sicht tritt er dort mit guten Chancen an. Er lief zuletzt besser als es das Ergebnis aussagt.
Nordtänzer könnte mit einem Sieg auf der Sandbahn ebenfalls noch eine Rolle spielen. Er soll am 30. in Dortmund laufen und kommt danach eventuell nocheinmal an den Ablauf, bevor die Wertung für die Poule am 15. Dezenber abgeschlossen ist.
Es stehen uns also spannende Wochen bevor.


05. November 2018

Sieg in Le Croise-Laroche

Unseren zwanzigsten Saisonsieg sicherte heute Be A Wave in Le Croise-Laroche. Zwar hatte die dreijährige Stute schon vom Startweg die Nase vorne, musste die Spitze bei Einbiegen in den Schlußbogen zwischenzeitlich jedoch wieder abgeben und folgend mit wenigen Längen Rückstand in die Zielgerade gehen. Dort zündete sie dann unter der Regie von Antoine Hamelin jedoch den Turbo und überholte in souveränder Manier das bis dahin führende Duo, welches im Ziel schließlich eine dreiviertel Länge Rückstand zu verbuchen hatte.
Für die Stallpoule bedeutet dieser Sieg, dass sich die ersten Drei insgesamt nur durch einen halben Punkt getrennt finden.

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Photo von Jacques Grossemy

30. Oktober 2018

Rückschau Mannheim, Vorschau Magdeburg

Ein durchaus gelungener Tag in Mannheim wurde nur durch den Vorfall an der Startmaschine, bei dem zum Glück alle heil davongekommen sind, getrübt. Der erste Sieg für Anja, für Liberica und den Rennstall Geisler! Einfach nur schön. Ein weiterer Lehrling, der sich an unserem Stall zu einem Siegreiter entwickelte. Auch das ein erfeulicher Aspekt. Am Vortag sagte ich noch zu Anja, dass sie mit nach Mannheim fahren würde um dort "ihre" Liberica zu führen. Bei dieser Gelegenheit legte ich ihr sicherheitshalber auch nahe, ihre Rennsachen mitzunehmen, man könne ja nie wissen, ob nicht jemand ausfällt und sie einen Kistenritt zu übernehmen hat. Genau so kam es dann bekanntlich auch - und prombt folgte der erste Sieg.
Auch Nordtänzer lief ein gutes Rennen; mit sechs Kilo mehr auf dem Rücken war es auf dem Boden keine schlechte Vorstellung. Damit erhielten die Turffreunde schließlich doch noch einen versöhnlichen Abschluss mit diesem Pferd. Winsome Academy ist in einem formstarken Feld gut gelaufen, auf den kleinen Bahnen fühlt sie sich derzeit sehr wohl.

Heute reisen wir nach Magdeburg. Darienne du Pre tritt unter Stephen Hellyn im Auktionsrennen an. Die Stute war die letzten Starts jeweils weit unter Wert geschlagen. Sie hat sehr gut gearbeitet, gibt mir in der Arbeit immer noch ein gutes Gefühl. Leider begannen in den letzten Tagen ein paar Pferde zu rotzen. Es bleibt zu hoffen, dass die kleine Schimmelstute nicht davon betroffen ist. Alle Vorkehrungsmaßnahme, dies zu verhindern, wurden jedenfalls unternommen; ich hoffe, es hat auch etwas gebracht. Heart Storm lieferte zuletzt in Saarbrücken eine ordentliche Leistung ab. Auch er wird bei einem normalen Rennverlauf Geld mitbringen.


27. Oktober 2018

Doppelsieg in Mannheim

Eine dreifache Siegpremiere durfte unser Quartier heute in Mannheim feiern: Liberica, Reiterin Anja Allgöwer und die Farben des Rennstalles Geisler fanden sich jeweils das erste Mal auf der obersten Stufe des Siegertreppchens wieder. Vom Start weg setzte sich das Trio Amazing Soldier, Nordtänzer und Liberica an die Spitze. Nach Umrunden des ersten Bogens übernahm, unter Ausnutzung der bis dahin innegehaltenen Außenbahn, Liberica die Führung, gab diese jedoch eine Runde später in der selben Weise wieder ab und kam derart an dritter Position liegend in und aus dem Schlußbogen. Ab dort lieferte sie sich dann mit ihrem Stallgefährten Nordtänzer (der von Maxim Pecheur geritten wurde) einen Zweikampf bis zur mit einer halben Länge Vorsprung sicher überquerten Linie. Abgerundet wurde dieser Renntag (der uns durch Absage bzw. Verschiebung des vierten Rennens nur mit drei Pferden am Ablauf sah) durch einen dritten Platz der Hernsteinerin Winsome Academy, die mit diesem Resultat zugleich die Führung in der Stallpoule übernimmt.

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26. Oktober 2018

Rückschau aufs Sales and Racing Festival - Vorschau auf Mannheim

Aerion hat uns das Herbst Meeting in Iffezheim gerettet. Auch wenn er aufgrund der schnellen Bahn und der etwas zu kurzen Distanz ein wenig zu offensiv vorgetragen werden musste, konnte er seine bisherigen Leistungen bestätigen. Er hat sich als Sechster alles andere als blamiert. Der Sieger wurde mit 86kg GAG eingestuft, der Zweite mit 83kg; beide wurden über den englischen Gast Julius Limbani (82kg) errechnet, der die meisten und dabei auch internationale Starts absolviert hat. Hochgerechnet auf diese Pferde ist unsere Form etwa 78kg wert. Damit darf man erstmal zufrieden sein. Aerion hat auch dieses Rennen gut weggesteckt, ein Start am 11.11. in München steht derzeit noch im Raum. Für nächstes Jahr dürfen wir hoffen, einen guten Dreijährigen im Stall zu haben.

Erfreulich sind im übrigen auch die Neuzugänge im Zuge der Auktion. Insgesamt sieben Jährlinge wechselten in unseren Stall. Die Lotnummern 162 eine Amaron-Stute aus der Napata (von Singspiel) einer Schwester des Derbysiegers Nicaron, Lotnummer 164 eine Areion-Stute aus der Ninigretta, die aktuell den Top Dreijährigen Ninario auf der Bahn hat. Lotnummer 305 ist ein Erstling aus der Listenplatzierten Alpha von Wiesenpfad. Die 363 ein Hengst von Earl of Tinsdal aus der So Fair. Die Nummer 400 ist eine Areion-Stute aus der Najinskaja, die bereits zwei Black Type Pferde gebracht hat. Und die beiden Tres Rock Danon-Stuten Lotnummer 406 und 414. Genauere Infos zum jüngsten Jahrgang kommen in nächster Zeit.
Ein Abgang ist auch zu vermelden. Die treue kleine Berlin Calling wurde gestern in Lyon La Soie geclaimt. Sie konnte dreimal für uns gewinnen und war mehrfach platziert. Laut unseren Informationen soll sie in die Zucht wechseln. Wir wünschen ihr und ihren neuen Besitzern für die Zukunft alles Gute.

Morgen geht es für fünf Kandidaten nach Mannheim. Den Beginn wird Winsome Academy machen. In München lief sie besser als das Ergebnis aussagt. Ich denke, die kleine Bahn kommt ihr aktuell entgegen. Die Startbox ist günstig, ein Platz im Geld sollte drinnen sein, auch wenn einige Formpferde am Ablauf sind. Cometic Star lief zuletzt in Divonne ein feines Rennen. Morgen wird er aller Voraussicht nach nicht vorne gehen, da Kepheus immer für extrem viel Pace an der Spitze sorgt. Ein Platz hinter der Pace ist unser Vorhaben. Doris hatte nach ihrem Sieg in Saarbrücken etwas die Form verloren. Sie gefällt mir seit ein paar Tagen wieder deutlich besser. Findet sie bei der zu erwartend hohen Anfangspace ins Rennen, hat sie vielleicht am Ende genug Reserven um in die Entscheidung einzugreifen. Nordtänzer bestreitet seinen letzten Start als Turffreund. Nach Hamburg ist bei ihm leider der Faden gerissen. Er konnte seine ordentlichen Leistungen aus dem Frühjahr und Sommer nicht mitnehmen. Er bekam eine kleine Pause, die ihm gut getan haben sollte. Mit Fabian Xaver Weißmeier hat er den Mannheimer Local hero an Bord. Liberica hat mich in Saarbrücken sehr positiv überrascht. Sie ist nach wie vor gut am Posten, frisch und munter, glänzt wie im Sommer. Sie gibt einem in der Arbeit täglich das Gefühl, auf eine neue Aufgabe zu warten. Steht sie die Distanz, bekommt sie Geld ab.


18. Oktober2018

Rück- und Vorschau

Gefühlte 100% Siege zu Ritten holte Adrie de Vries dieses Jahr für unseren Stall. Auf Soriano stellte er einmal mehr hervorragende Auffassungsgabe und enormes Umsetzungsvermögen unter Beweis. Top!
Auch A Sunday Dream gefiel mir vergangenen Samstag auf ihrer Lieblingsbahn in Maisons-Laffitte richtig gut. Wäre der Boden etwas weicher gewesen, sogar der Sieg hätte im Bereich des Möglichen gelegen. Sie bleibt jedenfalls für den nächsten Start am 6. November im Gespräch. Aufgewicht muss sie keines in Kauf nehmen.
In Divonne vermochte der zweijährige Macavity seine guten Arbeitsleistungen im Rennen zu bestätigen, nur ein ungewohnt schwacher Ritt verhinderte eine bessere Platzierung. Ums dritte Geld mussten wir uns erst am Zielfoto geschlagen geben. Der Bursche kann jedenfalls was. Sasbachwalden wurde nicht schlecht, aber leider völlig lustlos vorgetragen, bar jeder Ambition, am Rennen teilzunehmen. Schade fürs Pferd und schade der Unkosten wegen. Während Cometic Star nach einem gelungenen Ritt das letzte Geld eroberte, war Rock to the Moon genau im Ziel Sechster.
In München konnten wir mit Glück einen vierten Platz durch Winsome Academy erzielen, den Rest begraben wir besser unter dem Mantel des Schweigens.

Morgen beginnt in Iffezheim das Sales & Racing Festival. Das höchstdotierte zweijährigen Rennen des deutschen Rennjahres, das Ferdinand Leisten Memorial, stellt das Highlight des ersten Renntages dar. Wir sind dabei durch Stall Herbs Aerion vertreten. Es ist zugleich das höchstdotierte Rennen, an dem wir diese Jahr teilnehmen. Das Pferd genoss eine ideale Vorbereitung, die Startbox ist perfekt, der Reiter stark; einzig die Distanz dürfte um 200m weiter sein. Generell ist das Rennen sehr ausgeglichen besetzt. Der englische Gast Julius Limbani zeigte bisher die besten Formen, allerdings war die letzte davon zugleich seine schwächste. Dennoch wird er wohl als Favorit ins Rennens gehen. Außer ihm hat bisher nur ein einziges Pferd gewonnen, der Fährhofer Ramazotti, der deswegen auch als Cofavorit anzusehen ist. Alle anderen Teilnehmer sind noch sieglos, waren zum Teil aber schon gut platziert. Ein Platz unter den ersten Sieben ist das vorgegebene Ziel.
Lebowski konnte mit einem ditten Platz in Köln auch nach seinem Sieg bei der Großen Woche gut gefallen. Trotzdem bin ich etwas verhalten optimistisch für das morgige Rennen. Bei Tricky Tiger hängt viel davon ab, welchen Rennverlauf er von Anja serviert bekommt. Der morgige wird eventuell zugleich sein letzter Start sein.

Auch einen Neuzugang haben wir zu vermelden. Stall Herb konnte eine schöne, große Dabirsim-Stute aus der Jane erwerben. Sie ist französische Inländerin und verfügt über ein Valeur von 30. Bei bisher fünf Starts gewann sie zwei Rennen, verdiente bei den restlichen jeweils Geld. Sie könnte in Strasbourg erstmals an den Ablauf kommen.

Alle Leser bitte ich darum, uns in den nächsten Tagen die Daumen zu drücken. Es wird spannend.


14. Oktober 2016

Sieg in Köln

Seinen zweiten Saisonsieg konnte sich heute in Köln Soriano sichern. Als Teil eines mit fünfzehn Startern reich besetzten Feldes und aus der nicht gerade vorteilhaften Startbox 11 ins Rennen gegangen, wurde der Hernsteiner von Adrie de Vries schon bis Erreichen des Schlussbogens energisch an die Spitze gebracht. In dem sich auf der Zielgeraden über die volle Breite auffächerten Feld sah es dann lange aus, als würde sich eine Vielzahl an Kandidaten um den Sieg bewerben, übrig blieben davon letztlich aber keine Handvoll, von denen sich Soriano schließlich noch mit einer dreiviertel Länge zum leichten Sieg abzusetzen wusste.


13. Oktober 2018

Vorschau auf den morgigen Renntag

Prime Project versucht sich wieder einmal auf einer deutschen Bahn. München scheint mir ideal für ihn zu sein. Dieses Antreten ist eine Standortbestimmung für uns. Seine letzte Form kann man getrost streichen, damals passte einfach gar nichts zusammen. Läuft er seine normale Form aus, spielt er eine Rolle. Winsome Academy wusste mir zuletzt in Saarbrücken erstmals seit langem wieder zu gefallen, davor enttäuschte sie mich mehrfach. Kann sie diese Form bestätigen, wird sie vorne mitspielen. In der Arbeit zeigt sie sich jedenfalls von der besten Seite. Beide Pferde werden von Eva geritten, die beide Pferde natürlich sehr gut kennt. Winzapper läuft im Amateurrennen. Er scheint sich jetzt gefangen zu haben, aber Amateurrennen gelten ja bekanntlich als Lotteriespiel.

In Köln treten wir mit Soriano an. Er vermochte im Frühjahr in Hassloch und Dortmund gut zu gefallen. Im Sommer war er von seiner Form dann wieder etwas weiter entfernt. Die lange Pause ist etwas störend, aber er gefällt uns gut und mit Adrie konnten wir zudem einen Top Mann verpflichten. Ein Platzgeld sollte allemal drinnen sein.

Mit zwei Debütanten reisen wir nach Divonne. Macavity (benannt nach einem Kater in dem Musical "Cats" von Andrew LLoyd Webber) gefällt mir von allen Globus-Nachkommen bisher am Besten. Er hat zwar ein hartes Programm hinter sich, alles aber sehr gut überstanden und sich dabei von Arbeit zu Arbeit gesteigert. Unterschätzen darf man die Konkurrenz in diesem Rennen aber nicht, reist doch unter anderem Andreas Suborics mit einem Ittlinger an. Ein Platz im Geld würde mich zufrieden stellen. Die zweite Debutantin ist Sasbachwalden. Im Frühjahr wurde sie von der Bürgermeisterin der gleichnamigen Ortschaft getauft. Damals war die Hernsteinerin noch eine rollende Biotonne, inzwischen verfügt sie über eine äußerst sportliche Figur. Auch sie wusste in der Arbeit gut zu gefallen und hat sich inzwischen zu meiner aktuell besten Zweijährigen entwickelt. Sie trifft ebenfalls auf routinierte Gegner, sodass ein Platz unter den ersten Fünf absolut ok für mich wäre. Beide werden von Pauline Dominois geritten, die den ob eines gebrochenen Beines kurzfristig ausfallenden Concetto Santangelo ersetzt. Rock to the Moon muss sich wieder von ganz anderer Seite als zuletzt präsentieren um Geld abzubekommen. Cometic Star hat nur fünf Gegner. In der Arbeit ist er sehr motiviert und hinterlässt einen recht guten Eindruck. Er wird von der Schweizerin Regina Klein vorgetragen. Ein Platzgeld ist allemal drinnen.

Eine kleines Faktum sei an dieser Stelle noch berichtet: Stall Hernstein hat morgen Starter in drei Ländern und vier unterschiedlichen Bahnen. Neben den bei mir trainierten Schützlingen, kommt auch zwei in Ungarn trainierte Kandidaten (Winfield und Si Si Senor) ebendort an den Ablauf.


30. September 2018

Sieg in Saarbrücken

Drei zweite Plätze, durch Aerion in Strasbourg sowie Heart Storm und Liberica in Saarbrücken, wurden am heutigen Renntag durch den Sieg von Winsome Academy gekrönt. Während des Rennens auf die Position hinter der Spitze abonniert, konnte die von Fabian Xaver Weißmeier gerittene Hernsteinerin dem Rest des Feldes dann ab Ende des Schlussbogens bis zum Ziel problemlos auf dreieinhalb Längen Vorsprung enteilen.


29. September 2018

Vorschau auf die Renntage in Strasbourg und Saarbrücken

Wenn ich zweijährige Pferde erstmals an den Ablauf bringe, hab ich ja immer ein wenig mehr Adrenalin im Körper, etwas mehr Anspannung als üblich. Morgen stehen gleich zwei davon am Start und ehrlich gesagt gelten beide als Hoffnungsträger des Stalles. Aerion konnte die in ihn gesetzten Erwartungen bei seinem ersten Lebensstart in Compiegne vor zwölf Tagen erfüllen. Er hat die paar Tage zwischen den Rennen gut genutzt, kürzer dürfte die Pause aber nicht sein. Oftmals sind die zweiten Starts nicht immer genauso wie man es nach dem ersten Start erwartet, bei ihm erhoffe ich mir dennoch eine Steigerung. Er kannte sich die erste Hälfte des Rennens in Compiegne überhaupt nicht richtig aus, man hatte den Eindruck, ihm war gar nicht klar, dass es ums schnelle Laufen geht. Sein Turbo auf den letzten Metern war dann aber doch sehr erfreulich. Insgesamt benahm er sich vor und nach dem Rennen einfach wie ein Rennpferd. Ich denke, er wird diesmal aus der Startmaschine raus schon mit mehr Pepp beginnen. Der morgige Start ist jedoch nicht das wichtigste Ziel dieses Jahres sondern nur ein weiteres Prep Race für das "Ferdinand Leisten Memorial" am 19. Oktober in Iffezheim.
Zakynthos ist ein richtiger Brecher, ein Athlet durch und durch. Wenn er vor mir steht, erinnert er mich ein wenig an einen Türsteher, so groß und so kräftig ist er gebaut. Wer jetzt meint, er hätte dann aber auch ein später Typ zu sein, irrt; Zakynthos ließ schon früh sein Talent erkennen, gab mir immer durchgehend ein tolles Gefühl. Das Pferd hat mich nur bei einer einzigen raschen Arbeit enttäuscht - das war vor etwa drei Wochen genau an dem Tag, an dem sein Besitzer extra aus Stuttgart angereist kam. Mit der damals weichen, fast grundlosen Grasbahn kam er nicht zurecht. Mit entsprechend langen Gesichtern marschierten wir damals von der Tribüne Richtung Pferd, in der Hoffnung, eine Erklärung zu bekommen; eine endgültige haben wir bis heute nicht. Die Vermutung, dass die Leistung ihre Ursache an der tiefen Bahn und eventuell einer falschen Taktik hatte, scheint uns am naheliegendsten. Auffallend ist jedenfalls, dass er auf gutem Boden und Sand seine Galoppade am Besten zur Geltung bringt, und auf guter Bahn ist es bereits ein Erlebnis, ihn beim Cantern zu beobachten. Seine Familie ist bekanntlich nicht einfach an der Startmaschine, nicht zuletzt deshalb haben wir frühzeitig begonnen zu üben und bisher gab es auch keine Probleme. Die Rennatmosphäre ist dann freilich wieder was anderes. Selbstverständlich ist es sein erster Lebensstart, wenn er jedoch seine Arbeitsleistungen einzustellen vermag, wird er morgen gut laufen.
Cometic Star befindet sich gut am Posten; läuft er morgen dennoch nicht ansprechend, ist er meiner Meinung nach auf kleineren Bahnen wohl besser aufgehoben.

In Saarbrücken beginnen wir mit Heart Storm. Er bekam in Mülheim einen Aufgalopp. Das Rennen brachte ihn zweifellos weiter, morgen sieht es zudem leichter aus als zuletzt; mit gewonnener Kondition ist die Ausgangslage daher besser. Winsome Academy vermochte auch heuer nicht an ihre Dreijährigen-Saison anzuknüpfen. Fabian meinte nach dem Rennen in Miesau, sie wäre schnell genug für die kleinen Bahnen, daher probieren wir es morgen nochmal. Hauptgegener wird ihr ehemaliger Stallgefährte Pressure sein. Liberica läuft zwar immer recht brav aber nie wirklich gut. Wir stellen sie morgen vor keine unlösbare Aufgabe, wären mit einer unerfahrenen Reiterin dennoch schon mit einem Platzgeld zufrieden. Wichtig ist zudem, dass Anja eine weitere Bahn kennen lernt und Erfahrung sammelt. Die Stute kennt sie aus der Morgenarbeit wie ihre Westentasche. Klappt alles, ist vielleicht sogar mehr drin.


21. September 2018

Rückschau und Vorschau

Ein durchwegs positives Gefühl hatte ich dienstags auf der Heimfahrt von Compiegne mit Aerion an Bord. Er verhielt sich sowohl während der Reise als auch schon vor dem Rennen wie ein Profi. Auch das Rennen machte Vorfreude auf mehr. Ausdrücklich loben möchte ich an dieser Stelle den Ritt von Mathieu Pelletan. Nach wie vor ist unser Hauptziel das "Ferdinand-Leisten-Memorial" am 19. Oktober in Iffezheim. Da ich mittlerweile sagen kann, dass er gut aus dem Rennnen gekommen ist, steht einem weiteren Start bis dahin - etwa am 30. September in Strasbourg - nichts im Wege.

Am Samstag treten wir mit Rock to the Moon in Köln an. Er läuft seiner Form des letzten Jahres förmlich hinterher. Wir stehen diesmal 4,5kg günstiger als beim letzten Start in München; zum einen bekam er 1,5kg Nachlass vom Ausgleicher, zum anderen kann Eva ihre drei Kilo Erlaubnis voll in Anspruch nehmen. Ich reise also mit Hoffnung nach Köln, obwohl ich der Meinung bin, dass seine Abteilung die schwerere ist (das Rennen wurde geteilt). Lebowski kommt als frischer Sieger nach Köln. Sein Siegreiter aus Iffezheim Alex Pietsch ist leider gesperrt, mit Andrasch Starke konnten wir aber sehr guten "Ersatz" verpflichten. Lebowski ist nach wie vor gut am Posten.
Am Sonntag läuft dann noch Doris über 1850m in Köln. Knapp vor ihrem Start in Iffezheim begann sie mit dem Haarwechsel, inzwischen ist sie diesbezüglich schon weit fortgeschritten. Wieviel Form wir aus den Sommermonaten konservieren konnten, werden wir am Sonntag beantwortet bekommen. Das Rennen ist nicht übertrieben stark besetzt.
Am selben Tag kommt A Sunday Dream in Divonne les Bains im "Grand Prix de Divonne" an den Ablauf. Concetto Santangelo ist nach seinem Unfall wieder zurück im Sattel und hat das Vergnügen, die Hexe zu reiten. Sieben Pferde sollen in die Startmaschine einrücken und genau hier liegt das Problem: die Stute war zuletzt in Paris nicht in die Startmaschine zu bewegen. Unser Reisefuttermeister Freddy fährt dementsprechend angespannt an den Genfer See; er bekommt die schöne Aufgabe die Stute davon zu überzeugen, in die Startmaschine einzurücken. Rückt sie ein, sollte sie auch Geld verdienen können, immerhin ist sie gut am Posten.


20. September 2018

Abschied für Kick and rush

Stall Herbs Kick and rush wurde heute in Strasbourg im Anschluss an sein Antreten in einem Verkaufsrennen geclaimed. Wir wünschen seinen nunmehrigen Besitzern viel Spaß und Erfolg mit ihrem neuen Pferd.


17. September 2018

Erster Zweijährigenstart der Saison

Ein bescheiden verlaufender Samstag ist vorüber; auch der dritte Platz von Liberica und ein ordentliches Laufen von Be A Wave könnten einen für uns insgesamt recht unglücklichen Renntag nicht mehr retten. Nun geht es jedoch wieder weiter und unser erster zweijähriger Starter kommt heraus; morgen kommt Aerion in Compiegne, Frankreich über 1400m erstmals an den Ablauf. Er hatte im Februar einen Unfall, durch den er einige Wochen verlor. Richtig positiv fiel er im Hochsommer, als er große Fortschritte erkennen ließ, auf. Seine letzte Arbeit gefiel uns gut, der Plan ist es, den Hengst Richtung Sales and Racing Festival in Iffezheim vorzubereiten. Wir konnten ihn behutsam auf das Rennen vorbereiten und mussten ihn nicht hindrücken; er hat sich von selbst angeboten. Diesen Start wird er natürlich noch brauchen. Mathieu Pelletan wird bei diesem mit sieben Kandidaten bestückten Lehrlingsreiten in seinem Sattel sitzen. Wir erwarten sein Abschneiden jedenfalls mit Hochspannung.


14. August 2018

Vorschau

Wir sind dieses Wochenende auf drei Rennbahnen vertreten, die beste Ausgangslage dürften wir in Leipzig haben. Nordtänzers Ergebnis zuletzt in Iffezheim war leider äußerst enttäuschend. Es sprach auch einiges gegen ein besseres Ergebnis. Diesmal sollte er die letzte schwächere Form allerdings wieder ausmerzen können. Auch wenn es für ihn das erste Mal über von 3050m geht, wird er mit dieser Extremdistanz keine Probleme bekommen. Der Boden dürfte auch nicht zu fest werden. Tempo wird wohl genug durch den Frontrunner Kepheus im Rennen sein, Evas drei Kilo Erlaubnis werden über die lange Distanz auch ins Gewicht fallen, sodass man die Reise optimistisch antreten darf. Tricky Tiger wurde zuletzt angaloppiert, was mir ein paar Tage Kopfzerbrechen bereitete. Er bekam zwar erneut eine ungünstige Startbox zugelost, die letzten Formen in Iffezheim und Bad Harzburg lassen jedoch auf eine gute Vorstellung hoffen. Liberica ist wohl nicht das ideale Pferd für 1600m, aber wer ist das in diesem Rennen schon? Für mich hat das Rennen keine Distanz. Bei normaler Form ist die Stute im Endkampf. Girandolo wird hingegen nicht starten.

In Mülheim gibt Heart Storm sein spätes Jahresdebut. Er ist der größte Außenseiter im Feld, wird dieses Rennen wohl auch noch brauchen. Er hat mit viel Lust gearbeitet, über Kondition dürfte er ausreichend verfügen; mit der Briefmarke im Sattel versuchen wir es ihm möglichst leicht zu machen. Anja machte zweimal keine großen Fehler, sie gewinnt nun langsam an Routine. Maksimilijan bestreitet sein drittes Rennen dieses Jahr. Er ist auf der Suche nach einer Handicap Marke, mit welcher es dann leichter für ihn wird und er nicht mehr gegen Suadas und Global Wonders laufen muss. Ein kleines Erfolgserlebnis (ein Platzgeld etwa) wäre aber für das Team rund um ihn schon schön.

Ebenso geht es uns aktuell bei Be A Wave. Eigentlich müssten wir sie mit der Startbox 17 bei 17 Startern direkt zum Nichtstarter erklären; zumal die Distanz von 1300m etwas weit für sie und die Gegnerschaft quantitativ und qualitativ als äußerst stark einzuschätzen ist. Ich entsende Pferde nur ungern ohne eine reelle Chance Geld zu verdienen, erst recht bei Pferden mit Qualität, wie es bei ihr der Fall ist. Aber vom im Stall stehen bekommen wir nunmal kein Valeur und die Startmöglichkeiten für Flieger sind in Deutschland wie in Frankreich sehr rar. Durch die Handicapmarke erweitern wir unser Repertoir an Rennen zumindest etwas. Damanda's Dream hätte eigentlich schon in Iffezheim laufen sollen, ihr Rennen wurde jedoch ersatzlos gestrichen. Sie hat dadurch eine lange Pause zu überbrücken, wusste diese aber gut zu nutzen. Sie bekam eine wesentlich bessere Box als ihre Stallgefährtin zugelost, bei einem glücklichen Rennverlauf und einem guten Ritt ist ein kleines Platzgeld nicht ausgeschlossen.


08. September 2018

Vorschau Montier-en-Der und München

Prime Project gewann sein letztes Rennen leicht, das morgige Rennen spielt in der gleichen Klasse, es erscheint daher eine machbare Aufgabe zu sein. Die Taktik des "Auf Warten Reitens" bereitet ihm Freude und hat eine Leistungssteigerung bewirkt; mit kleinen Bahnen hatte er zuletzt keine Probleme. New Way trainiert von Nicolas Caullery und Xarco trainiert von Julien Phelippon sind gleichwertige Herausforderer.

Vor zwei Jahren (am 11. September 2016) konnten wir durch Kaminski, Winsome Academy und Rock to the Moon am morgen wieder ausgetragenen Renntag in München drei Rennen gewinnen. Rock to the Moon verfügt auch morgen wieder über sehr gute Chancen. Er ist zwar nicht mehr ganz in der Form wie in den letzten zwei Jahren, gefällt mir in den letzten Tagen aber wieder sehr gut; er kündigt sich förmlich an. Er steht nun 3kg unter seiner letzten Siegmarke. Eva kann ihre drei Kilo Erlaubnis leider nicht in Anspruch nehmen, sonst wäre ich sogar sehr guter Dinge für morgen.
Cometic Star und Alta Monte gehen als Außenseiter an den Start. Beide mögen Rennen von der Spitze; vorne kann aber nur einer gehen und das könnte eventuell noch ein Dritter sein. Wir wollen jedenfalls nicht die Pace für andere machen. Auf Alta Monte darf Anja Allgöwer ihren dritten Ritt bestreiten. 5kg Erlaubnis sind natürlich kein geringer Vorteil und sollten ihre Unerfahrenheit kompensieren. Wie gut ihr das gelingt, wird stark vom Rennverlauf abhängen. Wenn beide in den Geldrängen sind, können wir zufrieden sein.
Darienne du Pres Start hing bis knapp vor der Starterangabe am seidenen Faden. Viele Jockeys sind gesperrt, viele reiten in Düsseldorf oder im Ausland, oder können das Gewicht nicht bringen. Bis kurz vor knapp standen wir jedenfalls ohne Reiter da. Erst durch die Mithilfe von Herrn Lappe gab es noch eine Lösung: Nicolas Guilbert. In Deutschland ist er kein Unbekannter, war er doch zuletzt in Baden-Baden immerhin Zweiter im Berenberg Cup-Listenrennen für Stuten. Für die Dreijährige ist es eine Standortbestimmung. Der Ausgleich 2 ist bestimmt nicht der schwerste des Landes, aber geschenkt wird uns dennoch nichts. Ein Platz unter den ersten Drei wäre jedenfalls als Erfolg zu werten.


31. August 2018

Vor- und Rückschau

Trotz einem guten Rennverlauf war für Berlin Calling im Listenrennen nicht mehr drinnen. Stolz waren wir aber, dass sie im Führring zur schönsten Stute des Rennens gekürt wurde, was dem Pferdeführer Frederic Chedotal immerhin €250,- einbrachte. Lebowski hat sich nun endlich gefunden. Nach einem guten Ritt von Alex Pietsch konnte er seine gute Form aus dem Harz mitnehmen und schön gewinnen. Ein Heimsieg macht natürlich doppelt Spaß, wir haben jedoch den Eindruck, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist.
Be A Wave war zwar deutlich geschlagen, wusste aber auch in der Niederlage zu gefallen, nicht zuletzt auch weil der hoch gehandelte Ivo in Schach gehalten wurde.
Morgen treten wir mit Doris im Damen-Reiten an. Mit Eva im Sattel verfügen wir da einen Vorteil; die Stute hätte in Saarbrücken nicht schöner gewinnen können. Wir gehen trotz des Aufgewichts von 3kg optimistisch in die Prüfung. Tricky Tiger gefiel beim ersten Meetingsstart, wenn es nicht zu viel regnet, ist erneut ein Platzgeld drinnen. Be A Wave wird hingegen nicht an den Ablauf kommen.
Unser letzter und einziger Starter am Sonntag ist der Stallneuling Highland Dragon. Seine Arbeit war schon sehr gut. Trotz der aus meiner Sicht etwas hohen Einstufung durch den Ausgleicher, rechnen wir mit einer guten Platzierung.

Vom Renngeschehen abgesehen, erhielt der Rennstall Geisler bei der heute stattgefunden habenden Jährlings-Auktion der BBAG den Zuschlag für Lot Nr. 222, eine noch namenlose Excelebration -Stute aus der Heather Rose.

N.N. (Excelebration (IRE) - Heather Rose)

28. August 2018

Heimsieg

Im achten und letzten Rennen des Tages sorgte Stall Junior Farms Lebowski nicht nur für unseren ersten Treffer während der diesjährigen Großen Woche, sondern mit dem sechsten Sieg in diesem Monat auch dafür, das dieser August zum bisher erfolgreichsten in der Karriere des Trainers wird. Nach dem Abspringen über weite Teile des Rennens Mitte des Feldes versteckt, wurde der fünfjährige Wallach von Alexander Pietsch dann im letzten Knick vor der Zielgeraden etwas energischer aufs richtige Gleis navigiert. Den Zweikampf mit Power Bullet um den Sieg konnte unser Pferd schließlich mit einer dreiviertel Länge Vorsprung sicher für sich entscheiden.

Photo von Marco Völlinger

28. August 2018

Vorschau

Zugegebenermaßen stellen wir Berlin Calling am Mittwoch im "Coolmore Stud Baden-Baden Cup" vor keine leichte Aufgabe. Die Fuchsstute ist jedoch gut am Posten, es ist ihre Jahreszeit, ihre Distanz und wir haben eine gute Startbox; wenn alles gut geht, regnet es auch noch ein bisschen, dann bekommt sie auch noch ihren Boden. Das Rennen findet direkt vor der Haustür statt, wir haben also nichts zu verlieren. Ihr Zuchtwert ist zuletzt durch ihre Schwester, die ein Zweijährigen Listenrennen in Deauville gewinnen konnte, ohnedies schon gestiegen. Berlin selbst ist mehrfache Siegerin, alleine eine Steigerung der GAG-Marke wäre schon ein voller Erfolg. Das Traumziel heißt natürlich Black Type. Klar, das Rennen ist nicht nur durch die internationale Beteiligung gut besetzt, bei einem passenden Rennverlauf und Glück erscheint mir allerdings nichts unmöglich.
Lebowski lief im Harz sein bisher bestes Rennen unter meiner Regie. Wir haben den Eindruck, er konnte sich seit diesem Start nochmal steigern, schon alleine mit der Einstellung der letzten Form sollte er jedoch über ausgezeichnete Chancen verfügen. Als seine Hauptgegner werden wohl Amazing Soldier und Virginia Girl ins Rennen gehen.

Am Donnerstag treten wir eventuell mit drei Startern im Dreijährigen Rennen über 1200m an. Die vermutlich stärkste Kandidatin aus meinem Quartier ist Be A Wave. Ihr passt sowohl die Distanz als auch die Gerade Bahn. Ihre letzte Form in Maisons Laffitte war schon recht ordentlich, leider trifft sie diesmal auf eine sehr starke Stute aus dem Wöhler-Stall. Queens Harbour wird sicherlich das zu schlagende Pferd sein, daran ist nicht zu rütteln. Aber auch Ivo sollte man nicht unterschätzen. Sevillanos und Damanda's Dreams Antreten ist noch unklar und wird sich erst Donnerstag Morgens entscheiden.


26. August 2018

Erfolgreicher Renntag in Miesau

Für den fünften vollen Erfolg dieses Monats, den fünfzehnten dieses Jahres, sorgte heute Winzapper in Miesau. Umrahmt wurde dieser Sieg von je zweiten Plätzen durch Girandolo und Winsome Academy. Als Reiter saß auf allen drei Pferden Fabian Xaver Weißmeier.


25. August 2018

Nachtrag zum Sieg am Donnerstag

Aus organisatorischen Gründen musste Kick and rushs Sieg in Moulins der zeitnahen verdienten Würdigung leider entbehren; mit einigem zeitlichen Abstand ist dies hiermit jedoch nachgeholt. Die lange und bei den (mittlerweile auch wieder der Vergangenheit angehörig) drückend heißen Temperaturen äußerst strapaziöse Reise zu dem nur mit fünf Startern besetzen Rennen hatte sich jedenfalls gelohnt. Als Favorit ins Rennen gestartet, zog der Stall Herb-Schützling unter Eva im Sattel nach einigen Positionswechseln unterwegs im Schlussbogen außenseitig nach vorne und lieferte sich bis zur mit einer halben Länge Vorsprung erreichten Ziellinie einen packenden Zweikampf mit dem schließlich zweitplatzierten Song of Life (Pierre-Charles Boudot).

Opa Jürgen mit Enkel Maylin, Eva, Kick and rush und Gerald
Photo von Alain Baert

24. August 2018

Vorschau auf die Große Woche!

Es ist natürlich gerade für einen Iffezheimer Trainer von großem Vorteil und von großer Freude, wenn man mit guter Stallform in das wichtigste Meeting des Baden Badener Rennjahres startet. Und ehrlich gesagt viel besser könnte die Stallform aktuell nicht sein. Gestern ein schöner Sieg in Moulins durch Kick and rush mit Eva-Maria im Sattel, davor waren es Berlin Calling, Doris und Prime Project die für Siege kurz vor Meetingsbeginn gesorgt haben. Eva hat gestern mit dem Sieg auch etwas hinbekommen, was für eine deutsche Reiterin nicht alltäglich ist: sie konnte im Endkampf einen Europarekordhalter an Siegzahl a la Pierre-Charles Boudot in Schach halten.

Morgen geht es nun für uns bereits los. Anja wird dank der Besitzerin von Tricky Tiger Kerstin Heitz ihren zweiten Ritt absolvieren. Es geht mit dem Routinier über die Meile. Das Pferd ist gut im Schwung, hat kürzlich erst in Bad Harzburg gezeigt, dass mit ihm immer noch zu rechnen ist; er scheiterte dort nur an einer schlechten Startbox. Dennoch wird es mit einer wohlbemerkt talentierten aber unroutinierten Reiterin im Sattel eine schwierige Angelegenheit. Tricky soll Ende der Woche nochmal an den Ablauf kommen.
Am Sonntag treten wir mit dem neuen Turffreund Nordtänzer unter Adrie de Vries an. Er ist auch ein Freund von weichem Boden, etwas Niederschlag wäre daher von großem Vorteil für ihn. Adrie ist immer eine feste Größe und passt aus meiner Sicht für das Pferd wie die Faust aufs Auge. Wir haben zumindest reelle Platzchancen, zumal das Rennen auch geteilt wurde. Erst im letzten Moment habe ich mich entschieden Liberica laufen zu lassen. Die Teilung des Rennens war ein Hauptgrund für die Entscheidung. Fraglich ist natürlich, ob sie die Distanz steht, aber wo kann man das beser herausfinden als vor der eigenen Haustür. Eva wird sie reiten.

Mit drei Startern fahren wir am Sonntag nach Miesau - der (Iffezheim außer Konkurrenz gesehen) zweitgrößten Bahn im Südwesten. Gefühlt habe ich dort 100%, haben wir doch vor einigen Jahren mit Bachstelze und mit Merian dort gewonnen. Einen besseren Reiter als Fabian Xaver Weißmeier findet man auf dieser Bahn am Sonntag nicht. Dies ist sicherlich ein großer Vorteil.

Außerdem war heute der SWR heute bei uns zu Gast. Einen kurzen Teaser auf den fertigen Bericht gibt es → hier zu sehen.

Der Trainer, Anja Allgöwer und das Team des SWR beim Dreh heute auf der Rennbahn
Photo von Pit Mühlfeit

16. August 2018

Doppelsieg

Photo von Dirk Guldner

Zumindest für unseren Stall war der 15. August heuer auch in Baden-Württemberg ein Feiertag. Den Auftakt machte zunächst in Saarbrücken die schon seit Langem für einen Sieg fällige Doris; von Eva-Maria Geisler (die damit den ersten Sieg seit ihrem Comeback feierte) auf Warten geritten, bedurfte es dann schließlich eines wahren Slalomlaufes durch das Feld, um Eingangs der Zielgeraden die Lücke und damit freie Bahn auf dem Weg zum mit eineindreiviertel Längen Vorsprung sicheren Erfolg zu finden.
Ganz ähnlich gestaltete sich wenig später der Rennverlauf unseres Starters in Vittel: auf dem sich nur drei Tage zuvor schon für Berlin Calling als vorteilhaft sich erwiesen habenden Geläuf zogen es auch Prime Project mit Reiter Kevin Braye zunächst vor, das Renngeschehen von der hintersten Position aus zu betrachten. Ab Erreichen des Schlussbogens machte der zu diesem Zeitpunkt nicht mehr lange sieglose Wallach dann zügig Boden sowie Positionen gut und mit Einbiegen in die Gerade waren die Weichen schließlich für den Sieg gestellt.

Photo von Frederic Diehl

12. August 2018

Sieg in Vittel

Ihren ersten Saisonsieg konnte heute Berlin Calling feiern. Die vierjährige Stute ging dabei erstmals stark gegen die Hand ihres Reiters (Valentin Seguy). Zunächst am Ende des Feldes eingereiht, machte sie um den Bogen enorm viel Boden gut und hatte sich beim Einbiegen in die Gerade schon einen klaren Vorsprung erarbeitet. Dieser schmolz zwar auf den letzten Metern noch etwas dahin, letztlich reichte es aber für einen sicheren Sieg. Für den im selben Rennen gestarteten Rock to the Moon sollte sich die Distanz von 1600m hingegen als etwas zu kurz erweisen. Mit einigen Metern mehr in petto hätte es wohl noch für den dritten Platz gereicht. Dennoch muss dies wohl für seine beste Jahresleistung gelten.

Der Zweite in diesem (Verkaufs-)Rennen, Highland Dragon , ein fünfjähriger Dutch Art-Sohn, wurde übrigens von Familie Bauer, den Besitzern des wackeren Jolly Boy geclaimt. Highland Dragon ist für unser Quartier kein ganz Unbekannter, war er es doch, der im April dieses Jahres in Chantilly Porsenna bezwungen hatte.

Photo von Frederic Diehl

Starter


Mo., 17. Juni - Köln
8.R.
New Horizons
8.R.
Sevillano
Sa., 15. Juni - Düsseldorf
4.R.
Bacchus Danon
9.
7.R.
Heart Storm
4.
Mo., 10. Juni - Wissembourg
3.R.
Macavity
4.
4.R.
Zakynthos
12.
So., 09. Juni - Aix-les-Bains
3.R.
Brunlukka
5.
7.R.
Hallo Wien
6.
So., 09. Juni - Saarbrücken
4.R.
Nordtänzer
2.
9.R.
Marius
3.
10.R.
Doris
8.
Kontakt: An der Rennbahn 8-9, 76473 Iffezheim | Tel: +49/(0)176/ 205 70 115 | Email: gerald.geisler@gmx.de